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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hallo,ich möchte mich vorstellen und hoffe auf hilfe


Danielah87
15.07.2005, 11:25
Hallo,mein Name ist Daniela und ich bin gerade 18 geworden.Am 5. Juli verlor ich in der 27. SSW meinen geliebten sohn René-Oliver,die Plazenta hatte sich gelöst und ich musste sofort in den OP wo dann auch ein Kaiserschnitt gemacht wurde.Doch leider war ich in Voll-Nakose versetzt worden das ich nichts mitbekommen habe,als mein Sohn noch lebend auf die Welt kam und nach ca 15 min Starb.Es wurde noch eine Not-Taufe gemacht und ich konnte ihn als ich wieder einigermaßen bei mir war in den Arm nehmen und mich von ihm Verabschieden.Mir war es nicht von anfang an klar das er tod ist,ich dachte die ärzte wollten mich auf gut deutsch "verarschen" ich dachte nur: Er schläft er wacht gleich auf und lächelt mich an.....
Doch nichts geschah,er lag weiter in meinen Armen und rürte sich nicht.er wurde immer kälter ....
Es tat mir so weh ,was es heute immer noch tut wenn ich nur dran denke.Ich hab mich so sehr gewünscht verblutet zu sein (was auch passiert wäre wenn ich 5 min später ins krankenhaus gekommen wäre .) so könnte ich zumindest bei René sein.Viele sagen ich hab einen Schaden,weil ich bei meinem sohn sein möchte (wo auch immer er sein mag) und weil ich ihm nah sein möchte,doch ich denke das ich nicht die einzigste bin die sich wünscht bei ihrem kind oder ihren kindern zu sein.
Am mittwoch den 13.7. war nun die Beerdigung und ich konnte für ein paar std aus dem Krankenhaus raus,sie war wunderschön und doch hab ich kaum was mitbekommen,weil ich nur geweint hab,ich wäre auch fast zusammen geklappt aber ich wollte stark sein,stark vor meiner Familie,auch wenn diese wussten wie es mir geht und zu dem zeitpunkt auch ging.Ich war schon froh das meine Familie die ganzen vorbereitungen gemacht haben und mich nur fragten was für ein sarg und was für lieder,blumen und so ich haben möchte.
Ich bin sehr froh das meine Familie hinter mir steht,dennoch weiß ich nicht ob die mich richtig verstehn,deshalb hoffe ich hier auf unterstüzung und hilfen wie ich besser mit dem Schmerz umgehn kann und mit dem Verlust meines Geliebten sohnes René-Oliver.

Viele Grüße Daniela

bata
15.07.2005, 11:52
Liebe Daniela,
sei hier herzlich willkommen.
Es tut mir leid, daß Dein Sohn nicht bei Dir sein darf.
Er ist ja gerade erst vorgestern beerdigt worden.
Du bist nicht krank, Du trauerst.
Und das würde doch jeder, der gerade vor 10 tagen sein Kind verloren hat!
Diese Todessehnsucht(also nahe bei seinem Kind sein zu wollen) kennen viele trauernde Mütter.
Mit der Geburt bist Du zur Mutter geworden.
Und auch mit der Beerdigung hört die Mutterliebe nicht auf!
Ich hoffe , daß das Dein Umfeld versteht.
Es ist schwer für die jenigen zu verstehen, die nie ein Kind verloren haben.
Ich wünsche Dir viel Verständnis.
Und wenn Du einfach reden möchtest:
Hier sind viele Menschen, die genau wissen, wie Du Dich fühlst.
Liebe Grüße, Bata

Beate35
15.07.2005, 12:22
Liebe Daniela,

auch von mir ein leises Willkommen bei uns,es tut mir von Herzen leid,daß Dein kleiner Renè-Oliver nicht bei Euch sein kann.

Nur zu gut verstehe ich diese "Todessehnsucht",seinem Kind ganz nah sein wollen...

Ich wünsche Euch liebe Menschen an Eure Seite,die Euch stützen und tragen in Eurer Trauer.

Ich möchte Deinem kleinen Renè-Oliver Elias`Laterne anzünden.

http://www.forum.frauenworte.de/user_files/1706.jpg

STille Grüße
Beate

anja-alexa
15.07.2005, 12:26
liebe daniela,
ein leises Willkommen.
Ich kann dir sagen, daß du keinen Schaden hast, weil du bei deinem Sohn willst. Ich habe im April meine Tochter in der 34. SSW stillgeboren. Als der Arzt keine Herztöne mehr finden konnte, wäre ich am liebsten mit meinem Kind gestorben. Ich denke, das geht jeder Frau so, du denkst, dann musst du diesen Schmerz nicht ertragen. Aber glaub mir, irgendwann kommen auch wieder Tage. Die erste Zeit sind meine Gefühle mit mir Achterbahn gefahren. Ich saß in meiner Küche, weinte und wollte nicht mehr leben, dann kam meine Tochter (5) machte irgendeinen Unsinn und ich musste lachen.

Ich wünsche euch ganz viel Kraft.
lg anja

Constance
15.07.2005, 13:42
Liebe Daniela!

Es tut mir sehr leid, daß Dein kleiner Rene´-Oliver gestorben ist.
Deine Gefühle und Gedanken nach dem Tod Deines Baby´s kann ich sehr nachvollziehen. Auch diese Gedanken waren am Anfang meine.
Ich wollte auch bei Cedric sein.

Meine Trauer begleitet mich noch immer, aber inzwischen habe ich auch wieder sehr viele gute Tage, für die ich sehr dankbar bin.

Ich wünsche Dir sehr viel Kraft für Deinen Weg der Trauer.

Stille Grüße
Constance mit Thotti und Mika hier bei mir ,2** und Cedric für immer in unseren Herzen
Es gibt keine Worte für unseren Schmerz

In liebevollem Gedenken an unseren kleinen Sternenprinz Cedric
http://www.cedrics-seite.de.vu