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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Auch ich habe jetzt die Kraft mich vorzustellen


Christine313
23.04.2005, 13:04
Hallo Zusammen,
hin und wieder habe ich mal auf diverse Internetseiten geschaut, habe aber nie irgendwo meine Geschichte aufgeschrieben sondern habe lieber andere gelesen und Ähnlichkeiten gesucht. Mittlerweile musste ich feststellen das jede Geschichte einzigartig ist.
Also ich stelle mich jetzt mal vor. Ich heiße Christine und bin 29 Jahre alt. Mit meinem Mann bin ich seit 10 Jahren zusammen und seit fast vier Jahren sind wir verheiratet.
Anfang 2003 wurde ich schwanger und wir freuten uns riesig da wir ja daraufhin gearbeitet hatten. (Ich werde schon wieder ganz zittrig)
Annabelle, meine Tochter, wurde am 29. September 2003 geboren. Die Schwangerschaft verlief ganz normal, was man von dem Rest nicht behaupten konnte. Sie schrie nicht und bekam nicht richtig Luft.
Ich bekam sie ganz kurz, weil ich darum bat und dann wurde sie auch schon in die Kinderklinik gefahren. Um es ein wenig abzukürzen; sie hatte äußerlich ein paar Auffälligkeiten wie z.B. Fältchen in den Armen, kleinere Augen und auch die Ohren waren kleiner und saßen etwas tiefer. Bitte denkt nicht sie wäre häßlich gewesen. Sie war ein ganz süßes Mädchen. Dann kam noch das Problem dazu das sie Sauerstoff brauchte, erst über einem Tubus, nachher auch abwechselnd, je nach Verfassung, mit einem Warmluftvernebler. Sie konnte selbst nicht tief genug atmen um das CO2 abzuatmen. Ernährt wurde sie durch einer Magensonde. Im April letzten Jahres, als es ihr viel, viel besser ging bekam sie dann eine PEG (Zufuhr für Ernährung in den Darm). Viele Untersuchungen die in acht Monaten gemacht worden, waren alle ohne Ergebnis. Sie hatte auch eine Muskelschwäche aber totz Biopsie wurde nichts herausgefunden.
Es war noch einiges mehr aber das würde hier wirklich den Rahmen sprengen. Nach der OP ging es für uns aber so steil bergauf, das es daran ging das wir sie endlich nach Hause bekommen. Zwar mit Sauerstoff, Absauger und, und, und. Aber das war uns egal, wir wollten es probieren und freuten uns darauf.
Als wir am 9.6.04 in die Klinik kamen sah ich sofort das mit ihr etwas nicht stimmte und die Schwester erzählte mir das sie bereits 40 Grad Fieber hatte. An diesem Tag wurde es von Stunde zu Stunde schlimmer, das Fieber stieg, sie hatte ganz derben Durchfall und sie starrte nur vor sich hin. Gegen 20 Uhr bekam sie einen Fieberkrampf und das war der Moment in dem ich den Raum verlassen musste.
Als wir wieder den Raum betreten durften erkannten wir unsere Tochter nicht wieder. Intubiert, zahllose Perfusoren und Schläuche ohne Ende.
In den folgenden 12 Tagen teilte man uns pö a pö mit das ihr Gehirn etwas abbekommen hat, ihre Organe nicht richtig funktionierten und sie eine Lungenentzündung hat. Es war ein Alptraum. Ich dachte ich träume. Irgendein Witzbold hat sich gedacht, wir haben es die letzten neun Monate so gut hingekriegt, drehen wir die Zeit noch mal zurück und schauen ob sie es ein zweites mal schaffen. Ich war am Ende. Mein Mann und ich waren rund um die Uhr an ihrem Bett, wir sahen uns nur in der Klinik. Ich war tagsüber bis nachts dort und mein Mann nachts bis ich wieder kam. Wir waren menschlichte Wracks und ich wußte nicht wieviele Tränen ein Mensch haben kann. Es trat keine Besserung auf und die Krämpfe die sie auch noch bekam, kamen vom Gehirn aus. Ihr Bauch schwoll immer mehr an und sie setze keinen Stuhl ab. Nach elf Tagen entschloss man sich den Bauch aufzumachen und nachzuschauen warum keine Darmtätigkeit da ist. Aber da war es schon zu spät.
Die OP dauerte keine halbe Stunde, als der Stationsarzt und die Schwester, die für sie an diesem Tag zuständig waren, wieder zum OP kamen. Mir lief es eiskalt den Rücken herunter. Kurz darauf hörten wir den Arzt im Raum hinter uns telefonieren und dann holte er sich zu uns. Er sagte der Darm wäre abgestorben. Und ich fragte: "Und? Was heißt das?" - "Ohne Darm kann man nicht leben"-
Das sind sechs Worte die ich in meinem ganzen Leben nicht vergessen werde. Für uns brach eine Welt zusammen. Obwohl sie so krank war, stand für uns bis dahin immer fest das wir sie trotzdem mit nach Hause nehmen werden.Wir gingen doch sogar seit März mit ihr draußen spazieren...aber jetzt?
Zurück auf der Station, wurden sämtliche Medikamente abgesetzt und sie bekam nur noch Schmerzmittel und Schlafmittel, aber keiner wußte wie lange es dauern würde. Wir ließen sie an diesem Abend noch nottaufen und einige unsere Familie waren auch dabei. In dieser Nacht blieben wir zusammen in der Klinik. Der darauffolgende Tag war lang, aber mein Bruder mit Frau und andere Familienmitglieder die sich verabschieden wollten lenkten uns für ein paar Sekunden ab. Dafür bin ich heute sehr dankbar, ganz besonders meinem Bruder und meiner Schwägerin die bis zum Ende blieben.
Am Abend kamen dann der Arzt mit Schwester zu uns rein und fragten ob sich noch etwas getan hätte und ich sagte ihm das sie mich gerade noch einmal kurz angesehen hätte. Er meinte das wäre unwahrscheinlich, da sie mit Schmerz- und Schlafmittel vollgepumpt wäre. Behutsam versuchte er uns zu sagen, das wir ihr helfen könnten indem wir die Beatmung etwas runterdrehen. Oh, Gott. Was verlangten die jetzt von uns? Sie würde nicht ersticken und auch nichts spüren, der Kreislauf würde langsam zusammenbrechen und das CO2 wird halt mehr. Das war so schwer. Unter Tränen fragten wir immer wieder ob es wirklich keine Chance für sie gibt. Aber die gab es nicht.
Sie drehten die Beatmung runter und sofort fiel die Sättigung und die Herzaktion. Die Schwester fragte mich ob ich sie auf den Arm haben möchte aber ich verneinte da ich Angst hatte das sie Schmerzen haben würde. Als ich aber dann sah wie schnell sich ihr Zustand verschlechterte, bekam ich es plötzlich mit der Angst zu tun und wollte sie doch noch mal haben. Gesagt, getan. Ich bekam sie sofort und mein Mann und ich sagten ihr immer wieder wie lieb wir sie haben, was für ein tolles, tapferes Mädchen sie ist und das wir sie nie vergessen werden. Für mich waren es Sekunden und dann starb sie in meinen Armen. Das war das Schlimmste im meinem Leben und es nimmt mich immer noch sehr mit, wie auch jetzt. Annabelle wäre eine Woche später neun Monate alt geworden. Sie starb am 21. Juni 2004 um 18:53Uhr.
Ich weiß ich war jetzt sehr ausführlich. Aber wenn ich von meiner Tochter erzähle, möchte ich eigentlich nichts auslassen und hier habe ich schon einiges weggelassen, da es ständige Auf´s und Ab´s waren. Ständige Vermutungen ihrer Krankheit die sich doch nie Bewahrheiteten und, und, und.
Mein Mann und ich gehen seit August zu einer Therapie um das alles aufzuarbeiten und ich bin bis heute krankgeschrieben.
Jeden Tag habe ich mit Annabelle Kontakt in dem ich ein Tagebuch angefangen habe, in dem ich ihr alles erzähle. Meine Gefühle, meine Erinnerungen, meine Sorgen, meine Ängste, mein Alltag...und das war von meiner Therapeutin eine sehr gute Idee, es hilft mir sehr.
Ich würde mich freuen, wenn mir jemand schreiben würde. Auch wenn die Erfahrungen sich nicht ähneln. Denn eins bleibt gleich, wir haben alle unsere Kinder verloren.

BirgitHa1963
23.04.2005, 14:35
Liebe Christine,

ich weiss nicht, was ich sagen soll, denn das Lesen Deiner Geschichte hat mich sehr traurig gestimmt........ mir fehlen die Worte und ich bin sehr traurig, dass Deine Annabelle es nicht geschafft hat und nicht bei Dir auf Erden leben kann.
Wie Du geschrieben hast, haben wir alle unsere Kinder verloren, aber manche Schicksale berühren einen dann doch mehr.
Ich finde es schön, dass Du jeden Tag schreibst, diese Aufzeichnungen sind sehr wertvoll und auch sehr wichtig für die Trauerarbeit...... und jedes kleine Detail ist etwas, an dem man sich festklammert, weil man Angst hat, man könnte etwas dieser Erinnerungen verlieren.

Momentan fehlen mir die Worte, aber ich hoffe, dass Du Dich hier aufgehoben fühlen wirst und das Du hier auch Hilfe erfahren wirst, wie ich vor einiger Zeit und schon viele andere zuvor...

Ich nehm' Dich mal vorsichtig in den Arm und grüsse Dich
Birgit
und http://www.cosgan.de/images/smilie/engel/c020.gif Felix, am 3. Juli 2004 / 26.SSW nicht für diese Welt geboren


"....... these wounds won´t seem to heal, this pain is just too real, there's just too much that time cannot erase...."

Sandy75
23.04.2005, 14:36
Liebe Christine,
ich habe grade keine Worte,weil mir die Tränen über die Wangen rollen.Aber einen Trost gibt es sowieso nicht, darum nehm ich dich einfach mal schweigend in den Arm...
Aber deine Annabelle hat tolle Eltern, die die Kraft hatten sie gehen zu lassen.

Alles Liebe
Sandra mit Emily im Herzen und Lisa im Arm

TTanja
23.04.2005, 15:44
Liebe Christine,

ein trauriges aber herzliches Willkommen hier bei uns im Forum...

... ich sitz hier da, mit Tränen in den Augen.... :-( Eure Geschichte hat mich sehr berührt.... und auch sehr traurig gemacht.

Hier brennt Amys Kerze für dein tapferes Mädchen
http://www.arcor.de/palb/alben/76/3806976/400_6162303036663563.jpg

Fühl dich bei uns verstanden....

Liebe mitfühlende Grüße
Tanja mit Linda an der Hand http://www.am-horizont.de/smilies/3358.gif
und den Sternenkindern Lee (+ 2.05.03) und Amy (+ 11.07.04)http://www.am-horizont.de/smilies/ura.gif

Bianca1974
24.04.2005, 09:20
Liebe Christine,

eure Lebensgeschichte hat mich sehr traurig gemacht und ich mußte weinen. Ich finde es sehr schlimm, dass eure deine Tochter nicht auf Erden bleiben konnte. Mir fehlen einfach die Worte um weiterzuschreiben,

Ich wünsche dich hier herzlich Willkommen.

Liebe Grüsse

Bianca

claudiamitlisa
24.04.2005, 12:56
Liebe Christine,

ich sitze hier und weine mit Dir um Deine süße kleine Tochter. Ihr ward so stark, sie wird so stolz auf Euch sein.

Ich schicke Dir eine ganz warme und kraftsendende Umarmung

Claudia

Sabine Drillingsmama
24.04.2005, 18:17
Liebe Christine,

ich sitze hier mit Tränen in den Augen.

Auch meine Leonie ist letzendlich nach einer zu späten OP an einer Darmnekrose gestorben, auch wenn sie entgegen Eurer Annabelle "nur" 14 Tage gekämpft hat.

Heute abend zünde ich Leonies Kerze auch für Eure Tochter an.

Liebe, mitfühlende Grüße


[center][FONT COLOR="#0000FF"] Sabine mit *Leonie* http://www.schmetterlingskinder.de/dcforum/User_files/40e7ab5f3f6aa0b4.jpg ganz tief im Herzen, Ihren Drillingsgeschwistern Marie und Max Leon sowie Alexander hier im Leben

Andrea mit Sternchen Janin
25.04.2005, 13:24
Liebe Christine!
Nun sitze auch ich hier und die Tränen laufen...
Es tut mir sehr leid, dass deine kleine Anabelle nicht mehr bei euch sein kann. So sehr habt ihr gekämpft, es hat mich unendlich berührt eure Geschichte zu lesen.
Ich möchte ein Licht leuchten lassen für eure Familie und hoffe, dass sie ein klein wenig Wärme spendet.
http://www.ladymistery.gmxhome.de/kerz/_vorschau/mini-kerze01.jpg
Stille Grüße
Andrea mit Janin für immer im Herzen und kleinem Hoffnungsbär im Bauch

Christine313
25.04.2005, 20:27
Liebe Sabine,
dein Brief hat mich ein wenig neugierig gemacht.
Du sprachst davon das deine Leonie an einer Darmnekrose gestorben ist.
Es ist zwar bestätigt worden das Annabelle´s Darm abgestorben ist, wir haben aber bis heute keine Antwort darauf erhalten, wiso, weshalb und warum sie plötzlich so sterbenskrank wurde.
Wofür steht Nekrose? Wißt ihr warum sie daran starb? Ich mache mir soviele Gedanken und einer meiner Vermutungen ist ja auch das sie die PEG (den Ernährungsschlauch im Darm) einfach zu spät gewechselt haben oder beim wechseln (was am gleichen Tag geschah als sie anfing zu fiebern) des Schlauches irgendetwas mit reingebracht haben.
Es wäre lieb wenn du mir zurückschreiben würdest.

Liebe Grüße
Christine

Christine313
25.04.2005, 20:38
Hallo ihr Lieben,
ich möchte allen danken die mir geschrieben haben. Allein beim lesen liefen mir schon wieder die Tränen herunter.
Es ist schön zu wissen, das es Menschen gibt die den Kummer mit einem teilen und nachempfinden können.
Ich habe ja sehr lange mit mir gehadert ob oder ob ich nicht schreiben soll, und bin froh das ich es getan habe und so nette Menschen kennengelernt habe.

Liebe Grüße an alle
Christine

Jenny30
12.05.2005, 15:06
Liebe Christine,

ich empfinde das warme Willkommen hier auf diesen Seiten genauso wie Du. Ich war schon ganz schön gerührt, als ich direkt nach dem letzten Wochenende soviel feedback auf meine frustrierte mail bekommen habe.
Auch ich heule hier meist bei jedem Schicksal, fühle den Schmerz eines Jeden. Eigentlich hätte ich gedacht, daß man sich darein schaukeln und steigern kann, wenn man nebst der eigenen Tragik auch noch soviel anderes Leid liest, aber mittlerweile denke ich, es ist gut mal nicht so egoistisch sich nurnoch selbst bemitzuleiden (bitte nicht falsch verstehen...), sondern auch mit-zuleiden..die Schleusen öffnen und es wieder und wieder fliessen zu lassen...denn nur wenn man dies kann, erfährt man auch Trost und Mitleid von Anderen. Mir ist soviel tiefe Freundschaft und Mitgefühl in meinem Umfeld zuteil geworden, aber auch kurzlebiges und oberflächliches Mitleid von Menschen, die ich anders eingeschätzt hätte. Hier empfinde ich eine echte gefühlsmäßige Anteilnahme von Menschen, die ich wahrscheinlich nie persönlich werde kennenlernen. Denn Niemand kann wirklich den Schmerz ermessen, der nicht sein Kind verloren hat.
Es tut mir so leid, daß Dein Engel es nicht schaffen konnte...ich glaube, sie ist sehr glücklich und beruhigt in Deinen Armen eingeschlafen...kann man sich einen schöneren Platz dafür wünschen?
In Gedanken bei Annabelle und Elija...vielleicht spielen sie gerade und lachen zusammen.
Lieben Gruß, Jenny

Christine313
12.05.2005, 22:34
deine letzten Zeilen bringen mich doch glatt wieder zum weinen.
Es berührt mich wirklich sehr, wenn jemand etwas so einfühlsames im schwersten Moment meines Lebens, zu mir sagt.
Unsere beiden Engel haben bestimmt unzählbare Freunde und es geht ihnen gut.
Ich war übrigens vor Monaten schon mal auf dieser und auch auf der Sternenkinder Seite. Damals habe ich aber nur gelesen und alle Beiträge haben mich nur zum weinen gebracht.
Eine (mittlerweile sehr, sehr gute und liebe) Freundin meinte dann ich sollte es lassen, weil es mich immer nur wieder runterzieht.
Sie (Sonja) lernte ich auf der Intensiv kennen. Damals hatten wir aber keinen Kontakt, da jeder mit seinem eigenem Kind zu tun hatte.
Sie hatte Zwillinge. Musste sich nach 13 Tagen von ihrem Nico verabschieden und neun Monate später dann auch von ihrer Tochter Janina. Auf Annabelle´s Geburtstag standen wir (mein Bruder, meine Schwägerin und Isis eine Kinderkrankenschwester) an ihrem Grab und ich erkundigte mich nach Janina. Isis erzählte mir dann das auch sie es nicht geschafft hat. Ich war so geschockt. Ich bat eine andere Krankenschwester, die bei uns um die Ecke wohnt, doch bitte die Adresse herauszufinden, weil ich ihnen gerne eine Karte schicken möchte. Als Annabelle starb und wir so viel Anteilnahme erfuhren durften, hat es mir sehr gut getan, und das wollte ich jetzt auch für diese beiden tun. Irgendwie kannte man sich ja, wer Annabelle pflegte hatte auch Janina und andersrum, man sah auf dem Monitor halt immer gerade wie es dem Kind ging.
Heute sind wir sehr gut befreundet und ich bin sehr glücklich darüber. Sie ist jetzt wieder schwanger, macht sich aber viele Sorgen. Ich versuche sie so gut es geht zu unterstützen.
Jetzt habe ich schon wieder so viel erzählt, ich hoffe es hat dich ein wenig interessiert.
Was ich eigentlich sagen wollte, ist das ich jetzt, fast ein Jahr später die Kraft habe mitzureden und auch von mir zu erzählen.
Ich will ja auch erzählen. Ich glaube alle Mütter haben das Bedüfnis von ihren Kindern zu erzählen. Ich finde es gut das wir hier die Möglichkeit haben.
Nochmal. Es freut mich sehr das du wieder ein wenig Sonne in deinem Herzen hattest.
Ich wünsche dir noch einen schönen Abend.

Liebe Grüße
Christine

Mely_1985
15.05.2005, 10:45
Liebe Christine,


ich kann vor lauter Tränen den Bildschirm nicht mehr sehen. Beim Lesen konnte ich alles so deutlich vor mir sehen. Es tut mir so unendlich leid, was du durchmachen musstest. Ich habe auch eine kleine Tochter, sie ist jetzt 15 Monate alt, und wurde mit einem Herzfehler geboren, wenn ich mir vorstelle, dass ich das alles hätte durchmachen müssen, dann............

Ich weine und weine, und es hört nicht auf. Ich kann sagen, auch wenn das etwas gemein klingt, ich habe mein Kind "gott sei dank" während der Ss verloren, uns beiden ist dies alles erspart geblieben.

Aber behalte dir deine kleine Mausi in den Gedanken und im Herzen wie an den Tagen, als es ihr gut ging und sie richtig glücklich war.

Denk daran, da wo sie jetzt ist, da kann ihr keiner mehr Leid zu fügen.

Ich drücke dich und sende dir eine ganz große Portion Kraft!


Mely mit *David-Benjamin, den Zwillis ** und meiner Mausi Sarah-Lynn, für die ich so dankbar bin, und die ich jetzt weinend aus ihrem Bettchen holen musste,nur um das Gefühl zu bekommen, dass sie wirklich da ist.