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  #1  
Alt 16.08.2009, 23:20
monika12 monika12 ist offline
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Registriert seit: 05.08.2009
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Beiträge: 8
Beitrag Diagnose Endometriose

Wie viele Einsteigerinnen lese ich seit einigen Tagen im Forum mit und möchte nun auch meinen Beitrag leisten: Mein Mann und ich (34 Jahre) haben im September 2004 geheiratet, seither besteht unser Kinderwunsch. Wir haben versucht, uns keinen Stress bei diesem Thema zu machen, was für mich doch schwierig war, es war eher wie 8-er Bahn fahren: Hoffnung Ab dem vermuteten Eisprung und Ernüchterung bei Beginn der Blutung. Ich habe Luna Yoga begonnen, klassisches Yoga, Akkupunkturmassage, kinesiologische Behandlungen, Familienaufstellung und war auch bei einer Kartenlegerin, deren erste Aussage war, dass wir ein Kind bekommen.
Vor ca. 1 Jahr empfahl uns mein Gyn, in die IVF-Ambulanz zur Abklärung zu gehen, da er keinen Grund für unsere Kinderlosigkeit fand. Das Erstgespräch war sehr angenehm, es folgten einige Untersuchungen. Die Befundbesprechung war eine Katastrophe: Ich hatte das Gefühl, der Arzt hat mich verbal befruchtet – wir wollten doch „nur“ medizinische Abklärung, hört denn keiner zu? Prompt und mit Tränen in den Augen verließ ich mit meinem Mann die Ambulanz. Erst nach einigen Wochen gingen wir wieder hin, wieder ein anderer Arzt, der aber kompetent und menschlich wirkte und den wir zu unserem „Vertrauensarzt“ machten. Dieser empfahl eine Bauchspiegelung, um die Eileiterdurchlässigkeit zu prüfen und er äußerte einen Endometrioseverdacht. Ich überlegte einige Zeit, ob ich den Eingriff machen lassen sollte, aber schließlich wollte ich doch Klarheit und entschied mich dafür: Diagnose ausgeprägte Endometriose, ein defekter und ein verklebter Eileiter, Befruchtung wird nur über IVF gehen, Therapievorschlag künstlicher Wechsel – ich war wie vom Blitz getroffen, die folgenden Tage waren sehr, sehr traurig und warfen viele Fragen auf, warum …???
Nach 3 Monaten (ich vertrug die Hormontherapie ganz gut) eine weitere Bauchspiegelung, um die Endoherde zu entfernen. Eine gute und eine schlechte Nachricht: die Eileiter sind weitgehend frei, wir können die Befruchtung 1-2 Mal über IUI versuchen. Aber die Endoherde konnten nicht vollständig entfernt werden und ich soll bis zur Befruchtung Hormontherapie machen. – Wieder hatte ich nicht mit diesem Ergebnis gerechnet, wieder war es wie ein Schlag – wir hatten vor, „es“ nach der OP noch einige Zeit ohne Zutun der Medizin zu versuchen.
Diese ständig neuen Themen sind eine große Herausforderung für mich, die mir auch phasenweise Angst machen. – Ich bin ins Forum gekommen, um durch den Austausch meinen Mut und mein Vertrauen zu stärken.

Danke fürs „Zuhören“, Monika12
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  #2  
Alt 17.08.2009, 11:11
Benutzerbild von Livi
Livi Livi ist offline
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Beiträge: 549
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Liebe Monika,

zunächst einmal ein herzliches willkommen!

Auch ich hatet einen "Endo" Befund (so wie viele, viele hier), wenn Du meine Geschichte nachlesen möchtest, bei meinen Themen und im Profil steht einiges.

Es ist wirklich gar nicht so leicht seine eigene Meinung zu bilden, da die Aussagen der Ärzte irgendwie so ausschließlich sind. Zumindest habe ich es so erlebt, mir hat das ziemlichen Druck gemacht.

Ich wünsche Dir gute Heilung nach Deinen OPs und eine gute Zeit hier, liebe Grüße,

Liv





... öffne meines Herzens Tür.
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  #3  
Alt 17.08.2009, 11:56
Benutzerbild von tanjamely
tanjamely tanjamely ist offline
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Beiträge: 183
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Liebe Monika,
Du hast ja schon viel ausprobiert an alternativen Methoden - hast Du auch schon die sogenannte "Fruchtbarkeitsmassage" (nach gleichnamigem Buch) ausprobiert?
Ich bin durch dieses Buch (und ein weiteres der Autorin Birgit Zart) erst auf dieses Forum hier gestoßen. Die Bücher waren für mich (ich habe diverse hormonelle Störungen) erstmal eine große Erleichterung, weil ich gesehen hab, dass es eben doch alternative Behandlungsmöglichkeiten gibt.
Und jetzt da die Massage so super funktioniert hat (siehe mein anderer Beitrag, ich hab wenige Tage nach der 1.Massage ENDLICH wieder meine Periode bekommen), möchte ich sie am liebsten ALLEN Frauen empfehlen. Ich fühl mich so gut und merke, dass sich in meinem Körper was zum Positiven verändert...
Wünsche Dir alles Gute und gib die Hoffnung nicht auf, ihr habt sicherlich noch euren Erfolg mit dem Kinderwunsch!
LG Tanja
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  #4  
Alt 17.08.2009, 18:13
SimoneG SimoneG ist offline
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Beiträge: 46
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Hallo Monika,

ich weiß, wie Du dich fühlst, was Du / Ihr gerade durchmacht ... Es ist ein steiniger und holpriger Weg, den Ihr gerade geht, wo und wie er weiter verläuft ... da kann ich Dir wenig dazu sagen. Ich kann Dir nur kurz erzählen, wie es bei mir lief ...

Im Grunde hatte ich vor 11 Jahren die gleiche Diagnose wie Du. Ein Schock für uns, wo wir uns doch ein Leben ohne Kinder überhaupt nicht vorstellen konnten ...

Ich hatte aber das Glück, direkt nach der Bauchspiegelung (Teil-Entfernung der Endo-Herde, "Eileiterdurchpusten") schwanger geworden zu sein. Auf natürlichem Weg! Also es geht auch ohne IVF! Ich glaube, es ist die größte und schwierigste Herausforderung am Schwangerwerden, die Gelassenheit in den Kopf reinzubekommen ... Und da bist Du hier (im Forum und vor allem bei Birgit) in den besten Händen.

Als ich 2003 wieder das Gefühl hatte, die Endo hat sich ausgebreitet, habe ich noch eine Bauchspiegelung machen lassen. Und es war richtig. Die neu gewachsenen Endoherde wurden wieder entfernt und 3 Monate später war ich schwanger.

Ich wünsche Euch alles erdenklich Gute!

Simone
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  #5  
Alt 18.08.2009, 00:20
Benutzerbild von Iby
Iby Iby ist offline
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Registriert seit: 15.08.2008
Ort: Deutschland
Beiträge: 328
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Hallo Monika,
herzlich willkommen hier im Forum.

Ich hatte 2007 eine Op und bei mir wurde auch Endo festgestellt,
und ein Eileiter wurde entfernt.
Es war für mich auch ein großer Schock.
Mein damalige FA hat mich von der Hormonbehandlung abgeraten.
Ich war auch so froh darüber.
Dann 2008 hatte ich eine Bauchspiegelung bei der FÄ.
Die einzige EL ist nicht durchgängig, ich habe sehr viele Verwachsungen.

Jetzt habe ich mir Zeit gelassen, ohne Hormone, ohne Op´s usw.
Ich habe das Vertrauen in mein Körper, und ich hoffe, dass ich ohne Medizinische Hilfe schwanger werde.

Ich nehme ein paar Globulis und mache ein paar Übungen was
ich hier in Forum und in Biggi´s Buch gelesen habe.
Falls es immer noch nicht klappen würde, dann lasse ich mich
nochmal operieren und nehme auch Hormone ein,
und falls nötig ist mache ich auch die Küstliche Befruchtung.
Zur Zeit bin ich für so was nicht bereit.

Ich weiß wie du dich fühlst.
Seit dem ich meine Op hatte muss ich mit dem Gedanken leben,
dass ich vielleicht auf natürlichem Wege nicht ss werde.
Und seitdem weiß ich dass mein Bauch sehr krank ist.
Und meine EL fehlt mir auch.
Und ich habe ein bisschen Angst vor EL ss.
Es ist ganz schön viel, was mann dann verarbeiten muss.

Liebe Simone,

es ist schön zu lesen, dass es bei dir geklappt hat mit dem ss werden.
Das macht mir ein bisschen Hoffnung.
Falls ich auf natürlichem Wege nicht ss werde, lasse ich mich nochmal operieren.
Obwohl davor habe ich auch Angst.
Bei mir muss mann bestimmt wieder ein Bauchschnitt machen,
wegen den vielen Verwachsungen. Wie bei meinem ersten Op.

LG
Iby
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  #6  
Alt 25.08.2009, 23:18
monika12 monika12 ist offline
aktiver Benutzer
 
Registriert seit: 05.08.2009
Ort: Linz
Beiträge: 8
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Danke liebe Frauen für die herzliche Begrüßung und "Eure Geschichten" - sie geben mir das Gefühl, nicht alleine zu sein mit einer Erkrankung, deren Namen ich vorher nicht kannte und die für mich sehr diffus und schwer zu fassen ist.

Auch euch alles Gute, Monika12
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Stichworte
eileiter, endometriose, kinderwunsch

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