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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Glaubt Ihr an Schicksal und Bestimmung?


Susanne1310
29.08.2005, 21:24
Hallo Ihr Lieben,

es ist mir ja fast peinlich, dass ich hier so viel tippe, aber mir schießen so hier und da mal komische Ideen in den Kopf.

Also meine Frage:
Glaubt Ihr an Schicksale?
Ich bin dabei daran zu glauben. Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass mein Schicksal vorbestimmt war.

Warum ich das glaube?
Nun, ich hatte die gesamte Schwangerschaft Bedenken, ob ich das mit gleich 2 Mäusen schaffen werde. Ich bin ja 70% des Jahres allein. Ich habe zwar Omas und Opas in petto, aber da gab es auch schon die ganze Schwangerschaft über Ärger. Die Einen waren der Meinung ich würde zukünftig zum Favorisieren tendieren. Die Anderen sagten schon böswillig: die zeigt uns die Kinder niemals. Die Retourkutsche dann waren Pläne über Besuche bei mir ohne mich zu fragen und und und.

Dann ist da noch die Sache mit meinem Traum gewesen: ich hatte immer den Traum gehabt, einmal mit meinem Mann zusammen auf einem seiner Schiffe um die Welt mitzufahren. Ich wußte, mit den beiden Kindern würde das die nächsten Jahre niemals klappen.

Nun ja, nicht zu vergessen, dass ich diesen Sommer noch 3 Diplomprüfungen schaffen musste und die Diplomarbeit zum schreiben. Und ich habe da so ein fürchterliches Streberego. Unter der Note 2 ist da nichts zu machen.

Als wenn das nicht reichen würde, es kommt noch hinzu, dass ich 33 Jahre nur für mich sorgen musste, lediglich meine Hunde teilen meine Aufmerksamkeit - das macht auch irgendwo egoistisch.

Und nun ... meine Kinder sind tot.

Und was ist passiert:
Die Omas und Opas haben zu knabbern und sind beschäftigt, sie sind gerade dabei zu lernen, dass man sich auch über helle Korinthen ärgern kann, wenn man will. Das Verhältnis ist durch dieses schroffe Ereignis besser geworden (vorübergehend zumindest).

Ich habe meinen Traum von der Weltreise verwirklichen können. Ich bin einmal um den Globus herum mitgefahren.

Ich habe meine Prüfungen bis auf eine, die noch aussteht, alle mit 1 gemacht.
Meine Diplomarbeit läuft super an und ich brauche mir keine Sorgen zu machen - das wird schon.

Könnte es sein, dass irgendetwas entschieden hatte:
Du bist noch nicht soweit?
Oder könnte es die Bedeutung der magischen 2 sein? Alles in meinem Leben dreht sich um die 2.
2 Hunde, 2 beste Freunde, 2 Hauptfächer, 2 Autos, 2 Dächer über den Kopf, alles was ich kaufe, kaufe ich doppelt - z.B. einen tollen Pulli, eine leckere Schokolade usw. usw. anstatt 1 Kind - Zwillinge = 2 Kinder, ich möchte behaupten (auch wenn ich es schon einmal anders getippt haben sollte) wir haben exakt 2 Jahre "Bauzeit" für die Kinder gebraucht - könnte es sein, dass ich eben 2 Anläufe fürs Mamawerden brauche?

Habt Ihr auch solche Gedanken?
Komisch, aber dieser Gedanke gibt mir einen gewissen Sinn und beruhigt mich schlichtweg.

*Kopfschüttel*

Liebe Grüsse
von Susanne

Constance
29.08.2005, 22:08
Liebe Susanne!

Ich möchte in dieser Beziehung nicht dran glauben. Es würde für mich bedeuten "Ich bin wegen meiner Zweifel schuld".

Auch ich habe in der Schwangerschaft mit Cedric sehr gezweifelt. Die Kinderplanung war eigentlich abgeschlossen. Mika hatte gerade seinen ersten Geburtstag gefeiert. Thotti war ja schon 7 Jahre alt.

Mika war sehr anstrengend. Ich hatte kaum Zeit zum Luftholen.
Und plötzlich war ich wieder schwanger.
Die ganze Zeit hatte ich Zweifel, ob ich denn das schaffte mit 3 Kindern, davon dann 2 Wickelkinder.
Heute hasse ich mich für meine Zweifel.

Eigentlich glaube ich an Bestimmung und Schicksal. Aber in diesem Falle( meine Zweifel) möchte ich nicht dran glauben.

Liebe Grüße
Constance mit Thotti und Mika hier bei mir ,2** und Cedric für immer in unseren Herzen
Es gibt keine Worte für unseren Schmerz

In liebevollem Gedenken an unseren kleinen Sternenprinz Cedric
http://www.cedrics-seite.de.vu

Gast
29.08.2005, 22:26
Hallo Susanne,

auch wenn ich Dein Gedankenwirrwarr verstehen kann.

Aber das hiesse dann ja, weil Du noch nicht so weit warst (um es mit Deinen Gedanken zu sagen) sind Deine Kinder wieder gegangen.

Und das glaube ich nicht, dagegen wehre ich mich.

Es hiesse dann ja, Du bist selbst schuld.

Sorry, aber das ist mir zu hart.

Es gibt leider keine Antwort auf das Warum, aber es gibt auch keinen Schuldigen!

Und ob alles einen Sinn hat?
Weiß nicht.
Für mich konnte ich noch keinen wirklichen Sinn im Tod meiner Kinder finden.
Und ich will sie einfach nur hier haben..fertig!
Trotzig, ich weiß, das auch oft noch nach 16 bzw.3 Jahren zu denken, aber so ist es.

Tja, und bei Dir...

Das Verhältnis zu den Großeltern ist durch den Tod DEINER Kinder besser geworden.
Du bist einmal um die Welt gereist.
Du hast alle Prüfungen toll bestanden.

Aber...ist denn all dies besser, als seine gesunden, lebenden Kinder bei sich zu haben?

Ich glaube, wohl kaum, oder?

Viele Grüße von

Gabi

simone finck
30.08.2005, 00:17
liebe susanne,

deine worte klingen so nach "schuldfrage" - und das kann ich dir definitiv sagen, schuld gibt es keine. schon gar nicht in bezug auf den tod unserer kinder.

schicksal klingt so nach "dann bist du selbst schuld, wenn dir das passiert". und dagegen wehre ich mich. du bist nicht schuld, selbst wenn du dir diese und jene gedanken gemacht hast. zweifel hattest oder aus -heutiger sicht- meinst, irgendetwas falsch geamcht zu haben.


was ich für mich sagen kann ist, dass ich heute den tod meiner kinder (ich kann und mag hier nur für mich selbst sprechen) so annehme als einen teil meines lebens.

ich hadere nicht mehr mit mir, das habe ich sehr lange getan (habe mir vor allen dingen versucht, schuld daran zu geben, weshalb die mäuse starben).

das heisst nicht, dass ich mir meine kinder nicht herbei wünsche, die sehnsucht bleibt, egal wie lange sie tod sind. der schmerz bleibt. doch die gefühle bekommen eine andere intensität.

schwer zu beschreiben. und ich denke, dass das kaum pauschal auszudrücken geht. das empfindet jede ganz anders.


jedenfalls werden wir nie genau erfahren, weshalb kinder gehen und kinder bleiben. wir können nur vertrauen darauf, dass das alles irgendeinen sinn hat, wenn uns dieser sinn auch oftmals so absurd vorkommt. Sinnlos und unbegreiflich.

alles alles liebe,

simone

Christine313
30.08.2005, 20:26
Hallo Zusammen,

was bitte hat den Schicksal mit "eigener Schuld" zu tun?

Ich glaube an das Schicksal.
Ich glaube das mein Weg vorbestimmt ist. Mein Leben ist bereits geschrieben und so wird es verlaufen.
Das Schicksal beginnt mit der Geburt, jeder Menge Zwischenstationen, und mit dem eigenen Tod.

Und das meine Tochter Annabelle sterben wird, stand ebenfalls auf der Liste.
Das heißt nie und nimmer das ich es für gut halte und es akzeptiere. Mir bleibt aber garnichts anderes übrig. Ich hätte sie um alles in der Welt auch lieber bei mir, als alles Geld der Welt; als den neuen Parkettboden oder der neuen Markise.
Ich denke nicht das es bei dem Schicksal um Gefühle geht.
Wie z.B. das ablehnen eines Kindes in der Schwangerschaft.
Es geht einfach nur um Fakten.
Es ging einfach nur darum das du/man ein Kind kriegst/bekommst.
Und es auch wieder gehen wird.
Welche Gefühle du dabei hast, kann das Schicksal dir nicht vorschreiben und hat auch garantiert keinen Einfluss auf den Verlauf.
Dafür hat ja jeder Mensch eine Persönlichkeit und denkt und fühlt anders.

Würde es heißen wenn eine Mutter ihr Kind heißungsvoll erwartet nach ganzen neun Monaten, das sie ein gesundes, fröhliches Kind gebärt?
Nein! Das wissen wir wohl alle.
Also macht euch bitte keine Vorwürfe!

So wie ich Susanne verstanden habe, wollte sie nur wissen ob ihr an das Schicksal glaubt und euch auch diverse Sachen im Leben aufgefallen sind.
Susanne sprach von der Zahl 2.

Bei mir ist es die 29 und die 9.
Ich weiß nicht ob sie schon immer Bedeutungen in meinem Leben hatten, aber seit Annabelle´s Geburt sind sie an meiner Seite, immer und immer wieder....

Liebe Grüße
Christine

Susanne1310
30.08.2005, 20:45
Liebe Constance,

ich hoffe ich habe da nicht etwas angesprochen, was andere Frauen eventuell verletzen könnte.

Ich kann deine Haltung verstehen. Und ich denke das es auch gut so für Dich ist.

Eigenartig, aber wir Frauen haben anscheinend sehr sehr unterschiedliche "Verdauungsarten". Wichtig ist jedoch das, was am Ende resultiert: hoffentlich ein einigermaßen besonnenes Leben.

Ich grüsse Dich
Susanne

Susanne1310
30.08.2005, 20:51
Hallo Gabi,

danke für deine Worte. Es ist auch einmal gut, seine Gedanken kritisiert zu bekommen.

Nein, stimmt, ich würde meine Kinder mehr alles alles auf dieser Welt gern bei mir haben. Wenn ich jetzt im Nachhinein so mir nichts dir nichts alles damit abtun würde, mir die Schuld zuzuschreiben, dann frage ich mich: Wieso habe ich das Haus mit derartiger Akrebie kindertauglich hergerichtet? Wieso habe ich mit Lust und Freude die ganzen Babyutensilien zusammen getragen?

Ich glaube, ich bin noch immer auf der Suche nach dem Warum. Und der Zwischenstand ist dieses angesprochene Gefühl.

Oooooch Mensch, ist die Welt kompliziert.
Weshalb existiert eigentlich eine so derartige Ungerechtigkeit auf diesem Planeten?

Ich grüße Dich
Susanne

Susanne1310
30.08.2005, 20:58
Liebe Simone,

ich muss auch Dir Recht geben.
Es klingt schon nach Selbstschuld, wenn man nach Schicksal und Bestimmung langt.

Aber um ehrlich zu sein, ich denke hierbei nicht im Traum daran, mir damit auch Schuld zuzuweisen.

Das ist mit den Worten und Verbalisieren immer so ein Problem.
Ich wollte eigentlich sagen:
Vielleicht gibt es sowas wie eine imaginäre Kraft, welche unsere Lebenswege vorbestimmt. Oh weh, das klingt ja auch so blöd!!
Also nicht wir machen das Schicksal, sondern es ist so.

Ähm, nun ja, ich weiß auch nicht.
Fazit: Deine Einstellung gefällt mir:
Annehmen der Situation, damit Leben und mit Liebe an die verlorenen Kinder denken und den Wunsch zulassen, sie bei sich haben zu können.

Uff, war das ein schweres Posting.

Danke Dir
Liebe Grüsse
Susanne

Susanne1310
30.08.2005, 21:12
Hurraaaaaa Du hast mich verstanden....

Grüsse Dich,

ich möchte nicht, dass es hier zu irgendeinem Knatsch kommt.
Ich finde die Ausführungen der anderen Frauen auch ganz interessant. Wenn man nämlich annimmt, dass man selbst das Schicksal bestimmt, dann haben alle vor Dir Recht. Dann bestimmt mein Handeln wirklich mein Schicksal.

Aber eigentlich meinte ich es tatsächlich so wie Du.
Ich muss gestehen, ich glaube nicht an Gott oder irgendson Hokuspokus des Lebens. Aber, und das habe ich wohl meinen Vorfahren zu verdanken (die aus einem Kulturkreis kommen, vor welchen viele Menschen Angst haben), ich habe ein gewisses Gespür für das Neben dem Leben existierende (das klingt jetzt aber wirklich bescheuert!)

Ein Beispiel:
Meine Oma wusste exakt 2 Tage zuvor, wer, wann und aus welchem Grund er zu ihr kommt. So erlebte ich es regelmäßig, dass ich bei meinen Besuchen immer mein Lieblingsessen auf dem Tisch hatte. Das hat so ein ganz klein wenig mit meiner Sache zu tun, wenn ich an die Zahl 2 denke. Es war manchmal so, als wenn es eben so sein musste: es war klar, dass ich zu Ihr kommen würde - wie ein Gesetz und das ist für mich Bestimmung/Schicksal.
Ich habe das geerbt. Ich schreibe hier besser nicht weiter, weil dann fliege ich hier achtkantig raus. Es gibt Themen, die sollte man besser ruhen lassen.
Aber um beim Thema zu bleiben:
Ich habe das Pendeln von meinen Vorahnen erlernt. Und das Pendel sagt eindeutig: nach den beiden Schnecken kommt noch ein Junge und ein Mädchen. Da schließt sich der Kreis und ich würde wieder bei meiner magischen 2 landen. Was ein Pendel leider nicht sagen kann: wirds ein Erfolg oder nicht....

Wenn das zuviel war, dann irgnoriere dieses Posting einfach.
Aber ich denke wir liegen so ein wenig auf der gleichen "Wellenlänge".

Liebe Grüsse
Susanne

Constance
30.08.2005, 22:43
Liebe Susanne!

Find ich ja interessant, die Sache mit dem Gespür. Leider habe ich es damit nicht so. Bin ja direkt neidisch ;-)

Jetzt habe ich verstanden, was Du meinst. Dein Posting kam bei mir anders an.

Ich habe sowas gar nicht, wie sich wiederholende Zahlen, zumindest ist es mir nicht bewußt.
Was aber ist, dass es in unserer Familiengeschichte schon vor Cedi vorgekommen ist, dass Kinder sterben. Nicht alle im Bauch, wie mein Cedi. Meine Großtante starb zum Beispiel mit 4 Jahren durch Brandverletzungen. Aber komisch finde ich es schon.
Hmmmm..... ob es vielleicht auch Bestimmung oder Schicksal ist, dass es in unserer Familie in jeder Generation einen trifft????

Liebe Grüße
Constance mit Thotti und Mika hier bei mir ,2** und Cedric für immer in unseren Herzen
Es gibt keine Worte für unseren Schmerz

In liebevollem Gedenken an unseren kleinen Sternenprinz Cedric
http://www.cedrics-seite.de.vu

Christine313
30.08.2005, 22:57
Hallo Constance,

hoffe du hast nichts dagegen das ich mich dazwischen pfusche.

Meine persönliche Meinung dazu ist, das es nicht familienbezogen ist.
Es geht sich bestimmt nur um jedes einzelne Schicksal.
So wie jeder Mensch eine eigene Persönlichkeit ist.

Vor vier Jahren starb unsere Nichte (Bruder meines Mannes), und wir dachten damals das dies nie wieder in unserer Familie passieren wird.
Aber wir lagen falsch.
Auch uns hat es getroffen; und wir brüllten heraus, das es doch nicht sein könnte. Wie kann sowas zweimal in einer Familie passieren?

Trotzdem denke ich das jeder sein eigenes Schicksal lebt.
Dies ist natürlich nur meine eigene Meinung.

Liebe Grüße an dich
Christine

simone finck
30.08.2005, 23:59
liebe susanne,

ggf. habe ich dein posting nicht richtig verstanden, bei mir kam es so rüber, dass du auch nach einer antwort bezüglich der schuld suchst.

das kommt nämlich häufiger vor, dass schicksalsfrage mit schuldfrage einher geht.

doch umso erfreulicher ist es doch, wenn viele von uns das anders sehen, oder?

dein posting war durchaus wichtig, nur weil es konträre meinungen gibt, sollte uns das nicht schweigen lassen.



ich beschäftige mich intensiv mit feng shui und mit numerologie, d.h. die sache mit den zahlen und dem schicksal ist mir sehr nahe.

nach dem tod meiner kinder war mir das manchmal sehr nahe, manchmal allzu sehr. ich suchte fanatisch nach gründen und schicksalshaften zahlen und zeichen.

das war nicht gesund, sondern trieb mich fanatisch in die enge.


heute weiss ich, dass natürlich auch meine zahlen, meine fliegenden sterne und so weiter und so fort ein geeigneter nährboden für mein schicksal in bezug auf den tod meiner kinder war.


doch das hilft mir - auch heute noch - umso mehr, das schicksal und diesen unfassbaren tod meiner kinder zu akzeptieren, anzunehmen als einen teil meines lebens.


all diese dinge, numerologie, ruten oder pendeln, können geeignete hilfsmittel auf unserem weg sein. doch sollten wir das alles immer mit einer gesunden portion lockerheit sehen. alles fanatische engt ein und ist nicht gesund.


dir alles liebe - und wie gesagt, dein posting war durchaus angebracht!


liebe grüsse,
simone

simone finck
31.08.2005, 00:07
liebe susanne, eigentlich wollte ich dir ja noch kurz zu deinen worten antworten:

>Ich wollte eigentlich sagen:
>Vielleicht gibt es sowas wie eine imaginäre Kraft, welche
>unsere Lebenswege vorbestimmt. Oh weh, das klingt ja auch so
>blöd!!
>Also nicht wir machen das Schicksal, sondern es ist so.
>


ich denke, dass der grobe rahmen des lebensweges vorgegeben ist, wir bei einigen erfahrungen keine wahl haben und bei anderen erfahrungen wählen können bzw. einen anderen weg einschlagen können.

meine kinder, die gestorben sind, haben mich auf den weg gebracht, den ich jetzt begehe. ich wäre nicht auf diesem meinem Weg, wenn ich nicht diese leidvollen erfahrungen hätte machen müssen.

"gehe und vertraue", so hieß es in einem Posting von Biggi. und das versuche ich zu leben. in dem bewußtsein, dass alles seinen sinn hat. so schwer er auch zu verstehen ist.


liebe grüsse,
simone

Susanne1310
31.08.2005, 18:49
Hallo Simone,

ich denke auch so wie Du, dass Frau sehr vorsichtig mit derartigen Dingen umgehen sollte, weil es sonst, so wie Du es geschildert hast, ganz schnell zu Problemen führen kann.

Ich stellte diese Frage auch, um andere Meinungen hierzu zu hören. Manchmal ist man ja Gefangene in seiner kleinen, eigenen Welt und merkt dann irgendwann gar nicht mehr, dass dann ein kritischer Punkt überschritten wurde.

Also ich will damit nur sagen, dass es mir sehr wichtig ist andere Meinungen, egal ob gut oder für mich negativ, zu lesen. Das tut mir gut und bekanntlich:
"...Kann man alt und grau werden wie ne Kuh und trotzdem lernt man immernoch dazu..."

:-)


Liebe Grüsse
von Susanne

ElkeL
02.09.2005, 00:10
Liebe Susanne,

also es ist wohl nicht so einfach, auf dein posting zu antworten, weil ich mir auch nicht ganz sicher bin, ob ich es überhaupt verstanden habe?

Aber ich versuche mal meine GEdanken niederzuschreiben:

Nun, als Anna starb, war ich mir sicher, dass "es" so sein sollte. Das war einfach ihr Weg, den sie sich ausgesucht hatte und den sie gehen musste. Und ich habe diese Erfahrung (ihren Tod) aus irgendwelchen (mir noch unerklärbaren) Gründen für mein persönliches Weiterkommen gebraucht. So sah ich es damals. Ich habe ihren Tod sofort angenommen und ich weiß nicht warum und weshalb, da haben sich rießige und unerahnte Kräfte in mir aufgetan dieses Schicksal anzunehmen. (obwohl ich sonst eher ein labiler Typ bin/war)

Auf der anderen Seite frage ich mich, ob ich es nicht schon die ganze Zeit, tief in mir drin gewusst habe? Es fing damit an, dass ich schon zu einem eigentlich unmöglichen Zeitpunkt schwanger wurde. Dann hatte ich von Anfang an körperliche Probleme (starke Übelkeit, ständige Unterleibsschmerzen, vorzeitige Wehen.... usw. usw.) Zusätzlich plagten mich sooooo große Angstgefühle, dem 2. Kind nicht gewachsen zu sein und das alles nicht schaffen zu können. (Genaueres aufzuführen würde jetzt zu lange dauern) Das Thema "Tod" kam mir so oft in der Schwangerschaft in den Sinn, viele Aussagen von Bekannten und selbst von mir über eine weitere, 3. Schwangerschaft wurden gemacht (obwohl mir immer klar war, dass ich definitiv nur 2 Kinder haben möchte)und auch gegen Ende der Schwangerschaft war ich nicht mehr die gleiche... ein absolutes Harmoniebedürfnis machte sich in mir breit, ich konnte kein lautes Wort, keinen Streit und nichts derartiges verkraften (alles noch milde ausgedrückt). So, als ob ich wüßte, das ich für die kommende Zeit noch genügend Kraft brauchte. Auch viel es mir schwer einen "Draht" zu ihr aufzubauen, es kam mir vor, als ob sie "nicht richtig da wäre" (Schwierig zu beschreiben) Oder ging das auch nur unbewußt von mir aus? Weil mich unbewußt nicht an sie binden wollte?

Als dann der Satz kam "das Herz schlägt nicht mehr" war es wie ein Schlag ins Gesicht... denn obwohl diese ganze Schwangerschaft soo schwierig war und ich nicht wußte, wie ich das alles schaffen sollte, war Anna dennoch geliebt und willkommen - von Anfang an.

Eigentlich denke ich, dass alles vorherbestimmt war. Doch manchmal habe ich auch angst, alles durch meine mangelnde Stärke hervorgerufen zu haben. Ich hatte nicht ein Fünkchen Kraft während der Schwangerschaft, negative GEdanken überschatteten ständig meinen damaligen Alltag. Manchmal frage ich mich, ob Anna das alles zuviel wurde und sie meinen Streß nicht ausgehalten hat, und deshalb starb. Dann habe ich ein schrecklich schlechtes GEwissen und fühle mich so schuldig... Ich versuche keine Antworten mehr zu finden, denn es gibt sie wahrscheinlich nicht, nicht hier....

Das mit den Zahlen sehe ich nicht ganz so eng, aber viele wichtige Ereignisse fielen bei mir auf den 10. Tag im Monat. (und irgendwie fühle ich mich mit dieser Zahl sehr verbunden - hört sich auch komisch an)

Wohl etwas lang geworden - liest noch jemand mit?

Wahrscheinlich war das nun ein posting, das die Welt nicht braucht, aber es hat mir gut getan, das alles niederzuschreiben.

So, dann viele Grüße

maxundjan
02.09.2005, 12:00
Hallo Susanne,

ich weiß nicht, ob es Schicksal heißt. Ich glaube aber, das alles im Leben vorbestimmt ist. Ob das hilft bei der Verarbeitung vieler Sachen weiß ich noch nicht.:-(

Meine Alina hat ja eine Zwillingsschwester die leider nicht leben durfte, ABER mein Zwerg hat die Kraft von ihrer Schwester übernommen, sie kam im Sternzeichen Zwilling. Das heißt für mich sie will auch ein Zwilling sein, egal wie :-)
Bei der Obduktion (Sch... Wort) hat man festgestellt, das Franziska Fehlstellungen der Füße hatte, was wäre vielleicht noch alles gekommen?
Mit zwei kranken bzw. behinderten Kindern hätten mein Mann und ich das sicher nicht geschafft, auf jeden Fall nicht so gut wie jetzt.

Vielleicht war es auch Bestimmung, das mein Max so schwer krank ist und ich mich auch bald von ihm verabschieden muß?!

Als kleines Mädchen wollte ich immer zuerst einen Jungen und dann ein Mädchen haben.
Wenn auch mein Max nicht mehr ist, dann ist es so gekommen.

Das hört sich bestimmt blöd an, aber ich beschäftige mich mit dem Thema schon sehr sehr lange.Außerdem glaube ich, das es irgendjemanden da oben gibt, der auf uns aufpasst und der uns nur das zu tragen gibt, was wir auch tragen können.

Manchmal passieren Dinge, die wir erst viel später verstehen!

Alles Liebe,

Sandra

Susanne1310
02.09.2005, 18:19
Liebe Elke,

es scheint so, als wenn Du mein Posting recht gut verstanden hast. Denn deine Worte treffen fast auf meine Gedanken zu, bis auf den Punkt, dass ich mich eigentlich nicht als "schuldig" angesehen habe und es auch nach wie vor nicht so sehe.

Allerdings fragte auch ich mich, ob ich es nicht schon geahnt hatte und und und.
Das Wichtigste, was Du erwähnst, trifft auch für mich zu. Ich habe das Gefühl an dieser Situation enorm gewachsen zu sein, sehr viel Energie dazu bekommen zu haben und für mich unglaubliches zu leisten. Aber dies könnte ein anderer auch interpretieren als: Kummer in Arbeit ersaufen.

Es ist schwierig...

Liebe Grüsse
von Susanne

Susanne1310
02.09.2005, 18:25
Hallo Sandra,

dein Posting macht mich gerade sehr traurig.
Glaubst Du wirklich, dass dein Max vielleicht auch gehen muss? Das kann ich nicht fassen. Würde Dich gern einmal drücken*

Nun, aber wenn es ein Schicksal gibt, dann sollte es etwas besser auf die Menschheit verteilt werden. Nicht das einige alles abbekommen und andere wieder nicht.

Bei all meinen Gedanken um Schicksal und Fügung etc. jedoch muss ich gestehen, ich glaube nicht an einen Irgendwer irgendwo da oben. Auch wenn ich mich manchmal dabei ertappe ein "Stossgebet" gen Himmel zu richten. Aber vielleicht ist da etwas anderes - wer weiß.

Liebe Grüsse
von Susanne

Josefin
02.09.2005, 19:39
Hallo,



Ich glaube schon etwas an Bestimmung oder Schicksal. ABER!! Ich glaube fest daran, das ICH etwas verändern kann und damit würde ich also meine "Bestimmung" verändern.??!!


...herjeh, ist das verwirrt.

Ich will ganz kurz von mir berichten.

Ich habe einen 8jährigen Sohn. NIe habe ich mir wärend der SS Gedanken gemacht, ob mit ihm was nicht stimmen könnte.
Wie mein Leben mit ihm aussehen wird.- Ich war damals gerade erst 19-

Als er dann auf der Welt war, war er mir schon immer sehr sehr nah. Er war für mich selbstverständlich.
Für mich war auch klar, das ich keine kinder merh möchte.
Jasper ist ein sehr anspruchsvolles Kind, eins reicht emir völlig.

Aber dann "überredete" mich Markus (mein GÖGA) doch noch zu einem weitern Kind.
Von Beginn der SS hatte ich Angst. Ich hatte ein schlechtes Gefühl, die ganze Zeit.
Ich war ganz oft bei meiner FA, die irgendwann zu mir sagte: Dies ist eine FA PRaxis und nicht ihr Wohnzimmer.

Für mich war mit diesem Tag klar, das ich zu weit gegangen bin, mit meinem Gefühl, das etwas nicht stimmt.
Doch dieses Gefühl wurde immer schlimmer.
Eines Nachts träumte ich von der Geburt. In einer Ecke war ein Kindergesicht. Es leuchtete hell um das Baby. Es winkte mir zu und verschwand dann.
3 Tage später bekam ich Blutungen. Ich ging ins KKH und mein kleiner Sohn war Tod.
Erst wenige Tage vorher konnten wir uns auf einen Namen einigen.
*Jul* es bedeutet: Jenseits des Horizonts. ~ZUFALL? BESTIMMUNG?~

Hinterher stellte sich herraus, das meine FA viele Fehler gemacht hat. Aber auch, das ich mehrere Gendefekte habe.

Sehr schnell war für mich klar, ich möchte sofort wieder schwanger werden, was auch glücklicher weise geklappt hat.:-)
Doch erst jetzt fand man auf mein Drängen hin heraus, das ich mehrere kleine Gen Defekte habe. Zwar alles nicht schlimm, ich mußte nur Heparin spritzen.

~wenn ich eher schanger geworden wäre, hätte man diesen Defekt nie erkannt, da die Diagnostik erst seit kurzem so weit ist, diesen Fehler zu finden. Bestimmung?~

Aber ich weigere mich an diese Bestimmung zu glauben, die besagt, das alles Vorherbestimmt ist und man kann es nicht ändern.
..und dann, wenn ich nicht darauf gedrängt hätte, untersucht zu werden, dann hätte meine kleine Tochter wahrscheinlich keine Überlebenschance gehabt.

Oft Frage ich mich, ob es Bestimmung war. Gibt es ein Schicksal? Sind einige Sachen vorherbestimmt? DAs würde Bedeuten, das mein Jul zum sterben "verurteilt" gewesen ist....und das glaube ich nicht.

Ich bin so wahnsinnig dankbar, das ich ihn erleben durft, auch wenn er auf dieser Welt nicht leben durft.
Wahnsinnig viel habe ich gelernt. Mein Leben ist ganz anders geworden.
Ich bin sehr viel tiefgründiger geworden, das "LEBEN" hat sich für mich komplett verändert.
Und etwas sehr wichtiges habe ich gelernt:
Jede Mutter hat einen ganz besonderen Draht zu ihren Kindern. Auch zu ihrem Ungeborenen. Es ist die Mutter-Liebe. Und die sagt dir viel. Man muß sie nur hören.

...achso, zu meiner Geschichte gehört auch, das ich nach einer sehr sehr schweren Schwangerschaft seit dem 7.März 2005 meine kleine Salome-Ayoka im Arm halten darf.:D

Und da fällt mir auf, das wenn ich sie anschaue, dann ist sie so klein, unschuldig, rein,....nein, dann glaube ich einfach nicht, das es eine Bestimmung gibt. Aber LEBEN!!! Mit allen Höhen und Tiefen, mit deiner eigenen Lebensgeschichte. :-)

.....jetzt ist es aber doch sehr lang und verwirrend geworden.


Liebe Grüße
Josefin

maxundjan
02.09.2005, 21:24
Hi Susanne,

das Max vor mir gehen wird weiß ich leider nur zu genau.
Er ist schwerstbehindert und niemand mit dieser Krankheit ist bis jetzt so "alt" geworden wie er. Diese Krankheit ist sehr, sehr selten und man kann uns keine genaue Prognose geben.
Ich lebe also seit 10 Jahren mit der Angst morgens in sein Zimmer zu kommen und ihn nicht mehr lebend zu sehen.
Diese Angst ist mal mehr und mal weniger stark.
Im februar diesen Jahres hatte er im KKH schon zwei Kreislaufzusammenbrüche, wo ich gesagt habe, das sie ihn doch endlich gehen lassen sollen. so verzweifelt war ich schon. Aber so "einfach" geht das wohl nicht. Heute sage ich natürlich Gott sei Dank.
Ich habe aber so große Angst davor, wenn es denn wirklich passiert. Einen kleinen "Vorgeschmack" habe ich ja damals bekommen.

Aber ich will dich nicht traurig machen! Das Leben ist für jeden von uns schon ernst genug!!!:)

Ich wünsch dir ein schönes Wochenende,

Sandra

DreaG
04.09.2005, 15:08
mein erster Beitrag und die Frage die mich am meisten beschäftigt


wo fange ich nun an?
Schicksal... ist es Schicksal wenn ich das Gefühl habe dass mein Kind mich "zwingt" mich weiter zu entwickeln, dass ich das Gefühl habe, es hat sich entschlossen so weit mit mir zu gehen bis ich weitergehen kann/muss?


Seltsame Unterschiede:
ich habe schon 2 große Kinder (10 und 8) und zu beiden hatte ich die ganze Schwangerschaft einen festen Bezug eine Beziehung. Ich wußte, was es wird, war mir sicher und hab mich nie geirrt.
In dieser Schwangerschaft fehlte lange diese Beziehung, was es gab war eine unbestimmte Angst und ich konnte mich nie mit dem Kind sehen, hatte kein Gefühl dafür obs es ein Mädchen oder Junge wird...bis
ja bis das "Schicksal" seinen Lauf nahm. Alles fing damit an, das meine unbestimmte Angst irgendwann die form annahm" da stimmt was nicht" und ich hatte recht. Meine Kleine hatte sich mit Ringelröteln angesteckt, scheusslich miese HBwerte und wasser im Körper.
Komischerweise baute ich ab dem Moment einen Bezug auf, entwickelte ein fast hellseherisches Gefühl für dieses Kind und wie es ihm ging und wußte mit absoluter Sicherheit es wird ein Mädchen.
So war ich auf mein Drängeln auch via Ultraschall dabei als das Herz meiner Tochter aufgab, obwohl es ihr eine Stunde vorne dran eigentlich laut Befund unheimlich gut ging...

Schicksal>Hilfe oder eine Horde unglaublicher Zufälle?
ich wollte kein Kind mehr, der Vater wollte nie Kinder. Wir wohnen 200km von einander entfernt und meine Kinder leben hier bei mir, mit der Gelegenheit jederzeit zum Papa zu gehen.
Eine Beziehung auf Distanz... nur ja dem andren nicht "zu nahe" kommen.
Dann der Schock "schwanger" und zu meinem Erstaunen, die Reaktion von meinem Freund " das schaffen wir" und plötzlich war die Distanz so nicht mehr möglich.
Wir mussten überlegen, was machen wir. Ziehen wir zusammen, ziehen wir in die Nähe oder lassen wirs so.
Ich merkte was ich die ganze Zeit unterdrückt hatte... ich würde gerne näher zu meinem Freund... es muss ja nicht zusammen ziehen sein, aber in der gleichen stadt wohnen wäre schon schön.
Mein Job machte mir schon lange keinen Spass mehr, aber irgendwie konnte ich mich nie aufraffen was neues zu tun. Ein Kind hätte mir 3 Jahre Testzeit gegeben, in einer andren Stadt.

Was ich auch so merkwürdig finde, meine Tochter hat gekämpft, bis zu dem Tag als mein Freund der beruflich 200km weit weg festhing endlich die Möglichkeit hatte 2 Wochen Urlaub zu machen.
An dem Morgen als er herkommen wollte, hats dann "aufgegeben".
Es tut scheusslich weh und da das ganze erst 3 Tage her ist, weiss ich auch noch gar nicht wo der Kopf steht.. aber die Beziehung auf Distanz war in der Situation nicht zu halten.
Ich "musste" meinen Freund an mich ranlassen und er tat ( wenn auch weniger weit) das selbe.
Ich kann auch nicht mehr einfach wieder zum Alltag zurück. Eigentlich gibt es keinen Grund mehr, wegzuziehen, eigentlich könnte ich auch auf der Arbeit da weitermachen wo ich aufgehört habe .Eigentlich.. ich kann es aber nicht.
Wenns nach mir ginge (momentan) würde ich mit meinem Arbeitgeber reden ob er mir kündigt, da ich nur 30 Stunden arbeite bekäme ich keinstenfalls viel weniger Geld, und würde auch immer noch den Umzug wagen. Ich möchte nicht mehr zurück, keine Beziehung auf Distanz mehr führen und auch keinen Job mehr machen zu dem ich mich seit über 1nem Jahr jeden Tag hinschleppe....

Ist das nun Schicksal, ein Stupser des Schicksals oder einfach nur das Klammern an das evtl positive an einer wirklich scheusslichen Situation, die bis vor 2 Wochen in meinem Kopf, eigentlich nur andren passiert...

noch etwas merkwürdiges...in der Nacht eh meine Tochter starb träumte ich, ein Mann (leuchtender als Menschen) würde mich wecken ( irgendwie war das realistischer als Träume) und er sagte nur " ich kann deiner Tochter nicht länger helfen, du musst sie gehen lassen"
Dann verschwand er.

Verarbeitete mein Körper da einfach nur die Reglosigkeit in mir zu einem Traum... ?

Ich weiss es nicht... momentan bin ich auch noch sehr konfus, hab angst hier nur auf Leute zu treffen, die ewig trauern wollen und auch stecken zu bleiben.
Versteht mich nicht falsch ich mag meine Tochter nicht verdrängen, aber ich seh halt auch "schöne" Momente. Zb der Anblick meiner Tochter, die so gar nicht abgekämpft aussah, sondern friedlich... die Nähe zu meinem Freund.. die ich nie haben wollte und die nun so gut tut.

Die chance (wobei ich nicht mal weiss ob mein Freund das mitmacht" auf einen Neuanfang...

Ich habe das Gefühl einen kleinen Helfer gehabt zu haben... der mich ein bischen gestupst hat in eine Richtung in die ich alleine nicht gegangen wäre... wenn das Schicksals ist JA dann glaube ich an Schicksal


Drea ( mit einem sicher sehr verwirrenden Beitrag)

Susanne1310
04.09.2005, 20:22
Hallo,

so verwirrend war dein posting gar nicht. Vieles in deinen Worten lässt auch mich aufhören, denn so komisch sich Worte manchmal auch lesen, so viel Hintergrund steckt in ihnen.

Ich glaube nicht, dass es hier viele Frauen gibt, die nur trauern wollen. Selbst wenn es so ist, so muss Frau sich hiermit ja nicht identifizieren. So wie ich es auch tue.

Mein allererster Kontakt mit einem Forum war so ein reines Trauerforum. Es ist sehr wichtig, dass es auch so etwas gibt, aber es hat mich dazu bewogen ein anderes zu suchen. So bin ich hier gelandet. Es ist hier wirklich möglich ohne Beanstandung seine Gedanken nierderzutippen, ohne dass Frau gleich zerfetzt wird. Das tut echt gut. Schau Dir mal die Überschrift dieses Themas an, es ist in den Augen etlicher Frauen ein unmögliches Ding, aber es wird akzeptiert.
:)

Und so akzeptiere ich auch deine Gedanken. Denn so wie Du denke ich auch. Ich möchte meine Mädels niemals vergessen (was sowieso nicht geht), ich trauere auch heute noch darüber, dass ich sie nie lebendig erleben durfte, träume davon wie es gewesen wäre Mutti zu sein und ärgere mich über jeden TV Beitrag, in welchen angehenden Müttern alles geboten wird, nur weil mal eben eine Kamera läuft. Und trotz dessen will ich an dieser Situation nur wachsen und das Gute für mich heraus ziehen.

Deshalb, lass dein Posting nicht zur Eintagfliege werden.
Tippe hier ab und zu ein neues Thema rein, es hilft Dir etwas deine Ziele zu erreichen.

Liebe Grüsse
von Susanne

Susanne1310
04.09.2005, 20:29
Hallo Josephin,

es ist gut zu lesen, dass es einige Frauen auch wirklich schaffen sich durchzusetzen und ihre Wünsche somit verwirklichen. Ich meine damit den Druck, den Du auf die Ärzte ausgeübt hast. Leider war mir dieses Glück trotz Beharrlichkeit nicht zuteil geworden - Ergebnis, ich bin hier in diesem Forum gelandet.

Aber ich denke gelernt zu haben und beim nächsten Nachwuchsgeschehen werde ich wohl zur rasenden Molli, um soetwas nie mehr erleben zu müssen. Nun ja, aber bis dahin muss der Nachwuchs allerdings von der Natur gewollt sein...warten wirs ab. Da wären wir dann wieder beim vermeintlichen Schicksal, denn das kann ich leider wirklich nicht so richtig beeinflussen. GRINS.

Liebe Grüsse
Susanne