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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schildrüsenhormone


clau72
03.04.2005, 16:00
hallo ihr lieben,
ich nehme nun seit 3 Monaten Thyranojod 75 und ich habe Schmierblutungen die einfach nicht aufhören wollen. Kann es sein,dass es mit dem HOrmon zu tun hat? oder habe ich nun auch eine Gelbkörperschwäche? laut US habe ich regelmäßig Eisprünge...alles sei in Ordnung. Jetzt bin ich schon etwas genervt... wir warten schon so lange, meine Hoffnung mit dem Schildrüsenhormon wird alles besser... sehe ich davon schwimmen....
Kennt sich jemand damit aus?
Bis Bald
Claudia

Tine30
03.04.2005, 18:09
Liebe Claudia,

ich litt an einer Schilddrüsenüberfunktion
und nachdem der Schulmedizin als weitere
Therapie nur noch die Zerstörung der
Schilddrüse übrigblieb, bin ich in
homöopathische Behandlung gegangen.

Ausschlaggebend war für mich ein
Posting von Biggi. Ich weiß nicht,
ob es im Ordner der Lieblingsposting
irgendwo steht aber schneller ist
es wohl, ich setze es nochmal hier rein.

Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig helfen.


Liebe Grüße

Tine30
03.04.2005, 18:10
Hallo meine Lieben,
ich lese ja hier schon einige Tage quer mit,
lausche euren Geschichten, Ängsten und Sorgen rund um die Schilddrüsenerkrankungen,
immer mit etwas leichten Bauchschmerzen dabei.
Selbstverständlich gehört eine Schilddrüsenerkrankung in die schulmedizinische Diagnostik und Therapie!!!
Mit diesem Satz habe ich dann aber auch schon meine Schuld getan, und darf mal frei von der Leber wegdenken,
euch vielleicht einmal zum Nachdenken anregen,
vielleicht auch zum Umdenken?

Keines unserer Organe arbeitet statisch.
Keines unserer Organe leistet seine Arbeit täglich gleich, in gleichem Umfang, gleicher Qualität.
Kein Organ arbeitet für sich allein.
Vielmehr können wir jedes unserer Organe verstehen als ein Rädchen im großen und ganzen Gebtriebe unseres funktionierenden Körpers.
Vielmehr verfügen all unsere Organe über die Intelligenz, ihre Arbeit an die tatsächlich aktuell geforderte Situation anzupassen.
Vielmehr arbeiten unsere Organe ausschließlich !!!! im Team.
Diese Teamarbeit möchte ich versuchen, euch durch ein Beispiel zu erklären.
Es war die Zeit der ersten Herztransplantationen.
Ich denke, es war die zweite in Deutschland, durchgeführt an einem Patienten namens Bleiberg.
Dieser Patient bekam also ein neues Herz eingepflanzt.
War sein altes schon so geschwächt, dass es seinen Dienst aufzugeben drohte, so war das neue das eines jungen, sehr sportlichen Mannes, und kerngesund.
Der Patient überlebte die Transplantation, starb dann aber ein gutes Jahr nach der Transplantation.
Man obduzierte ihn und stellte fest:
Das schöne , neue , implantierte Herz sah in dieser kurzen Zeit ebenso aus, wie das, was man ihm kurz zuvor durch die Transplantation ersetzen musste.
Gemäß des Nachnamens dieses Patienten nennt man diesen Effekt heute den „Bleiberg-Effekt“.
Hier wird deutlich, dass dieses Herz offenbar ganz viel kompensieren musste, was der restliche Organismus ihm als Mehrarbeit wohl aufgebürdet hatte.
Und dass neue Herz konnte dies ebenso wenig leisten, wie das alte.
Dies ist eine schöne Anschauung, um unsere Organe als System, als Team zu begreifen.
Um zu wissen, dass niemals nur ein Organ erkrankt.
Erfahren wir also eine Diagnose für ein Organ,
dann ist davon auszugehen, dass das ganze Organsystem irgendeiner Belastung unterliegt.
Das so gerne als „krank“ bezeichnete Organ somit nur ein Symptom für eine Gesamterkrankung des ganzen Systems.
Während die Schulmedizin bis heute bemüht ist, einzelne Organe zu therapieren, hat die Naturheilkunde sich die logischere und bewährtere Therapie in ganzheitlicher Form erhalten.
Der therapeutische Ansatz ist also auch ein anderer.
So erklärt sich von selbst, dass, wenn man sich um eine ganzheitliche Heiltendenz bemüht, immer auch das als „krank“ diagnostizierte Organ mitheilt.
Schon eine Ernährungskorrektur kann hier wunder wirken.
Schon eine andere Lebensweise kann das.
Schon ein wenig arbeiten mit den Gefühlen oder inneren Bildern kann das !
Und natürlich sämtliche ganzheitlichen Therapien und Arzneien.
Auch die Homöopathie versteht sich in diesem Sinne als ganzheitliche Lehre.
Nun gibt es darüber natürlich noch einiges mehr zu wissen.
Da wäre zum Beispiel das Wissen um die Heredität der Erkrankungen, das ist , knapp gesagt, die Erkrankungsdisposition innerhalb der Familie und Linie.
Da gibt es die Abfolge bestimmter Erkrankungen, die sich so wunderbar präzise immer wieder selbst dokumentieren, dass niemand, der sie erst kennt, sie jemals wieder vergessen wird.
Da wären noch die Organbezüge untereinander.
Selbst die Schulmedizin weiß, dass die Niere verantwortlich sein kann für einen Bluthochdruck,
sie kennt die Zusammenhänge zwischen Atemwegserkrankungen und Hautkrankheiten,
entdeckt gerade, dass es zwischen Herz und Depressionen einen Zusammenhang zu geben scheint,
ja sogar in der Wirksamkeit der Arzneimittel können wir dieses Wissen wiederfinden.
(Die Antibiotika haben „merkwürdige“ Angriffsstrategien, wirken zum Beispiel gezielt gegen Erkrankungen der Atemwege, des HNO-Berreichs UND des gynäkologischen Bereichs. Eine merkwürdige Zusammensetzung von Heilkraft werden manche sagen – der Homöopath dagegen lehnt sich grinsend zurück und ist endlich wieder „zuhause“ , versteht die Welt wieder, und hat mit einem Blick begriffen, was denn nur mit einem solchen Patienten „los“ ist.)
Ach, es gibt noch so vieles mehr, ihr merkt, ich würde mich hier gerne noch ein wenig weiter „verrennen“ , doch lasst uns nun allmählich endlich einmal bei der Schilddrüse ankommen.
Wir haben gerade die Organe als Team kennen gelernt.
Nun müssen wir nur noch die Systematik ihrer Funktionen kennen lernen.
Die Schilddrüse ist eine Drüse, wie der Name schon sagt, sie ist unter anderem für die Hormonproduktion zuständig.
Nun haben wir viele Drüsen.
Und die Schilddrüse stellt nicht nur ein Schilddrüsenhormon her.
Indirekt wirkt jede Drüse auf die andere ein – also sind auch sie ein Team
Auch sind die Drüsen keine „Roboter“, sie reagieren vielmehr auf sämtliche innere und äußerliche Gegebenheiten und Notwendigkeiten.
Wir wissen, dass in der Schwangerschaft, oder in der Trauer die Schilddrüse weniger arbeitet.
Da mag sie ihren guten Grund für haben.
Unter Stress ackert sie richtig los.
Schaut euch mal Studenten während der Klausurzeiten an, oder noch besser, die vielen Fernsehmoderatoren mit ihren dicken Schilddrüsen.
All sie könnten gar nicht so viel leisten, ohne ihre dicken Schilddrüsen – oder andersherum gesagt: zuviel Stress über einen zu langen Zeitraum wird die Schilddrüse zu vermehrter Arbeit anregen.
Wir sagen ja auch: Unsere Hormone unterliegen unseren Emotionen.
Das können wir bei der Schilddrüse genau sehen,
insgeheim wissen wir aber alle, dass auch die anderen Hormone, zb unsere Sexualhormone den Emotionen unterliegen.
Und umgekehrt: Unsere Emotionen unterliegen den Hormonen.
Ein weiteres Team also.
Und ein wunderschönes Zusammenspiel.
Und darüber so derartig intelligent, dass ich immer den größten Respekt habe, mich hier einzumischen, hier irgendetwas besser wissen zu wollen, als der Körper selbst.
Geschweige denn zu sagen:
Liebe Schilddrüse, du entsprichst nicht der Norm.
Ich korrigiere deine Werte chemisch.
Ich bestrahle dich.
Solange, bis zu tust, was ICH für richtig halte.
Zugegeben, im ersten Moment mag es so aussehen, als hätte man hier keine Wahl.
Genauer betrachtet jedoch wird klar, dass diese Wahl dann immer auch etwas unsinniges enthält.
Was nützt es, die Schilddrüse zu korrigieren, wenn das gesamte System dabei nicht von seiner Störung oder Problematik befreit wird?
Oder anders herum gefragt:
Stellt euch vor, ein Zauberer schenkt euch eine nagelneue gesunde Schilddrüse.
Wie würde die wohl, implantiert in euer jetztiges System, nach einem Jahr aussehen?
Es ist recht wahrscheinlich, dass auch diese wieder eine Überfunktion zeigen würde, nicht wahr?
Und wir hätten einen Müller-Meier-Schulze Effekt.
Das ist aber nicht das, was wir unter wirklicher Genesung verstehen.
Wir wollten weder Symptome kaschieren, noch wollten wir nur Zeit schinden.
Wir wollten gesund werden, und ganz besonders gesund wollten wir in unserer Hormonwelt werden.
Und das geht nur als ganzes System.
Ein solcher Weg zur Genesung ist wirklich vielfältig.
Und leider kann ich euch hier keine Patentrezeptur liefern.
Zu vielfältig sind Ursachen uns Zusammenhänge.
Es bleibt euch also nicht viel anderes übrig, als euch wieder auf eueren eignen Weg zu machen.
Ursachen und Zusammenhänge zu blicken.
Zu aller erst würde ich in den Emotionen suchen, ganz ehrlich!
Was stresst uns denn da so?
Bin ich bereit für diesen Stress derartig zu bezahlen?
Spendiert mein Chef mir dafür eine Extra-Pension, wenn ich ihm neben meiner Arbeitskraft auch noch die Kraft meiner Gesundheit opfere?
Bin ich vielleicht eine Frau im Männerjob?
Bin ich vielleicht ehrgeiziger, als ich muss oder sein sollte?
An welcher Stelle in meinem Leben gebe ich mehr Gas, als erforderlich?

Lebe ich meine Gefühle, nehme ich sie ernst?
Werde ich mein Baby einst einfach in meine Arme nehmen, direkt an mein Herz, die Mutterliebe freilassen, oder gehe ich da eher intellektuell heran?
Lass ich mich von meinen Kindern verplanen, oder habe ich sie bereits jetzt schon verplant?
Warum habe ich es nur so eilig?
In welchen Bereichen, und warum?
Warum glaube ich, etwas leisten zu müssen, obwohl ich es eigentlich nicht will.?
Ihr seht, meine Finger fliegen nur so über die Tastatur, es gibt nur allzu viel Zusammenhänge.
Das bedeutet nun keinesfalls, dass es eine Schuld an einer Schilddrüsenerkrankung gibt.
Seht nur bitte, wie viel man selbst tun kann.
Wie viele Ansätze es zu geben scheint.
Organisch betrachtet könnten wir uns das gesamte Drüsensystem ansehen, das gesamte Hormonsystem und uns dort auf die Suche machen.
Aus familiären Dispositionen können uns homöopathische Arzneien wunderbar befreien.
Manchmal macht sich auch einseitige Ernährung auf die Dauer organisch bemerkbar
Und hier meine ich natürlich nicht, dass nun nur noch Brokolipizza und Mineralwasser erlaubt ist.
Ich meine vielmehr eine ausgewogene Ernährungsweise, orientiert vielleicht an unseren bäuerlichen Vorfahren.
Ohne jegliche Nahrung in Pulverform. (überlegt mal, wie viel das ist!!!)
Und einmal am tag eine gute warme Mahlzeit , in Ruhe zuhause, im Kreis der Familie eingenommen.
Einmal die Woche Fisch.
Das ist doch wirklich ein sehr einfaches Rezept.
Liebe Frauen, ich will auch auf keinen Fall sagen, dass ihr auf die schulmedizinische Begleitung verzichten sollt. Das wäre töricht.
Ihr kennt mich gut genug, um zu wissen, dass ich so nicht denke.
Es gibt jedoch immer gewisse Karenzen.
Oft haben wir noch Zeit, uns um unsere Erkrankungen selbst zu kümmern.
Es wenigstens zu versuchen.
Denn dies ist ja eigentlich der Zweck der Übung.
Eine Erkrankung fordert uns auf, das Ruder herumzureißen, dort, wo unser Kurs vielleicht nicht der richtige für uns sein mag.
Dies würde ich zunächst immer tun.
Man kann dies auch immer noch während der schulmedizinischen Therapie tun.
Und , man kann es auch nachher noch tun (falls denn diese Therapie je ein Ende findet),
um dem Körper die Disposition zu nehmen, immer wieder die gleichen – oder ähnlichen – „ Krankheiten“ zu produzieren.
In keinem Fall aber, sollten wir jemals wieder aus den Augen verlieren, dass mit jeder Erkrankung nicht nur unsere Ärzte, sondern immer auch wir selbst gefordert sind, aufgefordert sind, einmal mehr auf uns zu achten, gut zu achten, uns zu achten.
Vielleicht müssen wir viel ausprobieren, und oft sehr, sehr gut in uns hineinlauschen.
Vielleicht brauchen wir einen guten ganzheitlichen Therapeuten.
Aber dann haben wir eine gute Chance, perspektivisch gesund und dann immer und immer gesünder zu werden.
Jedes kleine Teilchen von und in uns.
Also auch unsere Schilddrüse.
Ganz lieber Gruß
Biggi