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Uta_1978
10.10.2005, 15:38
Hallo, ich bin neu bei Euch. Ich heiße uta und bin 27 Jahre alt. Ich habe am 08.10.05 in der 19. SSW mein kleines Mädchen zur Welt bringen müssen, nachdem einen Tag vorher der Tod festgestellt wurde. Es ging alles so schnell, die Einweisung in die Klinik, die Einleitung der Geburt. Das waren die schrecklichsten Stunden meines Lebens. Ich war die meiste Zeit allein in der Klinik und habe auch mein Kind ganz allein in den Morgenstunden nach 17 Stunden Quälerei zur Welt gebracht. Nun bin ich zu Hause und die ganze Sache nimmt jetzt erst richtig Gestalt an. Ich muß immerzu weinen, kann nicht schlafen. Ich hatte mich so auf das Kind gefreut. Zur Zeit ist irgendwie keiner für mich da. Ich muß leider feststellen, daß sich viele nach Erhalt der schlechten Nachrichten zurückziehen und nicht wissen, was sie sagen sollen. Das kann ich zwar verstehen, doch für mich ist das sehr schmerzhaft.
Wie habt Ihr die schwere Zeit überstanden? Ist das jemals zu schaffen?
Ich bin so traurig.

Liebe Grüße, Uta.

Petra32
10.10.2005, 16:09
Liebe Uta,

ständest Du jetzt vor mir, würde ich Dich mal in den Arm nehmen....

Willkommen hier bei uns, bei den eltern der Schmetterlingskinder.

Es tut mir so leid, daß Du Deine Tochter verloren hast, ich zünde meine Sternenkinderkerze für sie an:
http://www.am-horizont.de/Kerzen/kera1.jpg

Keiner von uns kann Dir Deine kleine Maus wiedergeben,
aber hier wird immer jemand für Dich da sein, Dir zuhören.

Der Schmerz um Dein Kind wird wohl für immer bleiben,
aber er wird leichter zu tragen sein und auch Du wirst das Lachen wieder finden. Es wird wieder heller werden.
Und eins kann ich Dir versprechen.
Wo auch immer Dein Kind jetzt ist, dort ist es nicht allein.
So viele Sternenkinder sind schon dort und haben es sicher in ihrern Reihen aufgenommen.

Alles Liebe für Dich

Petra

AnjaPw
10.10.2005, 17:52
Liebe Uta,

das tut mir so unendlich leid.

Auch ich zünde eine Kerze für Dein kleines Mädchen an,
möge ihr Schein hell bis zum Sternenkinderland leuchten.

http://www.am-horizont.de/Kerzen/kerzeso.jpg

Magst du uns erzählen, welchen Namen du ihr gegeben hast?

Traurige Grüße
Anja mit 2 wundervollen Kindern an meiner Seite
und 4 Sternchen in meinem Herzen

Sandra1974
10.10.2005, 20:40
Fühl' Dich auch von mir ganz doll in den Arm genommen.

Im Moment scheint es so, als ob Dir der Boden unter den Füßen weggezogen wurde. Ganz plötzlich bist Du wieder alleine mit Dir. Aber mit der Zeit wirst auch Du lernen, daß Deine süße Maus immer ein Teil Deines Lebens bleiben wird und auch die Trauer wird sich ändern.

Mir steht bald der 1. Jahrestag bevor und ich denke und weine bereits jetzt wieder vermehrt um meinen kleinen Adrian.

Ich möchte Dir ganz viel Kraft schicken für die nächste Zeit und wenn Du jemanden brauchst...wir sind da.

Sandra mit Rebecca (*25.10.04) und Adrian (25.10.04) im Herzen

Sanne79
10.10.2005, 20:50
Hallo Uta!

Auch ich möchte Dich herzlich Willkommen heißen.
Es tut mir Leid,dass Du Deine kleine Maus hergeben musstest.
Leider kann Dir niemand Deinen Schmerz nehmen,aber wir können einander trösten und halten und Mut zusprechen.
Hier bist Du nicht allein!
Ich denke an Dich und Deine Tochter!

Liebe Grüße

Susanne 34
10.10.2005, 22:03
Liebe Uta,
ich drücke dich ganz doll und schicke dir eine Portion Kraft nach Hause. Ich haben meinen David vor 5 Wochen tod zur Welt bringen müssen und ich dachte, die Welt wäre stehen geblieben und ich könnte diesen riesengroßen Schmerz niemals aushalten. Jetzt, nach über einem Monat, tut es immer noch genauso weh, aber ich habe gelernt, mit dem Schmerz zu leben. Und wie du ja auch von anderen Frauen gehört hast, deren Kinder schon länger im Himmel sind, es wird besser und erträglicher und du wirst irgendwann mit deinem Schicksal leben können. Aber jetzt ist das für dich sicher kaum ein Trost und und es wäre am besten, wenn dich jemand in deiner Nähe einfach in den Arm nehmen würde. Viele Menschen habe riesige Angst vor dem Leid anderer. Ich habe Freunde und Bekannte direkt angesprochen und ihnen gesagt, wie sehr ich leide und froh bin, wenn sie uns jetzt nicht im Stich lassen. Vielen ist es dann leichter gefallen, für uns da zu sein. Vieleicht gibt es auch in deiner Nähe jemanden, der dir gerne Trost spenden möchte, aber sich nicht traut.
Ich drücke dich nochmal und denke an dich und dein kleines Mädchen.
Susanne

micha39
11.10.2005, 00:04
Liebe Uta,
auch ich möchte dich einmal virtuell in den Arm nehmen.Es tut mir sehr leid das du deine Tochter zu den Sternen hast gehen lassen müssen.
Heute vor sieben Wochen habe auch ich meine kleine Tochter Angelina Joel in der 18Sw zu den Sternen gehen lassen müssen. Auch mir fällt der Umgang mit meinen Mitmenschen sehr schwer da sie meine unendliche Trauer nicht verstehen können ...das tut weh.Bei mir hat sich die letzten Tage jedoch etwas getan es ist mir jetzt egal was andere denken ich nehme mir einfach das Recht heraus zu trauern auch wenn sie anderer Meinung sind.Wenn mir nach weinen zu Mute ist weine ich ...und das tue ich heute auch noch sehr viel..Noch eine Erfahrung möchte ich dir mitteilen diese Seiten haben mich zum teil sehr mitgenommen und auch zum Teil haben sie mir sehr geholfen meinen Schmerz mit anderen Teilen zu dürfen die mich verstehen.
Liebe Grüße Micha mit Angelina Joel tief in meinem Herzen

Uta_1978
11.10.2005, 11:42
ich möchte mich ganz doll bei euch für die vielen lieben worte bedanken. es ist gut, zu wissen, daß mich da draußen jemand versteht.

ich habe meine kleine maus Lilly genannt. sie wird bei uns in der nähe bei einer sammelbestattung der schmetterlingskinder auf dem friedhof beigesetzt. dort steht ein brunnen für die kleinen mäuse, auf dem jedes ein mosaiksteinchen bekommt. (oh gott, ich muß so heulen)

meine familie fragte mich, warum ich mir das antue, aber ihr werdet es verstehen, daß man das als mutter braucht, oder?

ich bin noch immer völlig traumatisiert von der zeit in der klinik. es lief alles so lieblos und nüchtern ab und mir ging es so schlecht. ich hatte fieber, weil ich eine starke erkältung hatte und war die ganze zeit allein. die schwestern kamen nur, wenn ich sie anklingelte. die wußten anscheinend auch nciht, was sie mit mir machen sollten. mein mann konnte auch nicht dabei sein, weil wir für meine kleine tochter antonia (2 jahre) keinen babysitter bekommen haben. so quälte ich mich die ganze nacht allein und es kam nur jemand vorbei, um mir eine neue ladung dieser abtreibungspillen zu verabreichen. selbst die geburt an sich verlief für mich in einsamkeit, verzweiflung und schmerz. dieses schlimme gefühl, das ich dabei hatte, überkommt mich auch jetzt immer wieder.

ich kann immer noch nicht schlafen und weine den ganzen tag.

meine kleine tochter bekommt das natürlich auch mit, obwohl ich versuche, mich zusammenzureißen. aber diese heulkrämpfe kommen spontan, fast überall und ich kann nichts dagegen machen.

ging euch das auch so?

es tut einfach so weh

traurige grüße, uta.

Susanne 34
11.10.2005, 15:08
Liebe Uta,
auch ich habe die ersten Tage ständig weinen müssen, konnte fast gar nicht schlafen und kaum was essen. Meine Hausärztin hat mir dann Baldrian-Dragees verschrieben, mit denen konnte ich dann wenigstens jede Nacht so 4-5 Stunden schlafen. Weine ruhig, auch wenn du denkst, es belastet alle anderen. Du hast gerade so viel Schlimmes erlebt und Weinen hilft der Seele sehr, um damit irgendwie zurecht zu kommen. Deine 2-jährige Tochter merkt natürlich, dass vieles bei euch zu Hause nicht mehr so ist wie vorher. Aber wie sollte es auch anders sein: Euer geliebtes Kind ist tod und ihr habt allen Grund zu trauern. Ich glaube, dass auch kleine Kinder fühlen, wie ernst und wichtig solche verzweifelten und traurigen Momente in der Familie sind und besser damit zurecht kommen, als wenn alles verdrängt wird und keiner weinen würde. Wenn mich meine Kinder fragen, wenn ich unglücklich aussehe, ob ich immer noch traurig bin, sage ich ja und dann reden wir über David und sie wissen dann, wie wichtig er uns ist und wie wichtig auch sie sind. Unsrer David wird immer einen festen Platz in unserer Familie haben.
Sehr wichtig zum Abschied nehmen war für mich die Beerdigung. Lass dich davon nicht abbringen. Es ist schön, wenn du dein Kind in Würde gehen lassen kannst. Wir gaben userem kleinen Jungen ein schönes Geschenk mit in den Sarg und heute haben wir wunderschöne bunte Blumen aufs Grab gepflanzt.
Ich drüche dich und wünsch dir viel Kraft.
Susanne

Sandra1974
11.10.2005, 17:51
Auch ich möchte Dich ganz doll in den Arm nehmen und Dir eine ganze Portion Kraft mit auf den Weg geben.

Ich beneide Dich in gewisser Weise darum, daß Du direkt im Anschluß trauern kannst. Bei mir war es leider nicht so, da Sternchen Adrian's Schwester auf der Frühchenstation lag und somit in der ersten Zeit unsere gesamte Kraft brauchte.

Erst jetzt, fast ein Jahr später, bin ich in der Lage, mir die Trauer um Adrian zuzugestehen und auch auszuleben. Selbst die Beerdigung, die man ja sonst als irgendwie "abschließend und befreiend" miterlebt, ist bei mir nur wie im Film vorübergezogen, da zu diesem Zeitpunkt Rebecca's Gesundheitszustand sehr zu wünschen übrig ließ.

Ich denke ganz doll an Dich

Sandra mit Rebecca (*25.10.2004) und Adrian (+25.10.2004)im Herzen

GabiRobel
11.10.2005, 22:01
Liebe Uta,

ich nehme dich ganz fest in meine Arme und werde dich und dein Sternchen in meine Gebete mit einschließen.

Lass dich von deiner Familie nicht vom Trauern abhalten. Deine Seele wird sonst eines Tages um Hilfe schreien.
Nimm in Ruhe Abschied von deiner kleinen Tochter.
Mir hat es am Anfang sehr geholfen meinen Sascha jeden Tag auf dem Friedhof zu besuchen....seine damals 5 jährige Schwester hat mich natürlich begleitet,und wir haben zusammen mit ihm gesprochen.Außerdem zünden wir auch heute - nach fast 14 Jahren - immer Kerzen für ihn an.Wir haben dafür extra ein Glas graviert,nur für ihn. So hat er immer einen festen Platz,wo wir in Gedanken bei ihm sind.
Zum Glück wurde damals ein Foto von ihm gemacht und es steht mitten zwischen den Bildern seiner Geschwister, was doch tatsächlich Mitglieder meiner Familie als etwas anstößig empfanden....aber das ist egal.

Ich kann dir nur raten,lass sie alle reden. Sie müssen diesen Schmerz nicht aushalten,ihr Leben ist nicht aus den Fugen geraten.
In dieser schweren Zeit wirst du erkennen,wer wahre Freunde sind und wer nicht.
Wann immer du jemanden zum reden brauchst....du kannst mir sehr gerne auch offlist schreiben.

Ich wünsche dir viel Kraft.Deine kleine Lilly wird immer in deiner Nähe sein. Schau dich nur um,vielleicht sitzt sie gerade jetzt hinter dir um dir Kraft zu geben.
Wenn alles ganz leise ist,wirst du sie bestimmt hören können.

Alles Liebe
Gabi

micha39
12.10.2005, 00:52
Liebe Uta,
nochmal möchte ich dir heute Antworten.
Auch ich habe noch einen kleinen Sohn von 17 Monaten wobei ich anfangs gedacht habe er bemerkt nichts doch in der Nacht der Beerdigung hat er das erste mal im Schlaf geweint ( er war mit zur Beerdigung) was er noch nie zuvor in seinem Leben gemacht hat. Ich habe mir solche Vorwürfe gemacht ihn mit zur Beerdigung genommen zu haben jedoch weiß ich heute das er meine Stimmungsschwankungen genau analysieren kann, er ist ein Papa Kind "gewsen" jetzt nimmt er mich manchmal unverhofft in den Arm und küsst mich und ist anhänglich geweorden. Zu deiner Familie die sich fragt ob du dir das -die Beerdigung- antuen sollst ich glaube ja und das im positiven Sinn denn selbst unsere nächsten Verwandten können auch unsere Trauer nur schwer verstehen ....sie haben unsere Kinder nicht gekannt....aber du und mit der Berdigung habe ich das letzte für meine kleien Maus getan was ich tun konnte. Ich habe mir auch ein "Ritual" gemacht wenn ich traurig bin habe ich mir einen Kerzenleuchter aufgehängt und diesen zünde ich dann für unsere kleine an. Er leuchtet fast ständig.Und ich habe immer ein paar frische Rosen darunterstehen das Bild unserer kleinen möchte ich nicht darunter stellen da es wie hier schon erwähnt evtl. anstoßen könnte ich sehe es mir lieber in aller Ruhe alleine oder mit meinem Mann an.Jetzt hab ich wieder viel zu viel geschrieben aber auch dir wird es irgendwan gut tun von deiner kleinen zu reden doch auch meine Tränenanfälle sind och immer da und in manchen Situationen kann ich und will ich sie auch gar nicht aufhalten. mir hilft es mir etwas Zeit zu nehmen und in mich zu gehen oder mein "Ritual auszuleben" ( weiß nicht so genau wie ich es schreiben soll sorry) ja ich würde sogar sagen es zu genießen und in dem Schein der Kerze etwas Frieden zu finden oder auf den Friedhof zu gehen und mit meiner Maus zu reden.
Sei von mir Umarmt und liebe Grüße
Micha mit Angelina Joel tief in meinem Herzen

Ps ich hoffe ich habe jetzt nicht zu viel geschrieben :-( und wenn du Lust hast kannst du mir ja mal über den Emailweg schreiben oder mich anrufen 02431-973338 michaela69@hotmail.com

Andrea mit Sternchen Janin
12.10.2005, 10:19
Liebe Uta!
Es tut mir sehr leid, dass deine Tochter Lilly nicht bei dir bleiben durfte.
Und dass du die Geburt alleine durchstehen musstest und das Krankenhaus dich so schlecht behandelt hat... Es tut mir immer wieder weh so etwas zu hören.
Ich hatte das Glück, dass wir wirklich sehr liebevoll betreut wurden und mein Mann an meiner Seite war, und trotzdem war es sooo schwer...

Für mich war der Tag der Bestattung unserer Janin - sie wurde auch in einem Sammelgrab bestattet - ein sehr schwerer Tag, aber er war auch sehr nötig. Es hat mir geholfen zu begreifen, dass der Tod unserer Tochter tatsächlich real ist und nicht alles nur ein Alptraum ist. Das hat zwar sehr wehgetan, aber es hat mir auch in meiner Trauerbewältigung geholfen. Es hat mir geholfen die Trauer und den Schmerz zuzulassen, denn bis zur Beerigung war ich gewissermaßen in einem Schockzustand und in mir war nur eine einzige große Leere.

Die Sammelbestattung war übrigens sehr liebevoll gestaltet mit einem kleinen Gottestdienst. Der Sarg war mit bunten Blütenblättern übersäht und auch am Grab waren viele davon verteilt. Das fand ich sehr schön.
Ich hoffe, dass auch eure Lilly einen schönen Abschied bekommt...
Ganz bestimmt wurde sie von unseren Sternchen im Sternenkinderland lieb empfangen.
Liebe Grüße,
Andrea mit Janin (*+ 02.01.2005/21. SSW) für immer unvergessen im Herzen

Uta_1978
12.10.2005, 14:39
daß mich da draußen jemand versteht. Eure Worte und Eure Schicksale berühren mich sehr.

Es vergeht immer noch kaum eine Stunde, in der ich nicht weinen muß. Mein Schmerz ist einfach unermeßlich und ich habe das Gefühl, ich gleite ins Bodenlose. Meine Gedanken werden mit jedem Tag klarer und ich begreife wohl langsam erst das Ausmaß meiner persönlichen Katastrophe.

Ich weine für meine kleine Lilly darum, daß sie nie leben und die Welt sehen durfte, daß sie nie die ganz alltäglichen und besonderen Dinge in einem Menschenleben erfahren darf.

Ich weine um alle Mütter und Väter, die auch ihre unschuldigen kleinen Kinder gehen lassen mußten.

Ich weine für mich, weil ich diese schrecklichen Erfahrungen im Krankenhaus machen mußte und in einem lieblosen Umfeld in völliger Einsamkeit und Verzweiflung mein Kind allein zur Welt gebracht habe.

Ich danke Euch, daß Ihr mir zur Seite steht und mich festhaltet. Das bedeutet mir sehr viel in dieser schlimmen Zeit.

Traurige Grüße, Uta.

Katja80
12.10.2005, 17:21
Liebe Uta,

es tut mir so leid, was Dir und Deiner kleinen Maus passiert ist. Ich kann Deine Gefühle so gut nachvollziehen.

Es ist ganz normal und richtig was Du jetzt fühlst. Und es ist auch richtig sich von der Kleinen zu verabschieden.

Es macht mich so wütend, was Du über dieses Krankenhaus schreibst.

Irgendwann wird es besser werden und Du wirst auch wieder lachen können. Deine Kleine wird trotzdem in Gedanken immer bei Dir sein.

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und umarme Dich in Gedanken.

LG
Katja

Uta_1978
12.10.2005, 18:19
daß mich da draußen jemand versteht. Eure Worte und Eure
Schicksale berühren mich sehr.

Es vergeht immer noch kaum eine Stunde, in der ich nicht
weinen muß. Mein Schmerz ist einfach unermeßlich und ich habe
das Gefühl, ich gleite ins Bodenlose. Meine Gedanken werden
mit jedem Tag klarer und ich begreife wohl langsam erst das
Ausmaß meiner persönlichen Katastrophe.

Ich weine für meine kleine Lilly darum, daß sie nie leben und
die Welt sehen durfte, daß sie nie die ganz alltäglichen und
besonderen Dinge in einem Menschenleben erfahren darf.

Ich weine um alle Mütter und Väter, die auch ihre
unschuldigen kleinen Kinder gehen lassen mußten.

Ich weine für mich, weil ich diese schrecklichen Erfahrungen
im Krankenhaus machen mußte und in einem lieblosen Umfeld in
völliger Einsamkeit und Verzweiflung mein Kind allein zur
Welt gebracht habe.

Ich danke Euch, daß Ihr mir zur Seite steht und mich
festhaltet. Das bedeutet mir sehr viel in dieser schlimmen
Zeit.

Traurige Grüße, Uta.

denise12
23.10.2005, 01:43
liebe uta...es tut mir leid dass du dein kindlein wieder hergeben musstest.........ich habe mich die ersten 3 monate sehr stark zurückgezogen und nur hier im netz halt finden können,da ich das gefühl hatte gut verstanden zu werden.da alle ähnlich betroffen sind.besser verstehen werden............im alltag funktionierte ich aber.naja.wie soll ich es sagen...."wie laut muß musik sein ,dass sie mich berührt??Wie lang wird mein weg sein der mich zu dir führt...".und nur allmählich konnte ich mich aus meiner trauerhaut schälen.langsam und mühsam.............manchmal ziehe ich mich nach wie vor in diese kleine ruhige herzensecke zurück und lasse die welt außen außen sein.............nehm dir die zeit die du brauchst zu dir und deinem kindlein zu finden.wer von deinen freunden nmitgeht wird immer für dich da sein.........hilf ihnen mit dir umzugehen.liebe,in erinnerung schwelgende grüße ,Denise

nadinedelius
23.10.2005, 04:38
Liebe Ute,

ich heisse nadine, bin auch 27. Mein Sohn kam am 6.8. zur Welt (17.SSW)Es ist eine sehr schwere Zeit. dachte, dass ich darueber hinweg waere, weil es mir erstaunlich gut ging. Aber das war nicht so, wahrscheinlich hatte ich ein bisschen verdraengt, was absolut verkehrt ist. Trauere, weine. Gibt es keine vertraute Person in deiner Familie? Wenn nicht, fuehle dich einfach in diesem Forum gut aufgehoben. Schreibe dir alles von der Seele, damit du NICHTS von deiner kleinen Maus vergisst (ich habe jedes kleinste Detail von Claudius' Geburt aufgeschrieben, damit er fuer immer ein Teil von uns sein wird) Ich druecke dich unbekannterweise ganz lieb. Hier versteht dich wirklich JEDE, denn wir haben alle ahnliche Schicksale durch.