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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Arbeiten?? Das kann ich nicht!!


Sabrina
17.07.2005, 13:26
Hallo,

Danke für die lieben Antworten zu unserer Geschichte.

Ich stehe echt vor einem Konflikt. Ich weiß nicht, ob ich in 2 Wochen wieder arbeiten gehen kann. Konzentrieren geht nicht und dann ist da noch diese Konfrontation mit allen Arbeitskollegen, die natürlich wissen wollen, wie es mir geht. Aber helfen kann mir doch sowieso keiner!!

Wie habt Ihr das durchgestanden? Wie lange habt Ihr Euch krank schreiben lassen?

Jessica_AminaSophie
17.07.2005, 15:01
Liebe Sabrina,

diese Frage hatte ich mir auch immer gestellt. Meine Vorgesetzte sagte mir: "Lass Dir Zeit, Du wirst merken, wenn es wieder Zeit ist. Dir wird die Decke auf den Kopf fallen".

Ich habe es nicht gemerkt; meine Gefühle waren so durcheinander. Ich bin dann nach 6 Wochen wieder zur Arbeit gegangen, weil ich dachte es wäre wohl wieder an der Zeit. Ich arbeitete mit über 70 Mädels zusammen und hatte auch furchtbare Angst wieder zur Arbeit zu gehen. Ich hatte Angst vor ihren traurigen Blicken. Ich habe meine Vorgesetzte gebeten den anderen auszurichten, dass sie mich bitte nicht fragen sollen, dass ich Zeit bräuchte.
Als ich dann zur Arbeit gegangen bin hat mein Schatz zu mir gesagt: "Versuche so "normal" zu sein wie Du kannst, dann werden die anderen auch so sein. Wenn Du Abstand nimmst, werden sie es auch tun". Das stimmte auch.
Mir wurde dann gesagt, dass die anderen genau solche Angst hatten, wie ich. Meine Arbeitskollegen waren so lieb und haben mir Zeit gelassen. Wenn ich dann angefangen habe zu sprechen z. B. habe ich gesagt: "Ist irgendwie komisch oder?.... ich hatte ganz schön Angst zur Arbeit zu kommen". Dann waren sie immer so erleichtert und haben gesagt "Oh Jessi, ich bin so froh, dass Du das sagt, mir ging es auch so!"

Tja, um ehrlich zu sein, bin ich viel zu früh zur Arbeit gegangen. Für MICH war es zu früh. Ich bin überhaupt nicht mehr mit der Arbeit klar gekommen. Ich habe es 5 1/2 Monate probiert und mir ging es seelisch immer schlechter. Ich bin irgendwie richtig "eingegangen". Ich habe dann um eine Kündigung gebeten. Viele waren schockiert. Aber mein Arbeitgeber ist mir sehr entgegengekommen und ich könnte dort sogar wieder anfangen.

Ich habe mir Zeit für mich genommen um alles zu verarbeiten. Das war für mich das beste was ich machen konnte. Nach 3 Monaten ist mir dann wirklich die Decke auf den Kopf gefallen und ich habe mir dann eine andere Arbeit gesucht. Ich habe diese Entscheidung nie bereut.

Jeder geht anders damit um, einige brauchen die Arbeit, andere brauchen mehr Zeit für sich.

Liebe Sabrina, höre auf Dein Herz und nehme Dir die Zeit die DU brauchst. Du wirst Deinen Weg finden!

Herzliche Grüße
Jessica mit Amina Sophie, ein Herz und eine Seele; für immer!

Denise und Sven
17.07.2005, 15:30
[align="justify"]
Liebe Sabrina,

zuerst einmal ein herzliches Willkommen von mir an dieser Stelle, auch wenn der Anlass noch so traurig ist. Es tut mir sehr leid das du deine Zwillinge nicht bei dir hast ... :-(

Nun zu deiner Frage:
Also ich glaube ganz ehrlich das Arbeit noch ein wenig zu früh für dich ist. Lass dich bitte noch ein wenig krank schreiben. Ich meine was sind 3 Wochen nach dem Verlust der Kinder? Du hast dich ja noch nicht einmal von dem Schock erholt, nun solltest du dringend erst noch mit der Trauerarbeit beginnen und die fängt noch nicht nach 3 Wochen an.

Man sollte nicht zu lange zu Hause bleiben, denn sonst versinkt man in einem Loch, aber 3 Wochen sind wirklich viel zu früh meiner Meinung nach. Ich weiss viele müssen einfach, aber wie es ihnen dabei geht, das sieht niemand. Lass dich noch ein wenig krank schreiben, jeder Arzt müsste dafür Verständnis haben - beginne dann in dieser Zeit mit der Trauerbewältigung, denn bis der Alltag einkehrt, das dauert noch ein Weilchen für deine Seele, auch wenn man ihn motorisch ja leider immer weiterleben muss, auch wenn man garnicht die Kraft dazu hat. Und aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen: Verdrängen hilft rein garnichts und das muss man wenn man im normalen Arbeitsalltag mithalten will ...

Ich wünsche dir ganz viel kraft ...

[/align="justify"]
Liebe Grüße
Denise

[i][b]*** Ohne Tränen hat die Seele keinen Regenbogen ... ***

kathrin79
17.07.2005, 22:33
Hallo Sabrina!

Das ist eine schwierige Situation. Jeder geht da anders dran.

Ich bin nach 2 Monaten „Mutterschutz“ wieder arbeiten gegangen, obwohl mir 18 Wochen zugestanden hätten. Aber nach 8 Wochen fühlte ich mich so weit, wieder arbeiten gehen zu können.
Ich hatte riesige Angst. Wie reagieren die Kolleginnen, die Patienten, wie reagiere ich??????
Es war ein komisches Gefühl wieder in alten Räumlichkeiten zu gehen und so weiter zu machen als wäre nix geschehen.
Aber als ich da war, war es gar nicht so schlimm. Mit einigen Patienten/ Kolleginnen habe ich über Kiara gesprochen, habe mit ihnen zusammen geweint oder aber gar nicht oder erst Wochen später darüber gesprochen.
Vieles ging über das Bauchgefühl. Wenn ich merkte ich habe das Bedürfnis gehabt über Kiara zu erzählen habe ich es getan, wenn nicht, dann nicht. Und Umgedreht, wenn ich merkte mein Gegenüber lag was auf dem Herzen, habe ich versucht seine Frage auf Umwegen raus zu bekommen.
Später erzählte mir Heike, die Patienten hätten gefragt, wie sie sich verhalten sollten usw.
Es ist so, dass es auf beiden Seiten Ängste und Unsicherheiten gibt, und manchmal (eigentlich oft) ist es am „einfachsten“, wenn wir von uns aus anfangen zu erzählen. Denn dann trauen sich auch die anderen Fragen zu stellen bzw. erzählen von eigenen Erfahrungen. Aber dieses große Hindernis muss erstmal genommen werden und das ist nicht einfach.
Auch heute noch weiß ich nicht wie ich mich in manchen Situationen verhalten soll :-(
Meine größte Angst war, als wieder in den Alltag übergehen wollte, dass ich Kiara vergesse, durch die viele Arbeit und alles Drumherum. Aber nein, Kiara ist immer da, sie geht nie verloren!!!!

Sorry, es ist doch wieder mal eine Menge geworden. Aber ich kann dich gut verstehen und wollte dir aufzeigen, wie es mir ergangen ist, was ich für Erfahrungen gemacht habe.

Die Entscheidung kann dir leider keiner abnehmen, wann du wieder anfangen möchtest.(Aber 3 Wochen find ich auch zu wenig)
Hast du die Möglichkeit einfach mal so auf der arbeit vorbei zu schauen? Ich war zwischendurch mal für ein paar Minuten da (aber erst nach 5/6 Wochen)und hab mal geschaut wie es sich *anfühlt*.

Liebe Grüße
Kathrin mit * und Kiara im Herzen

" Hinterm Horizont geht`s weiter,..."

Kiki mit Sontje und Shiva
18.07.2005, 00:25
[font color="#191970"]Liebe Sabrina!

Zuerst einmal heiße auch ich dich in diesem Forum willkommen - auch wenn der Anlass ist immer der traurigste überhaupt ist, aber es hilft ungemein hier zu schreiben, zumindest ging es mir besonders in meiner frischen Trauer so.

Bei uns wurde auch das FFTS diagnostiziert, aber die Laserbehandlung war gar nicht erst möglich (Vorderwandplazenta). Shiva starb in der 28.Woche, Sontje nach der Geburt in der 34.Woche. Mein größter Trost war und ist, dass die beiden sich gegenseitig haben...

Ich hatte glücklicherweise auch den normalen Mutterschtz, den ich komplett (16 Wochen) zu Hause geblieben bin. Am ersten regulären Arbeitstag wollte ich dann auch wieder zur Arbeit und das war gut so. Aber nach nur 3 Wochen hätte ich es nicht gewollt/gekonnt - ich denke wie Denise, dass es wirklich zu früh ist... Du steckst mitten im Abschiednehmen - zumindest die Beerdigung sollte gewesen sein, denke ich. Diese Schonzeit ist auch wichtig, damit man nicht vor seiner Trauer davonlaufen kann - nicht, dass du dich so anhörst (überhaupt nicht!!!) aber die Gefahr besteht einfach, wenn man den Kopf wieder für die Arbeit frei machen soll. Die ersten Wochen sind doch noch so intensiv, ich denke, das wird (sollte) jeder Arzt verstehen und dich noch bis zur Beerdigung und am besten ein bisschen länger krankschreiben. Nimm dir die Zeit, auch wenn dir deine Arbeit gefällt - nimm dir die Zeit für deine Töchter, auch diese intensive Zeit ist unwiderbringlich...

Und andersherum halte ich es aber auch für wichtig, sich dann irgendwann wieder bewusst dem Leben zu stellen, denn der wirklich "richtige" Zeitpunkt dafür ist eigentlich nie... Aber irgendwann wird man wieder mit dem Leben konfrontiert - und auch wenn es sich hart anhört: das ist auch gut so! Das Leben holt sich uns (zum Glück) auch wieder zurück, aber bis dahin sollten wir die Zeit für uns, unsere Kinder und unsere Trauer genutzt haben. Sonst holt sie uns irgendwann mitten im Leben wieder ein und dann passt es meistens noch viel schlechter...

[center]Für deine beiden Mäuse zünde ich auch noch meine Kerzen an:

http://www.beepworld.de/memberdateien/members36/kikik/kerze_leuchtend.jpg http://www.beepworld.de/memberdateien/members36/kikik/kerze_verwischt.jpg

Liebe Grüße
von Kiki
mit 2 Kindern bei den Sternen
*SONTJE* und *SHIVA*
*+03.12.01 und +18.10.01 *03.12.01
und 2 Kindern auf Erden (*2003/*2005)

http://www.beepworld.de/members36/kikik/

Manu70
18.07.2005, 07:24
[FONT FACE="Comic Sans MS"]Liebe Sabrina,

bei mir war es auch so, dass ich genau wußte, dass ich nach meinem Mutterschutz nicht gleich arbeiten gehen könnte.

Ich habe meinen Sohn am 11.12.03 in der 41. SSW still geboren und hatte dann bis zum 05.02.04 Mutterschutz. Da ich aber genau wusste, dass ich dann noch nicht wieder arbeiten gehen kann, bin ich Ende Dezember zum Arzt gegangen. Ich habe mir eine neue Hausärztin gesucht, weil ich bei meinem alten Hausarzt mich nicht gut aufgehoben gefühlt habe.

Bei der Ärztin war ich anfangs zweimal in der Woche, später dann einmal in der Woche. So hatte sie einen guten Einblick wie ich mich fühle und ich hatte Hilfe. Denn die brauchte ich!

Nach dem 05.02.04 hat sie mich dann sechs Wochen krankgeschrieben und danach habe ich eine Wiedereingliederung gemacht. Das heißt, man ist weiter krankgeschrieben und fängt langsam wieder an zu arbeiten. Meine Ärztin war der Meinung, gleich wieder voll zu arbeiten, dass schaffe ich nicht. Und sie hatte recht.

So hatte ich acht Wochen MuSchu, danach war ich sechs Wochen krankgeschrieben und danach habe ich eine Wiedereingliederung gemacht über acht Wochen lang. Während der Wiedereingliederung habe ich in den ersten drei/vier Wochen jeden Tag nur 2 Stunden gearbeitet und das war schon fast zuviel. An manchen Tagen bin ich einfach wieder nach Hause gegangen (was man während der Wiedereingliederung auch darf!), weil es einfach nicht ging.

Eigentlich fühlte ich mich die ersten Wochen einfach nur schlecht dabei. Ich sollte doch bei meinem Sohn zu Hause sein und dort auf Arbeit nie wieder hin. Und jetzt sollte ich da täglich wieder hin. Scheußlich!!! Vor meinem Mutterschutz hatte ich noch sechs Wochen Urlaub und davor 4 Wochen Überstunden, so dass ich schon Mitte August nicht mehr arbeiten brauchte. Und dann habe ich wieder Ende März arbeiten müssen. Wenn auch nur erst einmal für zwei Stunden, trotzdem war es für mich fast unerträglich. Allein schon die Geräuschkulisse war schlimm. Aber mit der Zeit wurde es immer besser.

Ich hätte nie!!! nach drei Wochen wieder arbeiten können. Für mich wäre das viel zu früh gewesen. Ich kann dir auch nur empfehlen, dich erst einmal weiter krankschreiben zu lassen und es dann irgendwann mit einer Wiedereingliederung zu versuchen. Da sprichst du dich mit deinem Arzt ab, wieviel du dir zutraust und das wird dann schriftlich festgehalten. Die KK bekommt nämlich auch immer so ein Schrieb, weil sie ja in der Zeit das Krankengeld zahlt. Also hat der Arbeitgeber mit dir keine Kosten, aber du bist schon mal eine kleine Hilfe. So wurde ich langsam wieder an das arbeiten herangeführt, was mir sonst sehr schwer gefallen wäre und ich wahrscheinlich nicht von allein geschafft hätte.

Ich hatte auch das Glück mit meiner Personalchefin und direkten Vorgesetzten. Sie hatten aller Verständnis für mich. Auch noch nach der Wiedereingliederung. Wenn ich weinen musste, durfte ich mich erst einmal zurückziehen und hab dann erst nach einer Stunde wieder weitergearbeitet. Und das wurde auch nicht von der Arbeitszeit abgezogen.

Wenn du dich noch nicht wieder so gut fühlst, dann lass dich krankschreiben. Ich denke, dass dich dein Hausarzt auch erst einmal für mehrere Wochen krankschreiben wird. Dann wird er natürlich versuchen, dich wieder im „normalen“ Leben zu integrieren. Ist ja irgendwie auch seine Aufgabe. Wenn es dann immer noch nicht geht, dann lass dich ruhig zum Psychologen überweisen.

Aber ich hatte eine tolle Ärztin, die ich mir nach dem Tod von Maximilian gesucht habe. Denn mein alter Hausarzt hätte mich überhaupt nicht verstanden.

Liebe Grüße
Manu

[link:www.beepworld.de/members88/engelmaximilian |http://www.forum.frauenworte.de/user_files/871.jpg]

Sabrina
18.07.2005, 11:04
Hallo alle zusammen.

Danke für die ausführlichen Antworten. Ich habe mir das alles durch den Kopf gehen lassen und nun doch den Mutterschutz genommen, den ich von meiner Frauenärztin auch angeboten bekommen habe.

Ich schaffe das auch einfach noch nicht, ich falle mehrmals am Tag noch in dieses tiefe Loch.

Die beiden fehlen mir so...

kathrin79
19.07.2005, 08:13
Hallo Sabrina!

Ich denke du hast dich richtig entschieden.
Nun hast du Zeit dich mit deiner Trauer auseinander zu setzen und es spucken nicht noch Gedanken um die Arbeit im Kopf rum.
Du wirst schon merken, wann du wieder aktiv am Alltagsleben teilhaben kannst.
Ich schicke dir (und auch für deinen Mann, geht er eigentlich weiter arbeiten oder hat er Urlaub?) etwas Kraft für die kommende Zeit.

Kraftvolle Grüße
Kathrin mit * und Kiara im Herzen

" Hinterm Horizont geht`s weiter,..."

Manu70
19.07.2005, 09:14
[FONT FACE="Comic Sans MS"]Liebe Sabrina,

ich habe da mal eine Frage.

Du sagst, du nimmst den MuSchu in Anspruch, den dir die FÄ angeboten hat. Eigentlich ist es nicht so, dass eine FÄ einem MuSchu anbieten kann. Es gibt da das Mutterschutzgesetz, wo genau festgelegt ist, wer MuSchu bekommt und wer leider nicht. Und das entscheiden dann die Krankenkassen.

Mich würde interessieren, wie es sich jetzt genau verhält (Aber nur, wenn du es schreiben magst. Wenn nicht, ist es auch nicht schlimm!!!)

Wenn deine Kinder nämlich über 500g gewogen haben oder auch nur eine Sekunde gelebt haben, dann steht dir MuSchu zu. Sonst leider nicht. Wenn ja, dann stehen dir volle 18 Wochen bezahlter MuSchu zu!!!! Da bekommst du dann volles Gehalt, was sich KK und AG teilen.
Wenn nicht, dass läuft es als Krankschreibung, wenn du noch nicht wieder arbeiten kannst.

Ich würde mich freuen, wenn du mir antworten würdest.

Liebe Grüße
Manu

[link:www.beepworld.de/members88/engelmaximilian |http://www.forum.frauenworte.de/user_files/871.jpg]

Maike
19.07.2005, 12:46
Liebe Sabrina...

Ich habe erst den Mutterschutz voll genommen und bin seitdem krank geschrieben.
Ich konnte es mir einfach nicht vorstellen wieder arbeiten zu gehen...zumal ich in einer Fabrik arbeite.
Somit bin ich seit Oktober krankgeschrieben.

Ich habe in keinster Weise ein schlechtes Gewissen oder so.
Der Verlust meiner Zwillinge hat mich so aus der Bahn geworfen das erst der Entschluß es wieder zu versuchen mich aus meinem tiefen Loch heraus geholt hat.

Mach es so wie du es für dich am Besten hälts!!!
Das Krankengeld ist doch jetzt durch irgendwelche Gesetzesänderungen auch höher...falls du dir finanzielle Sorgen machst.

Doch erst mal ist wichtig das du deine Trauer leben darfst.

Durch die Auszeit die ich mir genommen habe geht es mir inzwischen, 1 Jahr danach, wesentlich besser.
Ich weiß nicht wie weit ich wäre, hätte ich in drei Schichten arbeiten müßen.


Ich drück dich..

Ganz liebe Grüße

Sabrina
19.07.2005, 17:00
Hallo Kathrin,

danke, ich denke auch, daß das der richtige Weg ist. Die Arbeit ist mir im Moment so unwichtig.

Mein Mann war gestern und heute arbeiten, aber er läuft auf der Baustelle nur rum wie Falschgeld, sagte er mir. Ich habe auch Angst, daß da was passiert. Er bleibt den Rest der Woche auch noch zu Hause.

Ich umarm Dich...

Sabrina
19.07.2005, 17:01
Danke für die beiden schönen Kerzen...

Ich drück Dich...

Sabrina
19.07.2005, 17:07
Liebe Manu,

wenn ich das mal wüßte. Habe gerade die Bestätigung von meiner Frauenärztin bekommen und direkt zur KK gebracht.

Bei mir ist das Problem, daß ich so auf der Schwelle stehe. Die beiden haben 420 und 340 g gewogen. Und ich war lt. Mutterpass in der 23 SSW. Die vom KH haben aber bei der KK angegeben ich sei in der 26 SSW gewesen (Denke mal ab da gibt es schon Mutterschutz?).

Nächstes Problem ist, daß ich in den Niederlanden arbeite und evtl. sogar das niederländische Recht angewandt wird.

Ich hoffe mal es geht alles gut... Melde mich, wenn ich was Konkretes weiß.

Drückt mir die Daumen.

Manu70
20.07.2005, 09:52
[FONT FACE="Comic Sans MS"]Liebe Sabrina,

leider hat der MuSchu nichts mit der SSW zu tun :-(. Es geht wirklich nur nach dem Gewicht oder ob das Kind gelebt hat. Selbst wenn das Kind 490g gewogen hat, gibt es kein MuSchu :-(

Eine Freundin von mir hat ihren Sohn in der 27. SSW still geboren und der Kleine wog 480g. Da gab es leider auch kein MuSchu.

Wie sich das jetzt in den Niderlanden verhält, dass weiß ich natürlich nicht. Aber in D ist es leider so.

Mein FA hat mir auch eine Bescheinigung ausgestellt, dass ich 12 Wochen nach der Geburt bekommen soll, weil es mir einfach nur schlecht ging. Erst hieß es bei der KK "ja", dann kam die Post und da stand drin, dass ich doch nur 8 Wochen bekomme. Und auf Nachfrage hieß es dann "Entschuldigung, der Mitarbeiter hätte sich vertan"

Ich wollte dir dies nur schreiben, nicht dass du allzu sehr enttäuscht bist, wenn du keinen MuSchu bekommst.

Selbst wenn dir kein MuSchu zusteht (was ich nämlich glaube ... leider), lass dich krankschreiben!!!! Du hilfst niemanden, wenn du wieder zu früh mit der Arbeit anfängst!!!

Ich würde mich freuen, wenn du weiter berichtest!

Liebe Grüße
Manu

[link:www.beepworld.de/members88/engelmaximilian |http://www.forum.frauenworte.de/user_files/871.jpg]

Christine313
20.07.2005, 17:00
Liebe Sabrina,
ehrlich gesagt ist mir gerade ein Stein vom Herzen gefallen, als ich Maike´s Antwort las, da die meisten nur wenige Wochen krankgeschrieben waren.
Ich war auch etwas über 1 Jahr krankgeschrieben.

Unsere Geschichten ähneln sich zwar in keinster Weise, trotzdem möchte ich dir sagen, das du erst dann wieder arbeiten gehen solltest, wenn du selber spürst das du es wieder kannst; und das ohne "Wenn" und "Aber".
Meine Annabelle starb am 21. Juni vor einem Jahr und es war für mich unmöglich arbeiten zu gehen.
Ich habe mich innerlich so auf´s Muttersein eingestellt; und "nur" weil mein Kind jetzt nicht mehr da war, konnte ich nicht einfach den Hebel umlegen.
Ich habe zum Glück einen netten Hausarzt der dafür Verständnis hatte und mich ohne Worte krankgeschrieben hat.
Anfang Februar musste ich dann von der KK aus zu einem Vertrauensarzt der aber ohne Weiteres sein OK für das weitere Krankschreiben gegeben hat.
Ich war einfach noch nicht so weit.
Vor ein paar Wochen habe ich dann halt gemerkt das ich wieder was anderes will. Nicht nur zuhause rumsitzen und hoffen das ich wieder schwanger werde. Ich möchte wieder eine Aufgabe haben.
Jetzt war ich beim Arbeitsamt und werde entweder an einer Weiterbildung oder einer Umschulung teilnehmen.

Was ich und andere dir also sagen wollen ist, das nur du entscheidest wie weit du bist....und wenn es 1 Jahr und noch länger dauert.

Alles Liebe
Christine

Sabrina
22.07.2005, 20:16
Liebe Manu,

um Mutterschutz zu bekommen, müßte ich mich mit der niederländischen KK auseinandersetzen und da habe ich im Moment echt nicht den Kopf für. Mein Arbeitgeber versteht das - Holländer sind da, Gott sei Dank, sehr flexibel.

Das der Mutterschutz nichts mit der SSW zu tun hat, stimmt.

Meine Frauenärztin sagte mir heute, daß das bei mir mit dem Gewicht (weil die beiden ja noch nicht jeder 500 g hatte) etwas anderes sei, weil ich Zwillinge hatte.

Habe in Deinem Profil gelesen, daß Du wieder schwanger bist. Wie geht es Dir dabei? Ist die Angst sehr stark?

Würde mich freuen, von Dir zu hören.

Manu70
24.07.2005, 11:34
[FONT FACE="Comic Sans MS"]Liebe Sabrina,

hier im Forum möchte ich sehr ungern über meine Folge-SS schreiben. Dies ist ja ein Trauerforum und es würde vielleivcjt einigen weh tun, hier über eine SS zu lesen. Ich habe auf meiner HP (einfach unten auf den Banner klicken) eine Seite, wo ich über meine Folge-SS schreibe. Vielleicht magst du da ja lesen.

Da du dich mit der niederländischen KK auseinander setzen musst, kann ich dir leider gar nicht helfen. Sonst hätte ich dir die Seite von Pirko (www.stillgeboren.de) empfohlen. Da ist unter anderem auch das Mutterschutzgesetz aufgeführt und da stehen auch andere interessante Sachen. Vielleicht hilft dir die Seite noch bei anderen Dingen.

Ich wünsche dir, dass du nicht allzuviele Kräfte bei den Behördengängen verlierst. Das kann nämlich ganz schön anstrengend und nervend sein.

Liebe Grüße
Manu

[link:www.beepworld.de/members88/engelmaximilian |http://www.forum.frauenworte.de/user_files/871.jpg]

Sabrina
24.07.2005, 12:39
Liebe Manu,

da hast Du natürlich Recht. Entschuldige.

Ich habe mich jetzt dafür entschieden, mich weiterhin krank schreiben zu lassen. Meine Frauenärztin hat da auch Verständnis für, daß ich mich nicht mit den Behörden auseinandersetzen möchte. Da habe ich im Moment einfach nicht den Kopf und die Kraft für.