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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : IVM- Wer weiß Bescheid?


Biggi
07.05.2005, 09:02
Guten Morgen, meine Lieben,


derzeit läuft eine Studie über das IVM-Verfahren.

Die Hormongaben sind hier viel sanfter,
allerdings werden gerade erst Erfahrungen gesammelt.

Ich glaube - haut mich, wenns nicht stimmt -
das verfahren stammt aus Skandinavien.

Das macht unglaublich viel Hoffnung,
denn wir treten schon so lange für sanftere Wege in der Repromedizin ein.

So viel ihc weiß, fällt auch die Downregulierung weg.

Ich bitte alle,
die an dieser Studie teilnehmen,
oder mehr über sie wissen,
dieses Wissen hier im Interesse aller hier zusammenzutragen.

Seid dick umärmelt,

Biggi

Biggi
07.05.2005, 09:20
Ihr Lieben,

Kerstin schickte mir soeben einen Link,

ich setz ihn hier mal herein:


http://www.klein-putz.net/forum/viewtopic.php?t=23407



lieber Gruss

Biggi

TinaHST
08.05.2005, 12:10
Liebe Biggi,

wie ich Dir am Telefon erzählt habe, nehmen wir an der Studie teil.

Aber bis jetzt dann doch auch wieder nicht, weil mein Zyklus und die Termine des Doc nicht zueinander fanden..... Schicksal, oder was?

Natürlich kenne ich aber den Ablauf, den hat uns der Doktor ganz ausführlich erläutert und ist auch auf alle Fragen eingegangen.

Es werden bedeutend weniger Hormone gespritzt und die Eizellen werden bereits punktiert, wenn Sie noch nicht so ausgereift sind.

Ansonsten geht es dann weiter wie bei einer anderen künstlichen Befruchtung.
Die Studie wird in Lübeck durchgeführt - eines der führenden Zentren in der Kinderwunschbehandlung - auch die große ICSI-Studie stammte von dort.

Ich habe gelesen, dass die erste Frau dort so schwanger geworden sei, die nächsten beiden Termine für SST sind kommende Woche. Aber es ist noch im Versuchsstadium - jedenfalls in Deutschland. In Dänemark wohl schon etabliert, von anderen Ländern gibt es ebenfalls einige Erfolge.

Naja, die Praxis und ihre MitarbeiterInnen würde ich als liebevoll chaotisch bezeichnen, aber es "menschelt" und das ist mir schon wichtig.

So, das als kurze Einführung - ich melde mich gerne, wenn es weitere Fragen gibt.

Herzliche Grüße


Christina





:D

Martina_39
09.05.2005, 22:21
liebe biggi,
ich hab mal in österreich nachgefragt und folgende antwort erhalten:
zu lesen unter www.wuki-kiwu.at unter medizinische fragen:

Liebe Martina!
Wir haben bereits vor ca 8 Jahren in meiner Zeit an der Universitätsfrauenklinik erste Erfahrungen und Schwangerschaften mit IVM gehabt. Es sind jedoch immer noch etliche nicht optimal gelöste Probleme da - es können (außer bei PCO Syndrom) nicht so viele Eizellen gewonnen werden, die Punktion ist aufwendiger und auch die Qualität der "nachgereiften" Eizellen ist deutlich unter der von im Eierstock gereifter Eizellen.
Sie müssen mit Ihren Arzt besprechen ob er Ihnen diese Methode anbietet (dem Fonds ist egal ob stimuliert oder nicht!). Es gibt international wenige Zentren, die viel Erfahrung damit haben und auch in diesen ist die Schwangerschaftsrate deutlich niedriger als im stimulierten Zyklus.
Alles Gute
Univ.Prof.Dr.Andreas Obruca

ein paar sätze zu punktion und stimulation:
ich hatte leider keine guten punktion erfahrungen - es war ohne narkose sehr schmerzhaft und ich bekam beinahe ein überstimulationssyndrom, es war grauenhaft! beim zweiten mal machte ich es in narkose, was für mich angenehmer war, aber ich habe danach relativ stark geblutet, das hat aber dann rasch aufgehört und ich wurde schwanger, nur leider wollte die kinderseele nicht bleiben.
der vorteil mehrerer eizellen, die befruchtet werden können ist der, dass man mehrere versuche mit kryokonservierten embryonen (eisbärchen) haben könnte und das im natürlichen zyklus.
ist schwierig zu entscheiden, was dann für uns frauen angenehmer ist.
was ich damit sagen will, für mich ist die punktion unangenehmer als die hormontherapie, aber ich weiss, dass die hormonbehandlung weitreichendere folgen hat. es ist leider ein teufelskreis.

jedenfalls denke ich, dass man versuchen sollte, alternative wege zu gehen und auf eine hormonelle behandlung soweit es geht zu verzichten.
ich bete, dass meine 2 letzten eisbärchen den weg zu mir zurück schaffen und ich sie halten kann, denn der embryotransfer im natürlichen zyklus ist das schönste was ich bisher in meiner laufbahn der künstlichen befruchtung erleben durfte.

TinaHST
10.05.2005, 12:02
Hallo Ihr Lieben,

da kann ich gute Nachrichten vermelden. Ich habe auch wegen der Narkose bei der Punktion gefragt, da ich nach drei Konisationen eben seeeeeehr empfindlich bin....
Der Doktor hat mich beruhigt, in Lübeck wird bei der IVM immer eine Vollnarkose gemacht, die Eizellchen sind ja noch kleiner als sonst und da sollten beide Seiten ruhig sein - hihihihi - die Frau und der Doc - naja, ist ja klar.

Eine Überstimulation ist wegen der viel geringeren Hormongabe eher unwahrscheinlicher.Ich kann da nur von meinen Werten ausgehen, bei der ICSI habe ich zuletzt 275 Einheiten Puregon gespritzt und hier wären es 75! Ausserdem wird früher punktiert, also kürzere Zeit zu spritzen, das kommt dazu.

Die Nachteile sind aber auch vor der Studie klipp und klar zu uns gesagt worden, es ist eine Studie - nicht ausgetestet in Deutschland - also realistisch bleiben.

Übrigens Statistiken trau ich da eh nicht mehr über den Weg - das steht mal fest.

Herzliche Grüße

Christina

Martina_39
10.05.2005, 20:51
liebe christina,

ich stelle mir diese behandlungsmethode auch angenehmer vor: weniger hormone, weniger spritzen, weniger stress. und was sicher auch positiv ist, ist der grössere abstand zwischen punktion und transfer. da hat der körper zeit, sich zu erholen.
nur leider sind die kleinen eizellen ausserhalb deines körpers doch lange auf sich selbst gestellt - wie hältst du den kontakt mit ihnen?

ich drück dir ganz fest die daumen! bitte lass mich wissen wie es weitergeht,

TinaHST
14.05.2005, 17:16
Hallo Martina,

gute Frage.
Ich hab mit inneren Bildern gearbeitet und vertraue einfach - auf mich, meinem Mann und unsere Kinderseele.
Tja, ich habe bei Biggi schon den Kinderwunsch aufgestellt, beim Berlin-Seminar 2003 - da steckte ich sehr tief fest in der Trauer - und dann auch 2004 eine Aufstellung gemacht.

Nun kann ich sicher gelassener an das ganze Prozedere heran gehen.

Eines ist mir klar, nicht nur im Kopf nun wohl auch im Bauch (das war sehr lange mein Problem!!) - es ist dem Kind völlig egal, wie es zu uns kommt, wir können nichts verkehrt machen - aber eben auch nicht den Zeitpunkt bestimmen......
Langer Rede kurzer Sinn, wenn mein Mann und ich uns gut dabei fühlen, dann werden wir mal sehen und eben ....... VERTRAUEN.

Ganz liebe Grüße

Christina