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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mir geht es schlecht


Mami Jetta
11.04.2005, 20:58
Hallo ihr Lieben,

ach man, mir geht es immer schlechter. Die letzten Wochen vergingen eigentlich relativ gut und ich dachte, ich kann mit der Trauer auch soweit ganz gut umgehen. Die Trauer bekam ich langsam in den Griff. Mein gab mir vor einigen Wochen doch noch ein kleines Fünkchen Hoffung auf ein Folgekind gab. Doch wie es aussieht waren das nur leere Worte. Und es tut wieder so weh.

Nun steht am Sonntag die Kommunion von meinem Patenkind an und ich habe Angst, dass ich in der Kirche zusammenbreche. Letztes Jahr ging mein Neffe und da brach in nachmittags zusammen. Ich muss dieses mal stark sein, ich kann meinem Patenkind doch das schöne Fest nicht versauen.

Ich igele mich hier total ein, lasse nichts und niemanden an mich ran. Es versteht mich ja eh keiner, also was soll ich andere dann damit belasten?

Nun wünsche ich mir bei euch ein offenes Ohr zu finden. Was soll ich nur tun? Ich bin total verzweifelt!

Traurige Grüsse

Jetta mit *Michi und *Würmchen für immer im Herzen

Andrea mit Sternchen Janin
11.04.2005, 21:20
Liebe Jetta!
Mensch, es tut mir wahnsinnig leid, dass es dir so schlecht geht.
Lass dich mal in den Arm nehemn und feste drücken, ja?
Wir hier, wir verstehen dich!
Ich glaube, es wird immer Zeiten und Momente geben, wo es uns sehr schecht geht und alles besonders schwer ist.
Hast du denn niemanden in deiner Nähe, der dich einfach mal still in den Arm nimmt?
Für die Kommunion kann ich dir leider auch keinen Tip geben.
Vielleicht kannst du, wenn du merkst dass es dir nicht so gut ist ein bischen an die Luft gehen und die Seele etwas baumeln lassen?
Wenn es dir nicht gut geht, dann ist es eben so. Mach dir deshalb keine Vorwürfe, ja?
Ich schicke dir mal eine Portion Kraft.
Liebe Grüße,

bea_zauber
16.04.2005, 14:40
Liebe Jetta,

ich kann Dich so gut verstehen, mir geht es ähnlich.
Aber leider kann ich Dich auch nicht aufmuntern, mir fehlt z. Z. die Kraft.

Mir fällt es wieder so schwer die neuen Schwangerschaftsmeldungen in meiner Umgebung zu hören, und den Müttern mit Ihren Babys zu begegnen, die so alt sind wie unser letzter Sohn.
Wie oft kommt es vor, dass ich heulend nach hause laufe und mich einigele.

Habe schon mit Yoga und Akupunktur versucht, zur Ruhe zu finden, aber beides hat mir nicht viel gebracht.

Ich denke, ich werde doch meine Psychotherapie wieder aufnehmen, die ich vor 1/2 Jahr meinte hoffnungsvoll abschliessen zu können.

Ich wünsche uns, dass wir bald einen Weg aus dieser Hoffnungslosigkeit und Traurigkeit finden,und wieder offen und hoffnungsfroh in die Zukunft blicken können!

alles Liebe,
Beate

Mami Jetta
18.04.2005, 20:20
Hallo ihr Lieben,

erst einmal möchte ich euch für die aufmunternden Worte bedanken.

Nun bin ich wieder zu hause, hab die Erstkommunion hinter mich gebracht. Es fing am Samstag abend an. Da ging es mir super schlecht und ich hatte wieder einmal Gedanken, die alles andere als gut waren. Aber ich musste stark sein für mein Patenkind.

Am Sonntag dann dort angekommen, wischte ich mir die letzten Tränen vor der Tür ab, denn niemand sollte merken wie schlecht es mir ging. Mein Bruder begegnete mir, ich guckte natürlich immer noch sehr traurig und sagte, ich solle ein anderes Gesicht auflegen, sonst.... Ich muss dazu sagen, dass es am Vortag ein kleines Missverständnis zwischen uns gab. Ich bin dann hinter ihm her und hab ihn weinend gefragt, ob er es nicht ein kleines bisschen verstehen könne, dass solche Anlässe nicht auch schwer für mich sind. Ich hab zwei Kinder verloren. Dann nahm er mich gleich in den Arm und fragte, ob er irgend etwas für mich tun könnte? Aber was sollte er denn tun?

In der Kirche hab ich mich soweit zusammengerissen, bis die Kinder jedesmal was vorgetragen haben, da liefen die Tränen. Zu hause angekommen, hatten die anderen Gäste nichts anderes zu tun, als sich über evtl. Folgekinder zu unterhalten, wer denn wohl als nächstes eines bekommt. Da war wieder alles aus und ich musste aus dem Raum.

So ging es eigentlich den ganzen Tag. Immer wieder kamen für mich schwere Gespräche.

Trotz allem fühl ich mich leer und allein gelassen. Meinem Freund hab ich noch einmal eine Mail geschickt, worauf ich ein endgültiges Aus für den Kinderwunsch erhalten habe. Und nun? Ich sitze hier und weine die bitterlichsten Tränen und weiss einfach nicht mehr weiter.

Danke das ich mich bei euch ausweinen durfte. Ich nehm euch jetzt alle mal in meine Arme, wenn ich darf.

Traurige Grüsse

Beate35
18.04.2005, 21:58
Liebe Jetta,

mir fehlen im Moment einfach die Worte,fühl Dich lieb in den Arm genommen :*

Stille Grüße
Beate