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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Unser TV-Projekt


Biggi
13.04.2005, 13:23
Meine lieben,

ach, wie oft mir das „alte“ Forum fehlt................

Nun gut, ich nehme jetzt also mal die „alten Fäden“ auf:

Wir hatten ja vor zwei Wochen die Idee, ganz intensiv an einem Film zur alternativen Kinderwunscharbeit mitzuwirken.

Inzwischen haben wir uns mit Hanna getroffen, sie kennen gelernt und sie hoffentlich auch unsJ

Wir saßen lange, haben mal geträumt und visioniert, und mal klipp und klar auch geschaut,
was ist machbar, und was nicht.

Bisher sind wir etwa so weit:

Viele haben ja gesagt, in den Film muss ganz viel „Biggi“ rein, das sehen wir auch so,
allerdings geht das filmerisch natürlich nicht ganz so. Also kann das eher indirekt geschehen.

Am allerwichtigsten war mir, dass man Mitmenschen für die Situation von Wunschmüttern erst mal sensibilisiert, und zwar auf die richtige Art und Weise.

So könnte ich mir vorstellen, dass man das mal aufzeigt, das Thermometer, die Achterbahn der Gefühle, die Angst, die Einsamkeit.

Von dort aus kann man sicherlich dann ganz sanft Auswege aufzeigen.

Auch würden wir gerne die Kinderwunschzeit aus verschiedenen Perspektiven zeigen.

So haben wir bereits eine junge Mutter aus meinen Berliner Praxistagen, die erst jetzt noch mal so richtig Revuepassieren lässt, wie sie sich in fast 13 Jahren Kinderwunschzeit eigentlich gefühlt hat. Sie hat dann natürlich empfangen und ist nun eine von „denen“ mit einem Verhütungsproblem.

Schön wäre, wenn wir eine von uns zum „mitmachen“ motivieren könnten, die durch die Repromedizin schwanger wurde, eine weitere, die noch nicht schwanger ist.

Wir stellen uns vor, dass wir vieles gemeinsam drehen würden, also gemeinsam hier in Tremmen mit Heike und mir, dann ist es hoffentlich nicht ganz so aufregend.

Auch sammeln wir noch weiter Ideen und Tipps,

ich bin also ganz gespannt auf eure Anregungen.

Liebre Gruss


Biggi

Nini
13.04.2005, 14:33
Liebe Biggi,

wie schön, dass Euer Projekt nun Gestalt und Form bekommt! Was Ihr Euch bisher als Gerüst ausgedacht habt, klingt ganz gut würde ich sagen ;-). Wie lange wird der Film denn insgesamt werden? 30 Minuten oder 45?

Also als Einstieg die Situation der "Durschnitts-Wunschmama" darzustellen, wie sie Temperatur misst, ihre Ernährung umstellt, ihren Mann nach Kalender liebt, jeden Monat mehr Schwangerschaftszeichne spürt und immer wieder enttäuscht ist, in dieser Spirale, das finde ich gut, hätte ich auch so vorgeschlagen ;-). Dazu vielleicht die Probleme, mit anderen über den Kinderwunsch zu sprechen, die vielen Mütter im Bekanntenkreis, die nicht wissen, wie sie damit umgehen sollen usw.

Dann ein kurzer Schlenker auf die "herkömmliche" Behandlung durch die lieben Ärzte. Es müsste die Unsensibiliät der Diagnosen dabei rüberkommen und die unglaubliche Arroganz, mit der Frauen erklärt wird, ohne ihre spezielle fachmännische Hilfe könnten sie niemals und schon gar nicht auf natürliche Weise schwanger werden. Ich glaube, dass 90% der KiWu-Frauen damit zu tun haben, wenn vielleicht auch nicht jede merkt, was der Arzt da bei ihr anrichtet!

Dann die Frage, wie es auch anders laufen kann und hier sind die Beispiele, wie Du sie geschildert hast, ganz prima.

Aber ich fände es auch wichtig, dass die Methoden, mit denen Du arbeitest, vorgestellt werden, die Homöopathie ebenso wie EKT, Rebirthing, Aufstellungen. Da kann man dann auch "ganz viel Biggi" einbauen. Vielleicht lässt sich eine Seminarsituation nachstellen oder so ;-).

Für die noch immer Kinderlosen, oder auch Deine schon vorhandene Patientin fände ich schön, wenn sie herausstellt, wie schön das Leben sein kann, wenn man sein Kind so nahe bei sich fühlt und eigentlich nicht mehr auf ein "Ob", sondern "nur" auf das "Wann" wartet, auch wenn manchmal mutlose Phasen dazwischen sind. Das scheint mir eine wichtige Botschaft für diejenigen Zuschauerinnen zu sein, die sich in der KiWu-Mühle gefangen sehen und immer mehr im Strudel versinken.

Da Du noch konkret nach Freiwilligen fragst: ich würde zwar formell in Rubrik 3 fallen, aber ich denke ich bin nicht repräsentativ, ich übe ja noch nicht ganz 1 Jahr ;-)

Vielleicht fallen mir im Lauf des Brainstormings, das hier sicher gleich losbricht, noch ein paar nette Anregungen ein, bin ja schon so gespannt, was am Schluss herauskommt!

Liebe Grüße

Nini

Martina66
13.04.2005, 18:29
Liebe Biggi!

Was ist eigentlich mit den Frauen, die für das erste Kind schon lange gebraucht haben und die seitdem eine halbe Ewgikeit aufs zweite warten?

In dem Zusammenhang finde ich den Punkt auch wichtig, dass man auch mit einem/mehreren lebenden Kind/ern noch einen Kinderwunsch haben kann, der lange dauert und weh tut. Und dass man auch dann noch in den Kinderwunschkreisel gelangen kann.

Ich spreche jetzt einfach mal von mir, aber es geht sicher anderen auch so, dass frau dann ja irgendwie nirgends richtig dazugehört. Zu den Frauen ohne Kinder mit Kinderwunsch nicht, denn man hat ja eins und erntet oftmals deshalb totales Unverständnis.
Zu denen, die "einfach mal" Kinder bekommen, und zwar so viele, wie sie möchten, gehört frau aber auch nicht dazu. Das Unverständnis ist das gleiche.

Das finde ich oft sehr schwierig und oft fühlte ich mich noch unverstandener, als in der Zeit, als ich noch gar kein Kind hatte.

Was ich auch sehr, sehr wichtig finde, ist der Punkt, dass frau in der Kinderwunschspirale aufhört, zu leben. Dass die Gedanken nur noch darum kreisen, wann die nächste Mens/der nächste Eisprung kommt und ob die Mens kommt oder nicht.

Ich habe eine soo lange Zeit in diesem Kreisel vergeudet, unfähig, Entscheidungen zu treffen, die mein weiteres Leben betreffen, weil: Ich könnte ja schwanger werden.

Lohnt es sich dann überhaupt, längerfristige Entscheidungen zu treffen, wie längere Fortbildungen, Jobwechsel ....?

Zumindest habe ich es alleine geschafft, damit aufzuhören, darüber nachzudenken, ob ich in der 2. Zyklushälfte Dinge machen darf, wie: Schwer heben, Kopfschmerztablette nehmen, Alkohol trinken, Trampolin springen usw .... selbst solch banale Dinge habe ich eine Zeitlalng gemieden, denn ich könnte ja schwanger sein....

Als den allergrößten Erfolg empfinde ich momentan, dass ich das Gefühl habe, es lohnt sich für mich wieder, zu leben. Und ich kann langsam, langsam spüren und danach schauen, was ICH vom Leben noch möchte, unabhängig, ob noch ein Kind kommt oder nicht!

Ich wünschte manchmal, ich hätte dieses Forum 5 Jahre (mindestens) früher gefunden!

Was Nini schreibt, über die Methoden, mit denen du arbeitest, finde ich auch total wichtig! Aufstellungen, Traumreisen, EKT, Homöopathie.

Und am allerwichtigsten finde ich: DIE KINDER!!!
Im Nachhinein hätte ich mir auch beim Kongress mehr Aufmerksamkeit für die Kinder gewünscht ....

Tja, mal sehen, vielleicht fällt mir noch mehr ein.

Hanna
14.04.2005, 09:47
Liebe Forumsfrauen,

es ist an der Zeit, dass ich mich auch endlich persönlich in die Diskussion einbringe und vorstelle: Ich bin diese Dame vom Fernsehen.

Zunächst möchte ich Euch allen für die vielen Ideen und Anregungen im alten Forum zu diesem Thema danken. Und natürlich freue ich mich, wenn Ihr weiterhin Lust habt hier Eure Überlegungen niederzuschreiben.

Ob ich oder überhaupt eine Fernsehreportage alle sensiblen Blickwinkel jeder einzelnen von Euch aufgreifen und wiedergeben kann, ist vermutlich zu bezweifeln. Aber es sollte doch versucht werden und Ihr selbst habt in der zurückliegenden Diskussion viele Gründe genannt, warum der Schritt in eine größere Öffentlichkeit gewagt werden müßte. Meine persönliche Motivation zu diesem Filmprojekt wurde auch bereits von einigen geäußert: Frauen und Paaren in der gleichen Situation frühzeitig andere Möglichkeiten aufzuzeigen und Ihnen eine größere sowie eigene Entscheidungskompetenz bei ihrem unerfüllten Kinderwunsch zuzusprechen. Ich habe Biggis Kinderwunschseite entdeckt nachdem ich nach ersten Untersuchungen sofort eine Überweisung in eine Fertilitätsklinik bekommen sollte. So habe ich mich anderweitig umgesehen, denn dieses Fließbandprinzip kam mir nicht richtig vor, zumal ich schon in diesem Moment Angst vor der Mühle hatte, in die ich glaubte hineinzustolpern, wenn man erst mit der Reproduktionsmedizin angefangen hat.

Mir geht es um einen ganz grundsätzlichen journalistischen Ansatz, nämlich aufzuklären und Informationen zu vermitteln. Was läuft da draußen in diesem wachsenden Markt des schulmedizinischen Kinderwunschgeschäftes ab, was bleibt übrig, was gibt es noch? Es soll nicht darum gehen, wie manche von Euch befürchten, die alternativen Methoden als das Allheilmittel darzustellen. Es soll dennoch um Alternativen gehen, wie Frauen mit ihrem Kinderwunsch, ob mit oder ohne Reproduktionsmedizin, auch umgehen können und natürlich werden Biggis Methoden darin eine Rolle spielen.

Neben dem Erfahren, was Ihr Euch von einem solchen Beitrag wünscht und vorstellt, habe ich mich auch deswegen an Biggi bzw. das Forum gewandt, um Frauen oder Paare zu finden, die sich vorstellen können, vor einer Kamera von ihrer Kinderwunschzeit zu berichten. Denn schließlich handelt es sich bei einem Film um ein Produkt mit Bildern und Geschichten von Menschen. Beispielhaft vielen Kinderwunscheltern die anderen Wege aufzuzeigen und somit auch einen Gegenentwurf zur bisherigen Berichterstattung im Fernsehen starten.

Ich danke Euch für die Offenheit und freue mich auf Eure Antworten.
Hanna

P.S.
Liebe Nini,
warum solltest Du nicht repräsentativ sein?

P.P.S.
Liebe Martina,
natürlich gehörst auch Du dazu. Ich finde, Deine Geschichte ebenso beispielhaft.


hanna.leissner@web.de

Nini
14.04.2005, 10:57
Liebe Hanna,

ich finde es sehr schön, dass Du Dich hier in die Diskussion einschaltest, willkommen erstmal :-)

So wie Du Deine Motivation beschreibst, ist mir um den Beitrag eigentlich gar nicht mehr bange ;-) Was Du ausdrücken willst, finde ich auch am wichtigsten, nämlich das Aufrütteln der Paare, die ihren Ärzten einfach glauben, dass die KiWu-Mühle notwendig ist und es keine andere Möglichkeit für sie gibt, wenn sie jemals ein Kind haben wollen. Damit erwecken sie in ihrer ärztliclhen Allmachtsphantasie nicht nur völlig unrealistische Hoffnungen bei den Paaren, die dann wieder enttäuscht werden, sie entmutigen diese auch so sehr und richten oft irreparable Schäden an den Seelen der "Eltern in Wartestellung" an :-(.
Vor ein paar Jahren habe ich mal eine Doku über einige Paare gesehen, die durch die Repro-Mühle gegangen sind und man konnte wirklich sehen, wie sie nach jedem Versuch verzweifelter wurden...

Okay, wollte nur sagen, dass ich mich freue, dass unsere Herzensangelegenheit in so guten Händen ist ;-)

Ich selbst fühle mich nicht als repräsentativ, weil ich noch kein Jahr dabei bin. Da gibt es hier einfach so viel eindrucksvollere Geschichten als meine. Deinen Zuschauern dürfte es da gehen wie den meisten meiner Bekannten (und meiner FÄ), die meinen: "ach, 10 Übungszyklen, das ist ja noch nicht so wild..." ;-)

Ich bin schon sehr gespannt, wie das Filmprojekt weiter voran schreitet! Halt uns auf dem Laufenden :-)

Liebe Grüße

Nini

Hanna
14.04.2005, 18:16
Liebe Nini,

vielen Dank für Dein Willkommensgruß und Deine unterstützenden Worte.

Lass mich bitte noch einmal auf das „repräsentative“ zurückkommen.
Ich glaube nicht, dass es um zeitliche Kriterien geht.
Natürlich verstehe ich was Du meinst, aber es geht nicht um die wunderbarste oder unglaublichste Geschichte, sondern um jeden möglichen Weg der Kinderwunschzeit, egal ob schon lange oder erst am Anfang stehend – es geht um den bewussten und selbst bestimmten Weg.

Verzeih bitte, wenn ich die Zeichen nicht richtig lesen kann und hiermit noch mal nachfrage. Vielleicht willst Du mir auch nur sagen, dass du eben keine „Freiwillige“ sein möchtest...

Ich hoffe sehr, dass sich übers Forum Frauen finden werden, die sich vorstellen können, mitzumachen. Ein herzliches Dankeschön an Dich und an alle die sich diese Entscheidung durch den Kopf gehen lassen.

liebe Grüße
Hanna

Martina_39
15.04.2005, 10:23
liebe biggi, liebe hanna,
zuerst einmal wollte ich euch sagen, dass ich es großartig finde,
dass ein film zu diesem thema mit biggi gemacht wird.
ich konnte die diskussion rund um das tv-projekt im alten forum
leider nur am rande mitverfolgen. mich interessiert das thema
aber sehr, da ich selbst einen film über das thema machen möchte,
allerdings als künstlerin(leider auch ohne finanzierung).
ich finde es wichtig, dass es mehrere filme vor allem von frauen,
die in derselben situation sind oder waren, gibt,
egal ob nun journalistisch, experimentell oder als spielfilm.
denn der persönliche zugang ist in jedem fall der grundstein
für das gelingen. dieser film kann nicht dem anspruch von vollständigkeit
oder sogenannter objektivität gerecht werden
und sollte auch nicht (ich bezieh das jetzt in erster linie auf filmemacherinnen).
ich habe mir ein paar gedanken über den zugang zum thema gemacht,
über das potentielle publikum und natürlich inhalte - tja,
ist gar nicht so einfach. einerseits würde ich auch gerne alle methoden,
pros und contras, erfahrungen, kritik und lob aufzählen, einzelschicksale
begleiten und persönlichkeiten wie biggi hervorheben -
andererseits würde ich gerne meine eigenen gefühle der trauer und hoffnung
und erfahrungen darstellen, aber abstrahiert,
aber das würde dann doch zuviel werden und würde ein publikum, das keine ahnung
hat worum es geht überfordern.
es wird eine mischung aus beidem werden, die eigene gefühlswelt
wird wie ein layer darüberliegen. ich arbeite an einem konzept für einen
dokumentarischen experimentalfilm, aber da ich mich noch nicht entschieden habe,
kann ich euch noch nicht mehr dazu verraten.

liebe hanna und liebe biggi,
ich wünsch euch gutes gelingen!

Kerstin S
15.04.2005, 10:39
Liebe Martina,

mir würde ein Film über bzw. mit deinen eigenen Erfahrungen sehr zusagen. Mich berühren vorallem ehrliche Dokumentationen. Die von Innen heraus kommen. Egal wie jetzt die Umsetzung bzw. die Darstellung aussieht.

Das "Vonaußendraufschauen" wie es heutzutage einheitsbreimäßig praktiziert wird, finde ich unerträglich.

Ich drücke dir die Daumen, dass dein Projekt Gestalt annimmt.

Die alte Diskussion ist übrigens hier:

http://forum.frauenworte.de/dcboard.php?az=show_mesg&forum=107&topic_id=465&mesg_id=465&page=4

Liebe Grüße
Kerstin

Dani21
15.04.2005, 12:55
Liebe Biggi, liebe Hanna

ich habe im Urlaub mal viel drüber nachgedacht über das Projekt und ich finde es aucuh ganz wichtig - was ihr ja schon gesgat habt - dass eine Frau dabei ist, bei der es NICHT geklappt hat. Einfach um zu zeigen: der weg ist das Ziel... und vielleicht ist das Ziel eben einfach ein anderes.

Ich denke, für diese "Rubrik 3" wäre eine Frau sehr gut, die schon so gut wie "durch" mit dem Kinderwunsch ist. Vielleicht sogar eine von uns, die schon "alles" probiert hat... das fände ich nicht schlecht. Das ist aber nur so ein Gedanke. Eigentlich finde ich, dass jede Frau hineinpasst (auch Du, Nini!)

BirgitS
15.04.2005, 13:12
Liebe Dani!

Und was ist mit dir? :D

Du hast so viel dazugelernt hier, du klingst immer so "fertig" (nicht im negativen Sinne, sondern deine Postings klingen immer so, als bedürften sie keiner Antwort, keinem Ratschlag mehr...)

Ich finde, du gehst diesen Weg ganz, ganz toll und hätte mich jemand gefragt, wen ICH vorschlagen könnte, dann hätte ich gesagt: Dani!

Oder ist dir das zuviel?

Liebste Grüße,

Birgit

claudi007
15.04.2005, 21:52
Liebe Dani,

wann kann man sagen, dass es nicht geklappt hat???

Ich kann mir denken was du mit "durch" meinst... aber wann ist man durch?

Ich glaube auch nicht, dass du dich dazuzählen würdest.... du hast viel gemacht... aber ist man je "durch"?

Und wo bleibt die Hoffnung, die Zuversicht?

Da fände ich es geschickter, zu sagen, eine Frau, die noch auf dem Weg ist....

Und selbst wenn der Kinderwunsch nicht mehr sooo stark und bestimmend ist....das würde doch heissen man hat abgeschlossen ?



Lieber und nachdenklicher Gruß

Claudia

Dani21
18.04.2005, 12:51
Liebe Claudia

richtig, da kann ich bei Dir "voll und ganz" unterschreiben! :)

"Durch" ist man - meiner Meinung nach - NIEMALS. Der Kinderwunsch ist etwas - für mich! - das ich nie abstellen werden könne. Auch wenn ich es noch so versuche. Selbst bei den Frauen, die so gerne "durch" sein würden und sich vom Kinderwunsch verabschiedet haben, gibt es diesen Abschied nur stückchenweise und nie vollkommen, glaube ich.

Ich für mich - ich würde mich irgendwie trotzdem als "durch" bezeichnen. Erstmal jedenfalls.

Wir wissen, dass wir immer wieder neue Dinge lernen. Dass wir immer weiterentwickeln. Das ist der lauf des Lebens. Und jedes neue "lernen" und jede neue Erkenntnis auf diesem Weg könnte der "schlüssel" in unserem Kinderwunsch sein. Ob er es wirklich ist, das weiß man vermutlich nicht einmal ganz und gar, wenn man sein Kind dann in den Armen halten darf. Denn es ist immer alles zusammen, was sich auswirkt. Nie eine Einzelheit.

Ich glaube, was ich mit "durch" meine, sind solche Frauen wie Du und ich. Wir tragen unseren Kinderwunsch noch in uns, aber wir haben so vieles schon gelernt. Uns dürstet es nicht mehr nach Seminaren, weil wir schlichtweg das Gefühl haben, dass wir dort nicht mehr viel mehr lernen können, was uns wirklich näher an unser Kind heranbringt. Wir lesen nicht mehr jeden Tag stundenlang - naja, oder auch nur eine ganze Weile zumindest - in diesem Forum hier, und kaum ein Post haut uns mehr wirklich aus "den Latschen" - früher gab es für mich so viele AHA-Effekte hier... und heute sitze ich eher da, freue mich daran, etwas so schönes und wichtiges zu lesen und nicke "weise lächelnd" vor mich hin :P. Ich hoffe, ich spreche hier nicht etwas falsches für Dich aus. So empfinde ich es ja nur für mich.

Keine Traumreise und keine Meditation bringt für mich - auf der Kinderwunsch-Ebene - noch so umwerfende Neuigkeiten, dass ich herumlaufen und es jeden mitteilen möchte oder dass es grundlegende Dinge in mir und meinem Kinderwunsch ändert.

Seit Monaten, vielleicht sogar Jahren (?) - habe ich nur die Botschaft, dass ich warten muss. Ich kann nicht mehr wirklich viel für meinen Körper tun und auch nicht für meine Seele.

NATÜRLICH entwickle ich mich weiter und ich habe in den letzten 1-1,5 Jahren soooo viel neues entdeckt, gelernt und mich entfaltet. Aber nicht primär im Kinderwunsch.

Das erinnert mich das Gedicht, das ich mal geschrieben habe:




Die Basis

Die Zeiten ändern sich, aber der Kinderwunsch bleibt.

Er verändert sich freilich, aber die BASIS des Kinderwunsches bleibt doch immer gleich, wie ein fels in der Brandung.




Was also bedeutet für mich "durch"? Das Wort mag schon unglücklich gewählt worden sein, aber "durch" bedeutet für mich, dass es nicht mehr wirklich etwas zu tun gibt.

Eine Frau, die hier noch relativ "neu" ist, hat viele Optionen auf der alternativen Schiene vor sich. Sie kann die Ärmel hochkrempeln und loslegen, so wie ich es auch getan habe. Seelenmüll aufräumen, Negativprogramme auflösen, in die energetischen Welten des Kinderwunsches eintauchen, die ersten zarten kontakte zur Kinderseele knüpfen und diese immer mehr verstärken, Blockaden lösen, Seelenkonflikte erkennen usw. Und natürlich die ein oder andere körperliche Sache ausprobieren, von der Fruchtbarkeitsmassage über Globuli und Co.

Das habe ich auch getan. Und bei vielen Frauen macht es irgendwann in diesem Zusammenspiel von Arbeit am Seelischen als auch Unterstützung des Körpers durch alternative Medizin "KLACK" und sie empfangen und gebären dann 9 Monate später.

Bei mir war das nicht so. Und es gibt für mich nichts mehr zu tun. Ich habe alle Kügelchen geschluckt, die mir hätten helfen können. Einige haben das auch- auf ihre Weise. Ich habe viel viel viel Seelenmüll entrümpelt. Und doch bin ich noch nicht Mutter eines lebenden Kindes.

Und bin "durch". Mit "Durch" meine ich also: Es ist alles getan und nun bleibt mir nur noch eines: DAS HOFFEN. Und das Warten.

Und ich glaube, es gibt viele Frauen, denen es da ähnlich geht. ANGEKOMMEN bin ich trotzdem. Mir hat der Kinderwunsch-Weg SOOO unsagbar viel geschenkt! MEIN LEBEN!



Dann noch ein paar Worte zu Dir, Birgit.

Ich habe da auch daran gedacht, mich zu melden für das Projekt. Aber ich weiß nicht, ob ich die richtige dafür bin.

Dazu kommt, dass ich finde, dass so etwas vieles mit sich zieht. Ich war als junges Mädchen mit 19 mal so blöd, ins Fernsehen zu gehen. Und es war furchtbar und grausam, was danach folgte. Ich habe nur von meiner Krankheit erzählt (am Eierstock) und heute würde ich so viel geben, ich hätte das NIEMALS getan, denn meine Umgebung hat so grausam reagiert, wie man es kaum beschreiben kann.

VOn daher bin ich ein gebranntes Kind- und mein Mann sowieso.

Ich denke, da müsste ich viel Vertrauen gewinnen. An und für sich würde ich es gerne machen, sehe aber auch die Problematik die für jede von uns dahinter stecken kann.

BirgitS
18.04.2005, 13:04
Liebe Dani!

Es tut mir leid für dich, dass damals die Reaktionen darauf schlimm waren.
Magst du mir vielleicht erzählen, was gesagt wurde? So habe ich noch nie darüber nachgedacht...

Aber ich bewundere dich sehr dafür, dass du so etwas schon mal gemacht hast. Ich glaube, ich hätte den Mut dazu nicht...

Was du sagst, übers "durch" sein, sehe ich genau so wie du. Fast keine "Aha-Erlebnisse" mehr, nicht mehr auf das "ob" warten, sondern auf das Wann.
.....und doch, ist man damit nicht eigentlich "durch", wenn man augegeben hat? An kein "ob" mehr glaubt? Schon gar nicht an ein "wann"? Und...geht das überhaupt? Diesen Wunsch so aufzugeben? Kann man da überhaupt anders?

Ich denke nicht. Wie ich schon öfter sagte: Ich denke, ich könnte 10 Kinder haben, aber der Wunsch nach einem weitern Kind wäre dennoch immer in mir......

Liebe Grüße,

Birgit

Sulamith
07.05.2005, 02:17
Liebe Hanna,

ich war schon seit einiger Zeit nicht mehr auf diesen Seiten und fand nun heute diesen Forumsbeitrag.
Das hört sich ja spannend an!
(Da ich meine Passwort verschusselt habe, musste ich mich gearde neu registrieren und habe noch nicht wieder mein Profil ausgefüllt.)
Ich würde auch so gerne mitmachen bei eurem Projekt!
Ich bin knapp 34 Jahre, lebe in Berlin, habe einen fast 12jährigen Sohn.
Mein Kinderwunsch ist nun ca. 9 Jahre alt und noch immer nicht verblasst.

Mein Sohn ist auch ein ungeheures Glücksprodukt!
Ich habe noch nie in meinem Leben (außer in der sehr kurzen Zeit der Pilleneinnahme) einen regelmäßigen Zyklus gehabt. Meisten nur 1-2 mal im Jahr.
Irgendwann ist mir mal PCO diagnostiziert worden.
Vor 2 1/2 Jahren habe ich mal Chlomifen bekommen, die überhaupt nichts, außer Depression bewirkt haben, genommen.
Und dann habe ich im Kinderwunschzentrum Hormone geschluckt und es wurde per Spritze der Eisprung ausgelöst.
Im 2.Zyklus damit wurde ich schwanger, aber es blieb nur 6 Wochen so, dann schwebte es davon.
Weitere 3 Versuche mittels Hormonbehandlung habe ich ausprobiert, aber es hat nicht funktioniert.
Vor knapp 2 Jahren haben wir dann stopp zu den künstlichen Hormonen gesagt.
Vor 1 1/2 Jahren habe ich mit der Einnahme von Sepia begonnen. Vor über einem Jahr hatte ich zum letzten Mal meine Menstruation.
Meine FÄ meinte vor ca. 1/2 Jahr ich hätte keine nennenswertes PCO mehr usw.

Also bin ich eine Kinderwunschkandidatin, die im Moment nicht so recht weiß, welchen Weg sie weiter verfolgen soll.
Nichts scheint zu funktionieren.


Hm, dass also zu mir und meinem Kinderwunsch.

Ich würde mich freuen, noch mehr über das TV-Projekt zu hören.

Ganz liebe Grüße aus Berlin

von Sulamith

Biggi
07.05.2005, 08:03
Guten Morgen, meine Lieben,


inzwischen war Hanna in Tremmen,
und wir konnten vieles besprechen,
und das alles in einer wunderbaren Atmosphäre.

Es gibt auch eine Familie,
die gerne auch einmal vor der Kamera sagen wird,
wie ihr Weg zu den Kindern war.

Nun ist das Projekt sozusagen in der Antragsphase.

Das ist so üblich.

Mit der Idee zum Film und der Aussicht auf Realisierbarkeit
(also Menschen, die bereit sind mitzuwirken)
wird Hanna sich nun an die Sender wenden,
und schauen, ob ein solcher Film ein "OK" findet.

Wenn dies kommt,
dann brauchen wir noch weitere Mitwirkende,
und ich würde dann nochmal Bescheid geben.


Halten wir die Daumen.


lieber Capucino-Gruss
Biggi

juju
07.05.2005, 09:43
Liebe Biggi und liebe Hanna,

seit das Thema dieses Fimes im alten Forum auftauchte, denke ich
immer wieder darüber nach, ob es mich reizen würde mitzumachen.
Und obwohl ich die vergangenen Wochen so gut wie nicht hier im
Forum war, weil ich bei der Arbeit so eingespannt war, hat mich
eins nicht losgelassen und das was dieses TV-Projekt.
Irgendwie hätte ich große Lust mitzumachen und das schreibe ich
jetzt einfach mal hier nieder. Ich weiß nicht so recht wie, aber
irgendetwas treibt mich dazu.

Du würdest ja Bescheid sagen, wenn die Planungen etwas weiter
fortgeschritten sind, und dann können wir ja nochmal darünber reden.

Aber irgendetwas reizt mich daran....

Herzlichst, julia.

Biggi
07.05.2005, 11:23
Meine Lieben,

habt vielen Dank,

na klar gebe ich dann Bescheid:-)

lieber Gruss

Biggi

Sonja64
16.10.2005, 20:43
Liebe Biggi,

ich wollte doch mal fragen, was aus dem Projekt geworden ist.
Oder habe ich überlesen, dass es schon ein Ergebnis gibt?


Alles Liebe

Sonja
mit Sternilein Gilles