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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Elena Amalia unser Sternenkind


aniko
11.01.2006, 12:05
aniko
ich bin Aniko 28 Jahre alt, verheiratet und habe am 26 Okt. 2005 meine 2. Tochter Elena Amalia 14 Wochen zu früh per Notkaiserschnitt in der Uni-Klinik Dresden geboren. Ihr eigentlicher Termin wäre der 30.Jan. 2006 gewesen, um so näher der Tag rückt, um so schlimmer wird es für mich. Alles begann 2 Tage vorher mit plötzlichen Wehen und einem Blasensprung. Die ersten 10 Tage ging es Elena auf der ITS gut, sie atmete allein, sie nahm zu und war das Wunderkind der Station. Der Oberarzt sagte beim ersten Gespräch das Elena weiter entwickelt war für ihre SSW und er sah sie im sicheren Hafen. Warscheinlich lief es Anfangs zu gut, denn am Tag 11 legte ein Virus ihren Körper lahm. Sie musste sofort transfundiert werden. Trotz alle dem versagten nach und nach alle Organe, Nieren, Leber, die Lunge blutete, und durch die ganze Medikation sah Elena nach ihrem 4 tägigen Todeskampf schrecklich aus. Sie lagerte überall wasser ein, ich hatte immer das Gefühl der kleine Körper platzt bald. An ihrem 15 Lebenstag schlief Elena Amalia in unseren Armen ein. Mein Mann und ich, wir stützen uns gegenseitig, da bin auch sehr froh drüber. Emelie weiss, das Elena so krank war, das der Mond (Emelies Freund) jetzt auf Elena aufpasst, und auf dem Friedhof Elenas Bettchen ist. Wir wissen trotz alle dem nicht damit umzugehen, alle Vernunft und Erklärung nutzt uns seelisch nicht wirklich.

Constance
11.01.2006, 12:17
Liebe Aniko!

Ein trauriges, aber herzliches Willkommen hier bei uns.
Es tut mir sehr leid, dass Deine kleine Elena Amalia gestorben ist.
Es gibt nichts schlimmeres für eine Mutter, als ihr Kind beweinen zu müssen. Man hatte doch so viele Pläne und freute sich so sehr.

Fühle Dich hier verstanden in Deiner Trauer.

Stille Grüße
Constance mit Thotti und Mika hier bei mir ,2** und Cedric für immer in unseren Herzen
Es gibt keine Worte für unseren Schmerz

In liebevollem Gedenken an unseren kleinen Sternenprinz Cedric
http://www.cedrics-seite.de.vu

aniko
11.01.2006, 13:13
aniko

Hallo Constanze,

ich danke dir für deine nette Begrüßung in eurem Forum, deine Worte sind seit langem die treffensten die ich bekommen habe.
ich habe mich von deinem link weiterführen lassen, und deine Geschichte unter Tränen gelesen. Ich möchte aus meinen emotionalen Gründen jedoch nicht näher darauf eingehen, aber du weisst sicher selber, das nur aus dem eigenen Erleben das nachzuempfinden ist. Jedoch möchte ich dich noch fragen, was geschieht mit den Empfindungen im Laufe der Zeit? Was passiert mit dem seelischen Schmerz?

Constance
12.01.2006, 11:54
Liebe Aniko!

Bei mir ist es so, dass ich inzwischen viele gute Tage habe, viel Lachen kann und mein Leben wieder genieße.
Allerdings ist dieses Leben total verändert. Ich versuche mich nur noch auf die wesentlichen Dinge zu besinnen. Ich versuche mich zu nichts mehr drängen zu lassen. Ich mache, kurzgesagt, nur die Dinge, die ich nicht mit Widerwillen machen muss. Na ich versuche es zumindest, leider läßt es sich nicht immer alles Unangenehme verhindern.

Aber.....
es gibt auch andere Tage. An diesen Tagen bin ich wieder ganz unten und ich weine sehr viel. Dann möchte ich niemanden sehen und würde am liebsten nicht aufstehen.

Der Trauerweg ist ein laufendes Auf und Ab. Die Ab´s werden zwar weniger, aber von ihrer Intensität haben sie für mich kaum etwas verloren.
Mir helfen dann immer sehr die Gespräche mit meinem Mann und ein Besuch auf dem Friedhof.


Liebe Grüße
Constance mit Thotti und Mika hier bei mir ,2** und Cedric für immer in unseren Herzen
Es gibt keine Worte für unseren Schmerz

In liebevollem Gedenken an unseren kleinen Sternenprinz Cedric
http://www.cedrics-seite.de.vu

SandraDoerlitz
12.01.2006, 12:14
Liebe Aniko!

Auch von mir ein herzliches Willkommen,wenn auch ein trauriges.
Ich möchte aber jetzt aber mal gar nichts sagen,denn es gibt keine Worte mehr.
So lass Dich nur umarmen und wisse,das man Dir hier zuhört und Du aufgefangen wirst.


Liebe Constanze,

mir ist das passiert,wovor Du Dich fürchtest.
Ich war mit meiner Schwägerin gleichzeitig schwanger und ihr Kind ist an dem Tag zur Welt gekommen,andem mein Sohn hätte geboren werden sollen.
Ich hatte es ebenfalles befürchtet und als es so gekommen ist,war mir klar,das ich nie eine Beziehung zu meinem Neffen haben möchte.Heute haben wir eh keinen Kontakt mehr,aus anderen Gründen.
Aber ich habe mich nie dafür interessiert und ich glaube ich habe sie dafür ein Stück weit gehasst.Ich weiß,das ist kein schönes Wort und man sagt sowas auch nicht.Aber ich konnte nicht anders,bis ich mir gesagt habe,das der Geburtstermin nun aber der 15.01.02 ist und der "eigentliche" keine Rolle mehr spielen sollte.

LG Sandra