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Angela-B
09.06.2005, 22:23
Hallo,
ich habe schön öfter bei euch reingeschaut, mich aber nicht so richtig getraut etwas zuschreiben. Ich möchte euch kurz meine Geschichte erzählen:
Ich habe am 3.04.05 meinen Sohn Tim in der 25 KW, 31cm und 550g, wegen eines Plazentainfarktes still geboren. 9 Wochen davor habe ich wegen Blutungen gelegen, die aber die Totgeburt nicht ausgelöst haben sollen.
Ich war bestimmt 2 mal die Woche beim Frauenarzt. Ich hatte die ganze Zeit über immer totale Angst, aber ich wußte, das wenn ich mich ausruhe und nicht viel tue, es gutgehen würde, was mir mein Arzt auch immer wieder sagte. Die Blutungen hatte ich deshalb, da die Plazenta zu tief lag. Tim ging es immer sehr gut, er war total gesund,er strampelte recht heftig, beim letzen Ultraschall winkte er mir sogar zu.
Es ist nun 10 Wochen her, mir kommt es aber vor als wäre es gestern.Ich habe noch eine großer Tochter Jana ( 4 Jahre), die hatte sich auch so sehr einen Bruder gewünscht, Jana hatte auch Tim den Namen gegeben.
Tim starb in meinem Bauch, ich habe ihn normal entbunden und auch ganz lange Zeit danach in meinem Arm gehalten, er ist so schön, er hatte auch schon ein paar Haare, meine Nase und meinen Mund, ich wollte Ihn nicht mehr hergeben.
Wir haben ihn dann am 8.04.05 beerdigt, sein jetziges Grab spiegelt meine unendliche Liebe aus.

Ich werde Tim immer in meinem Herzen tragen, er ist mein Sohn, wir haben ihn uns so sehr gewünscht.


Es wäre schön wenn jemand von euch mir antworten würde.

Bis Dann

Petra27
09.06.2005, 22:47
[font face="Comic Sans MS" font] [FONT size=+0,9] [fontCOLOR=“ff0000“]

Hallo Angela,

ein trauriges aber "Herliches Willkommen" hier!

Auch meine Tochter Laura Marie starb da bei der Plazentauntersuchung herhaus kam, dass es alte und neue Gitterinfarkte gab, dass die Plazenta von Anfang an nicht richtig gearbeitet hat...

Ich hoffe und wünsche dir, dass du verständnisvolle Menschen um dich hast die dich stützen und deine Trauer um euren Sohn Tim auch verstehen. Es dauert manchmal Tage, Wochen, Monate und Jahre um zu verstehen was passiert ist, selbst dann kann man es fast nicht glauben. Und selbst nach Jahren, vermisse ich meine Tochter manchmal wie wenn es "gestern" gewesen wäre...


Gruß Petra & Laura Marie gest./geb.29.12.2001 (40,+2SSW) für immer in meinem Herzen.

Angela-B
09.06.2005, 23:06
Hallo Petra,

danke für die netten Worte. Das tut mir auch sehr leid mit deiner Tocher Laura-Marie, die Technik ist schon so weit, aber so etwas, können Sie noch nicht vorhersehen. Wenn ich fragend darf, habt ihr denn noch ein Kind bekommen?
Manchmal habe ich das Gefühl, ich beleibe in meiner Trauer stecken, den anderen Tag bin ich wie ausgewechselt. Leider leidet meine Tochter ein wenig darunter, das will ich aber garnicht.
Mein Arzt hat mir eine Mutter-Kind Kur empfohlen, die habe ich auch schon eingereicht und Sie ist auch genehmigt worden.
Ich werde Ende Juli nach Plön für 3 Wochen reisen, noch verspreche ich mir davon nicht allzuviel, aber ich denke es wird mir und meiner Tochter Jana auf jedenfall gut tun.


Bis Bald

Gast
09.06.2005, 23:37
Liebe Angela,

ein trauriges, aber ganz herzliches Willkommen hier.

Für Deinen kleinen Sohn

Deinen

[FONT size=+2]~**Tim~~*

zünde ich dieses warme Licht an....

http://www.roods-world.de/stern/bilder/kerzen/2005_2.jpg

Hier wird immer jemand da sein, wenn Du reden möchtest.
Schreibe einfach, wenn Dir danach ist...egal, was.

Wir werden Dich verstehen...denn wir kennen alle irgendwo die gleichen Gefühle und Gedanken,
weil wir es selbst durchmachen mussten.

Ganz liebe, leise Grüße

Gabi,

mit meinen http://www.am-horizont.de/smilies/ster13.gif http://www.am-horizont.de/smilies/ster13.gif http://www.am-horizont.de/smilies/ster13.gif Marcel,Hope&Leonie für immer ganz tief im Herzen!

[FONT size=-2]„Es gibt viel Trauriges auf dieser Welt und viel Schönes.
Manchmal scheint das Traurige mehr Gewalt zu haben, als man ertragen kann.
Dann stärkt sich indessen leise das Schöne
und berührt wieder unsere Seele...“
(Hugo von Hoffmannsthal)

Angela-B
10.06.2005, 09:08
Hallo Gabi,

das ist wirklich lieb von Dir.
Man hat das gefühl als wenn nun keiner mehr mit mir darüber reden möchte, da mich keiner mehr daran erinnern will.
Aber deshalb vergesse ich meinen Tim nie.
Zuerst waren alle da, aber jetzt wo ich Sie eigentlich brauche, ist funkstille, ich will aber deshalb auch keinem Böse sein.
Meine Mama, meine Schwester und Mein Mann sind immer für mich da.
Wir haben einen Wohnwagen an der Nordsee, da habe ich gestern spontan endschieden dieses Wochenende zu verbringen, ich muß weg hier, egal wie das Wetter ist, ich melde mich dann am Sontag wieder.
Das mit den 3 Sternchen Marcel, Hope und Leonie tut mir sehr led, das muß wirklich sehr schwer sein 3 Engel in den Himmel gehen zu lassen.
Ich wünsche euch alles Gute.

Bis Bald

BirgitHa1963
10.06.2005, 22:27
Liebe Angela,

es tut mir leid, dass es Dein Tim nicht geschafft hat und Deine Geschichte berührt mich umso mehr, da mein Felix ungefähr gleich alt war............ Ich kann Dich nicht trösten, weiss, dass jedes noch so lieb gemeinte Wort den Schmerz nicht nehmen kann, aber Du bist hier nicht alleine und kannst hier alles niederschreiben, was Dich bedrückt.
Für unsere Umwelt sind unsere Sternchen schon weit weg, doch hier sind sie immer präsent und es tut gut, über sie zu reden und unsere Erinnerungen und die traurigen Gedanken zu teilen......

Liebe Grüsse
Birgit
und http://www.cosgan.de/images/smilie/engel/c020.gif Felix, am 3. Juli 2004 / 26.SSW nicht für diese Welt geboren

Constance
11.06.2005, 09:26
Liebe Angela!

Auch von mir ein trauriges Willkommen hier in unserer Mitte.
Es tut mir unendlich leid, daß Dein Tim gestorben ist.
Ich wünsche Dir und Deiner Familie viel Kraft auf Eurem Weg der Trauer.
Fühl Dich hier bei uns geborgen.

Stille Grüße
Constance mit Thotti und Mika hier bei mir ,2** und Cedric für immer in unseren Herzen

Es gibt keine Worte für unseren Schmerz

In liebevollem Gedenken an unseren kleinen Sternenprinz Cedric
http://www.cedrics-seite.de.vu

Claudia200
14.06.2005, 00:54
Liebe Angela!

Deine Geschichte und der Verlust deines Kleinen tut mir so
unendlich leid, dass ich kaum die richtigen Worte finde.
Ich möchte wenigstens versuchen, Deinen Schmerz nur etwas
zu lindern, indem ich Dich still in den Arm nehme.

Ich wünsche Dir alle Kraft der Welt.

Liebe Grüsse

Claudia

Angela
22.06.2005, 17:55
hallo angela,

ich habe noch 15 min (bin auf arbeit), aber meine antwort muß ich noch schnell schreiben, denn es ist nicht nur der name, der uns verbindet ....

ich habe am 23.04.05 unseren sohn in der 27 ssw verloren.
er war stolze 35 cm groß und 960 gr schwer. wahrscheinlich hat sich der kleine die nabelschnur selbst abgedrückt.

da waren wir froh, dass die künstliche befruchtung nach meiner op wegen endometrieose geklappt hat, und dann passiert so was :-((

gerade heute geht es mir wieder gar nicht gut. ich habe äußerst schlecht geträumt und versuche mich jetzt so sortieren.

erschwerend kommt für mich hinzu, dass wir auf die beerdigung noch warten und mein mann daran nicht teilnehmen möchte. wenn das doch blos schon verbei wäre!

ich würde mich freuen, wieder von dir zu lesen.

liebe grüße und viel kraft für uns beide.

angela

Angela-B
22.06.2005, 22:06
Hallo Angela,

mein Mann sagte auch gleich nach der Geburt, als ich ihm mitteilte das ich Tim beerdigen wollte, nein das kann ich nicht.
Ich habe ihm gesagt, ich werde es aber tun, das ist das einzigste was ich noch für ihn tuen kann, eine schöne Grabstätte wo ich das Gefühl habe er ist in dem moment besonders nah bei mir. Er sah dieses auch ein und ist diesen Schweren Schritt doch zusammen mit mir gegangen.
Das mit deinem kleinem Engel tut mir von Herzen leid lass dich von mir ganz fest umarmen. Es gibt immer wieder diese Tage, wo mann keinen sehen oder sprechen möchten, ich nehme mir dann einfach diese Zeit!!!(auch wenn es mit meiner 4 jährigen Tochter Jana manchmal schwer ist), ziehe ich mich zurück und trauere z.B. mit Musik oder schaue einfach nur in den Himmel und suche unseren Stern, in den Momenten geht es mir zwar schlecht, doch dann wird es wieder besser.
Es ist nicht einfach den Weg der Trauer zu finden, jeder trauert anders und wenn Du reden möchtest schreibe mir doch einfach mal im Forum oder eine E-mail.
Ich habe eine ganze Zeit gebraucht um mich hier im Forum zu melden, aber ich merke das es mir wirklich gut tut, mit anderen gleichbetroffenen Menschen zu reden, mehr als mit anderen.
Ach noch eins, ich möchte dir das Buch " Gute Hoffung, Jähes Ende" von Hanna Lothrop empfehlen, das hatte mir meine beste Freundin geschenkt, das hat mir sehr gut in der ersten Zeit geholfen und auch heute noch.

Sei stark, ich denke an Dich und bin im Herzen dabei.
Ich würde mich freuen von Dir zu hören.

Bis Bald

Klaudia
24.06.2005, 11:54
Hallo Angela,

Deine Geschichte hat mich sehr tief berührt. Ich finde es erschreckend wieviele ihre Kinder gehen lassen müssen.

Merlin, mein Sternenkind, musste mich in der 16. SSW am 17.04.05 verlassen, obwohl er, laut Ultraschall, gesund und munter war. Durch meine infektiöse Plazenta war die Geburt nicht mehr aufzuhalten. Auf das Ergebnis der Opduktion von unserem Sohn warten wir immer noch.

Meiner großen (fast 4 jährigen) Tochter hatten wir noch nichts gesagt, da wir das Ergebnis der Fruchtwasseruntersuchung abwarten wollten. Ich habe im 1/3 der Schwangerschaft starke Schmerzmittel und Antibiotika nehmen müssen (ich wußte nicht, dass ich schwanger bin - Spirale). Und hatte dadurch starke Angst, das es dem Baby geschadet haben könnte.

Viele Menschen können mit der Situation einfach nicht umgehen. Es ist sicherlich nicht bös gemeint. Und immer die Sprüche, "Ihr habt doch ein gesundes Kind.", "Ihr könnt es doch noch mal versuchen." u. ä.

Fühl dich ganz doll gedrückt und alles Liebe und Gute für eure Zukunft.

Klaudia mit Serafine (*01.08.01) an der Hand und Merlin (*+17.04.05 - ET 12.10.05) für immer im Herzen