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  #1  
Alt 09.01.2019, 12:50
Maria-Teresa Maria-Teresa ist offline
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Registriert seit: 09.01.2019
Ort: Süddeutschland
Beiträge: 2
Standard Kontakt zu den ungeborenen Seelen

Liebes Forum,

wie schön, dass es Euch gibt. Ich bin neu hier und habe schon vieles still mitgelesen. Mein Gefühl sagt mir, dass ich meine Gedanken und Fragen hier teilen darf und danke Euch schon im Voraus dafür. Es ist eine sehr spirituelle Erfahrung, die ich gleich schildern werde, aber wo, wenn nicht hier, darf ich diese teilen?
Ein paar Worte zu mir. Ich bin 38 Jahre alt, meinen Mann und mich beschäftigt seit 2013 der Kinderwunsch, in all den Jahren ohne Schwangerschaft. Letztes Jahr haben wir mit ICSI-Behandlungen begonnen, die dreimal mit einem negativen Schwangerschaftstest endeten. Aktuell sind wir im 4. Versuch. Nach einer Tumor-OP zeigt das Spermiogramm meines Mannes deutliche Einschränkungen, daher ICSI.
Ich habe während der Behandlungen vieles lernen dürfen, werde naturheilkundlich und mit Akupunktur begleitet, habe endlich (ENDLICH) eine guten und liebevollen Kontakt mit mir selbst entwickelt. Und, wofür ich auch sehr dankbar bin, eine innere Stimme, von der ich glaube, dass sie zu meiner verstorbenen Mutter gehört bzw. dem mütterlichen Anteil in mir entspricht, der mein inneres, verängstigtes Kind liebevoll tröstet und stärkt. Meine Mutter und ich hatten eine schwierige Vergangenheit, doch nun fühle ich, dass die Vergangenheit heilen darf.
Seit dem 2. Versuch ist da auch noch eine andere Stimme, die im Plural spricht (ich habe bisher immer zwei Embryonen transferiert bekommen). Sie haben keinen Körper im engeren Sinne, aber ich konnte eines Morgens, im März letzten Jahres beim Frühstück ihre Anwesenheit spüren, als warme, helle Wesen zu meiner linken Seite. Sie sagten "Es geht uns gut. Wir können dich sehen. Aber wir können nicht bleiben". So war es ja dann auch, zwei weitere Male blieb der Transfer negativ.
Aktuell, im vierten Versuch, kann ich noch besser als zuvor akzeptieren, was ist. Dass auch mit modernster Medizin der Ausgang für uns ungewiss ist, dass wir nichts "machen" können, außer auf uns zu achten und Wünsche zu äußern. Ich bin im Vergleich zu früher diesmal um einiges gelassener. Wäre da nicht erneut dieses Stimmchen "wir können nicht bleiben". Ich frage "kann ich etwas tun, damit ihr bleibt?", und die Antwort ist "wir sind unsicher wegen deiner Unsicherheit. Deine Angst ist unsere Angst".
Nun die Fragen die mich umtreiben: können diese unsterblichen Seelen tatsächlich Unsicherheit empfinden? Kann ich meine Unsicherheit/Angst in Sicherheit wandeln? Und ist es nicht normal, dass jede werdende Mutter Unsicherheit verspürt und ängstlich ist? Bin ich am Ende "Schuld", wenn die zwei niemals bleiben können? Mein Mann, mit dem ich diese Themen gottseidank besprechen kann, meinte, das "nicht bleiben können" könne sich ja auch darauf beziehen, dass eine Schwangerschaft nach 40 Wochen beendet ist und der Bauchbewohner ausziehen muss. Ein tröstender Gedanke, aber ich glaube, es handelt sich um etwas tiefgründigeres.

Für eine Neuanmeldung platze ich hier gleich mit einem ganz schön tiefen Thema herein, aber nochmal: wo, wenn nicht hier, darf ich es teilen?
Ich danke Euch sehr fürs Lesen und falls ihr mögt, Eure Gedanken.
Liebe Grüße,
Maria-Teresa
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  #2  
Alt 09.01.2019, 14:43
Salome05 Salome05 ist offline
aktiver Benutzer
 
Registriert seit: 26.11.2016
Ort: Mittelhessen - Freigericht
Beiträge: 87
Standard

Liebe Maria-Teresa,

erstmal ein herzliches Willkommen hier im Forum! Schön, dass du hier bist!

Ich finde es toll, dass du diesen Thread eröffnet hast! Mich hast du definitiv damit erreicht, denn diese "Schuldfrage" stelle ich mir auch immer wieder. So oft höre und lese ich: du musst dich frei machen von deinen Ängsten, deinem Druck,..... dann kann dein Kind auch zu dir kommen. Und wenn ich dann äußere, dass mir das widerrum großen Druck macht und ich mich schuldig fühle á la: selbst dran schuld, wenn du keine Mutter wirst, dann erhalte ich die Mitteilung, dass das so nicht sei. Es sei keine Schuldfrage. Meist wird mir dann noch erklärt, dass ich meinen Weg gehen soll und vielleicht ist meine Aufgabe eine andere, als Kinder zu bekommen und ich diesen Weg, egal, wie er aussieht einfach akzeptieren soll ohne Wertung, ohne Schuld, ohne Versagensgefühle. Das finde ich sehr schwer.

Denn mich plagen die selben Gedanken, wie dich. Ich denke auch, dass jede Mutter Ängste hat und unsicher ist. Ob ich unsicherer und ängstlicher bin, weiß ich nicht. Aber ich halte mich ein wenig daran fest, dass das nicht entscheidend sein kann, da auch Frauen Kinder bekommen, die schier von Ängsten zerfressen werden. Ich will mir diese Schuldfrage auch nicht mehr stellen, denn sie bringt mich wirklich kein bisschen weiter. Ich werde dadurch nicht schneller von meinen Ängsten frei sein. Ich bei all diesen negativen Gedanken stelle ich mir einfach immer öfter die Frage: bringen sie mich weiter? Eigentlich immer ist die Antwort: NEIN!!!!!!!! Denn sie machen mir schlechte Gefühle, Stress und Sorgen und dann bin ich weiter weg von meinem Wunschkind. Daher gebe ich ihnen immer weniger Raum und fühle mich damit wesentlich besser.

Ich bin davon überzeugt, dass diese Stimme, die dir sagt, dass sie nicht bleiben können, weil du zu unsicher bist, nicht von deinen Kindern kommt, sondern deine Ängste sich schön verkleidet haben. Sie sind perfide und fies, diese Ängste. So als müsste doch einer Schuld haben, dass du noch nicht schwanger bist. Und da du vermutlich auch zuerst an dir selbst zweifelst, setzt die Angst auch da an. Aber es ist eben keiner Schuld. Es ist einfach so, wie es ist. Du hast nichts falsch gemacht, nichts verpasst, es nicht nicht verdient, etc.. Während ich das schreibe fällt mir auf, wie sehr ich diese Worte auch einmal mehr an mich selbst richte. Es gibt diesen ganz ruhigen Teil in mir und der sagt mir, dass das richtig ist. Das ich dabei bleiben soll. Dieser ruhige Teil ist absolut wertfrei. Dieser Teil in mir ist wohl meine Mitte, meine Seele, meine Wahrheit.

Pflege diesen wunderbaren Kontakt zu deinen Kindern. Sobald solche blöden Gedanken kommen, lass sie einfach direkt wieder gehen. Die Verbindung zu deinen Kindern ist Liebe und damit wertfrei, schuldfrei.


Liebe Maria-Teresa, ich wünsche dir alles Liebe und Gute. Bleib bei dir und deiner Liebe zu dir selbst. Das ist das, was wichtig und richtig ist!

Herzliche Grüße,

Katrin
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  #3  
Alt 09.01.2019, 15:07
Maria-Teresa Maria-Teresa ist offline
aktiver Benutzer
 
Registriert seit: 09.01.2019
Ort: Süddeutschland
Beiträge: 2
Standard

Oh was für liebe, tröstende Worte von Dir, Katrin, hab vielen Dank dafür! Jetzt wo Du es sagst, erinnere ich mich an die Worte meiner Therapeutin, die nämlich meinte, Ängste würden oft in anderer Gestalt daher kommen... das passt wunderbar zu Deiner Vermutung. Ich versuche, das eine vom anderen zu trennen. Es zu genießen, daß ich in Kontakt stehe mit diesen wundervollen, liebenden Seelen. Und die Angst Angst sein zu lassen. Sie darf da sein, denn mein bisheriges Leben, besonders meine Kinder- und Jugendjahre waren geprägt von Angst und dem Gefühl, damit alleingelassen zu sein, keinen Erwachsenen zu haben der mich in der Angst wahrnimmt und unterstützt. Aber in dieses Gefühl kommt seit kurzem Bewegung, ich hatte dazu vor Weihnachten, just an der Wintersonnwende am 21.12. eine wundervolle "Begegnung" mit meiner (inneren) Mutter, die ruhig und klar meinte, dass die Vergangenheit vorbei ist und heilen darf. Seither fühle ich mich um mindestens 5 kg leichter, und Muttergefühle sprudeln aus mir heraus wie noch nie zuvor in meinem Leben (mein Neffe ist 4 Wochen alt, und mein Herz ist so weit offen für ihn... früher hätte ich das vor lauter Schmerz/Neid nicht zulassen können... doch das nur am Rande.)
Nochmals lieben Dank dass ich hier sein darf, und für die Anteilnahme, ich begebe mich jetzt in "Reparatur".
Liebe Grüße,
Maria
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  #4  
Alt 19.02.2019, 10:41
Benutzerbild von Biggi
Biggi Biggi ist offline
Administrator
 
Registriert seit: 19.04.2005
Ort: Tremmen, Brandenburg, Deutschland.
Beiträge: 3.337
Standard "Ich weiß, was Du brauchst"

Liebe Maria,
es ist so enorm hilfreich, in Kontakt zu seinem Kind zu sein.
Und es ist wundervoll spirituell.

Vor langer Zeit haben wir dazu einiges experimentell erarbeitet.
Das war ein Halbtagesseminar in der Schweiz auf den Chindlisteinen in Heiden.

Eltern boten ihren Wunschkinern Sätze an, die sie "anlocken" sollten.
Dabei erlebten wir so manch eine Überraschung.

Schau doch hier gerne mal rein:
https://www.frauenworte.de/vbforum/s...hlight=chindli


Ich hoffe, der Link funktioniert.

Ansonsten Suchfunktion: chindli eingeben.

Der aller allerbeste Satz ist übrigens:
"ich weiß, was Du brauchst".

LG
Biggi


Birgit Zart

http://www.kinderwunschhilfe.de

Von mir ausgebildete Therapeuten in Eurer Region findet Ihr hier:
http://www.die-fruchtbarkeitsmassage.de

Auch auf Facebook könnt Ihr mich finden:
Kinderwunschhilfe Birgit Zart
sowie
Die Fruchtbarkeitsmassage- das Original nach Birgit Zart
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