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Mely_1985
14.05.2005, 12:08
Hallo ihr lieben Sterneneltern,
ich habe bis jetzt immer nur eure Beiträge gelesen und vereinzelt ein paar Antworten geschrieben, aber ich habe bis jetzt nie den Mut udn die Kraft gehabt, meine Geschichte aufzuschreiben. Die Geschichte von meinen 3 Sternenkindern.

Also mein Name ist Mely, und ich bin 20 Jahre alt.Ich habe jetzt wieder einen ganz lieben Freund, mit dem ich seit einem Jahr zusammen bin, er ist nicht der Papa von meinen Sternenkindern, gibt sich aber die beste Mühe, ihn zu ersetzen.


Ich habe im jahr 2002 meine Realschule beendet und nachdem meine Ausbildung betreibebedingt gekündigt wurde, dachten wir uns, wir könnten die zeit nutzen und eine kleine Familie gründen.
Also sperrten wir alle Verh+ütungsmittel weg und versuchten es einfach mal. Es klappte gleich. Im Oktober 2002 nistete sich also ein kleiner Bauchbewohner bei uns ein. Die SS war schln, mir war zwar sehr viel übel und ich musste auf meine heissgeliebten Äpfel verzichten, aber ansonsten war sie total schön. Bis ich in der 17. Woche Blutungen und Unterleibsschmerzen bekam.
Ich fuhr ins KH, um dann von einer besonders netten Dame mit den Worten: gehen Sie zu ihrem FA,da könnte ja jede vorbeikommen, die ein bisschen blutet!" weggeschickt.
Also bin ich mit meinem Freund, und meiner ganzen Familie in einem Affenzahn zum FA. Der schloss mich ans CTG an, und Gott sei dank war keine Wehentätigkeit zu sehen.
Ich war damals 17, udn ich hatte keine Ahnung,was sie mit mir machten.
Danach kam ich dann zum FA auf den gyn. Stuhl. Er sah das Blut und meinte: das sieht alles nach einer fehlgeburt aus. Ich konnte nur noch "nein,nein nein " schreien. Er beruhigte mich und meinte, wir würden erst mal US machen, dann würde man weiteres sehen können. Aber auf dem US sah man nur einen kleinen putzmunter in seiner Fruchtblase hin und her tanzen. ich war so glüclich.


Mein FA meinte: Sehen Sie, da ist unser kleiner doch.
Aber es sah trotzdem nicht gut für mein Baby aus. Es ahtte sich ein riesiger Bluterguss gebildet,d er auf mein Baby drückte. Der FA gab ihm nur 30 % Überlebenschance. Aber mein kleines kämpfte. er wuchs und der Bluterguss ging immer mehr zurück. In der 22. SSW hatte ich dann einen normalen VT. Bei dem wir das "Geheimnis" usneres Spatzes lüften wollten.
Mein Daddy stand ganz stolz mit der Videokamera in der Hand neben mir und mein Bruder war auch ganz stolz auf den Kleinen.

Er sagte mir, das mein Baby perfekt gewachsen wäre udn er stolz auf ihn wäre. Aber als er nach den Herztönen suchte, fand er keine. er suchte 5 Min, lang und plötzlich schicjte er meinen Bruder rausund bat meienn Daddy die KAmera auszuschalten. Er steckte den US weg und sagte zu mri: DAs Baby lebt nicht mehr.

Ich shcrie , ich weinte und ich brach zusammen, ich rannte wie eine besessene aus der Praxis und wollte vom Balkon springen, einfach nur sterben, bei meinem Baby sein.
Mein Dadd ykam, und brachte mich ins KH. Dort die gleiche Diagnose. Aber weniogstens bekam ichein US Bild. Der arzt war sehr lieb udn meinte, ich könnte nochmal heim, noch ein paar stunden mit meinem baby zusammen sein.Am nächsten tag sollte ich zur weheneinleitung kommen.
ich rief meinen Freund an. Er war mitten im Bus,udn ich hörte ihn schreien.Als ich zuhause ankam, war er schonda, er brach zusammen, kniete vor meinem Bauch und heilt ihn in den händen, er weinte um unser baby.
am nächsten morgen fuhr ich also ins kh. ich brauchte 48 stunden, bis er da war. Ich liess einen schrei los,nachdem die Frucntblase geplatzt war und ich eine kleine hand von ihm in mir spüren konnte. Es dauerte nicht lange, bis er dann da war.
Die Hebamme hatte mich eine Minute vorher untersucht und meinte, das könnte noch ein bisschen dauern, aber nicht mehr so lange, da der MuMu schon 8 cm auf war. Nachdem ich dann geschrien hatte, kam sie zurück, rief den Arzt und gab mir anweisungen, wie ich mich hinzulegen hatte. Meine Mama setzte sich neben mich, so dass ich nicht zu viel sehen konnte und nicht abgelenkt war. Sie hat dabei auch Blut an ihre Jeans bekommen, sie hat sie seitdem nicht gewaschen und niemehr getragen. Es ist Davids Hose.
Dann spürte ich dass ich pressen müsste. Es kam ein Blutklumpen, ich dachte nur, bitte bitte lass das nicht mein Baby sein. Aber es kam noch mehr. Nachdem der Kopf meines Sternchens fast 10 Minuten fetsgesteckt hat, kam er dann um 23:23 h zur Welt. Die Hebamme nahm ihn mit und machte Fotos von ihm und einen Fußabdruck. Dann schrieb sie sein Daten auf. Er war 20 cm gross und 100,2 gramm schwer.
Sie brachte ihn mir er passte genau in eine Nierenschale rein, in ein kleines weisses Deckchen eingehüllt. Ich nahm ihn auf denArm und sagte ihm, dass er das ganz toll gemacht hätte und dass ich stolz auf ihn sei und dass ich ihn liebe.Mein Daddy kam zu mir ans Bett und sagte zu mir: Ich bin stolz auf dich mein Engel. Er wusste nicht, ob er sich freuen sollte, weil ich es nun geschafft hatte, oder ob er um mich und seinen Enkel weinen sollte. Wir liessen ihn segnen, und dann gab ich ihn zur Obduktion frei. Ich wollte nur wissen, dass mein Baby nicht leiden musste, bevor er für immer einschlief. Die Untersuchung ergab, dass er ganz gesund war.

Das schlimmste war für mich seine Beerdigung, denn sein Papa kam nicht mal, er liess mich das ganz alleine durchstehen, als ich in die Kapelle kam, stand dort sein kleiner weisser Sarg. Meine Knie gaben nach und ich fing an zu weinen. Meine kleine Schwester kollabierte fast, ich musste mich um sie sorgen, aber Gott sei Dank waren meine Eltern und besten Freunde zur Stelle. Als ich David, eingwickelt in seine blaue Sternen Babydecke rausholen durfte um ihn einletztes Mal im Arm zu halten, registrierte ich nicht, dass es das letzte Mal sein sollte. Ich nahm ihn und trug ihn auf meinem Arm in der Halle umher. Ich setzte mich auf einen Stuhl und wiegte ihn in meinem Arm. Ich sang ihm Lieder vor und sagte ihm, dass wir jetzt nach Hause gehen würden...

Ich bin durchgedreht, als sie mir den Kleinen wegnehmen wollten, ich wollte ihn nicht gehen lassen. Ich ging zu meinem Daddy und sagte: Daddy nimmihn, aber er konnte nicht. Ich legte ihm den Kleine einfach in den Arm. Ich hielt ihn, denn er zitterte so sehr, er konnte es nicht. Als er dann beigesetzt wurde, legte ich ihm noch unsere Briefe,den SS-Test und seinen Schnulli in den Sarg. Leider passte sein Kuscheltigger nicht mehr mit hinein.


Entschuldigt bitte, dass ich hier aufhöre, ich werde nächstes Mal von meinen Zwillingen schreiben, aber die Trauer um die Mäuse is einfach noch zu groß. und ich kann vor lauter Tränen den Bildschirm nicht mehr sehen.

Alles Liebe

Eure Mely mit *David-Benjamin, den beiden Zwillis ** und unserer Mausi Sarah-Lynn, motzend in ihrem Bettchen

Christine313
15.05.2005, 01:41
Hallo Mely,
deine Geschichte rührt mich zu Tränen.
Obwohl unser Geschichten vollkommen verschieden sind, kann ich mich gefühlstechnisch komischerweise total in dich hineinversetzen.
Beim lesen deiner Zeilen, kamen oft meine Erinnerungen hoch und ich dachte daran das ich mich genauso verzweifelt gefühlt habe wie du.

Es tut mir sehr, sehr leid das unsere Engelchen es nicht geschafft haben.

Liebe Grüße
Christine