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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fühle mich so hilflos


micha39
02.10.2005, 00:28
Hallo, hab heute das erste mal geschafft hierher zu kommen und Eure Beitäge zu lesen.Mein Name ist Michaela ich bin 39 und Mutter von "5" Kindern mein jüngstes Kind Angelina Joel wurde am 22.08. in der 18. Schwangeschaftswoche tot geboren. Meine anderen Kinder 18.15 ( Mädchen) 11 und 1.1/2 Jahre (Jungen).Mein 11 jähriger Sohn wurde aufgrund einer Toxoplasmose in der ss Blind geboren und nach der Trennung von meinem Mann fand ich einen neuen Partner und ordnete mein Leben neu wurde dann Ende 2003 unverhofft nochmal von meinem neuen Partner schwanger....ich war total überfordert damals wollte doch kein Kind mehr und heute alles hat sich geändert, ich hatte ein neues wunderschönes Leben unser kleiner ist unser Sonnenschein nach vielen Überlegungen Pro und Contra wollten wir für den kleinen und auch für uns noch ein Geschwisterchen. Doch dann das der Traum war zu Ende ich verlor unser Wunschkind auf das wir uns alle soooooo sehr gefreut haben am 22.08. ich hatte seit Tagen so ein komisches Gefühl musste aber erst Anfang September wieder zur Untersuchung am 22. hielt ich es nicht mehr aus ich fuhr morgens zu meinem Arzt und er hat Ultraschall gemacht und keine Kindsbewegung mehr gesehen und auch keine Herztöne unser Kind war Tot ich fuhr nach Hause und nahm erst einmal unseren kleinen Sonnenschein in den Arm danach packte ich ein paar Sachen ein und fuhr mit meinem Lebensgefärten ins Krankenhaus die weiteren Untersuchungen bestätigten die Diagnose man sagte uns immer wieder "das passiert schon mal "das Kind war sicherlich nicht Lebensfähig" es wollte nicht"das alles war für uns kein Trost ich wollte nur endlich alles hinter mich bringen und so schnell wie möglich wieder schwanger werden und alles vergessen doch dann die Hiobsbotschaft " Wir werden die Wehen einleiten und es nicht unter Narkose machen " ich hatte doch so sehr darum gebettelt. Ich habe gedacht ich dreh durch ich schaffe das nicht. Um 21.55 Uhr war unsere kleine da,ohne Ärzte ohne Beistand nur mein Partner und ich,ich hatte sie in der Hand und erst da überkam mich ein wohliges Gefühl " meine kleine " so süß und friedlich heute bin ich unendlich Dankbar für diesen Augenblick und für die Geburt sie so erlebt zu haben leider war es nicht lange die kleine wurde uns schnell abgenommen ich fragte was mit ihr geschehe und man sagte nur das können wir morgen besprechen jetzt sei es erst einmal wichtig die anstehende Ausschabung vorzunehmen was dann auch gleich geschah in der Nacht war ich ab 2 Uhr wach und vermisste schmerzlich mein Kind nach mehreren nachfragen bekam ich dann Auskunft das man sie in einem Sternenkindergrab hier am Ort beerdigen lassen kann was wir dann auch 2 Tage später machten.Heute weiß ich das meine ersten Gedanken total falsch waren,denn ich trauere um mein Kind das ich doch so sehr gewollt habe ich trauere um sie als Person denn sie ist durch die Geburt so "lebendig" geworden. Doch ich finde einfach keine Ruhe ich fühle mich so leer und meine Trauer ist unendlich groß manch einer mag das nicht verstehen können weil ich schon ""genügend"" Kinder habe und das ist es was mich so fertig macht die Gedanken und Redensarten der Leute keiner kann und will mich verstehen mein Leben ist leer und sinnlos geworden mein Traum ist abruppt beendet worden nur meine Kinder sind es die mir etwas Kraft geben das WARUM geht aus meinem Kopf nicht heraus und dann der Quälende Gedanke hätte ich es verhindern können die Untersuchung der Plazenta hat ergeben das es eine Ausgebildete Zottenreifungsstörung war. Bin ich zu Egoistisch das wir noch ein Kind wollten ???dem wir unsere unendliche Liebe geben wollten.Bin ich zu alt?? Fordere ich zu viel von mir ??
Vieleicht finde ich auf diesem Wege jemandem dem es ähnlich geht wie mir oder jemanden der mich etwas verstehen kann.
Micha

Susanne 34
02.10.2005, 14:25
Liebe Michaela,
erst einmal möchte ich dich in den Arm nehmen und ganz doll drücken.
Auch ich habe ein Kind in der Mitte der Schwangerschaft verloren und fühle mich leer und trostlos, obwohl ich noch 3 weitere Kinder habe.
Oft bekomme ich zu hören, ich soll doch dankbar sein, für die anderen Kinder und nach vorn sehen... Ich bin dankbar und nehme auch wieder voll am Leben teil, aber trotzdem ist etwas in mir gestorben, als ich unser Kind tod zur Welt bringen musste. Ich glaube, dass Menschen, die so einen Schmerz noch nie erlebt haben, es auch schwer nachvollziehen können.
Ich wünsche dir viel Kraft und vieleicht kannst du ja etwas Trost hier im Forum finden.
Susanne

Constance
02.10.2005, 18:13
Hallo Micha!

Ein trauriges Willkommen von mir. Es tut mir sehr leid, dass Deine kleine Maus gestorben ist. Fühle Dich hier in Deiner Trauer aufgefangen.
Deine Gefühle kann ich sehr verstehen. Auch ich wäre am liebsten sofort wieder schwanger geworden. Vielleicht um auch etwas den Schmerz zu betäuben.

Ich schicke Dir etwas Kraft, um Deinen Weg der Trauer gehen zu können.

Stille Grüße
Constance mit Thotti und Mika hier bei mir ,2** und Cedric für immer in unseren Herzen
Es gibt keine Worte für unseren Schmerz

In liebevollem Gedenken an unseren kleinen Sternenprinz Cedric
http://www.cedrics-seite.de.vu

micha39
03.10.2005, 22:03
Liebe Susanne und Constanze,
Danke möchte ich Euch heute für Eure lieben Worte sagen,
ein wenig Hilft es mir im Moment das es Menschen gibt die meine unendliche Trauer verstehen können und mich nicht mit "tröstenden" Worten versuchen aufzumuntern. Leider ist es so wie du geschrieben hast Susanne man erwartet von uns nach ein paar Wochen wieder "voll regeneriert" am Leben teilzunehmen.Doch gerade das fällt mir unsagbar schwer denn es ist nichts wie vorher...nur dunkle Wolken...
Liebe Grüße Micha

Angela-Maria
04.10.2005, 23:18
Hallo Michaela !
Ich bin heute zum ersten Mal angemeldet und habe zufällug diese Seite gefunden.
Ich sollt mich glaube ich kurz vorstellen.
Ich bin 25 Jahre alt (oder jung ?)und habe mein erstes Baby verloren.
Wir hatten anfang des Jahres erfahren, das ich mit meinem dahmaligen Hormonstatus nicht schwanger werden könnte.
Also habe ich angefangen Hormone zu nehmen und wurde nach kurzer Zeit schwanger.
Ich habe mein Baby am 16.09 geboren.
Ich war in der 23+4 SSW, als man uns sagte das unser kleiner Lars schwerstbehindert und zu 99 % nicht lebensfähig sei.
Die Entscheidung die wir nun zu treffen hatten, war die schwerste in meinem Leben. Die Schwangerschaft beenden oder fortführen ?
Nach langen Gesprächen in der Familie und mit Seelsorgern haben wir uns für eine beendigung entschieden, damit unser kleiner Prinz nicht leiden muss, wass er unweigerlich getan hätte.

Jetzt sind am Freitag 3 Wochen seid der Geburt vergangen, ich habe eine Therapie angefangen und versuche die Tage zu erleben.
Ich vermisse meinen kleinen Prinzen jeden Tag, aber ich glaube er oder auch dein kleines Mäuschen ist nur schon dorthin gegangen wo wir noch nicht hindürfen, weil wir hier auf Erden noch gebraucht werden.
Du und auch ich wir werden beide unsere Schätze wiedersehen, wenn unsere Zeit gekommen ist.

Wir können Sie nicht sehen, aber Sie sind in unseren Herzen und dort werden Sie immer sein.

Ich schicke Dir viele Liebe Grüße

Angela-Maria :)

micha39
04.10.2005, 23:27
Hallo Angela-Marie .
ich nehme dich einmal ganz lieb in den Arm und Danke dir für deine Worte. Wir werden unsere kleinen Mäuse NIE vergessen und unser Schmerz ist unvergänglich. Ich habe in den letzten Tagen wieder ein ganz großes Tief und vermisse meine kleine ganz fürchterlich.Und siherlich werden sie dort oben spielen und sich fragen warum wir so traurig sind ....;(
Liebe Grüße Micha

Angela-Maria
04.10.2005, 23:56
Die Umarmung gebe ich nur zu gerne zurück !!!!
Ich denk an Dich und wenn es wieder ein tief gibt (das habe ich seit 2 Tagen wieder) schau in den Himmel. Den dort oben lachen unsere Mäuse.
Ich drück Dich