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Kirsten1971
07.12.2005, 20:54
hallo
mein name ist kirsten. ich bin 34 jahre alt , verheiratet und habe 2 lebende söhne (11 und 8 jahre ).1995,1999 und 2000 habe ich in der frühschwangerschaft meine babys verloren. im juli bin ich noch einmal unerwartet schwanger geworden. wir haben uns alle sehr gefreut, vorallen als die heiklen monate ohne probleme vergingen. aber am 23.11. ist dann plötzlich die fruchtblase geplatzt und am nächsten tag wurde dann die geburt eingeleitet, weil ich eine entzündung am gebärmutterhals hatte. es wurde mir gesagt das ich das ich das baby normal entbinden soll, aber das baby lag quer in der scheide. ehe ich mich versah lag ich im op. als ich wieder aufwachte sagte mir die ärztin das sie das kind zerteilen mußte, was ganz schrecklich für sie (!!) war. ich wurde nicht darüber informiert das es die möglichkeit gibt auch ein baby unter 500g zu beerdigen, jezt ist es zu spät. man hat mir auch nicht gesagt ob es ein mädchen oder ein jungewar und in dem schock über die körperliche und seelische behandlung habe ich leider nicht nachgefragt. meine hebamme von früher kümmert sich jezt um meine fragen und forscht im krankenhaus nach, aber die ärztin ist im urlaub und so bekomme ich hoffendlich ende der woche antworten. ich möchte das unser baby wesend einen namen bekommt!
traurige grüße von kirsten1971

micha39
08.12.2005, 01:03
Liebe Kirsten.
ein trauriges Wilkommen bei uns im Forum fühl dich ganz lieb in den Arm genommen.

Es tut mir sehr leid das du dein Kind zu den Sternen gehen lassen musstest.
Ich hoffe du findest hier bei uns einige Antworten auf deine Fragen.
Leider ist es so das man "Frau" zu wenig weiß mir ist es auch so ergangen.

In den Krankenhäusern zählt in erster Linie der gesundheitliche Zustand.
Man hat uns obwohl wir den ganzen Tag gefragt haben nicht gesagt das wir unsere kleine beerdigen können...
ich hatte Horrorvorstellungen von...bis.....die hauptsächlich so aus erzählungen meiner Mutter herrühren.
Erst als ich den morgen nach Angelinas Geburt eine andere Ärztin fragte klärte sie mich auf
und selbst Wochen danach bekam ich auf meine Fragen noch Antworten.
Wenn du auf mein Profil gehst kannst du auf meiner Homepage wenn du möchtest mehr von Angelinas Geburt lesen.

Aber Fakt ist das dein Kind irgendwo hingekommen ist und sie dir darüber Auskunft geben müssen!!!!!!!
In vielen Fällen wird eine Sammelbestattung vorgenommen.
Du kannst ja auch mal deinen Ortsansässigen Pastor fragen
oder auf dem Friedhof nachfragen ob es bei Euch auch ein Sternenkindergrab gibt.
Aber das Krankenhaus muss dir diese Auskunft geben wo dein Kind hingekommen ist !!!!!!
dafür gibt es Krankenblätter!!!!
Ich bin ziemlich zuversichtlich das du da eine Auskunft bekommen wirst und auch den Bestattungsort findest.
Ich wünsche Dir viel Kraft
Herzliche Grüße

Micha mit 4en an der Hand und Angelina Joel*22.08.05+ tief in unseren Herzen.

Wenn Liebe einen Weg zum Himmel fände wir würden hinaufsteigen und dich zurückholen.

Constance
08.12.2005, 09:29
Liebe Kisten!

Ein trauriges Willkommen hier in unserer Mitte. Es tut mir sehr leid, dass Du Deine Baby´s verloren hast.
Ich finde es traurig, wie Du jetzt im KH behandelt wurdest.
Ich hoffe sehr für Dich, dass Deine Hebamme bei ihren Nachforschungen Erfolg haben wird.

Stille Grüße
Constance mit Thotti und Mika hier bei mir ,2** und Cedric für immer in unseren Herzen
Es gibt keine Worte für unseren Schmerz

In liebevollem Gedenken an unseren kleinen Sternenprinz Cedric
http://www.cedrics-seite.de.vu

Andrea mit Sternchen Janin
08.12.2005, 14:40
Liebe Kirsten!
Ein trauriges Willkommen hier im Forum der Sternenkindereltern.
Es tut mir sehr leid, dass deine Babys nicht bei dir bleiben durften.
Und es tut mir leid, dass du im KH so schlecht behandelt wurdest!
Es macht mich sehr wütend, dass in manchen Krankenhäusern immer noch so schrecklich unsensibel mit Sternenkindereltern umgegangen wird! :(
Wie schwer war der Verlust unserer Tochter trotz der wirklich liebevollen Behandlung im KH...
Da möchte ich mir gar nicht vorstellen, wie es sonst ist.

Dein Baby wird aber auf jeden Fall beerdigt werden. Es gibt ein Gesetz, dass auch Kinder unter 500 g beerdigt werden müssen. Unsere Janin hat 470 g gewogen und sie wurde in einem Sammelgrab beigesetzt.
Die Bestattung wurde mit einer sehr schönen Zeremonie vorgenommen und unsere Tochter wurde auf einer besonderen Ecke des Friedhofes mit den anderen Sternenkindern beerdigt. Es gibt zwar keine Namenstafeln, aber einen sehr schönen Gedenkstein und die Gräber werden auch schön gepflegt. Es ist ein Ort, wo man hingehen kann...
Vielleicht kann sich deine Hebamme für dich erkundigen, wie es bei euch gehandhabt wird.

Liebe Kirsten, der Schmerz ist so groß und niemand kann ihn dir nehmen.
Aber ich möchte dir ein wenig Kraft schicken und ein warmes Licht für dein Baby.
http://www.forum.frauenworte.de/user_files/3701.jpg
Traurige Grüße,
Andrea mit Janin (*+ 02.01.2005/21. SSW) für immer unvergessen im Herzen

Sanne79
08.12.2005, 21:17
Liebe Kisrten!

Auch ich möchte Dich Willkommen heißen und Dir sagen,dass es mir sehr Leid tut,dass Du Deine Sternenkinder nicht bei Dir haben kannst. Ich finde es furchtbar traurig,wie mit Dir im Krankenhaus umgegangen wurde und ich hoffe sehr,dass Du bald mehr über den Verbleib Deines letzten Kindes erfahren kannst.
Ich kann mir vorstellen,wie es Dir geht und ich wünsche Dir liebe Menschen an Deiner Seite, die Dich stützen,tösten und Dir Kraft geben.

Alles Liebe

Kirsten1971
09.12.2005, 22:41
hallo ihr lieben
ich danke euch für die liebevollen worte. ich warte leider immer noch auf den anruf meiner hebamme, aber ich denke mal das die ärztin im krankenhaus noch urlaub hat und montag wieder da ist. am montag habe ich nachuntersuchung bei meiner frauenärztin und ich denke das die genetischen untersuchungsberichte da sind. dann bekomme ich vileicht einige antworten. bekommt man auch zu wissen ob es ein mädchen oder ein junge war, oder steht das nicht mit drinnen?
mit lieben grüßen kirsten

sandra1970
14.12.2005, 02:19
Hallo Kirsten

es ist so furchtbar traurig zu lesen, wie sie dein Kind holen mußten das mir ehrlich gesagt die richtigen Worte fehlen.
Ich weiß, das ich noch einen Bruder habe, den man im 5 Monat auf die gleiche Weise holen mußte, meine Mutter weint heute noch, und ich bin 35.
Ich wünsche dir ganz viel Kraft und ganz viel Glück und alles Liebe dieser Welt, das du dieses Erlebnis überstehst und trotzdem Glücklich wirst.

Alles Liebe
Sandra

Kirsten1971
14.12.2005, 08:55
liebe sandra
gottseidank kann ich meine hebamme jederzeit anrufen, um das alles einigermaßen zu verarbeiten. ablenkung habe ich ja genug durch meine großen. weihnachtsfeiern soweit das auge sieht, fußballverein, jugendfeuerwehr, schulen usw, da hat man nicht viel zeit zum grübeln. gottseidank hat mein 8-jähriger vergessen das er mir in seiner wut die er mal wieder hatte, sagte das baby in meinem bauch kann ruhig sterben. am gleichen abend hatte ich den blasensprung.ich weiß ja das er es nicht so gemeint hat und es wäre furchtbar wenn er jetzt darunter leiden müsste!!
harte tage werden wohl weihnachten, silvester und neujahr, dann kommt man zur ruhe und die verwandschaft stellt fragen, haben aber kein verständnis für unsere trauer.

lieben gruß kirsten

sandra1970
14.12.2005, 23:30
Ich kann das nicht verstehen, das die Ärztin dir auch noch erzählt hat wie sie dein Kind holen mußten. Das hätte sie dir wirklich ersparen können.
Nein, dein Sohn hat das nicht so gemeint, sicher nicht.
Er hat etwas gesucht um dir seine Wut intensiv verdeutlichen zu können
das ist alles.
Es ist gut, das du soviel Ablenkung hast. Naja, und die lieben Verwandten, nein sie können nicht verstehen, denn sie wissen nicht wie das ist.
Ich mache meinen keinen Vorwurf daraus, und lasse sie reden.
Meine Schwester meinte heute, wenn mir das so nahe ging, sollte ich mir professionelle Hilfe suchen und nicht nach Bildern mit Kindern und Flügelchen suchen. Hatte ich gar nicht gesucht, bin ich nur zufällig drauf gestoßen und fand es einfach schön, wenn auch sehr traurig.
Aber sie versteht nicht, und deswegen nehme ich ihr das nicht übel.
Ich wünsche dir viel Kraft und alles Liebe für die Weihnachtszeit.

Liebe GRüße
Sandra

stefanie1977
15.12.2005, 00:37
Ja das liebe mit den Verwanten. Das kennen wir auch. Die meisten wissen es noch gar nicht und ich will auch nichts sagen. Ich brauche keine Worte wie, es ist besser so oder das geht vorbei. Keine Worte wie, ach ist doch nicht so schlimm oder so ähnlich. Meine Freundin hat mir nur eine SMS geschickt das sie mit uns mitfühlt und unserem Engel eine Kerze angezündet hat. Mehr nicht und das fand ich schön und tröstend. Sie wohnt weiter weg aber gibt mir das Gefühl das sie da ist. Das bringt mir mehr.

Liebe Grüße Stefanie

Kirsten1971
15.12.2005, 08:47
hallo
heute ist wieder so ein tag, da würde ich mich am liebsten in mein bett verkriechen. meine schwiegermutter hat geburtstag und es wird erwartet das ich erscheine, leider ohne meinen mann , der muß arbeiten.die schwiegereltern hatte mein mann angerufen und informiert am tag als unser baby zu den sternen ging, aber glaubt ja nicht das die sich nochmal nach mir, bzw uns erkundigt haben, das thema ist für die abgeschlossen. der einzige kommentar war : was, schon wieder verloren, wie kann das angehen. wir haben sieben kinder und nichts ist passiert, das muß an dir liegen. ich schwöre euch, ein falsches wort von denen und mich sehen die nie wieder!!!!
draußen ist es bei uns noch stockfinster und es ist mal wieder sturm, mal sehen wie mein großer reagiert, der leidet unter kindermigräne und ist zur zeit nicht in der schule weil er ne bronchitis hat. bis auf die migräne hat er eigendlich nie etwas, vielleicht will er ja auch mal seine ruhe haben. die kinder müssen das ja auch erstmal verarbeiten, was alles geschehen ist.erzählt haben wir ihnen aber nur, das das baby im bauch gestorben ist, was manchmal vorkommt. für die ganze warheit sind sie noch zu jung, finde ich, denn wir kommen ja selbst nicht damit klar. aber sobald sie alt genug sind erzählen wir ihnen alles, das sie eigendlich eine schwester haben, die aber bei den sternen wohnt wissen sie natürlich.
liebe grüße kirsten

sabrina80
15.12.2005, 10:32
Liebe Kirsten,
ja, das mit der lieben Verwandschaft kenne ich! Auch ich habe zur Zeit kein gutes Verhältnis zu meiner Schwiegermutter und meiner Schwägerin! Für sie ist es nicht zu verstehen, warum es Tage gibt, wo es einem sehr schlecht geht. Sie sagen zwar immer, sie würden es verstehen, doch wenn man dann nicht auf einen Geburtstag oder sonst eine Einladung kommt, bekommt man von meiner Schwägerin zu hören, wenn ich keine Lust hätte, würde ich immer nur sagen mir ginge es schlecht wegen Laura (also nur als Vorwand). Toll, oder! Habe keinen Kontakt mehr zu ihr, ist mir einfach zu blöd. Und das beste ist, sie hat das Buch von Hannah Lottrop gelesen und es mir damals ausgeliehen! Tja, und meiner Schwiegermutter gehe ich im moment einfach aus dem Weg, sie glaubt ja alles was ihr Tochter sagt!
Lass dir einfach nichts gefallen, wir haben ein Recht zu trauern und es ist auch normal!
Drücke dich einfach mal ganz fest!

traurige liebe Grueße

Sabrina mit Laura Sophie (*08.08.05 +09.08.05) ganz fest im Herzen

Stella
21.12.2005, 03:58
Liebe Kirsten,

auch ich drücke dich ganz fest. Als wir unseren kleinen Jakob in der 25. SSW verloren haben lief alles sehr anders, u.a. auch weil wir im Ausland leben. Jakob lag trotz seiner 25 Wochen deutlich unter 500g. Jakob starb in meimen Bauch und die Geburt wurde eingeleitet. Schon am Tag nach seiner Geburt, brachte uns die Klinik mit einem Bestatter in Kontakt, der meinte, das allein wir entscheiden würden, was passiert. Wir entschieden uns, Jakob im Familiengrab in Deutschland zu beerdigen. Uns wurde freigestellt, ob Jakob überführt werden sollte, oder ob wir ihn selbst überführen wollten. Christian entschied spontan, dass wir Jakob selber mitnehmen. Ein paar Tage später wurde uns in der Krankenhauskapelle ein kleiner weisser Sarg übergeben, den wir ins Auto luden.Und so machten wir drei uns auf unseren letzte gemeinsame Reise. Auch in Deutschland lief alles unkompliziert. Ich rief den Pfarrer an, der damals noch nicht einmal eine Ahnung hatte, wer ich überhaupt bin, erzählte ihm, dass ich mein Kind verloren habe und es beerdigen möchte. Er sprach mir sein Beileid aus und wir setzten einen Beerdigungstermin fest.
Als meine 3. Schwangerschaft in der Frühschwangerschaft nun ein sehr dramatisches und blutiges Ende hatte, lief es anders. Als ich der Ärztin mitteilte, dass ich den Fötus mitnehmen möchte, schaute sie mich sehr misstrauisch an und meinte, was ich denn damit wolle. Als ich sagte, dass ich ihn gerne beerdigen wolle, blickte sie mich mit grossen Augen an und meinte, dass mir doch wohl schon klar wäre, dass das hier kein Kind sei. Ich hatte nicht die Kraft ihr ins Gesicht zu springen und begnügte mich damit ihr zu erklären, dass das rein medizinisch stimmt, es mir aber trotzdem sehr helfen würde. Schliesslich liess sie sich darauf ein. Ich glaube meist wohl aus Furcht vor einem hysterischen Ausbruches meinerseits. Sie verschwand und kam einige Zeit später mit einem kleinen Plastikbecher wieder. Wir gingen und beschlossen unser Kind im Garten zu begraben. Es gab leider keine Möglichkeit, es bei Jakob zu begraben. Am Morgen nach der Schreckensnacht suchte Christian einen schönen Platz im Garten aus. Wir nahmen Astrid an die Hand und zogen los, um unser Kind und ihr Geschwisterchen zu begraben. Dabei wussten wir sehr wohl, dass der Becher nicht unser Kind enthielt. Ein Blick hatte genügt, um das festzustellen. Ich weiss nicht, für wie blöd uns die Ärztin hielt. Meine Vemutung: unser Kind war schon im Kliniksmüll verschwunden und sie brauchte ganz schnell einen Ersatz. Trotzdem fühle ich mich unserem Kind sehr nahe, wenn ich diesen Platz besuche. Auch wenn so eine symbolische Beerdigung auf den ersten Blick vielleicht sinnlos erscheinen mag, fühlt es sich so an, als ob unser Kind in gewisser Weise wirklich dort ist. Jedenfalls finde ich dort ganz leicht Kontakt zu ihm. Als ich deinen Beitrag las, dachte ich spontan, das du vielleicht mit einem Pfarrer oder einer Pfarrerin über deinen Fall sprechen solltest. Such dir jemanden aus, der offen ist. Ich bin auch kein Gemeindemitglied von dem Pfarrer, der Jakob beerdigt hat, und werde es sehr wahrscheinlich auch nie werden. Für ihn spielte das keine Rolle. Es wäre schön, wenn die Erfahrungen, die ich gemacht habe, auch dir ein bisschen weiterhelfen könnten. Ich wünsche dir alles, alles Liebe. Und lass dein Kind dir helfen. Es ist nicht einfach nur verschwunden, glaube mir. Es hat seine Spuren bei dir hinterlassen.