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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : die große verunsicherung


yvonne
26.04.2005, 23:15
hallo zusammen,

ich bin nun das erste mal dabei und fühle mich ganz ehrlich völlig verunsichert.
ohne frage ist dies ein wunderbares forum.
für neuankömmlinge finde ich es erschlagend. die flut an informationen und emails verunsichert mich, ob ich mit meinem anliegen nicht die hunderttausendste bin.

nichtsdestotrotz liegt mir etwas auf dem herzen, das hier unbedingt raus möchte.

ich habe das große glück bei meinem kinderwunscharztbesuch 2002 erfahren zu haben schwanger zu sein und habe ein gesunde, lebhafte kleine leonie, die ist inzwischen 20 monate alt und nach der heftigen geburt würde ich mir ein weiteres wünschen.

dies war nicht immer so klar, denn bei der geburt mit einem wehenfeuer, wehenhemmern, pda und letztendlich kaiserschnitt ist die gebärmutter bis zum muttermund gerissen. aufgewacht bin ich am nächsten morgen in der intensivstation und durfte meine tochter 22 stunden später in den armen halten. nach bluttransfusionen und weiteren komplikationen und drei tagen intensiv, durfte ich dann doch noch nach neun tagen die klinik verlassen. damals stand für mich fest. kinder nur noch adoptiert.
gott sei dank ändert sich so etwas ja auch und ich habe auch eine theraphie hinter mir.

gesundheitliche rückschläge, wie zysten, verwachsungen des eierstockes und eileiters mit dem bauchfell, und daraus resutlierender bauchspiegelung bzw. eileiterdurchpülung ließen keine ruhe einkehren.
zudem reagiere ich extrem auf meinen eisprung und kippte bereits zwei mal um, bzw. bin wegen schmerzen an diesem tag zu nichts zu gebrauchen.

tja, dies nun die kurzfassung der letzten 20 monate.

nun scheine ich zu wenig gelbkörper zu produzieren und durfte vergangen monat vor dem eisprung hormone spritzen und nach dem eisprung utrogest einführen.
nun, folge waren hitzewallungen, spannende brüste etc.

heute hab ich leichte blutungen, für meine regel eine woche zu früh?!?

ich entschloss mich die bereits länger gelesenen tips auf biggis kinderwunschseite nachzugehen. ich kaufte mir sepia und phyto-l.

hier nun meine erste frage, die ich nach meiner recherche nicht ausreichend beantwortet fand. wie benutzt man phyto-l richtig. in der gebrauchsinformation steht 5-10 tropfen 1-3 mal täglich.
auf biggis seite 3 mal 50 tropfen bis zum eisprung.
wie soll ich es nun gebrauchen?????

meine zweite frage richtet sich an alle, wie schaltet ihr euren kopf aus? ich meine, wie kriegt man es hin nicht ständig an ich würde doch so gerne aber wollen zu denken??????

so nun bin ich tierisch gespannt was nun passiert, denn es ist meine erste erfahrung mit einem forum.

es grüßt euch herzlich
yvonne :-)

ElkeF
26.04.2005, 23:59
Liebe Yvonne,

erstmal herzlich willkommen.

Da hast du ja einiges mitgemacht bei der Geburt. Bei mir lief´s auch nicht so traumhaft ab. Ich hatte bei meinem Sohn auch einen KS. Danach fast 2 Wochen Fieber, Gebärmutterentzündung u. einen Blutterguss in der Gebärmutter von 7 cm. der sehr schmerzhaft war.
Ich u. mein Mann haben die PH-Tropfen 3 X 50 Tropfen genommen.
Bei meinem Mann hatte es gewirkt. Sein schlechtes Spermiogramm war nach 3 Monaten PH Einnahme völlig ok.
Mehr kann ich dir nicht helfen. Vielleicht können noch andere Forumsfrauen dir einen Tip geben.

Liebe Grüße
ElkeF

Beate71
27.04.2005, 08:58
Guten Morgen Yvonne,

schön das Du zu uns gefunden hast. Und wie herrlich dass Du schon eine Tochter hast. Auch wenn die Kurzzusammenfassung der Geburt alles andere als schön klingt. Aber es ist gut ausgegangen!

Geburtstrauma sind hier immer wieder ein Thema. Vielleicht magst Du mal im Posting: Lieblings-Postings schmökern. Hier gibt es sicherlich etwas dazu. Und vielleicht hilft Dir das diese Blockade weiter zu lösen.

Bezüglich der Einnahme der PHL-Tropfen würde ich Biggis Empfehlung folgen. Nimmst Du parallel noch Hormonspritzen und Utrogest? Das wird alles ein bißchen viel. Allerdings bin ich jetzt keine Expertin, ob PHL dann noch Sinn macht.

Nimm Dir Zeit zu uns zu finden. Am Anfang erschlägt das alles einen ganz schön. Ich habe glaub ich am Anfang 2 Monate nur gelesen. ;-) Dies ist ein ganz besonderer Ort, der unsere Kinderwunschzeit unheimlich bereichern kann.

Liebe Grüße
Beate

yvonne
28.04.2005, 13:10
liebe elke,

herzlichen dank für deine worte.

es bestätigt mir immer wieder, dass eine geburt kein kinderspiel ist. über die vielen risiken ist man sich vorher einfach nicht bewußt, ist wahrscheinlich auch besser so.

habt ihr das phl den ganzen zyklus über genommen???

liebe grüße

yvonne
28.04.2005, 13:16
liebe beate,

herzlichen dank für deine antwort.

ich muß wirklich sagen, man fühlt sich schnell wohl in dieser gemeinschaft und ich bin froh, dass ich diesen schritt gemacht habe.

ich nehm keine weiteren hormone mehr, das hat mich so durcheinander gebracht, dass ich mich entschlossen habe alternative wege zu synth mitteln zu gehen.

liebe grüße

klarah
28.04.2005, 23:38
Liebe Yvonne,

du hast viel mitgemacht. Ich bin ganz geschockt von deinen Schilderungen. Trotzdem möchte ich von meiner Seite einwenden, das es nicht richtig ist, wenn du meinst das Geburten mit allen möglichen Risiken verbunden sind. Bitte verstehe mich jetzt nicht falsch, ich zweifle nicht im geringsten das du nach allem was du erleben mußtest dieser Ansicht bist. Aber Geburten sind an sich etwas völlig normales und natürliches. Sonst gäbe es schon lange keine Menschen mehr, oder zumindest nicht so viele. Es ist eine Menge passiert in den letzten 200 Jahren, das gravierendste ist der Einzug der Medizin (und damit meistens Männer)in die Geburtshilfe. Viel Weisheit ist damit verloren gegangen. Uraltes Wissen. Heute wird die Geburt in vielen westlichen Ländern als etwas hochriskantes und gefährliches (und das schon zu Beginn der Schwangerschaft!) betrachtet. Was können wir als Schwangere denn anderes erwarten, als mit latenten oder offenen Ängsten in dieses "Abenteuer" zu starten? Ich vergesse nicht, das es manchmal nötig ist auch medizinische Interventionen bei Geburten durchzuführen, nein. Ich bin nicht fanatisch.

Du schreibst, das du Wehenmittel, Wehenblocker und und und bekommen hast. All das spricht dafür, das dein Körper gar nicht das machen durfte was für dich und dein Baby richtig und nötig gewesen wäre. Wehenmittel sind dazu da, die Geburt so schnell wie möglich zu beenden, unabhängig davon, ob Mutter und Kind noch können. Vielleicht konnte dein Körper und deine geschundene Gebärmutter gar nicht anders als sich "zu zerreisen". Das ist schlimm. Es ist so ziemlich die grausigste Geburtsgeschichte die ich bisher gelesen habe.

Ich möchte dir auch schreiben, das ich ebenfalls bei unserem ersten Kind eine traumatische Geburt erlebt habe. Ich habe so viele Mittel bekommen, das am Ende der Geburt ein echtes Heft vor den Hebammen lag, incl. CTG über 43 Stunden. Jetzt bin ich wieder schwanger, und nach vielen Reflexionen und vielen Büchern die ich inzwischen gefunden habe, weiß ich das es anders auch geht. Ich hatte am vergangenen Freitag ein Gespräch mit meiner Hebamme, und selbst jetzt nachdem ich so informiert bin, hat sie mir mal das Ganze Schritt für Schritt erklärt, und ich konnte neue Erkenntnisse gewinnen.

Die wichtigsten Hormone während der Geburt sind das Oxytocin das die Kontraktionen herbeiführt, und das Adrenalin, das sie binnen Sekunden stoppt (die Oxytocinausschüttund und die Kontraktionen folglich). Oxytocin ist auch das Hormon, das ausgeschüttet wird, wenn wir zum Orgasmus kommen, und wann passiert das, natürlich dann, wenn wir uns völlig lösen und hingeben können (wenn niemand stört, wenn das Licht gedämpft ist, und all die Schmusigen anderen Umstände...). Wenn wir aber unter der Geburt auch nur ganz kurz, bewußt oder unbewußt, Angst bekommen, oder gestört werden (wie auch immer) werden die Wehen gestoppt, und es kann dann lange wieder dauern bis sie in Gang kommen, denn der Oxytocin-Spiegel fällt in einen "Negativ-Bereich", kann also nicht sofort wieder wirken, wenn wir uns beruhigt haben. Was ich jedoch nicht gewußt habe ist, das auch das Baby mittels seiner Nebennierenrinde Adrenalin ausschütten kann, das durch die Plazenta ganz schnell im Mütterlichen Kreislauf aufgenommen wird, und die Geburt stoppt oder verzögert. Es ist deshalb so, weil auch das Baby in die Situation kommt, wo es einfach nicht mehr kann, sich ausruhen muß, oder einfach arg ungünstig liegt. Das hat die Natur ganz wunderbar eingerichtet so, das Mutter und Kind über die Ausschüttung der Hormone gemeinsam die Geburt steuern.

Was passiert nun beim Wehentropf (den auch ich bekommen habe): Die Hebamme erklärte mir, das das Wehenmittel so hoch dosiert wird, das das körpereigene Adrenalin (und zwar von Mutter und Kind) quasi "übertönt" wird, es kann einfach nichts mehr bewirken. Deshalb haben wir dann unaufhörlich Wehen gehabt. Wahrscheinlich wurde auch bei dir die Dosis immer wieder gesteigert, und als man gesehen hat, das die Frau nicht mehr kann, ja was wird dann gemacht, "Wir würden ihnen eine PDA empfehlen, damit sie sich etwas entspannen können". Also Wehenhemmer rein, PDA rein, Wehentropf wieder voll aufdrehen. Und diese Wehen sind Hämmer. Keine Wellen, sondern wirklich "voll gegen die Wand geknallt werden" und auch damit meine ich Mutter und Kind.

Ist das nicht schrecklich, das dieser feine Mechanismus der beiden Hormone und zwischen Mutter und Kind so massiv gestört wird?

Möchtest du meine Worte, oder besser gesagt die Worte der Hebamme einwenig einwirken lassen? Auf mich wirkten sie unheimlich befreiend.
Wir sind Frauen, und unsere Körper sind nicht falsch. Frauen haben es über so eine unendlich lange Zeit geschafft ihre Babys aus eigener Kraft zu gebären, wieso muß auch nur eine Frau in unserer "modernen" Gesellschaft durch so eine Erfahrung gehen?

Wenn du möchtest empfehle ich dir ein sehr schönes Buch: "Die selbstbestimmte Geburt" von Ina May Gaskin. Es ist kein Schwangerschaftsratgeber, und auch kein Hechel-Kurs-Buch. Es wird in etwa das beschrieben, was ich dir hier zusammengefasst habe, und natürlich noch viel mehr. Kennst du Michel Odent "Geburt und Stillen"? Dieses Buch war damals meine "Rettung". Ich habe endlich so viel verstanden, was mit mir passierte, was mit mir alles gemacht wurde. Vielleicht möchtest du es auch erfahren?

Wieviel hat dir die Therapie gebracht? Eine Freundin von mir hat nach zwei Fehlgeburten (beide zu ziemlich späten Zeitpunkten während der Schwangerschaft) eine Therapie gemacht, und die Therapeutin ist nur auf ihrer Ursprungsfamilie rumgeritten und hätte beinahe ihre Ehe kaputtgeredet. Es war wirklich schlimm. Von Hilfe bei der Trauerbewältigung keine Spur. Und wahrscheinlich ging es bei dir auch um eine Art von Trauerbewältigung. Wenn es dir geholfen hat, ist es natürlich wunderbar.


Viele liebe und nachdenkliche Grüße
Klara

ElkeF
29.04.2005, 01:23
Liebe Yvonne,

mein Mann hat das PH ungefähr 3 Monate genommen. Ich habe es nicht so lange genommen.Ich habe bei mir nichts gemerkt. Aber vielleicht liegt es auch nur bei der kurzen Einnahme. Bei mir scheint lt. Arzt alles in Ordnung zu sein.
Im Juni wollen wir nochmal mit der Einnahme beginnen.

Liebe Grüße
ElkeF

Tina65
29.04.2005, 09:04
Liebe Yvonne,
herzlich willkommen hier im Forum!

die Geburt meiner Tochter war auch nicht gut, ich war unvorbereitet und habe den Arzt einfach machen lassen... passiert mir so auch nicht nochmal!


Wenn ich hier alles richtig verstanden habe, würde ich glaube ich so vorgehen:
zunächst einmal die Schockbewältigung der Geburt, vielleicht Aconitum C30/C200
dann Ausleitung der Medikamente, mit Nux Vomica C1000
danach überlegen wie es weitergehen kann...Sepia oder PHL Tropfen oder beides.
Eines ist gewiss, nimm Dir Zeit, sei geduldig... leichter gesagt/geschrieben als getan... mir geht es nicht anders.
Auf Biggis Homepage ( www.kinderwunschhilfe.de) findest du sicher nochmehr Infos dazu.

Ich bin selber kein Profi in Sachen Homöopathie, ich weiss aber das es hilft. Ich wünsche Dir alles Gute!

yvonne
01.05.2005, 14:35
Liebe Klara,

herzlichen Dank für Deine ausführliche Mail.

Ich gebe Dir bedingt recht.
Auch ich hab mich lange gefragt was wäre passiert, wenn die mich einfach hätten noch weiter machen lassen. Der Muttermund war ja schon offen.
Ich hatte ein Jahr nach der Geburt noch einmal ein Gespräch mit dem Arzt, der hatte es mir angeboten, und er erklärte mir noch einmal was während der gesamten Geburt passiert ist. Warum Hemmer eingesetzt wurden, weil die Herztöne meiner Kleinen schlechter wurden, da sie durch das Wehenfeuer, lange Zeit ohne Pausen immer wieder mit dem Kopf gegen das Becken gedrückt wurde. Die Kleine wollte mit der großen Fontanelle zu erst raus, anstatt mit der kleinen und so steckte sie irgendwie fest.
Ich kann das alles nun besser nachvollziehen, auch wenn ich mich immer noch frage, was wäre wenn.......

Ich weiß auch nicht, ob ich Presswehen noch geschafft hätte, ich war völlig fertig durch die hefitgen Wehen und keine Pausen dazwischen.
Letztendlich kann es mir keiner beantworten.

Mein sehnlichster Wunsch ist es ein weiteres Kind auf normalem Wege zu bekommen und nach der Mühe auch mein Kind in den Armen halten zu dürfen.
Heute würde ich auch, sofern ich in der Lage wäre, mehr zu hinterfragen.

Mir hat die Theraphie insofern geholfen, als dass ich es mir wieder vorstellen kann Kinder zu bekommen. Nach der Geburt war das Thema für mich erledigt, nur noch adoptiert.
Ich hatte auch eine Verhaltenstheraphie, die im Gegensatz zur Analyt. weniger auf die Vergangenheit eingeht, als auf die konkreten Verhaltensmuster.
Mir gehts dadurch besser und mir wurde geholfen mit meiner Geburt besser umzugehen.
Es tut natürlich immer noch in bestimmten Situationen weh, aber es ist ja auch erst 20 Monate her.

Liebe Grüße
Yvonne

klarah
02.05.2005, 08:36
Hi Yvonne,

Ja, da hast du recht, es ist einfach erst 20 Monate her. Das kann ich gut verstehen, das du Zeit brauchst. Es ist ganz natürlich, das sich dein Körper, deine Seele und deine Psyche diese Zeit auch nehmen. Nichts sollte überstürzt werden, und wenn die Zeit kommt, passiert auch das, was du dir wieder vorstellen kannst.

Ich stelle keinen Wiederspruch fest zwischen dem was ich geschildert habe, und dem was dein Arzt dir versucht hat zu erklären. Es scheint wirklich so gewesen zu sein, das dein Kind noch etwas Zeit gebraucht hätte. Auf natürliche Weise wäre es wohl zu einem längeren Wehenstillstand gekommen, meine Hebamme meinte das das durchaus oft passiert, und das Frauen, dann auch mehrere Tage auf den nächsten Beginn der Wehen wartend verbringen. Dadurch, das man aber durch den Wehentropf diese Möglichkeit völlig nimmt (sowohl der Mutter sich zu erholen, aber vor allem auch dem Kind den Geburtsvorgang von sich aus zu stoppen, wenn es wie du berichtest "ständig gegen das Becken geknallt ist") kommt es wohl zu diesen unglaublich schmerzhaften traumatischen Geburten. Wie hätte den das Kind es anders signalisieren können, das es nicht mehr kann bzw. sich ausruhen und sich günstiger legen muß, als mit den Herztönen. Liebe Yvonne, selbst deine Gebärmutter hätte sich erholen wollen und müssen, zwischendurch.

Wie auch immer, ich bin nicht diejene, die dich hier für etwas verantwortlich machen will, niemals. Ich habe größtes Mitgefühl. Wie ich schon geschrieben habe, hatte ich auch eine erste traumatische Geburt. Ich hatte ein ganz starkes Bedürfniss das ganze zu verstehen und für mich gut einzuordnen. Geholfen haben mir vor allem Bücher, und das Gespräch mit der Hebamme vor einigen Tagen. In einigen Wochen kommt ja unser zweites Baby zur Welt. Lange Zeit nach der ersten Geburt konnte ich noch nicht mal daran denken, ohne regelrecht in Panik zu verfallen. Jeder 19. des Monats war ein echter Trauertag. Das war eine schlimme Zeit. Dann wurde ich zum zweiten Geburtstag unseres Sohnes erneut schwanger, verlor aber das Baby kurz darauf. Und ich merkte, das das einfach noch nicht der richtige Zeitpunkt war. Alles fühlte sich aufgewühlt an. Als ich im November feststellte das ich schwanger bin, war da ein anderes Gefühl. Mir war klar "das schaffe ich". Die Geburt, die Anfangsphase mit einem Neugeborenen (auch die war beim ersten Kind ziemlich heftig), das Stillen, ja ich weiß was es bedeutet wenn sich die Familie erweitert. Da bin ich nicht mehr Ahnunglos. Und ich weiß jetzt auch besser, wie eine Geburt ist. Nur das ich diesmal auch weiß, was "natürlich" bedeuten kann. Ich dachte immer, wenn die Wehen da sind, dürfen die auf keinen Fall wieder verschwinden. Aber unter einer Geburt sollte der Kopf nicht das Sagen haben, sondern eben unsere Zuversicht, das alles seinen besten Weg geht, und wenn es eben auch Wehenpausen oder -stillstände sind. Das wußte ich vorher nicht, obwohl ich ganz viel geschmöckert hatte.

Ich mache jetzt die meisten Vorsorgetermine bei meinen Hebammen, und es ist völlig anders. Es ist so viel besser für mich. Beim Arzt fühle ich mich "durchleuchtet", die Hebamme unterhält sich dagegen mit mir, und erfährt so viel viel mehr von meinen Lebensumständen.
Sämtliche Werte bei mir und diesem Baby sind völlig normal, wohingegen bei der ersten Schwangerschaft ständig am Blutdruck, Gewicht, und anderen Dingen gemeckert wurde. Das war auch eine miese Erfahrung für mich.

Wie gut, das dir die Therapie geholfen hat. Es handelte sich um eine Verhaltenstherapie, und die sind oft sehr sehr wirksam. Ja bei meiner Freundin handelte es sich mehr um eine analytische Therapie, und wie ich schon schrieb ging der Schuß so daneben!

Wie nett von dir, das du mir geantwortet hast. Ich hatte ein starkes Bedürfins auf deinen Beitrag zu antworten, weil hier vor allem Frauen sind, die auf das Erlebnis schwanger zu werden, ein Baby zu gebären und mit einem Baby zu leben hoffen. Es ist auch ein Forum, in dem wir wieder unseren urweiblichen Fähigkeiten auf die Spur kommen. Es ist gut, wenn Frauen erfahren können, worauf es beim Gebären ankommt, aber auch was alles gesteuert wird, und uns die Kraft nimmt es selbst zu tun. Maria Motessori formulierte es am schönsten: "Hilf mir es selbst zu tun!" wenn auch in einem pädagogischen Zusammenhang. Aber für dieses ganze Forum könnte das auch das Leitmotto sein.

Ich wünsche dir, alles alles liebe. Nimm dir die Zeit die du brauchst.
Liebe Grüße
Klara