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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mein kleiner Prinz


Angela-Maria
05.10.2005, 00:32
Hallo zusammen !
Ich sollt mich glaube ich kurz vorstellen.
Mein Name ist Angela-Marie und ich bin 25 Jahre alt.
Anfang des Jahres starb die kleine Maus von meinem Cousin nach 3 Tagen nach der Geburt.
Mei mir stellte sich ca. 6 Wochen später heraus, das ich einen absoluten Hormon Mangel habe und ich so nicht schwanger werden konnte.
Ich nahm Hormine und wurde kurze Zeit später schwanger.
Ich war überglücklich und fühlte dennoch das ich dieses Baby verlieren würde.
Ich sprsch mit miemanden darüber sondern redete mir ein, das ich alles dramatisiere.
Meine Ängste wurden war.
Vor nun 4 Wochen gingen wir zu einem Spezialisten aufgrund der familieären Vorgeschichte bei meinem Cousin. Damit wir kein Risiko eingehen, sagte mein Frauenarzt.
Der Spezialist fand heruas das unser kleiner Lars schwerst behindert sein würde. Der Rücken hatte sich nicht geschlossen (Spina bifida), Mißbildungen an den Füßen und was das schlimmste war das Gehirn hatte schon Schäden.
Ich bin selber Kranken /OP - Schwester und ich muss zugeben so einen Ultraschall Befund habe ich noch nie gesehen.
Ber Arzt überwies uns nach Bonn zu einem Professer Gembruch, den besten pränatal Diagnostiker in der ganzen Umgebung.
Wir fuhren einen Tag später hin und der Befund von meinem kleinen Prinzen hatte sich noch einmal verschlechtert.
Der Professor erklärte und genau was Lars eigentlich hat und stellte uns durch die Zeilen die schlimmste Frage die man Eltern stellen kann ?
"Soll die Schwangerschaft beendet werden oder tragen sie das Kind aus?"
Nach langen Gesprächen mit verschieden Ärzten, Familie und Seelsorgern entschieden wir uns gemeinsam dafür Lars alles zu ersparen, die Schmerzen die er unweigerlich hätte, wenn er überhaupt überleben würde.
Ich musste eine Woche auf einen Termin warten und dann wurde in der Uni Bonn die Geburt eingeleitet.
Nach ca. 17 Stunden brachte ich meinen kleinen Prinzen still zur Welt.
Meine Eltern und mein Freund waren bei mir und wir haben LArsd von einem Pfarrer segnen lassen und Ihn auch gesehnen.
Einen Tag später wurde ich aus der Klinik entlassen.
Die Beerdigung fand eine Woche später statt.
Lars fehlt mir jeden Tag.
Es gibt Tage da sehe ich die Sonne hinter meinem Berg, über den ich nun gehen muss. Ich habe ihn Gottfried genannt, weil es mit leichter fällt, gegen etwas anzukommen, was einen Namen hat.
Aber dann gibt es Tage wie heute, wo ich noch nicht einmal den Weg sehe.
Ich habe schon mit einer Therapie angefangen und glaube ganz fest daran, dass ich es irgendwann schaffe über Gottfried zu blicken.
Und dabei wird mir mein kleiner Prinz helfen und mir mit seinem Stern den Weg weisen. Ganz bestimmt

TTanja
06.10.2005, 08:33
Liebe Angela- Marie,

ein trauriges Willkommen hier bei uns....
Amys Kerze soll hier brennen für deinen kleinen Lars, der leider nicht bei euch bleiben durfte.
http://www.arcor.de/palb/alben/76/3806976/400_6162303036663563.jpg

Es ist schwer, so eine Entscheidung zu treffen. Mein Sohn Lee starb auch an einem SS- Abbruch nach medizinischer Indikation.

Ich bin überzeugt, daß unsere Kinder wissen, daß wir diese Entscheidung aus Liebe getroffen haben..... um ihnen Schmerzen und Leid zu ersparen....
Auch wenn es die schwerste Entscheidung unseres Lebens ist. :-(

Ach, mir fehlen die Worte....
liebe traurige Grüße
Tanja mit Linda an der Hand http://www.am-horizont.de/smilies/3358.gif
und den Sternenkindern Lee (+ 2.05.03) und Amy (+ 11.07.04)http://www.am-horizont.de/smilies/ura.gif