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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fehlgeburt undAusschabung


sandra1970
14.12.2005, 02:46
Hallo,
ich kann nicht schlafen und habe mich gerade so durchgelesen,
dabei bin ich auf das Thema Ausschabung gestoßen.
Vielleicht ist das nicht die richtige Stelle hier und ich sollte besser meine FA fragen, aber die hat mir im Flur ihrer Praxis gestern nur ihr gemäßigtes Bedauern über meine Fehlgeburt kund getan und gemeint, das das wohl unerwartet war, aber immer wieder vorkommt.
Damit hat sie mich entlassen :-(
Meine Frage ist, was ist damit gemeint es könnte zu einer zweiten Ausschabung kommen. Ich hatte ja nun auch eine und ich habe sie gewollt, ja, weil die Schmerzen unerträglich waren und weil ich den Eindruck hatte, die Ärztin meinte ich könnte verbluten.
Ich gebe zu, ich habe meinen Schockzustand bewußt genutzt das sofort ( Sonntagnacht)über mich ergehen zu lassen, und in dem Zustand in dem ich mich befand hätte man mir eine Giftspritze geben können und es wäre mir egal gewesen..
Am nächsten Tag wäre ich allein gewesen ohne meinen Freund, denn der mußte ja heim.....das hätte ich nicht ertragen und die Schmerzen auch nicht.
Ich bin so froh, das ich das hinter mir habe, aber nun habe ich von einer zweiten Ausschabung gelesen, was heißt das?
Es ist doch jetzt alles weg oder?
Ich will das nicht noch einmal.

LG
Sandra

Kirsten1971
14.12.2005, 08:33
hallo liebe sandra
lass dich mal fest in den arm nehmen.
auch ich habe 3 fehlgeburten in der frühschwangerschaft erleben müssen. die erste noch bei meinem früheren frauenarzt, der hätte auch schlachter sein können. er stellte fest das das kind nicht gewachsen ist seit der 7. ssw, ich war aber schon in der 9. ssw. ich solle nächsten morgen wiederkommen, er mache sowas ambulant in seiner praxis, mit nakosearzt und so, versteht sich. war wie im supermark, alle op-patienten stellten sich an. von einer genetischen untersuchung war nie die rede. habe ganz schnell den arzt gewechselt!

eine zweite ausschabung ist glaube ich dann nötig, wenn bei der nachsorge festgestellt wird, das in der gebärmutter noch irgend ein gewebematerial oder blutansammlung verblieben ist, oder du eine endzündung kriegst.ist aber gottseidank nicht so häufig!

leider finden die meisten ärzte und auch die umwelt das eine fehlgeburt in den ersten 3 monaten "normal" ist. ich finde es total ungerecht, andere frauen können machen was sie wollen, rauchen, saufen und so und bekommen ein kind nach dem anderen. wir dagegen tun alles für unsere babys und müssen sie trutzdem gehen lassen!

traurige grüsse kirsten1971

SandraDoerlitz
14.12.2005, 10:00
Hallo!

Auch ich hatte eine zweite Ausschabung,weil noch Gewebereste vorhanden waren.
Im KH sagte man mir,das man bei einer Ausschabung "sanft" vorgeht,um nicht die Gebärmutterwände zu verletzen und somit auch keine vernarbungen etc. entstehen können.Ich habe es durchgestanden,mußte auch nur ambulant rein.
Bei der nächsten Untersuchung war noch immer was da,aber zum Glück nur Blut.Der MMist sofort wieder zugegangen,so das es nicht abbluten konnte.Nehme jetzt seit 5 Tagen methalgin und das was eingeblutet ist,kommt von allein.

Ach ja,man sagte mir,das eine 2te Ausschabung nicht ungewöhnlich ist.
Als,wenn wir alle nicht schon genug durchmachen müßen...

Sandra

SimoneLI
14.12.2005, 16:05
Liebe Sandra,

es tut mir sehr leid, dass du dich nach dem Verlust deines Babys und der Operation jetzt auch noch mit diesen Gedanken quaelst!
Ja, manchmal passiert es leider, dass Rest in der Gebaermutter bleiben, die nicht von alleine abgehen und dann muss dann leider nachoperiert werden... :-(
Genaueres und auch Statistiken dazu kannst du u.a. hier finden:
http://de.geocities.com/fruehe_verluste/

Aber ich drueck dir ganz doll die Daumen, dass du wenigstens den koerperlichen Schmerz hinter dir hast!

Viel Kraft und Zuversicht wuenscht dir,
Simone

Mehr Aufklaerung bei fruehen Schwangerschaftsverlusten:
http://de.geocities.com/fruehe_verluste/

sandra1970
14.12.2005, 23:19
Ja, mir hat niemand etwas von einer zweiten Ausschabung erzählt.
Ich war überrascht davon zu lesen, denn ich bin davon ausgegangen das ich es hinter mir habe. Das es anders kommen könnte, wußte ich nicht.
Aber ich habe sowieso mittlerweile den Eindruck, das Ärzte nicht sehr kommunikativ sind und nur das nötigste erzählen.
Außer, man weiß genau wonach man fragen muß.
Ich finde das ziemlich traurig.


Sandra

Stella
21.12.2005, 02:11
Liebe Sandra,
du hast schon vor einer Weile geschrieben. Vielleicht ist es also gar nicht mehr aktuell. Doch hier dennoch noch meine Geschichte zur Beruhigung. Ich habe vor einigen Wochen unser 3. Kind in der Frühschwangerschaft verloren. Bei mir wurde allerdings keine Ausschabung gemacht. Hier in Schweden scheinen sie mit Ausscharbungen im allgemeinen relativ zurückhaltend zu sein. Ich bekam stattdessen ein Medikament, dass der Gebärmutter hilft sich zu kontrahieren und dadurch das in der Schwangerschaft aufgebaute Gewebe abzustossen. Ich habe noch wochenlang geblutet. Bekam es schliesslich mit der Angst zu tun und ging zur Hebamme, die hier im Normalfall die erste Anlaufstelle ist. Marie hatte richtig die Ruhe weg - das half. Sie meinte, wichtig ist, dass die Gebärmutter wieder ihre normale Grösse annimmt. Das konnte sie durch abtasten feststellen. Hat man kein Fieber, keine Schmerzen und ist der Ausfluss nicht übelriechend, kann man ausserdem wohl davon ausgehen, dass keine Infektion vorliegt. In diesem Fall kann man ihrer Meinung nach einfach abwarten. Das habe ich getan. Die Blutung hat schliesslich aufgehört und rein körperlich geht es mir gut. Es ist alles wieder so, als ob nichts gewesen wäre. Falls du dir immer noch Sorgen machen musst, bitte doch einfach einen Frauenarzt oder eine Hebamme um eine Nachsorgeuntersuchung.

sandra1970
21.12.2005, 18:17
Hallo,
vielen Dank für deine Antwort. Ich glaube zwar nun nicht mehr, das ich das noch einmal durchmachen muß, aber jede Information hilft mir dennoch. Man erfährt hier doch sovieles, was Ärzte einem nicht mitteilen, und alles was ich weiterhin erfahre, macht mich nur schlauer
und ich kann in Zukunft anders reagieren und muß nicht alles glauben, was mein Arzt mir sagt.
Es ist doch sehr interessant zu wissen, das es auch anders geht.
Vielen Dank

Sandra