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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Willkommen im Forum der Schmetterlingskinder


Moni
26.03.2005, 16:24
Herzlich Willkommen allen Eltern deren Kind früh starb.
Früh, das soll heißen:
Eltern die ihr Kind oder ihre Kinder durch Fehlgeburt, Totgeburt, Tot während der Geburt oder Tod im ersten Lebensjahr verloren haben.

In diesem Forum sind wir Betroffene unter Betroffenen,
können uns austauschen in unserer Trauer um unserer Kinder.

Dieses Forum ist als erste Anlaufstelle für Betroffene Eltern und Geschwister gedacht.
In diesem Forum kann jeder lesen und nach einfacher Registrierung schreiben.

Ihr erhaltet nach der einfachen Registrierung eine e-mail in der ihr gebeten werdet, eure Adresse und Telefonnummer bei der Administratorin zu hinterlegen.
Danach könnt ihr in den geschützten und nicht öffentlich lesbaren Foren der Schmetterlingskinder lesen und schreiben.

viele liebe Grüße von Moni.

Moni
07.12.2005, 10:42
Hallo vor allem an die neuen User,

aus gegebenem Anlass, da in letzter Zeit immer häufiger Pseudonyme als Usernamen verwendet werden,
muss ich noch einmal darauf hinweisen,

daß in den Forum-Benutzerregeln eindeutig steht, daß wir hier keine Pseudonyme verwenden möchten.

Jeder der sich anmeldet,
bestätigt mit einem OK, daß er/sie die Forumsregeln gelesen hat und akzeptiert !

Es ist für mich eine mühevolle Kleinarbeit,
die Usernamen die nicht den Regeln entsprechen nachträglich zu ändern.

Bitte seid so lieb und lest die Forumsregeln wirklich vorher.
Ich weiß, daß es ziemlich lang ist, aber es ist für die geschützte Atmosphäre dieses besonderen Forum sehr wichtig.

Vielen Dank, und viele Grüße von Moni.

Moni
07.12.2005, 10:52
Liebe Sternenkinder-Etern,

ich werde in den nächsten Tagen alle angemeldeten User-Daten kontrollieren und ordnen.

Das heißt:

- wer länger als 4 Wochen angemeldet ist, aber seine persönlichen Daten nicht gemailt hat, wird vorerst gesperrt.
Ich habe allen betroffenen User eine e-mail gesendet.
Wer diese erhaten hat oder wer merkt, dass er gesperrt ist, sendet bitte eine Mail an mich,
damit wir das klären können - es könnte ja auch passiert sein,
dass ich eine Mail übersehen habe, nicht zuordnen konnte oder ähnliches.

- wer sich mit einem Pseudonym angemeldet hat, mir aber seine Daten gemailt hat wird auch gesperrt - dann gleicher Vorgang wie oben.

- wer sich mit Pseudonym angemeldet hat und auch nicht gemailt hat, wird sofort gelöscht. Auch hier evtl. eine Mail an mich, wenn Fragen auftauchen.

Liebe Grüße von Moni.

_______________________

Und hier noch einmal die Nutzungsbedingungen unseres Forums zum nachlesen:

Die Forenadministratorinnen behalten sich das Recht vor,
Teile und Konditionen der Nutzungsbedingung jederzeit zu ändern.
Die User werden im Forum darüber informiert.

Es ist die Pflicht der User,
gelegentlich immer wieder mal einen Blick auf die Nutzungsbedingungen zu werfen.

Für die Benutzung der Foren müssen im Interesse der Foren-Gemeinschaft folgende allgemeine Grundregeln beachtet werden:

1. Allgemeines:

Die Gesetze der Bundesrepublik Deutschland sind zu beachten. Missachtung kann strafrechtliche Verfolgung nach sich ziehen. Wir möchten an dieser Stelle darauf hinweisen, dass Sie im Frauenworte-Forum nicht anonym Beiträge erstellen. Die Moderatoren und Betreiber (Administration) des Diskussionsforums haben die Möglichkeit, relevante Daten zu erfassen, die bei Verstößen gegebenenfalls zur Identifikation des Verursachers herangezogen werden. Der Zugang zum Forum und dessen Nutzung können nicht in irgendeiner Form verlangt, erklagt, oder anderweitig erzwungen werden. Die Administration behält sich das Recht vor, jederzeit ohne Angabe von Gründen einzelnen Nutzern das Privileg der Nutzung temporär oder permanent zu entziehen.

2. Accounts

Alle bei der Anmeldung gemachten Angaben entsprechen der Wahrheit.

2.1 Benutzernamen

Der Benutzername soll dem eigenen (Vor-)namen entsprechen oder diesen enthalten. Davon bekannte Kosenamen oder Kurzformen sind auch erlaubt. Nicht erlaubt sind Pseudonyme oder Phantasienamen. Solche Anmeldungen werden sofort wieder gelöscht.
Ausnahmeregelungen von diesem Punkt bitte begründet bei der Forenadministration per e-mail erfragen.
Als Benutzernamen dürfen keine rechtlich bedenklichen Bezeichnungen oder geschützte Markennamen verwendet werden, außer Sie sind der Inhaber oder offizieller Vertreter der Firma, AG, oder GmbH und sprechen auch in deren Namen.

2.2 persönliche Daten

Nach der Registrierung erhalten Sie eine e-mail in der wir Sie um ihre persönlichen Daten bitten.
Accounts von neuen Usern, die ihre persönlichen Daten nicht innerhalb von 4 Wochen an die Forumsadministratorin senden (siehe Mail nach Registrierung),
werden nach diesen 4 Wochen geloescht.

User, deren persönliche Daten im Zweifelsfalle nicht nachvollziehbar sind, werden sofort geloescht.

2.3 Inaktive Accounts

Useraccounts die längere Zeit ( 1 Jahr ) nicht genutzt werden, werden durch den Admin gelöscht. Die User können sich aber jederzeit wieder neu anmelden. Inaktiv heisst: wer 1 Jahr nicht im Forum eingeloggt war und/oder geschrieben hat, wird gelöscht.

2.4 Mehrfachaccounts

Doppel- und Mehrfachaccounts sind nicht möglich, diese werden sofort bis auf einen gelöscht.


2.5 Löschung von Accounts und Beiträgen

Es besteht kein Anspruch auf Löschung von eigenen Beiträgen, mit dem schreiben der Beiträge, erklärt sich der Nutzer der Seite damit einverstanden, das diese auch nach Löschung des Useraccounts im Forum bestehen bleiben.


3. Umgangston und Netiquette

Behandeln Sie andere Forenteilnehmer so, wie Sie selbst behandelt werden möchten. Denken Sie immer daran, dass Sie es mit Menschen und nicht mit virtuellen Persönlichkeiten zu tun haben.
Beleidigungen und sexistische oder rassistische Äußerungen sind untersagt.
Jeder hat das Recht auf seine eigene Meinung. Versuchen Sie deshalb nie, Ihre Meinung anderen aufzuzwingen.
Unterstützen Sie neue Mitglieder in den Foren, damit diese sich schnell integrieren und zurechtfinden.
Informieren Sie die Moderatoren oder Administratoren bei krassen Verstößen gegen die Forenrichtlinien und die Netiquette.

4. Spamming

Massenhaftes Erstellen inhaltsgleicher Beiträge (Threads) und/oder Antworten, auch Crosspostings, also das Posten des gleichen Beitrags in mehreren Foren sind nicht erlaubt.

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Das Bewerben kommerzieller Homepages und auch IDs fürs Geld-Verdienen im Internet werden nicht geduldet. Ausgenommen von dieser Regelung sind die Profile

6. Signaturen

Die Signaturen sollen nur eine Erleichterung für den Nutzer darstellen. Sie sind nicht als Werbefläche vorgesehen.
Links zu privaten und gewerblichen Homepages werden nur dann vom Betreiber zugelassen wenn diese Seiten nicht gegen gültiges deutsches Recht verstoßen.
Bannerwerbung und Firmenlogos innerhalb der Signatur wird nicht gestattet und entsprechende Beiträge werden Kommentarlos gelöscht.
Die Bilder in den Signaturen sollten möglichst klein (5Kb- 80*60 Pixel) gehalten werden .

7. Inbox - Notizbuch

Beides ist durch den Nutzer gelegentlich zu leeren, es steht nicht unbegrenzt Platz zur Verfügung. Der Nutzer hat keinen Anspruch auf Funktionsfähigkeit oder die Verfügbarkeit der Inbox

8. Profil

Das ausfüllen und aktivieren des Profiles ist zwar freiwillig, aber erwünscht.

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Copyright bei Markenzeichen ist zu beachten !

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Jeder Nutzer ist für die von ihm publizierten Beiträge selbst verantwortlich. Links zu Webseiten sind zu unterlassen, wenn damit die Eigentumsrechte Dritter verletzt werden oder wenn diese Webseiten illegale Inhalte bereithalten. Die Betreiber des Frauenworte-Forums sind nicht für den Inhalt der Webseiten Dritter und die Genauigkeit des Materials auf diesen Webseiten verantwortlich.

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Inhaltliche Änderungen und Ergänzungen dieser Richtlinien behalten wir uns vor.

nadinedelius
11.12.2005, 19:39
Moni,

kann ich auch mein Login selbst bearbeiten?

Neuer Username: nadinedelius

Muss auch mein Passwort aendern. Danke!!

mandyF
24.01.2006, 20:34
Hallo,

ich habe vor einer Woche, am 18.01.2006, mein Baby in der 20.Schwangerschaftswoche verloren durch eine Fehlgeburt, ausgelöst durch einen unerklärbaren Blasensprung. ich weis nicht wie ich damit umgehen soll. Ich kann nicht schlafen, will nichts essen und bin nur am weinen. Es war ein Wunschkind. Es ist ein Junge gewesen. Ich fühle mich einsam, unverstanden und leer. Ich habe auch einen Psychologen der mich betreut aber ich kann meine Gefühle nicht mit ihm teilen. Ich möchte mich verstanden fühlen und geborgen. Selbst der Vater meinen geliebten babys gibt mir die Schuld und macht mich fertig. Ich gebe mir auch die Schuld und das ist ein schreckliches Gefühl, obwohl alle sagen das es nicht meine Schuld ist fühle ich so.:-(

Elisabete
24.01.2006, 21:23
[center][font color=000088]Liebe Mandy,

ein trauriges Willkommen hier im Forum.
Ich halte Dich erst einmal ganz lange ganz fest.
Auch wenn ich Dir gerade nicht so helfen kann,
wie ich es gerne würde,
so hast du auf jeden Fall meine Schulter zur Verfügung.

Lehn' Dich an.
Weine.
Schreie!
Hier wirst Du aufgefangen werden.
Ich drück Dich mal fest.

Dieses Licht soll für Deinen kleinen Jungen brennen:
http://www.forum.frauenworte.de/user_files/1151.gif

Leise Grüße
Eli


[hr]P.S.:
Du hast Deinen Beitrag als Antwort auf ein Posting von Moni geschrieben. Dadurch geht er etwas unter.
Du wirst sehr viel mehr Leser finden, wenn Du ein eigenes Posting beginnst.
Das machst Du, indem Du im "erste Hilfe Forum" oben auf "Neues Thema" gehst.

Das sieht so aus:[hr]
http://www.forum.frauenworte.de/user_files/4748.jpg

simone finck
24.01.2006, 22:27
liebe mandy,

es tut gut, dich hier zu wissen. denn es hilft sehr, wenn du deiner trauer auch worte geben kannst. glaube mir, dass alle menschen hier deine gefühle achten und würdigen.

es tut mir sehr leid, dass dein geliebter junge gestorben ist. diese wunde, die uns zugefügt wird, wenn unser kind stirbt, schmerzt so unendlich. ich weiss noch, wie lange ich mir die schuld für den tod der kinder gegeben habe. auch das ist eine facette der trauer, das fragen nach dem "warum" und auch manchmal zu fragen "bin ich schuld?"

ach glaube mir, du hast alles gute gewollt und getan für deinen sohn. erklärungen finden wir kaum für dieses unfassbare geschehen.

fühl dich hier gut aufgehoben, ich wünsche dir viel kraft für die kommende zeit,

simone

p.s.
eli hat dir gut beschrieben, wie du ein neues posting schreiben kannst - wenn du magst. danke liebe eli!

Pia26
28.01.2006, 17:11
Liebe Mandy,

ich habe am 15. Januar meinen kleinen Tim in der 21. SSW verloren. Ich kann dich sehr gut verstehen. Mir geht es genauso. Ich würde am liebsten in ein Mauseloch kriechen und es zumauern. Mein Freundeskreis versucht zwar alles, um mich aufzumuntern und abzulenken, aber ich will davon nicht wissen.

Ich weine sehr oft. Ich kann nachts nicht schlafen, weil mir immer wieder die selben Fragen durch den Kopf gehen, auf die es keine Antworten gibt.

Gib Dir nicht die Schuld und lass Dir das nicht einreden!!!

Ich hoffe für Dich, dass Du liebe Menschen um Dich herum hast, die Dir den Halt geben den Du jetzt brauchst.

Ich drücke Dich aus der Ferne.

Stillen Gruß


Pia

Maike_Mika_Leon
28.01.2006, 21:08
Habe das mit dem Pseudonym erst jetzt gelesen.
Wie kann ich es auf meinen Namen ändern?
Liebe Grüsse Maike

mandyF
29.01.2006, 21:20
hallo Pia,

es ist schön zu wissen das mich jemend versteht. Es tut mir leid für dich und ich kann dich verstehen. Ich möchte mich auch gerne verkriechen aber ich habe genug leute um mich die mich aufbauen. mein psychologe gibt mir auch etwas halt.Ich kann nachts auch nicht schlafen und wenn doch wache ich mit tränen in den Augen wieder auf. Ich fühle mich leer und einsam auch wenn ich weis das es nicht so ist.

ich drücke dich auch ganz fest und denk an dich.

dickes knuddel.
in stillem gedenken an deinen sohn tim

mandy

Constance S.
22.02.2006, 22:56
Hallo Mandy F!

Ich schreibe dir, weil es mir einen Tag früher ähnlich ergangen ist wie dir. Ich kann deine Wut und Trauer sehr gut nachfühlen.
Mein kleiner Sohn Paul wurde am 17.01.2006 in der 24. SW geboren.
Ich lag zuvor 3 Wochen wegen einer Plazenta Prävia und immer wiederkehrenden Blutungen im Krankenhaus - nach 3 Wochen wurde ich entlassen, da sich die Plazenta verschoben hatte - es war ein Freudentag - und wir dachten - jetzt kann uns nichts mehr passieren - wir betreten dieses Krankenhaus erst wieder am Ende der 40. SW.....aber alles kam anders - in der Nacht nach meiner Entlassung bekam ich plötzlich Wehen - ich habe diese aber nicht gleich erkannt - es ist mein erstes Kind gewesen und richtig sicher war ich erst so gegen 5.00 Uhr - die Geburt wurde versucht aufzuhalten - aber es war aufgrund einer Infektion, die ich mir wohl zugezogen hatte, von der aber niemand einschließlich mir, etwas bemerkt hatte. Paul stürzte sich ins Leben- und das leider viel zu früh. Er lebte 2 Stunden - dann haben wir aufgrund einer Hirnblutung und der unreifen Lunge beschlossen ihm weiteres Leiden zu ersparen.
Das war wohl die schwerste Entscheidung meines Lebens.....

Das dir dein Mann Vorwürfe macht finde ich unmöglich - was kannst du denn für den Blasensprung??? Weshalb gibt er dir die Schuld?
Und weshalb denkst du, du hättest Schuld?

Ich mache mir selbst auch einige Vorwürfe - aber auch die Ärzte sagten bei mir -selbst wenn ich früher gekommen wäre, hätte man die Geburt nicht mehr verhindern können.....viele Worte - es fällt mir schwer ihnen Glauben zu schenken.....
Da ich im Moment sehr viele Bücher lese, habe ich festgestellt, daß es den meisten Frauen wohl in einer bestimmten Phase ihrer Trauer so geht - sie geben sich die Schuld (das beruhigt mich irgendwie...)

ich würde mich freuen von dir zu hören....kopf hoch (leicht gesagt ich weiß - meiner hängt auch meist noch.....) Constance

Carmen34
19.08.2006, 14:54
Hallo ich bin neu hier und ich bin froh mich mit anderen auszutauschen.Am 30.Juli 06 fuhr ich mit starken Blutungen in die Klinik.Und am 10.August musste ich mein Kind wegen einer bakteriellen Infektion in der 19.SSW still gebähren.Ich konnte mein Baby nicht mal im Arm halten weil es stecken blieb.Anschliessend wurde ich ausgeschabt.Ich lag 20 Stunden in den Wehen und alles was mir blieb ist ein Fussabdruck.Obwohl mich meine Familie sehr unterstützt kann keiner in mich reinschauen wie es in mir aussieht.Absolute Leere ,ein tiefer Schmerz und immer die Frage WARUM ??? Bitte helft mir!!!

Liebe Grüsse
Carmen34

Kerstin Bohne
21.08.2006, 11:46
Hallo Carmen,
es tut mir so leid wegen deninem Kind.
Ich kann gut nachvollziehen was du durchmachst.
Ich habe am 8.8 unseren Sohn Colin in der 23 SSW stillgeboren. Er war in meinem Bauch gestorben, wieso weshalb warum weiß ich noch nicht ich muss noch auf die Ergebnisse der Pathologie warten. Auch das warten macht mich krank denn der Gedanke das ich vielleicht schuld bin. Oder mir am Ende noch gesagt wird das ich keine Kinder bekommen soll ist ein Albtraum.
Habt ihr euch entschlossen euer Baby beisetzten? Mir hat auch sehr die Initiative Regenbogen geholfen wenn du willst kann ich dir gerne mal die Telenummer von der Hauptstelle geben. Das Buch Gute Hoffnung, jähes Ende. Lese ich immer wenn ich einen hänger habe. Es ist wirklich gut geschrieben.
Die Familie und Freunde sind wirklich wichtig aber so immer können sie einen nicht verstehen, bei mir ist es so das für die Umwelt der Alltag wieder läuft und für mich steht die WElt. Man vermisst den kleinen Bauch und das strampeln, wie sollen denn die anderen verstehen? Es tut so weh, aber vielleicht sollten wir es als schicksal annehmen. Ich glaube das uns das passiert ist weil wir die Kraft haben das durchzustehen und die Liebe für ein neues Baby in uns Schlummert.
Ich wünsche dir von Herzen alles gute!
Liebe Grüsse Kerstin und in Frieden Bohne

Carmen34
21.08.2006, 12:07
Hallo!!!
Wir haben uns entschieden, unsere kleine Selina beisetzen zu lassen.
Hat mir auch jeder geraten,um einigermassen einen Abschluß zu finden.
Ausserdem hat man eine Anlaufstelle unseren Engel nah zu sein.Sag mir wie man damit fertig wird??? Ich wollte so gern noch ein Baby und meine Tochter Anna-Lena (5) auch.Ich weiss auch noch nicht ob ich nochmal schwanger werden will, habe Angst das es wieder schief geht.Ich hatte ein Hämatom in der Gebährmutter dass immer größer wurde,dann sanken meine Blutwerte und dann .... der Alptraum.:-(
Liebe Grüsse
Carmen 34

Kerstin Bohne
24.08.2006, 14:00
Hallo Liebe Carmen!!!
wie man damit fertig wird, dass weiß ich auch noch nicht. Auch wir haben die Beerdigung noch vor uns. Ich glaube fest, dass wir das packen und das auch du bestimmt noch ein Geschwisterchen für Anna-Lena und deinem Sternenkind bekommst.
Ich habe auch Momente in denen ich gar nicht weiß wie es weitergehen soll, aber dann kommt wieder die Kraft und ich sehe positive Dinge in meinem Leben.
Ich habe Vorgestern erfahren das meine Plazenta Colin nicht richtig Versorgt hat, ich mache mir auch da große Vorwürfe.
Aber dann stellt sich mir die Frage, sind wir wirklich an der Natur schuld? Können wir es wirklich ändern, wohl kaum.
Und ein Satz fällt mir immer ein, ein Mensch hält mehr aus wie ein Pferd!
Liebe Carmen, verliere nicht deine Kraft du schaffst es, du und deine Familie ihr habt einen kleinen Engel der auf euch aufpasst und wenn es gar nicht mehr geht wird er bei dir sein und Kraft geben!
Ich wünsche dir von Herzen Kraft in deiner tiefen Trauer!


Liebe Grüsse Kerstin und in Frieden Bohne

Carmen34
25.08.2006, 11:47
Liebe Kerstin!
Mir geht es auch so, mal denk ich ich habs kapiert und dann fall ich wieder in ein tiefes schwarzes Loch.Ich komm gerade von dem FA um meine Blutwerte wieder testen zu lassen.Alles noch nicht so recht im Normbereich. Außerdem habe ich immer noch Blutungen die aber laut Ärzte im KH nur ca. 5 Tage nach einer Ausschabung sein sollten.Meine Blutungen hab ich schon seit 15 Tagen und es hört nicht auf.Mein FA
sagt auch manchmal hilft sich die Natur!Ich kanns nicht mehr hören,mein Kind war kerngesund!!!
Ich wünsche uns dass wir unser Leben endlich mal wieder in den Griff kriegen und das ich wieder ein normales Familienleben ohne Alpträume führen kann.
Ich drück dich und liebe Grüße
Carmen34

Kerstin Bohne
25.08.2006, 13:35
Liebe Carmen,
wie schön jemanden gefunden zu haben dem es genau so geht wie mir.
Habe gestern eine CD gehört Lebensmut statt Depression. Habe mir eingebildet das ich dadurch besser eingeschlafen bin. Na ja vielleicht wenigstens bissel Hoffnung auf normalität.
Arbeitest du wieder? Oder bist du noch krank geschrieben?
Ich kann dich Berühigen, ich Blute jetzt seid 17 Tagen und es scheint nicht aufzuhören. Vielleicht sollte ich nochmal zur FÄ gehen.
Ja der SAtz : Manchmal macht die Natur was sie will hängt mir auch zum Hals raus.
Sag mal Träumst du schlecht, ich habe die ganze Zeit schlecht geträumt. Auch noch als ich Schwanger war. Von Missbildungen und so.
Wollt ihr eigentlich ein Folgekind?
Dir auch viel Kraft zum Verarbeiten.
Sei Lieb gedrückt!

Liebe Grüsse Kerstin und in Frieden Bohne

Kerstin Bohne
25.08.2006, 13:46
Lieb Carmen,
wir sind in unserer Trauer wohl auf dem gleichen Level.
Hast du nicht mal lust zu telefonieren?
Meine Nummer ist 07222 967462.
Ich kann dich aber auch gerne anrufen wenn dir das Lieber ist.
Am Besten Abends würde mich wirklich sehr freuen!
Liebe Grüsse Kerstin und in Frieden Bohne

Carmen34
25.08.2006, 18:05
Liebe Kerstin!!!
Ich bin jetzt noch bis 08.09.06 krank geschrieben, also dann insgesamt 4 Wochen.Was ist das schon gegen den Verlust eines Wunschkindes.Wie lange kann bzw.darf man nach Fehlgeburt krank geschrieben werden, ohne Ärger mit der Krankenkasse zu haben ???
War ja vorher noch fast drei Wochen stationär im Krankenhaus.
Aber arbeiten kann ich einfach noch nicht, ich bin noch nicht so weit.Eine gute Bekannte hat mir ein Buch geliehen:Gute Hoffnung-jähes Ende von Hannah Lothrop.Es soll helfen die Trauer zu bewältigen.
Ja,ich und mein Mann Thorsten würden trotz allem noch gern ein Baby haben, aber dafür müssen sich meine Blutwerte und mein Körper mindestens ein viertel Jahr erholen lt.Ärzte.
Im Moment ist die Trauer aber auch noch viel zu groß,um überhaupt dran zun denken.
Ja, ich kann abends nicht einschlafen und gegen drei Uhr wach ich schweißgebadet auf mich plagen die absoluten Alpträume!
Hier hast du mal meine Tel.Nr.0921/1500370
Wann hören die Sch....Blutungen endlich auf ?Meine Ärztin meint es kann auch die psychische Verfassung sein, dass man so lange blutet.
Ich hab aber leider keinen Hebel den man umlegen kann und ...........
hurra mir gehts wieder gut!:-(
Ist ja wahnsinnig wieviele Frauen eine Fehlgeburt hinter sich haben,bei einer normalen Schwangerschaft beschäftigt man sich gar nicht mit so was.Bei meiner Tochter konnte ich Bäume ausreißen, ich fühlte mich sau wohl!
Es ist gut,dass es die Möglichkeit gibt, sich mit anderen auszutauschen, da ist die Trauer nicht mehr ganz so groß, wenn man jemand hat bei dem man sich anlehnen kann, man ist nicht mehr so allein!
Liebe Grüße und laß wieder von Dir hören
Carmen34

Carmen34
26.08.2006, 17:57
Hay Kerstin!
Unser Gespräch gestern hat mir richtig gut getan.Ich weiss nicht wie es Dir ging,aber ich fand es richtig gut.
Bist mir absolut sympatisch !!!:)
Viele liebe Grüße
Carmen34

Kerstin Bohne
26.08.2006, 21:00
Hallo Carmen,
ich fande es gestern auch voll super, hat mir auch total gut getan!
Und ich habe auch schon neue Infos was unsere tolle Blutung angeht.
Also: habe im Krankenhaus angerufen und mit der Ärztin gesprochen und sie hat gesagt das so eine Schmierblutung über längere Zeit durchaus normal ist. Ich werde jedoch am Mo mal meine Frauenärztin anrufen, mal sehen was die sagt.Gebe dir natürlich auch bescheid.
Wenn du lust hast können wir gerne mal wieder miteinander reden, fand ich echt super. Du bist mir auch sehr sympathisch. Und unsere Männer heißen auch noch gleich.:D
Sei lieb gedrückt!
Liebe Grüsse Kerstin und in Frieden Bohne

Carmen34
27.08.2006, 21:13
Hallo Kerstin!
Werde mich im Laufe der kommenden Woche mal telefonisch bei Dir melden.Diesmal ruf ich aber an.Wenn Du beim FA bescheid weißt, kannst mir ja schreiben.
Viele liebe Grüße
Carmen34

Kerstin Bohne
28.08.2006, 16:57
Hallo Carmen,
erstens freue ich mich schon sehr auf deinen Anruf,
desweiteren habe ich mit der FÄ telefoniert und sie sagte 4 Wo seien normal da wir so spät unseren Wurm verloren hätten.
Ich mache mit trotzdem Gedanken, jeder sagt da was anderes und ich soll kommende Woche wieder in die Arbeit, ich hatte dir ja erzählt das ich da so schwer heben muss in der Arbeit.
Habe nun im Hauptforum die anderen Damen gefragt ob sie damit Erfahrung haben und ob es irgendetwas zur Unterstützung gibt. Hoffe das ist auch in deinem Interesse.
Ich bin gespannt was du erzählst warum alle gefragt haben ob es schnell geklappt hat.
Freu mich riesig auf unser Telefonat. Sei lieb gedrückt!
Liebe Grüsse Kerstin und in Frieden Bohne

Carmen34
28.08.2006, 17:48
Hallo Kerstin,
hat deine FÄ gesagt, dass Du wieder arbeiten sollst, oder willst Du wieder arbeiten? Meine FÄ hat zu mir gesagt, solange ich Blutungen habe, keine körperliche Anstrengung !!!Wenn Du schwer heben mußt,
ist das glaub ich nicht das optimale wieder auf die Arbeit zu gehen.
Ich hatte gestern abend mal so das Gefühl, daß meine Periode einsetzt,aber war wohl nichts.Heut Nacht hatte ich mal wieder einen schrecklichen Alptraum. Ich denke das der Körper diese ganze Alptraum-Geburt nur nachts verarbeitet,wenn man zur Ruhe kommt.Unter dem Tag kann man sich doch eher ablenken man grübelt nicht ständig.
Ich muß mich zwar aufraffen ein bißchen was zu tun, aber ich muß ja für meine Tochter da sein, ich muß ja funktionieren, auch wenn es schwer fällt.Und wenn ich schlaflose Nächte habe, fällt mir alles so verdammt schwer!:(
Warum muß uns so was passieren, warum dürfen wir nicht wie andere Mamis mit unseren dicken Bäuchen, einfach nur glücklich sein???
Warum nimmt der da oben überhaupt kleine Kinder zu den Sternen, warum holt er sich nicht die alten und kranken Menschen,die sowieso nicht mehr leben wollen ?
Ich drück Dich ganz doll,liebe Grüße
Carmen34

fabienne2
15.09.2006, 00:52
hallo zusammen!

ich weiss gar nicht wie ich anfangen soll!

ich habe bis jetzt eine turbulente SS hinger mir!in der 6.woche hatte ich eine leichte blutung,der sofort angeordnete US ergab,das ich zwillinge erwarte!zuerst schock pur!aber danach grosse freude!

beim nächsten US sah man das eines der zwillinge kleiner ist als das andere und eine dicke nackenfalte hat!

ich wurde zu einem spezialist geschickt,mit einem genaueren US!

der bestätigte leider die dicke nackenfalte von 7mm!!!!

dazu kam ein grössenunterschied von 1cm!

und einen nabelbruch!

wir waren krank vor sorge und wussten nicht was machen!
wir mussten doch auch noch an den gesunden zwilling denken!
was wollen wir machen.....weitere abklärung oder....abtreibung....oder gar nichts?????
der arzt hat uns zu nichts gezwungen,er hat uns gut beraten und sich sehr viel zeit genommen!

die nächste zeit zuhause habe ich fast nur durchgeweint!ich wollte doch keine entscheidung treffen!ich liebte beide zwillinge und wollte keinen hergeben!

der weitere termin beim spezialist ergab keine besseren ergebnisse!
unser sorgenkind hatte nun flüssigkeitsansammlung um den ganzen körper,sein herzschlag war gesunken und er ist nicht mehr gewachsen!

wir fuhren heim ohne vorher eine entscheidung beim arzt getroffen zu haben!aber im auto fiel es mir wie schuppen vor den augen: ich durfte nicht so egoistisch sein,ich musste ihn gehen lassen!damit wenigstens eines unserer zwilling überlebt!

ich wollte am nächsten tag anrufen und dem arzt unseren entscheid bekanntgeben!wir wollten ihn schweren herzens erlösen mit einer giftspritze!
als ich anrief am nächsten tag,sagte er mir er würde mir dringend anraten,zuerst eine chorionbiopsie (schreibt man das so) zu machen!ich sagte zu und konnte am nachmittag gerade gehen!
es war sehr schmerzhaft,aber ich habe es geschafft!

ein paar tage später dann das ergebnis!

unser junge hat trisomie 18!
der arzt hat uns gesagt er würde den eingriff gerade machen,was mir auch recht war!ich wollte es so schnell hinter mich bringen!

noch schnell zum US!dann das...

unser kleiner LARS hat den weg zu den engel selber gefunden!
er hat uns die entscheidung abgenommen und mir die schmerzhafte abtriebung erspart!
ich bin ihm dankbar,aber gleichwohl sehr traurig,das er so krank war und wir ihn nie kennenlernen durften!!!

ich liebe ihn sehr!

jetzt kommen so sprüche wie: du hast ja noch eines!
darf ich nicht trauern,nur weil ich noch eines im bauch habe???

sorry für den roman!!!

liebste grüsse

fabienne2

Carmen34
15.09.2006, 14:02
Hallo !
Natürlich darfst Du trauern, es war Dein eigen Fleisch und Blut!
Aber Du mußt jetzt stark sein, für das Baby das in Dir heranwächst.
Dein Kleiner Lars war nicht gesund, ihm gehts im Himmel besser, der liebe Gott hat Dir die Entscheidung abgenommen.
Ich wünsche Dir alles Gute in Deiner SS
Sei lieb gedrückt
Carmen34

Manuela36
25.09.2006, 21:52
Hallo,
ich habe eine 3. Fehlgeburt erlitten, und bin in ein schwarzes Loch gefallen. Wie komme ich hier wieder raus?

Carmen34
25.09.2006, 22:08
Hallo Manuela36,
es tut mir sehr leid, lehn Dich bei mir an .
Durch was wurden die FG ausgelöst und welche SSW warst Du ?
Liebe Grüße
Carmen 34

Jochen42
12.11.2006, 18:21
hallo.
meine traumfrau und ich haben haben am 15.januar unseren ungeborenen sohn verloren.sie kam damit nicht klar,das ich still war und ihr nicht helfen konnte.ich komme damit nicht klar das sie sich von mir entfernt.... ich habe angst sie zu verlieren

Anja2
12.11.2006, 18:44
Lieber Jochen,

zunächst ein herzliches, wenn auch trauriges Willkommen hier im Forum. Es tut mir sehr leid, dass Ihr Euer Kind hergeben mußtet. Das ist so ein tiefer Einschnitt im Leben, dass man nur sehr schwer damit klar kommt.
Männer und Frauen trauern unterschiedlich. Vielleicht hilft es Deiner Frau, wenn sie sich mit anderen austauschen kann (Selbsthilfegruppe oder dieses Forum?). Mir hat dieses Forum sehr geholfen mit meiner Trauer zu leben und zu verstehen, dass mein Mann anders trauert (wir sind zwar heute nicht mehr zusammen, aber der Grund für die Trennung war definitiv nicht der Verlust unserer Tochter). Auch das Buch "Gute Hoffnung-Jähes Ende" hat mir sehr geholfen.

Magst Du noch ein bißchen mehr erzählen über Euer Kind?
Du kannst gerne auch einen neuen Thread eröffnen.

Liebe Grüße
Anja

Friederike
27.11.2006, 11:39
Hallo Moni,

mein Name ist Friederike und ich habe vor knapp 8 Wochen unseren Sohn Liam Niklar verloren, nach 37 Wochen und 5 Tage scheinbar kompliationsfreier Schwangerschaft...ich kann es immer noch nicht wirklich glauben und begreifen...es verlief alles so normal...er wurde in den letzten Wochen ruhiger, aber bis es mich beunruhigt hat, war er schon gestorben....bisher war ich zuhause und hatte Besuch von meinen Eltern, dass hat geholfen durch den Tag zu kommen, jetzt sind sie wieder zurueck in Deutschland (ich lebe in Suedafrika seit 1.5 Jahren mit meinem suedafrikanischen Mann)...
heute ist mein erster Arbeitstag und es faellt mir schwer mit dieser Normalitaet zurechtzukommen...ich kann es auch schlecht in Worte fassen...

ich wollte Dich/Euch nur wissen lassen, dass es mir gut tut eure mails zu lesen, da fuehle ich mich nicht mehr so ganz alleine und verlassen mit meiner Traurigkeit und Erfahrung...

Friederike

p.s. es ist das erste Forum in dem ich bin und ich fuehle mich noch etwas hilflos wie es denn jetzt so alles funktioniert

Anika18
25.12.2006, 16:28
hallo erstmal an alle und kompliment für diese super idee eine solche homepage zu eröffnen!

ich fange einfach mal an...

ich heisse anika und bin jetzt 18 jahre alt...

im juni erfuhr ich das ich bereits in der 7. woche schwanger war...
ein totaler schock...da ich gerade einen neuen vertrag für meine 2. lehre abgeschlossen hatte und mich überhaupt nicht in der lage fühlte eine solche verantwortung zu übernehmen...
als ich dann mein kind das erste mal beim US sah, wie das herzchen "bubberte" ...entschied ich mich es zu behalten...
ich war in einer festen beziehung, aber diese lief schon lange nicht mehr, und trennte mich dann auch...
ich sagte mir das ich das auch alleine schaffe...mein wille war stark..
alles lief komplikationsfrei bis mein arzt in der 12. ssw ein nackenödem von 7,9 mm feststellte...wir machten gleich einen nackenfaltentest...
das ergebniss war das der statistische wert einer behinderung dem maße einer 48 jähr. frau, nicht einer 18 jähr., entsprach...
daraufhin wurde ich zu einen spezielisten mit 3D diagnostik geschickt...er führte einen chorionzottenbiopsie (mutterkuchenpunktion) durch und erklärte mir das es nach einen chromosomenschaden mit schweren herzfehler aussah...ausserdem ein wasserkopf...
eine welt brach zusammen...
meine arzt überwies mich in der 13. ssw ins krankenhaus zum abbruch aus med. indikation...ich stimmte dem zu, ich sagte mir wenn es sein muss dann so schnell wie möglich...
ich zerschlug mir denn kopf...ich hätte alles in kauf genommen um dises kind zu behalten...doch der gedanke daran, was ist, wenn ich nicht mehr bin oder ein solches leben führen würde, gab mir dann die kraft für die zustimmung...
im krankenhaus angekommen kam ein weiterer us...die ärztin gab die maße 15mm x 14mm an...rechts und links...verstand ich gar nicht...
ausserdem weigetre sie sich das kind aus med. indikation zu "entfernen" und verlangte wenn ich das machen möchte dann auf eigenen wunsch...und legte es bei der beratungsstelle so aus als wäre ich 12 ssw, da ich aus den zeitraum des wunschabbruchs raus war...
ich allerdings war total gekränkt und traurig...da muss ich mein kind schon hergeben und soll dann noch so tun als würde ich es nicht wollen...WUNSCHABBRUCH...
ich tat dies trotzdem...fuhr zur beratungsstelle...wollte es den kind zu liebe...erklärte wie es ist...die nette frau war schockiert darüber aber füllte trotzdem rechtmäßig alles aus um mich nicht weiter leiden zu lassen...
nun sollte ich 3 tage warten...wartepflicht um darüber nachzudenken wie es bei einen wunschabbruch nun mal so ist ...
das machte mich absolut wahnsinnig...
als dann der tag gekommen war fuhr meine mutter mit mir zum beistand mit...ich lag dort im op kittel und wartete auf mein erstes zäpfchen um den muttermund zu weichen...
irgendwann kam die ärztin und sagte mir das der befund der mutterkuchenpunktion da sei...es waren keine chromosomenanomalien festzustellen und es war ein mädchen...
sie erklärte mir es könnte ein kleiner herzfehler sein oder nur eine harmlose lymphstörung...
ich war überglücklich und wir gingen wieder zu 3. nach haus...ich gab ihr den namen angelina (übersetzt engel)...den namen hatte sie verdient...
wieder musste ich zu diesen spezialisten...sie war trotzdem eine risikoschwangerschaft...
er sagte das sich der herzfehler nicht mehr zeigt,ebenso der wasserkopf...aber...das ödem...es hatte 8,3 mm...
ausserdem waren rechts und links (daher die maße der ärztin im kkh) zwei riesen zysten...
im durchschnitt jeweils 1,5 cm...
er ließ aus den entnommenen mutterkuchengewebe eine langzeitkultur anlegen ob sich nicht doch was zeigt...im verdacht war das sogenannte turner-syndrom...
ausserdem gab er mir eine internetseite auf der ich schauen sollte was ein nackenödem bei normalen chromosomensatz bedeutet...
ich schaute mir das an und rief gleich am nächsten tag an und stimmte wieder den abbruch zu...die zig möglichen krankheiten waren grauenhaft...
ich kam in ein anderes kkh...die ärzte dort machten keinerlei anstalten das aus med. sicht grund bestünde...im gegenteil...
dort sah ich sie das letzte mal beim us...es war der schwerste gang in meinen bisherigen leben...
ich kam auf meine zimmer und bekam sofort das erste zäpfchen...sie sollte normal geboren werden...
aber es passierte nichts...nach einer woche und ca 4 l wehenmittel beschlossen sie zu operieren...die fruchtblase war zwar geplatzt aber ich bekam nur einmal wehen und der muttermund öffnete sich nicht...
sie fragten nach der bestattungsart...ich war mittlerweile in der 16. ssw...ich wählze eine anonyme bestattung und stimmte untersuchungen am kind zu und fotos...ich wollte wissen ob ich nie gesunde kinder haben kann...bei den untersuchungen kam nichts heraus...einfach eine laune der natur...eine miese laune...und fotos konnten auch nicht geschossen werden...sie war zu groß um sie in einen stück zu entnehmen...klingt sehr hart...ist es auch aber ich wage mir bis heute nicht über diese aussage nachzudenken...die vorstellung wäre nicht zu ertragen...
nun ist alles was mir bleibt ein letztes us bild mit ihren gesicht...
und verstehen kann ich das heute noch nicht...es ist jetzt 4 monate her aber trost gibt es bis heute nicht...erst jetzt habe ich es geschafft dies hier zu schreiben...den zettel den ich bekam mit den möglichkeiten einer bestattung konnte ich mir bis jetzt nicht durchlesen...auf ihn steht diese internetadresse...auch kann ich mir nicht mehr vorstellen kinderwunsch zu haben...die angst ist größer...

so...ich denk das war schon viel zu viel aber es hat gut getan und es hilft zu wissen das andere dadurch wissen das sie nicht alleine mit einen solchen verlust stehen...

liebe grüße anika

Kristina B.
29.12.2006, 15:16
Liebe Anika,
Oh Gott, ist da eine grauenvolle Geschichte. Da bin ich sprachlos, was Dir passiert ist.
Ich durfte meine Tochter, Gott sei Dank, in der 20. SSW nach der normalen stillen Geburt noch in der Hand tragen und erhielt auch Fotos, die ich jetzt als sehr wichtig empfinde.
Ich kann mir daher sehr, sehr gut vorstellen, wie schrecklich das für Dich ist.
Viele Grüße Kristina

Melanie0409
04.01.2007, 19:24
Hallo,
bin gerade ein neues Mitglied geworden. Auch ich mußte die schmerzliche Erfahrung machen, wie es ist wenn ein Kind sterben muß. Meine Tochter Emily durfte leider nur 10 Monate alt werden. Als Emily 2 Monate alt war bemerkte ich bereits daß mit dem Kind irgenetwas nicht in Ordnung ist. Sie hob einfach nicht den Kopf und gestrampelt hat sie auch nicht. War immer total lieb hat nie geschriehen. Als unsere Kleine fünfeinhalb Monate war und wir einen riesengroßen Spießrutenlauf hinter uns hatten erfuhren wir endlich was los ist. Emily war sehr schwer krank. Spinale Muskekatrohie. Auf deutsch Muskelschwund. wir hätten es in der Schwangerschaft nicht feststellen könnnen. Denn hierbei handelt es sich um einen Gendefekt. Noch keiner in unserer Familie hat diese schlimme Krankheit gehabt. Emily war die Erste. Also wußten wir bis dahin auch nicht daß wir, mein Mann und ich diese Krankheit in uns tragen und weitervererben können. Wir sind beide gesund und nicht an dieser Krankheit erkrankt. Naja es begann eine schwere und harte Zeit. Wir haben Emily bis zu ihrem Tod zu Hause gepflegt. Es war sehr hart. wir sind echt an unsere Grenzen gekommen. Mein Wunsch war immer, daß Emi zu Hause in aller Ruhe und Würde sterben darf und kann. den Gefallen hat sie mir Gott sei dank auch getan. Am 21.07.2006 ist sie dann ruhig in meinem Arm für immer eingeschlafen. Mit Ihrer heißgeliebten Mama ganz alleine zu Hause.
Das war jetzt unsere Geschichte in kurzform. Die ausführliche Geschichte würde hier den Rahmen sprengen.
Die Zeit nach Emilys tod ist ganz schön hart. Ganz besonders hart war die weihnachtszeit. Für mich war 2006 kein Weihnachten. ein ganz normales Wochenende. Ich frage mich immer wieder warum. Warum mußte unsere süße kleine Maus so früh sterben? Wenn es mir ganz schlecht geht, wünsche ich mir, daß ich bei ihr sein könnte. Dann wünsche ich mir sogar daß ich früh sterben kann um wieder bei ihr sein zu können. Habe große Angst, daß ich sie mal nicht erkenne wenn ich dort ankomme wo sie jetzt ist. Vielleicht kann mich ja der eine oder andere von euch verstehen!!! Vielleicht hat ja auch der eine oder andere Lust mir zurück zu schreiben. wir könnten uns gegenseitig Kraft geben. Ich würde mich freuen. viele liebe Grüße Melanie0409

Pamela
06.01.2007, 01:29
Hallo Melanie, Ich heiße Pamela und bin zu ersten mal hier.
Ich wieß wie du dich fühlst,es geht mir genau wie Dir.
Mein Sohn Janne-Henning ist am 24.6.05 bei der Geburt gestorben.
Es sind jetzt 18 Monate her.
Ich habe es geschafft mit dem schmerz zu leben in dem ich ihn zu lasse,
ich rede und weine über Janne wenn ich es brauche.
Wenn ich seine nähe brauche Gehe ich zu Janne ans Grab und erzähle ihm alles was passiert ist,oder sitze nur schweigend an seinem Grab.
Setze Dich BITTE nicht unter druck und laß dir nichts einreden,
BITTE gib dir zeit für alles.
Alles liebe
Pamela

Melanie0409
06.01.2007, 10:32
Liebe Pamela,
habe mich sehr über deine Antwort gefreut. Bin froh jemanden gefunden zu haben. Ich mache das genau so wie Du. Ich gehe jeden Tag zum Grab. Ich weine dort, wenn mir danach ist, ich erzähle meiner Emi immer das neueste und manchmal stehe oder sitze ich einfach nur vor dem Grab. Sie fehlt mir so. Es tut so unendlich weh. Zur Zeit kann ich auch wenigmit meinem Mann darüber reden, er befindet sich wahrscheinlich gerade in einer Trauerphase in der er nicht gerne darüber redet. Naja, ich hoffe daß dieses Jahr für uns wieder etwas besser wird als das letzt. Wir fahren jetzt am Dienstag erst einmal für sechs Wochen zur Kur. Ich hoffe es geht mir danach etwas besser und das ich auch wieder ein paar neue perspektiven für mein weiteres Leben finden kann. Würde ich freuen, wenn wir in Kontakt bleiben könnten. Viele liebe Grüße Melanie

Pamela
06.01.2007, 18:53
Hallo Ich Heiße Pamela
Ich habe mein Sohn Janne-Henning in der 35.woche bei der Geburt verloren.
Es war am Freitag den 24.Juni 05.
Ich habe insgesamt 4 Kinder: Lisa 6J. Lea 4J. Janne wäre 18 MO. und Oliver 6 Mo.
Meine Tochter Lisa kam mit Windpocken aus dem Kindergarten,
ich rief sofort mein Arzt an und sagte ihm das ich noch keine Windpocken hatte.Mein Arzt beruigte mich,das es nicht so schlimm ist der kleine ist geschützt nur er muß per Kaiserschnitt auf die Welt kommen.
Genau 7 Tage danach bekam meine Tochter Lea und ich die Windpocken auch.
In der Nacht von Donnerstag auf Freitag ging es mir so schlecht.
Ich bekam kaum noch luft,von da an weiß ich nur, daß der Arzt im Krankenhaus Bethanien sagte NOTKAISERSCHITT.
Ich bekam unheimliche Angst,ich hing ja noch am CTG es war ja alles in Ordnung mit Janne,sein Herz schlug ja.Der Arzt meinte es wäre besser für uns beide,( ich bekam eine Lungenentzündung durch die Windpocken)
bevor was passiert.
In der zeit wo die Schwester mich dann OP fertig machte sagte ich zu Janne :Wenn du gehen willst dann geh aber, lass mich dabei sein.
Auf dem Weg zum OP stab mein Baby in mir.
Ich habe es 10 Tage später erfahren das mein Baby tot ist denn ich lag in der Essener Uniklinik im Koma aber ich habe es vorher schon gespürt .Am 6.Juli kam ich dann zurück ins Krankenhaus Bethanien,mein Baby lag immer noch da. Der Arzt fragte mich ob ich mein Baby sehen will,wir fuhren dann in die Patologie.
Er war wunderschön und groß 51cm,2850 gr. und 36cm ku
ich küßte ihn zum ersten und letzten mal und bedankte mich das ich seine Mama sein darf.
Zur Beerdigung durfte ich nicht, da ich noch zu krank war, daher war das die erste und letzte begegnung mit ihm.
Viele sagen stelle dich nicht so an du hast ja noch zwei Kinder
aber das ist ja das schlimme ich weiß ja was ich vermissen werde.
Ich kann mich ja nicht in meiner Trauer fallen lassen,da ich noch zwei
Kinder habe.
Genau 1Jahr und 2Tage später kam dann mein zweiter Sohn Oliver per Kaiserschnitt zu Welt.
Es ist schön ihn zu haben aber er ist kein Ersatz für Janne das weiß ich.
Ich habe auch ein schlechtes gewissen gegenüber Janne
das ich zu schnell wieder ein baby bekommen habe
ich glaube das ist normal.
Den leeren Platz kann keiner füllen.
Ich hoffe das es Leute gibt die gleich Erfahrungen gemacht haben und mir helfen können.

Ich Danke im vorraus
Pamela

Pamela
07.01.2007, 14:01
Hallo Melanie
Mein Sohn Janne ist am 24.Juni 05 gestorben und mein Mann Thomas redet
heute noch nicht mit mir über unser Baby.
Sein Bruder meint das er sich hilflos fühlt,da er nichts dagegen machen
konnte.
Er hat Janne nie gesehen oder im Arm gehalten.
Ich habe am anfang mein Mann unter druck gesetzt das er mit mir redet,
das war ein großer fehler.
Wir haben dann abemacht,daß er die Zeit bestimmt wann er über Janne redet und ich warte immer noch und das ist mir egal wie lange ich warten muß.
Ich finde es eine tolle Idee im Urlaub zu fahren ich würde es auch gerne machen!
Ich würde mich freuen wenn wir uns öfters schreiben würden.
Schöne Grüße
Pamela

Pamela
08.01.2007, 19:33
Hallo Melanie

Ich wünsche Dir und deinem Mann einen wunder schönen Urlaub und erhole Dich

Liebe Grüße
Pamela

sibylle
17.01.2007, 13:45
Hallo Liebe Moni,

Habe 2 Sternenkinder.
Eine Mail aber noch nicht bekommen.
Anissa ist am 01.06.1994 beboren und kurz danach gestorben.
Sie ist erstickt.
Anissa wurde im 6.Monat geboren nach frühzeitiger Ablösung
der Plazenta hervorgerufen durch einen Bluterguss.
ET wäre der 17.10.1994 gewesen.


Sara Marie ist am 17.09.2005 still geboren im 7.Monat
nach med.Ind.AB.
ET wäre der 15.01.2006 gewesen.Im KKH sagten sie
am 03.01.06.Ich habe aber am 15.01.ausgewählt,
was der Frauenarzt mir als erstes sagte.
Es geht mir damit nicht gut.Mit dem Med.Ind:AB
und ich wünsche mir Kontakt mit Frauen,die das auch leider
erfahren mussten.


Liebe Grüsse Sibylle

Wie kann ich mein Passwort ändern ?

Anika18
28.01.2007, 15:57
hallo kristina...

ja schrecklich ist das auf jeden fall...
ich kann damit auch überhaupt nicht umgehen...
ich sollte jetzt zum psychologen um zu lernen wie ich damit leben kann...ein kind wünsche ich mir nicht mehr...ich habe viel zu viel angst davor das es wieder so ist...
denn mit 18. ist eine solche "kranke ss" absolut unnormal...
am 24.01.07 wäre der Et gewesen...
liebe grüße anika

Angel
19.02.2007, 10:04
Hallo zusammen.

Ich bin Angelika und habe mich schon vorher mal mit Cinderella angemeldet ohne richtig zu lesen *schäm* na ja ich hoffe das es diesmal alles klappt.

Ich schreibe auch jetzt erst da es in den letzten Wochen ziemlich stressig zu Hause war da mein Freund sich plötzlich so geäußert hatte das er doch keine Kinder möchte. Was mich in kurz vor einen Nervenzusammenbruch gebracht hat da er meinen Wunsch eingentlich kennt (rede da seid über 2 Jahren immer wieder mit im drüber) mir vom alter langsam die Zeit wegrennt und ich mir so meine Gedanken mache warum ich nicht schwanger werde.

Da ich schon 3 Fehlgeburten hinter mir habe ist das nicht so einfach für mich und nachdem ich das Buch von Birgit Zart (gelassen durch die Kinderwunschzeit) gelesen habe ist mir auch klar geworden das ich meine Sternchen gar nicht richtig betrauert habe, was ich einfach auf die familiären Umstände und weil ich damals noch jünger war oder einfach weil ich da niemanden hatte mit dem ich darüber reden konnte.

Mein Sohn der nach der ersten FG geboren wurde ist mittlerweile 11 und daher kann ich vielleicht auch anderen helfen.

Gruß Angelika

Petra_Schneeflocke
19.02.2007, 20:47
Hallo,
ich hab hier nun schon eine Weile im Forum gelesen, jetzt ist es für mich an der Zeit, auch etwas zu schreiben. Es ist mein 1. Beitrag in einem Forum überhaupt, ich hoffe es klappt... Ich habe auch ein Schmetterlingskind. Mein Sohn Adrian ist in der 21. SSW am 3.Januar gestorben. Ich kam am 31.12. mit einer plötzlichen starken Blutung ins Krankenhaus, der Schock war groß, doch als die Ärzte Herztöne hörten und mir sagten, dass der Ultraschall soweit auch okay ist, beruhigte ich mich langsam wieder. Doch am Morgen des 3.1. waren plötzlich keine Herztöne mehr zu hören und der Ultraschall bestätigte die schreckliche Ahnung: mein Sohn lebt nicht mehr.
Es sind nun über 6 Wochen seit diesem schrecklichen Schicksalsschlag vergangen... ich versuche, mir den Alltag Stück für Stück zurückzuerobern, es geht manchmal 2 Schritte vor und 1 zurück... ich spüre ich hab noch einen weiten Weg vor mir. Ich wünsche mir sehr, dass ich hier Menschen finde, die mich auf diesem Weg begleiten, und dass wir uns gegenseitig Wegbegleiter sind.
Petra mit Adrian im Herzen

Steffi24
20.02.2007, 09:51
Liebe Petra,

hier bist du gut aufgehoben.
Die Frauen hier haben mir auch sehr weiter geholfen.
Mein Sohn starb am 11.1.07 in der 40 SSW.
Ich möchte dich willkommen heißen und dich ganz fest drücken.
Hier bist du nicht allein.

Traurige Grüße Steffi

Melanie0409
21.02.2007, 14:41
Liebe Pamela,
bin wieder aus der Kur zurück. Habe erst heute Deine letzte Antwort gelesen. Sorry, für die lange Zeit, in der ich mich gemeldet habe. Ich hoffe Dir geht es einigermaßen gut. Mir hat der Tapetenwechsel von zu Hause richtig gut getan. Ich kann sogar jetzt sagen "es geht mir gur!" Da bin ich richtig stolz drauf. Ich habe festgestellt, daß es wirklich noch schöne Dinge im Leben gibt, die man genießen kann. Mit meinem Mann kann ich zur Zeit auch wieder besser reden. Es tat uns beiden und vor allem unserer Partnerschaft richtig gut. Ich hoffe, daß das Jahr 2007 für uns ein besseres wird. Vor allem habe ich jetzt endlich gelernt, Emily ist immer bei uns. In unseren Herzen kann sie uns niemand nehmen. Wir alle die Kinder auf irgendeiner Art und Weise verloren haben müssen froh sein daß wir unsere kleinen Mäuse gehabt haben. Egal ob sie schon auf der Welt waren oder ob sie noch unsere Mitbewohner waren. wir haben sie auf alle fälle kennen und lieben gelernt.
Viele liebe Grüße Melanie

Petra_Schneeflocke
21.02.2007, 14:56
Liebe Steffi,
danke für deine Zeilen! Wir haben unsere Söhne fast zum gleichen Zeitpunkt verloren, ich drücke dich auch ganz fest und bin mit dir traurig. Ich würde mich gern näher mit dir austauschen. Hast du deinem Sohn einen Namen gegeben? Wie geht es dir zur Zeit? Und wie hast du die letzten Wochen überstanden? Ich war die ganze Zeit zuhause, krankgeschrieben, und beginne nun wieder langsam zu arbeiten...
Traurige Grüße
Petra mit Adrian im Herzen

Melanie0409
21.02.2007, 15:08
Liebe Petra,
ich weiß nicht, ob Du meine Geschichte etwas weiter oben gelesen hast. Ich habe sozusagen zwei Kinder in einem Jahr verloren. Meine Tochter ist im Alter von 10 Monaten leider an einer genetischen Erkrankung (Muskelschwund)verstorben. Ich habe sie bis zu Ihrem Tod am 21.07.2006 zu Hause gepflegt. Am 21.07. ist sie dann in meinem Arm verstorben. Ich bin so, so, so froh für die Zeit mit meiner Tochter. Sie hat, genauso wie ihr Tod unser Leben total auf den Kopf gestellt. Es war eine wunderschöne Zeit mit ihr. Nach ihrem Tod fing eine schwere Zeit für meinen Mann und mich an. Wir saßen in einem ganz tiefen Loch. Das Leben hatte eigentlich keinen Sinn mehr. ich hatte keinen Grund mehr morgends aufzustehen. Aber wir haben zusammengehalten. Irgendwann ging es uns wieder einigermaßen besser. Ich wurde wieder schwanger. Sehr schnell sogar. Im September schon wieder. Eigentlich ungeplant. Nach allen Untersuchungen kam in der 13. Woche heraus, dieses KInd, diesmal ein Junge leidet an der gleichen Erkrankung an der Emily litt. Bei Emily konnte ich leider keine Diagnostik machen, da man damals nicht wußte nach was man suchen soll in der schwangerschft. Das war jetzt beim zweiten mal besser. Da ich meine kleine Maus selber gepflegt habe und gesehen habe an welcher schlimmen Krankheit mein kind litt habe ich beschlossen, daß ich kein Kind mehr mit dieser Erkrankung zur Welt bringe. Nun hatte unser kleiner Moritz die gleiche Erkrankung. ich Habe mich schweren Herzens für einen Schwangerschaftsabbruch entschieden. Es war ein verdammt harter Gang in die Klinik und den Eingriff vornehmen zu lassen. Jetzt bin ich jedoch ein stück weit froh das ich mich so entschieden habe. den der kleine hätte kein langes Leben gehabt. Mir geht es heute nach meiner Reha richtig gut. ich bin froh zweimal das Glück gehabt zu haben Schwanger sein zu dürfen und Emily sogar kennenlernen durfte. Auch wir werden es sicher wieder versuchen, obwohl wir ein Risiko von 25 % haben das es wieder passiert. Gib die Hoffnung nicht auf. Halte Dir vor Augen, Du warst einmal schwanger und du wirst sicher wieder schwanger. Ein nächstes Kind wird kein Ersatz sein aber vielleicht ein Trost. Man weiß es nicht. Auch ich weiß es nicht wie es werden wird, wenn ich wieder schwanger bin, wie ich mich fühle. Ich kann dir nur sagen lass dir Zeit, solange es geht. Ich weiß, das ist schwer.Ich habe nach dem Abbruch im Dezember das Gefühl gehabt ich muß jetzt sofort wieder schwanger werden. Der Wunsch saß und sitzt immer noch sehr tief. Aber versuche Dein Leben ersteinmal wieder genießen zu könnnen. Versuche dich über die kleinen Dinge zu freuen, wie über die Sonne oder eine bunte Blumenwiese. Ich habe es mittlerweile soweit geschafft. Es war ein langer harter Weg bis hier hin aber es klappt. Die Trauer wird immer vorhanden sein. Und vor allem rede darüber. Das hilft mir ganz arg. Würde mich freuen, wenn wir öfter Kontakt aufnehmen könnten. Ich kann dir noch ganz viel erzahlen und dir vielleicht auch ein bißchen Mut machen. Wenn Du Lust hast. Melde dich. Viele liebe Grüße Melanie
P.S. Gib dem Tag leben und nicht dem leben Tage!!!!

Steffi24
21.02.2007, 18:27
Liebe Petra,

Ja unser Sohn heißt Maximilian und war 3100 gr. schwer und 51 cm lang und bei dir?
Mir geht es nicht gut ich weine sehr viel wen ich alleine bin. das ist meistens abends weil ich einen 3. Jährigen Sohn habe und ich nicht wiel das er allzuviel mitbekommt.
Ich arbeite nicht ich bin Hausfrau und Mutter aber ich such einen 400 Euro Job.
Die 6 Wochen habe ich nur wegen meinem Sohn überstanden manchmal haben ich das gefühl das ich nicht Lebe sondern nur funkttioniere aber anders krieg ich das ganze sondst nicht auf die reihe. Ich vertränge sehr viel.
und wie geht es dir so?
Liebe grüße Steffi

Nunu
23.02.2007, 11:56
Hallo,

leider muss ich auch hier posten und unsere Erlebnisse erzählen.
Wir mussten innerhalb von 14 Monaten 2 Kinder begraben. Unseren Sohn Adem in der 22 SSW durch unaufhaltbare Wehen auf die Welt gebracht.
Unsere Tochter Eliza Havva kam am 01.02.2007 in der 27 SSW per Kaiserschnitt auf die Welt, da ich aber in der 23+5 SSW einen Blasensprung hatte, hat sich ihre Lunge nicht ausgereift und sie ist an den Folgen innérhalb von 11h und 45 Minuten verstorben.
Der Schmerz sitzt sehr tief. Die Ärzte sind so ratlos sie wissen nicht warum ich frühzeitige Wehen und warum ich immer Keime in der Scheide habe..
Können mir keine Hoffnung mehr geben sagen nur ich müsste mit der Angst leben...

ich weiss nicht mehr weiter, wie soll ich je wieder schwanger werden und nun muss ich auch noch 9 Monate warten bis ich wieder schwanger werden darf...

ich bin so verzweifelt...

NUNU

susann25
23.02.2007, 13:25
hallo nunu,

es tut mir so unwahrscheinlich leid für dich!
ich weiss wie du dich fühlst,aber kann dir keine besonderen ratschläge geben,dafür ist es bei mir auch viel zu frisch.
musste mein kleinen ben vor einer woche von uns gehen lassen.

ich kann dir nur sagen lass jede träne fließen und rede mit einem lieben menschen über dein erlebtes.
trauer um deine lieben sternenkinder und laß dich von lieben menschen festhalten u auffangen.

ich drück dich ganz fest u wünsch dir viel kraft

susann

Petra_Schneeflocke
25.02.2007, 21:07
Liebe Steffi,
heute geht es mir wieder etwas besser. Die letzten Tage waren schlimm..Bei mir verläuft das so in Wellen, mal fühl ich mich ganz unten, dann gehts wieder aufwärts, bis dann die nächste Welle kommt und mich wieder runter zieht...
in den letzten Tagen gings mir körperlich gar nicht gut, ich hatte heftige Kopfschmerzen, die trotz Schmerztablette nicht verschwanden, Magenweh und hab mich einfach insgesamt mies gefühlt. Hatte in der ganzen letzten Woche mies geschlafen, dafür war ich heute 12 (!!!) Stunden im Bett und hab mir viel Ruhe gegönnt.
Du schreibst, du "funktionierst" nur - das kenne ich auch, vor allem wenn ich in der Arbeit bin. Nun, bei dir ist es ja durch deinen 3jährigen Sohn wohl so, dass du den ganzen Tag eingespannt bist und funktionieren musst, oder? Das stell ich mir ziemlich anstrengend vor. Andererseits lenkt er dich vielleicht auch ab und bringt dich auf andere Gedanken?
Mit dem Funktionieren hab ich auch noch zu tun... Ich denke - ähnlich wie du - dass es ein Stück weit nicht anders geht, als zu funktionieren. Ich hab das Gefühl, wenn ich mir Zeit nehme, um die Trauer zuzulassen, fällt es mir leichter zu funktionieren, jedenfalls für ein paar Stunden in der Arbeit. Wenn ich dann heimkomme brauche ich wieder Trauerzeit...
Liebe Steffi, ich wünsche dir, dass du dir auch die Zeit zum Trauern nehmen kannst. Nach meiner Erfahrung braucht es diese Zeit und es gibt keine Abkürzung in der Trauer...
Wie ist das bei dir? Lässt du die Trauer vor allem am Abend zu, wenn dein Sohn im Bett ist?

Petra_Schneeflocke
25.02.2007, 21:27
...oops, jetzt hab ich den Beitag aus versehen schon abgeschickt, dabei war ich noch gar nicht fertig, also hier weiter...

Wie ist das bei dir? Lässt du die Trauer vor allem am Abend zu, wenn dein Sohn im Bett ist? Oder ist er untertags in der Kita und du hast da auch "Trauerzeit"?
Ich versuche gerade, die Balance zu finden, zwischen Trauern und Funktionieren... zwischen weinen und mich aufmuntern (lassen)... zwischen Ruhe (die ich dringend brauche) und etwas unternehmen und ablenken lassen von der Trauer.
Ich habe Adrian in der 21. SSW verloren, er wog 250g und hätte keine Chance gehabt, zu überleben, selbst wenn man ihn geholt hätte, meinten die Ärzte.
Da hat die Natur entschieden und ich konnte und kann leider absolut nichts machen. Außer mich damit abfinden... aber das ist leichter gesagt als getan :(
Ich zünde eine Kerze für deinen Maximilian an und schicke dir mitfühlende,traurige tröstende Grüße
Petra mit Adrian im Herzen

Steffi24
25.02.2007, 22:06
ja das ist so wen der kleine in der kiga ist betreue ich meinem mann seine oma und mach meinen und ihren haushalt dan koch ich und hol um 12 den kleinen wieder ab mittags gehen wir dann etwas raus, auf den friedhof und wieder oma. abend kommt dan mein mann heim aber ich will nicht das er immer stark für mich ist er leidet ja genau so. also traure ich alleine wen die beiden schlafen.
Ja markzs ist ab und zu eine willkommene abwechslung aber wen ich einen schlechten tag hab auch ziemlich anstrengend.
Ja diese wellen kenne ich manchmal öffters am tag uns mal wieder etwas längere wellen und manchmal inerhalb von ein paar stunden.
Ich hoffe du konntest dich gut erholen beim schlafen. Ich werde jeden tag um 6 rausgeschmissen.
:P
auch ich habe eine Kerze für adrian und Maximilian und für Cielly- Alisha
Dicke Umarmung Steffi

Petra_Schneeflocke
25.02.2007, 22:16
Liebe Melanie,
vielen Dank für deine Antwort. Ich habe deinen langen Beitrag und deine Geschichte gelesen und hatte Tränen in den Augen... Es tut mir so unendlich leid für dich, dass du deine geliebte Emily und dann auch noch deinen kleinen Moritz hast gehen lassen müssen.
Es ist so schlimm, was du erleben musstest, ich finde dafür keine Worte. Ich möchte dich einfach in den Arm nehmen...
Du hast etwas so schweres erlebt und aus deinen Zeilen spricht doch so viel Lebensmut und Zuversicht, das hat mich tief berührt. Und es macht mir auch Hoffnung und Mut, dass ich irgendwann auch wieder etwas zuversichtlicher bin... auch wenn es jetzt noch ein langes Stück weg ist. Ja, du sprichst mir aus dem Herzen, wenn du schreibst, dass du froh bist, schwanger gewesen sein zu dürfen! Das geht mir auch so, die 21 Wochen meiner Schwangerschaft mit Adrian waren und sind so kostbar für mich, und diese Erinnerung bleibt für immer. Es ist einfach ein unbeschriebliches Gefühl, zu spüren, wie Leben in mir heranwächst. Mein kleiner Schatz hat mir auch während der Schwangerschaft immer wieder Mut und Kraft gegeben für alle Untersuchungen und Behandlungen. Und dieses schöne Gefühl, ihn in mir gespürt zu haben, bleibt für immer in meinem Herzen, und Adrian gibt mir auch jetzt noch Kraft. Ich denke oft, er würde nicht wollen, dass seine Mama jetzt an der Trauer zerbricht und aufgibt... also lebe ich weiter und suche meinen Weg.
Liebe Melanie, ich bin schon ein Stück meines Trauerweges gegangen in den letzten 8 Wochen. Jetzt steht noch ein schwerer Gang bevor: am 14. März ist die Beerdigung. Magst du mir erzählen, wie es dir damit ergangen ist bei eurer Emily?
Ich würde mich auch sehr freuen, wenn wir in Kontakt bleiben, vielen Dank für deine aufmunternden Worte, das tut so gut!:-)
Bis bald, liebe Grüße
Petra mit Adrian im Herzen

Melanie0409
27.02.2007, 16:05
Liebe Petra,
gerne möchte ich Dir von der Beerdigung unserer kleinen Emily erzählen. Es im Nachhinein betrachtet ein wunderschönes Abschiednehmen. Es war ein ganz toller sonniger warmer Tag. Mir war wichtig, daß die Trauergäste keine schwarze Kleidung tragen. Die allermeisten haben sich daran gehalten. Ich selbst hatte ein knallrotes Oberteil und eine rosa Hose an. Das war mir ein Bedürfniss. Es war mir egal was alle Leute reden. Denn ich finde Trauer drückt man nicht mir Kleidung aus. Sie sitzt im Herze ganz tief. Es war ein verdammt schwerer Gang. Ganz ehrlich. Der kleine Sarg aufgebarrt dort stehenn zu sehen mit all den vielen schönen Blumen und Kerzen, es hat mir das Herz zerrissen. Der Pfarrer, der die Beerdigung machte hat alles ganz wunderschön gemacht. Wie er gesprochen hat, verständnisvoll, lieb, betroffen und vor allem traurig. (er hat selbst drei kleine Kinder.) Wir haben unsere Trauergäste eingeladen. Wir wollten diesen schweren Tag nur mit ganz bestimmten Leuten verbringen. Nämlich nur mit denen, die uns durch die ganze Zeit,während Emilys schweren Krankheit ganz arg begleitet haben. Das war uns wichtig. Und das war auch gut so. Wir haben im Ort bekanntmachen lassen, daß diese Beerdigung unter "Ausschluß der Öffentlichkeit" stattfinden soll. Die Dorfbewohner hielten sich auch daran. Es war für alle total unangenehm. Die Leute wußten gar nicht wie sie mit uns umgehen sollen. Das hat sich jetzt nach gut einem halben Jahr gelegt. Naja, wir hatten uns drei lieder ausgesucht die während der Trauerfeier gespielt wurden. Ein KInderlied, das mein Mann immer Abends vor dem zu Bett gehen mit ihr gehört hat. Es ging um den Sommer, das Eis essen die Limonade die Kinder soo gerne trinken. Ich glaube es heißt "Sommer" wir haben weißt du wieviel Sternlein stehen gesungen (Das war so mein Lied, daß ich immmer mit ihr gesungen habe.) Zum Schluß wurde noch "Butterfly" von Daniel Gerard gespielt und in diesem Momemt kam ein schöner weißer Schmetterling hat drei Runden um den Sarg gedreht und ist wieder weggeflogen. Das hat nur mein Mann und ich gesehen. Für uns war das ein Zeichen. Wenn wir heute einen Schmetterling sehen, ist das für uns unsere kleine Maus. Wir sind sicher sie lebt weiter auf alle Fälle in unseren Herzen. Nach der Trauerfeier sind wir zu meinen Eltern in den Garten gegangen. Dort gab es Eis. Emily hat so gerne Eis gegegessen. Deshalb gab es kein Kaffee und Kuchen, sondern Eis!!! Unseren kleinen Moritz haben wir nicht beerdigt. Er war ja noch so klein. Der Abbruch wurde ja in der 14. Woche vorgennommen. Wir haben für Emily ein Linde als Lebensbaum gepflanzt. Hier haben wir wilde Krokusse hingepflanzt für unseren kleinen Moritz. Auf de Grab zünde ich auch manchmal zwei Kerzen an. Eine für Emily und eine für Moritz. Liebe Petra, die Beerdigung wird kein leichter Gang sein. Da kann ich leider nichts anderes sagen. Für mich war die Beerdigung das aller schlimmste an der ganzen Geschichte. Ist leider so. Ihr müßt versuchen Euch den Tag so angenehm wie es nur irgendwie geht zu gestalten. Macht nur das was Ihr wollt. Hört nicht auf die anderen Leute. Das Geschwetz ist egal. Es ist ein soooooooo schlimmer Tag. Verlaßt Euch bei allem was ihr für diesen Tag plant auf Euer Gefühl und irgendwann seid ihr froh alles so gemacht zu haben wie ihr es gemacht habt. Ich kann heute sagen, es war ein schöner Tag, obwohl er so schrecklich war, weil alles so lief wie wir es uns vorgestellt haben. Du schaffst das, ganz sicher. Es geht auch wieder weiter. Ich weiß, es ist ein verdammt harter Weg. Ich bin ihn selber gegangen, und ich bin auch noch nicht am Ende angekommen. Tu an diesem Tag was Du willst. Es ist alles erlaubt. Wenn Du weinen willst, dann tu es, wenn Du lachen willst, dann tu es, wenn Du schreien willst, dann tu es!!! Ich habe auch ganz laut geschrien. Jedem ist mein Schrei durch Mark und Knochen gefahren. Das war mir egal. Es sind unsere Kinder die wir unter die Erde legen und das ist das aller schlimmste im Leben. Liebe Petra, ich denke an Dich und wünsche Dir ganz, ganz, ganz viel Kraft. Ich drücke Dich ganz feste. Wenn Du willst, kannst Du ja mal wieder zurückschreiben, würde mich freuen. Viele liebe Grüße Melanie

Jessica29
19.05.2007, 16:31
Hallo!
Ich bin das erste mal auf der Seite und habe ebenso wie viel andere nie damit gerechnet jemals so ein Forum zu nutzen:
Meine SS war nur kurz,für mich momentan aber nicht weniger schmerzhaft!
Ich habe Mitte April festgestellt,dass ich schwanger bin und auch meine FÄ konnte mir das bestätigen!Es war für mich sehr überraschen,weil es der erste Monat war, an dem wir nicht verhütet haben und ich nicht damit gerechnet habe sofort schwanger zu werden,da ich in der Vergangenheit schon einige gyn.Probleme bzw.Ops hinter mich gebracht habe!
Von dem Moment wo ich erfahren habe,dass ich schwanger war,hatte ich Probleme mit starker Übelkeit und Erbrechen!Zu jeder Tages-und Nachtzeit!Es war sehr anstrengend und ich habe mir oft gewünscht,dass es besser wird!Aber wg der SS habe ich extra keine Med.genommen(ausser hömopath.Med.)!Ich wollte es so schaffen!2 Tage vor meinem nächsten US-Termin habe ich dann leichte Bltg bekommen und bin zum Arzt gefahren!Die Ärztin sagte, es wäre alles in Ordnung!Und der Grund für meine starke übelkeit sei,dass ich mit eineiigen Zwillingen schwanger sei!Es war ein riesen Schock und mir gingen tausend gute und leider auch schlechte Gedanken durch den Kopf!Mein Studium ,wie wird das alles werden...Ich habe wegen der schlechten Gedanken heute noch ein schlechtes Gewissen!Ich habe sofort meinen Freund angerufen,der dann vorbeikam und sich die Kinder auch noch mal mit anschaute!Es war ein schönes Gefühl zu sehen,wie beide Herzen schlugen...
Einige Tage später sind wir, mit Absprache der Ärztin ,über das WE nach Prag geflogen!Ich hatte zwar ein schlechtes Gewissen,mich aber erkundigt und man sagte mir,es würde den Kindern nicht schaden!
Wieder zu Hause,wieder leichte Bltg...Ich dachte es wird schon alles gut und warte den nächsten Termin einfach ab!Fehler!?!?Der nächste Termin kam und ich merkte sofort an der FÄ,dass was nicht stimmte...es waren keine Herztöne mehr da..die Kinder schwammen wie kleine Astronauten leblos rum..Es war schrecklich!Diagnose:Missed Abortion!
Die FÄ war sehr lieb und klärte mich auf,dass es eine Hochriskoschwangerschaft gewesen sei,weil es sich um monoamniale Zwillinge handelte(eine Fruchthöhle,eine Plazenta)!Sehr selten!
Am nächsten Tag die Abrasio...
Ich bin so traurig und weiss einfach nicht warum das passiert ist???Hab ich was falsch gemacht?Der Flug?Hätte ich nochmal zum, Arzt gehen sollen??Sind vielleicht meine negativen und zweifelnden Gedanken schuld?Ich hab mir die BEIDEN(die ich Hannah und Emma nenne)so sehr gewünscht und ich würde gerne alles rückgängig machen und es besser machen!Kann ich es besser machen?
Ich hoffe,adss Gefühl hört bald auf!
Jessica 29

Esther77
28.05.2007, 12:40
Jessica!

Erstmal: medizinisch bin ich Laie aber eins kann ich Dir versichern: wenn eine Schwangerschaft durch schlechte Gedanken zu beeinflussen wäre, dürften böse Menschen ja nie Kinder bekommen. Und dass das nicht der Fall ist, können wir ja selbst jeden Tag sehen. Und überleg mal, wie viele Leute schwanger werden, ohne welche zu wollen. Wenn Zweifel reichen würden, dann hätten die Abtreibungskliniken ja kaum mehr was zu tun. Leider hat das alles überhaupt nichts mit Fairness zu tun...

Habe selber letzte Woche (SSW 9) von meiner "missed abortion" erfahren und musste am Samstag zur Ausschabung. Bin wie Du auch im Stadium des Heulens und der Selbstvorwürfe. Wenn ich doch nur...

Mein Arzt hat mir versichert, dass weder mein bis zur 4. Woche andauernder Tauchurlaub noch die in den folgenden 3 Wochen erfolgten Kurzstreckenflüge eine negative Auswirkung auf die Schwangerschaft hatten. Viel wahrscheinlicher ist immer, dass irgendetwas mit den Babies eben nicht stimmte. Und wenn in diesem frühen Stadium etwas Entscheidendes nicht stimmt, dann kann der Arzt auch nichts machen, also hätte auch ein früherer Besuch bei ihm nichts genutzt.

Traurig und wahnsinnig frustrierend aber wie gesagt: mit Fairness hat das alles nichts zu tun. Ich hoffe, Du hast genug Leute um Dich herum, die Dich unterstützen und Dich nicht mit direkten oder indirekten Schuldzuweisungen verunsichern. Mir hilft es, mich mit anderen Betroffenen auszutauschen aber das musst Du für Dich rausfinden.

Alles Gute für Dich und viel Kraft für die nächsten Monate,

Esther

Judith Claudius
05.06.2007, 12:31
Hallo,

schoen dass es euch gibt. Ich habe am 27.05.2007 meinen Sohn in der 21. Schwangerschaftswoche verloren. Vor 3 Jahren musste ich mich schon einmal von einem Sohn verabschieden.
Es tut so weh, ich fuehle mich so allein, mein Mann kann und will mir nicht zuhoeren, er sagt er trauert auf seine Weise und ich soll das bitte akzeptieren.
Ich weiss nicht mehr weiter, koennt ihr mir helfen?

traurige Gruesse

Judith

Gast
05.06.2007, 12:46
Liebe Nunu,

auch von mir ein trauriges, aber herzliches Willkommen im Forum.

Ich möchte Dir Mut machen, Deine Ärzte haben Unrecht!

Es besteht die Möglichkeit, bei einer weiteren SS einen frühzeitigen, totalen Muttermundsverschluß machen zu lassen, evtl. verbunden mit einer Cerclage.

Dieser Verschluß verhindert, dass Keime aufsteigen können, und einen Blasensprung, vorz. Wehen etc. auslösen.

Mein kleiner Sohn ist nur durch diese OP hier bei uns.
Sonst wäre auch er spätestens in der 16.SSW gegangen.
So haben wir es, trotz allerschlechtster Prognosen, bis in SSW 37+1 geschafft :-).

Ich habe die gleichen Probleme wie Du.

Vorz. Wehen, ausgelöst durch Infektionen.
Frühe Muttermundöffnung, Cervixinsuffizienz....
Dadurch habe ich 3 Kinder hergeben müssen.

In meinem Profil kannst Du das alles nachlesen.

Wenn Du Fragen dazu hast, kannst Du Dich jederzeit an mich wenden!

Dieser FTMV ist zwar auch keine Garantie, die kann einem niemand geben, aber eine riesengroße Chance, ein weiteres Baby lange genug im Bauch zu halten, so dass es gesund und munter geboren werden kann!!

Hier noch ein Link dazu:

http://www.saling-institut.de

Ganz liebe Grüße, und gib die Hoffnung nicht auf!

Gabi

Andrea80
08.06.2007, 18:30
Liebe Judith,

es tut mir sooo leid.
Laß Dir auf keinen Fall verbieten zu trauern. Auch mein Mann trauert nicht öffentlich, aber er ist immer für mich da, wenn ich in tiefe Trauer verfalle.
Versuch mit Deinem Mann über Euren Verlust zu reden und versuche ihm klar zu machen, dass Du ihn brauchst, dass Du die Trauer nicht allein bewältigen möchtest.

Mein Mann nimmt mich in den Arm und lässt mich weinen und sagt, dass ihm unser Sohn auch fehlt. Das hilft mir ungemein.

Liebe Grüße
Andrea

petra3
15.06.2007, 14:23
hallo,
bin zum ersten mal hier und habe einige eurer beiträge gelesen!ich bin froh das ich nicht alleine bin!
habe vor 3wochen unseren wurm in der 19ssw geboren.bis zur 15ssw war alles i.o. laut arzt.mein freund und ich sind in der 19ssw voller freude zur kontrolluntersuchung gegangen.hatten auch gehofft zu sehen ob wir einen jungen oder mädchen bekommen werden!dann beim ultraschall...
kein herzschlag zu sehen und kein strampeln wie bei der letzten untersuchung!der boden wurde uns unter den füssen weggerissen.Am nächsten tag wurde im kh die geburt eingeleitet.ich brachte unseren wurm am 25.5.07 um 21.12Uhr zur welt.
wir hatten sooo auf unser kind gefreut!!!
es ist meine 2ss.meinen ersten wurm habe ich in der 10ssw hergeben müssen.
man fragt sich die ganze zeit,warum???was habe ich falsch gemacht???und man bekommt keine antworten.
nächste woche haben wir einen termin bei einer humangenetischen beratung.ich hoffe man kann uns da helfen und evtl. antworten bekommen.ich fühle mich so leer und habe angst was mich nächste woch erwartet.hat jemand von euch schon mal so ne beratung mitgemacht?
ich wünsche uns allen noch viel kraft
petra

Sandra0804
13.07.2007, 18:18
Hallo!

Ich bin auch neu hier, wir haben unseren Sohn(er war unser erstes Kind)am 21.06.07 in der 23woche hergeben müssen auch mit einleitung der Geburt,was 3 Tage dauerte, es ist in der 21 woche beim evtl. US Fehlbildungen am Kopf festgestellt worden danach sind wir in spezial praxis überwiesen worden mit noch ein bisschen hoffnung, die sich aber leider nicht bestätigte denn er hatte kopf/hirnfehlbildungen und zwei lippen-kiefer-gaumenspalten dazu noch fehlbildungen der arme,hände und beine, es war ein schock und wir konnten es gar nicht glauben war doch immer alles vorher in bester ordnung. Wir haben daraufhin eine FW untersuchung machen lassen wo sich dann später rausstellte das es sich wohl um einen vererbbaren gendefekt handelt den man Robertssyndrom nennt, leider sind dazu nur 150 fälle in der ganzen welt bekannt so das speziell darauf hin bei eier neuen SS nicht untersucht werden kann und es könnte passieren das es erst wieder so spät entdeckt wird.
Uns wurde gesagt das 75% Auf ein gesundes Kind besteht aber halt auch ein 25% wiederhohlungsrisiko, wir sind schon dafür das wir es erneut versuchen werden aber wir haben auch momente da haben wir wieder so Angst vor diesen 25%?

Der kleine fehlt uns so!!!!!!!

Liebe und traurige Grüße Sandra und Sternchen Connor

petra3
19.07.2007, 12:35
liebe sandra,

es tut mir sehr leid,das du deinen kleinen hergeben musstest.leider kann ich zu dem r.-syndrom nichts sagen aber gib deine geschichte unter (oben ist ein feld),neues Thema ein.dann werden es mehr hier lesen und dir antworten.hier bei willkommen hat sich leider keiner bei mir gemeldet.habe diesen tipp hier aus einen anderem beitrag gelesen.
versuch dies mal!!!

ich wünsche dir noch sehr viel kraft

petra mit ihren 2 würmern im herzen

Cindy
13.09.2007, 23:06
Hallo, es tut mir leid eurere Geschichten zu lesen. Eurere Verlusten sind warscheinlich viel groesser als mein Verlust. Ich habe in de SSW 5+4 durch eine Not OP wegen einer Eileiterschwangerschaft mein Kind verloren. Ich sage mein Kind. Fuer viele Leute war es vielleicht noch kein Mensch, aber fuer mich war es schon mein Kind. Ich haette es so gern weiter getragen, es angeschaut,festgehalten, noch mehr geliebt und erzogen. Ich wusste nur eine Woche bewusst, dass ich schwanger war, aber ich war so froh: endlich nach so eine lange Zeit warten. Und dann die Schmerzen und die Not OP. Im Krankenhaus waren die Aerztinnen ganz nett, aber psychische Nachhilfe gab es leider nicht. Meine eigene Frauenaerztin ist gluecklich ganz lieb und unterstuetzt mich gut, auch in meiner Trauer. Es ist jetzt vier Wochen her und ich weine noch taeglich. Ich lasse es mal einfach passieren, es hilft mir. Trotz die Trauer haben mein Mann und ich gute Hoffnung fuer die Zukunft.
Ich wuensche euch auch alles gute und viel Kraft zu.
Liebe Gruesse, Cindy
;( ;-)

Emine
20.09.2007, 20:58
liebe frauen,

wie klein ist unsere welt und doch so groß die gemeinsamkeiten vieler eltern, die um ihre babys trauern.

wir haben, ein tag vor dem geburtstermin unserer yade kamelya(05.09.07)plötzlich erfahren, dass ihr kleines herz nicht mehr schlägt.
eine welt ist für uns zusammengebrochen.
die welt, in der wir all die kleinen strampler, die wiege und unzählige Situationen mit leben gefüllt haben.
die welt, die voller liebe und zärtlichkeit mit unserer tochter vollkommen sein sollte.
die chancen und möglichkeiten, die wir unserem kind bieten wollten.
die sehnsucht, die mit unserem kleinen engel ewigkeit wird.

wir haben erfahren, dass eine plazentainsuffizienz schuld daran war, dass yade kamelya in der 40. woche von uns gegangen ist.
ich habe mein kind auf natürlichem wege bekommen und bin froh, dass mein mann und ich genügend zeit hatten unsere tochter doch ein stück weit zu liebkosen.
auch wenn wir niemals erfahren werden wie ihre augenfarbe war oder ihre stimme geklungen hätte.....

wir lieben dich yade kamelya!!!!


lieben gruß,

emine

Emine
21.09.2007, 23:07
hallo nurcan,

ich habe im forum deine mail gelesen und es interessiert mich, wie es dir mittlerweile ergangen ist.

auch ich habe am 05.09.07 unsere tochter yade kamelya still geboren.

lieben gruß,

emine

Nunu
17.12.2007, 08:35
Hallo Emine,

wie geht es dir, ich hoffe doch besser, uns geht es eigentkich gut. Die geburtstage und todestage sind sehr anstrengend, alles kommt durch, aber wir schlagen uns gut durch. es gibbt sehr vieeele momente wo die trauer einen überfaellt,und das leise vor sich weinen nicht den knoten im hals löst, aber irgendwie geht es immer weiter...:(

NUNU

Emine
13.01.2008, 21:12
hallo nurcan,

leider habe ich deine antwort erst jetzt gelesen. na ja, war im letzten monat auch sehr angeschlagen. es ist jetzt vier monate her, aber ich habe das gefühl, dass ich jetzt erst angefangen habe alles zu "verpacken". langsam sehen wir auch wieder licht am horizont!ich sehne mir den sommer herbei, ich brauche sonne.
der spruch, dass zeit alle wunden heilt ,hat seine volle berechtigung.

ich hoffe, dass wir alle viel von unserer lebensfreude zurückgewinnen werden und mit unseren engelchen leben lernen.


liebe grüße,

emine

Sanna
01.02.2008, 15:42
Hallo
Ich bin Sanna und gehöre jetzt wohl auch zu Euch. Ich habe am 25.1.08 meinen Sohn Thore tod zur Welt bringen müssen. Er war 55cm groß und 3570g schwer. Es war der plötzliche Kindstot im Mutterleib.

Birgit73
01.02.2008, 16:37
ein trauriges, aber herzliches Willkommen hier im Forum. Es tut mir sehr leid, dass Euer Sohn Thore nicht bei Euch bleiben konnte. Es ist einfach unbegreiflich...
Ich wünsche Euch Menschen in Eurer Nähe, die Euch halten und zuhören.

Leise Grüße,
Birgit

Sabine_Fabian
02.02.2008, 16:31
Liebe Sanna,

ein trauriges Willkommen hier im Forum.
Es tut mir leid, dass auch dein Sohn nicht hierbleiben durfte.

Mir hat das Forum sehr viel geholfen. Nach Fabian's Tod und auch während der Schwangerschaft von Inka.
Fabian ist auch am plötzlichen Kindstod im Mutterleib gestorben.

Ich hoffe, du hast Menschen um dich, die dich auffangen.

Lieben Gruß
Sabine mit

Fenia (*06.10.1999) an der Hand, Inka (*01.07.2004) endlich glücklich im Arm und
Fabian(*02.06.2003 +01.06.2003, 34. SSW) für immer in unserem Herzen eingekuschelt

Sanna
02.02.2008, 22:06
Ich habe zum glück eine ganz tolle Familie. es ist schön zu hören, dass es bei der 3.Schwangerschaft dann doch gut gegangen ist. Es war bestimmt schwer, man macht sich danach sicher viel mehr sorgen ob alles gut geht.Wir haben uns auch entschieden es in einem halben noch mal zu probieren

cougar
07.02.2008, 13:38
Hallo allerseits!

Ich habe am Montag mein Baby in der 12. SSW verloren. Ich weiß das ist sehr früh und ich weiß auch, dass das passieren kann. Wenn ich hier so ein wenig durchschmökere bemerke ich, dass fast alle viel später ihre Babies verloren haben und ich mache mir Gedanken darüber, ob ich dann überhaupt ein Recht habe traurig zu sein. ich würde es ja gerne wegstecken und sagen: "es hat nicht sollen sein und es war noch so früh, da hatte ich noch keine Bindung." Aber das ist gelogen. Ich weiß nicht mal ob es Junge oder Mädchen geworden wäre. Ich denke aber, es wäre ein Junge geworden. Kann nicht erklären wieso, ist nur so ein Gefühl.

er fehlt mir so sehr...

cougar

Sanna
09.02.2008, 09:38
Ein trauriges aber herzliches Willkommen.
Es ist doch egal wann dein Liebling zu den Sternen musste. Sei ruhig traurig es ist schließlich dein Kind. Wenn dein gefühl dir sagt, das es ein junge war, dann stimmt es auch. Ich habe bei meinen jungen auch schon ganz früh gewusst, dass es ein er ist. Dein Bauchgefühl hat meißt recht.

Lieben Gruß
Sanna mit Thore( *+25.01.08)im Herzen

cafe
13.02.2008, 16:15
Liebe Andrea,
auch ich habe meinen Knopf sehr früh verloren (14.SSW). Ich kann Deine Trauer sehr gut nachvollziehen. Einen Monat lang durfte ich das Gefühl kennen lernen - eine werdende Mutter zu sein. Auch wir dürfen Trauern. Wir haben die ersten Herzschläge gesehen und wie die Sterne gewachsen sind - dabei entstehen Gefühle!

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft für die kommende Zeit.
Carina

Meike 7
26.02.2008, 10:29
Ein Leises Hallo ...
Ich habe sowohl ein Kind in der 22 Woche geboren und verloren wie auch Kinder in der 6-9 Woche verloren ...
das Letzte vor drei wochen in der 9 Woche und es tut auch mächtig weh und ich vermisse den Kleinen Schmetterling furchtbar.
Natürlich hatten wir bei Marie das ganze Programm mit Geburt,Beerdigung und alles .
Aber auch wenn sie Klein sind und nicht so greifbar verliert man ja sein Kind (egal ob es den Spruch gibt ist ja besser so wer weiß das war sicher nicht gesund oder sowas ...manchmal werde ich richtig sauer ...schließlich ist das doch nicht das Thema ...man verliert etwas liebgewonnenes und muß Platz zum Trauern haben und manchmal habe ich das Gefühl das man erwartet das ich froh sein sollte das es so war ...)Manchmal ist es viel schwerer ein Platz für seine Trauer zu finden ,weil jede ja auch selber manchmal so denk so wie du das getan hast und dich entschuldigt hast das du dabei bist mit so einem kleinen Kind ...ich tu das auch immer wieder mal und die Reaktionen um mich rum sind auch so ... aber das waren sie auch bei Marie da würde von den Kindern erzählt die kurz nach der Geburt verstarben oder mit einem Jahr ...Meike sei mal glücklich das dir sowas nicht passiert ist ...
das ist die Hilflosigkeit der anderen ... Sterben ist tabu und Kinder sterben eh nicht ...
Tu dir das nicht an, es war dein Kind und es ist furchtbar traurig einen geliebten Menschen zu verlieren ..
Wünsche dir ganz viel Kraft und nimm dir deine Zeit du hast etwas wertvolles verloren ,
lieber Gruß von Meike mit Mia (*1999)und Michel(*2004)an der Hand und
Marie (*+2007) und meine 4 Sterne ( Luka,Jona,Murmel und der Schmetterling Janna) so weit weg aber in meinem Herzen

Tanja1904
27.02.2008, 19:27
Hallo Mandy

Ich habe gerade mit gänsehaut und tränen in den Augen Deinen Beitrag gelesen. Wir habe unseren kleinen Mike vorige Woche Mittwoch auch verloren. Auch ich hatte einen Blasensprung in der 20 ssw.Ich kann Deinen Schmerz sehr gut verstehen. Es ist einfach unbegreiflich so unehrlich. Man fragt sich immer wieder warum nur ??????
Genau so wie bei Dir, denke ich manchmal Schuld zu sein, aber so dürfen wir nicht denken, denn wir können hier wirklich nichts für!!!!
Ich finde es wirlich total schlimm das der Vater Dir die Schuld gibt das tat mir wirklich weh als ich das gelesen habe. Gerade der Halt des Partners ist jetzt soooooooo wichtig.Ich hoffe Du hast gute Freunde die jetzt in dieser schweren Zeit für Dich da sind.Ich habe jetzt gemerkt wo wirliche Freunde sind.alleine kann man soetwas nicht schaffen.

Viele liebe Grüße Tanja

Tanja1904
03.03.2008, 17:36
Liebe Petra,

ich in erst seit einigen Tagen in diesem Forum und habe noch nicht so ganz raus wie alles funktioniert. Habe gerade Deine Geschichte gelesen. Es tut mir leid das Ihr euren Adrian habt gehen lassen müssen.
Wir haben auch unseren kleinen sonnenschein Mike am 20 feb. verloren.In der 20 ssw durch einen plötzlichen Blasensprung.
Am 26 feb. haben wir unseren kleinen beerdigt.Es ist einfach so unbegreiflich.

Ich schicke Dir eine Umarmung und wünsche Dir viel Kraft
liebe Grüße Tanja.

Sabine5
04.03.2008, 01:41
Hallo,
das ist heute mein erster Besuch hier. Es ist traurig, wenn ich sehe, wie viele um ihre kleinen Sterne trauern, aber es gibt mir immerhin das Gefühl "ich bin nicht alleine".
Meine kleine Marie ging im Oktober 2004 in der 38.SSW zu den Sternen. Es ist nun schon lange her, aber es tut heute noch genauso weh wie damals. In der Schwangerschaft war bis zu ihrem Tod alles o.k.. Die Ärzte stellten später fest, dass eine Plazentainsuffizienz schuld am Tod meiner Kleinen war. Ich war am Boden zerstört, ich verstand die Welt nicht mehr. 3 Tage vor dem Tod meiner Kleinen saß ich noch am Sterbebett meiner Mutter und dann auch noch das. Hätte man sie vor diesem grausamen Tag geholt, würde sie jetzt warscheinlich friedlich in ihrem Bettchen schlafen. Aber es sollte wohl nicht so sein. Dank meines Mannes und unseres Sohnes (*2003) habe ich diese Zeit irgendwie überstanden. Aber der Schmerz wurde nicht kleiner.
Ich wurde relativ schnell wieder schwanger. Es war keine schöne Schwangerschaft. Ich war die ganze Zeit voller Angst und Panik, dass es wieder passiert. Wir waren oft im Krankenhaus und beim Arzt, um überprüfen zu lassen, dass alles o.k. ist. Und dann ging glücklicherweise alles gut. Die Ärzte holten unseren Luis im September 2005 gesund und munter auf diese Welt. Und im Mai 2007 folgt ebenso gesund und munter unser kleiner Jona.
Nun bin ich stolze Mamma von 3 Jungs, die mir jeden Tag erhellen und mir viel Freude bereiten. Aber die Trauer um meine kleine Marie bleibt und sie fehlt mir so sehr. Die Zeit heilt eben leider nicht alle Wunden.

Ich wünsche allen anderen viel Kraft bei der Bewältígung ihrer Trauer und kann allen nur den Mut zu einer neuen Schwangerschaft wünschen. Auch wenn es eine schwierige Schwangerschft ist und sie nicht den Schmerz nehmen kann, so gibt ein neues Leben, ein weiters Baby wieder Hoffnung und Lachen. Meine Jungs halten mich auf Trab und bringen mich oft zum Lachen. Ich weiß nicht, was ich ohne sie machen würde und möchte keinen von Ihnen mehr hergeben.
Sabine

Sabine5
04.03.2008, 01:56
Hallo Sanna,
es tut mir sehr leid um dein Baby und ich kann dir sehr gut nachfühlen.Bei mir ist es schon ein wenig her (2004). Meine Marie (Wunschkind) starb plötzlich in der 38.SSW. Lass deinen Schmerz raus, weine, heule,tu was dir hilft.
Vielleicht habt ihr ja den Mut und geht eine neue Schwangerschaft an. Ein anderes Baby kann den Schmerz nicht nehmen und die Trauer wird auch bleiben. Aber es bringt Hoffnung und neue Liebe mit auf die Welt. Ich bin jedenfalls froh um meine zwei Folgekinder (und natürlich auch um unseren "Großen) denn sie zeigen mir, wie schön das Leben sein kann. Und ich muss nicht mehr ganz so oft an meinen kleinen Stern denken und mich fragen, warum nur?
Mitfühlende Grüße
Sabine

Soni
06.03.2008, 23:45
Hallo Ihr,
auch ich habe mein Kind in der 9. Woche verloren, das ist jetzt zwei Wochen her. Ich kam ins Krankenhaus wegen Blutungen. Es stellte sich heraus das meine Schwangerschaft in der fünften Woche stehn geblieben war und ich kurz vor einer Fehlgeburt stand. Man empfahl mir eine Ausschabung machen zu lassen. Ich stimmte zu, allerdings ging diese schief. Ich verstand nicht wirklich, obwohl ich Krankenschwester bin, was passiert war. Hinterher stellte sich heraus das die Gynäkologin im Krankenhaus den falschen Weg (wo sie gelandet ist weiß ich nicht) genommen hatte und ich noch schwanger war. Am nächsten Tag wurde mir gesagt die nächsten 2 bis 3 Wochen sollte ich keine Ausschabung mehr kriegen, also sollte ich warten und zur Kontrolle gehn. Ich bekam tierische Krämpfe und hatte dann doch einen kompletten Abgang. Es war schrecklich, aber irgendwie auch nötig für mich. Die erste Woche danach bestand aus Trauer, Heulen und manchmal auch aus Wut auf Menschen in meiner Umgebung die meinten das es vielleicht ja gut so war das es passiert ist, hätte ja sonst behindert werden sollen. Das verletzte noch mehr und machte mich noch trauriger. Anfangs wußte ich nicht mal wie ich das bezeichnet sollte was mir passiert war. Abort, Fehlgeburt oder wie? Es war doch nur ein Zellhaufen und ich hatte doch noch garkeine Bindung wurd mir gesagt. Warum habe ich dann so geheult? Warum tat es dann weh? Als ich auf dieses Forum stieß, wurde mir erstmal klar: Ich hatte mein Kind verloren! und nicht weniger. Es tat weh, aber gleichzeitig auch gut! Mein Mann (noch nicht mit Trauschein, aber bald!) war anfangs auch tierisch traurig und ist immer für mich da! Es ist aber schwer ihm zu helfen bei seiner Trauer, da er sie nicht zulassen will. Kennt ihr das auch? Ganz langsam geht es einem besser und manchmal kommt mir alles so unwirklich vor, aber irgendwie fehlt er (ich hatte immer das Gefühl es ist ein Junge)!

LG Soni

Janny
08.03.2008, 16:05
Hallo Cougar

Es tut mir sehr leid was dir passiert ist.
Ich kann verstehn das du sehr traurig bist. Es ist-bleibt dein Baby.
Ich mußte meine Süße Teira in der 14 woche herr geben, sie hatte Trisomie 18
Und es tut Tierisch weh.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft für die zukunft.

Gruß Janny

SabrinaR
26.03.2008, 22:01
Heute bin ich das erste Mal hier im Forum und muß mit entsetzen feststellen wie viele ihre kleinen Sterne haben gehen lassen müssen.
Als unser Sohn Leon durch einen med.inz.Schwangerschaftsabbruch am 10.11.2006 in der 23.SSW starb dachte ich ich wäre allein mit meiner Trauer. Habe nach einigen Monaten den Weg zu einer Selbsthilfegruppe ("Traumkinder-angeschlossen der Initiative Regenbogen)gefunden die ich heute noch besuche. Am 03.01.2008 haben wir eine kerngesunde, wunderbare Tochter (Jana) bekommen, wir sind überglücklich. Aber es war keine schöne Schwangerschaft auch wenn mein Mann mir immer gut zugeredet hat nachdem wir in der 20.SSW eine Organdiagnostik haben machen lassen und dort alles ok war! Mein Arzt hatte zum Ende der Schwangerschaft Verdacht auf Gestose und ich war öfters mal zur Kontrolle im Krankenhaus! Bis zum Schluß die pure Angst!
Aber Leon hat prima auf seine kleine Schwester aufgepasst- von Anfang an- Jana sollte laut den Ärzten eine Eileiterschwangerschaft sein!!Jetzt dürfen wir sie in den Armen halten!!
Dickes Küsschen in den Sternenhimmel- wir lieben und vermissen dich Leon!!!

JanaMathias
06.04.2008, 00:42
Hallo ihr lieben wie ihr seht bin ich heute das erste mal hier.

Also leider musste ich auch diese schreckliche Erfahrung machen unseren kleinen Stern Jonas-Maurice gehen zu lassen.

Mitte Oktober 07 hat mein Frauenarzt festgestellt das ich schwanger bin,da ich erst 18 bin war ich natürlich völlig geschockt,aber war mir ganz sicher das wir das Kind bekommen werden.Dann das erste mal leichte Blutungen in der 6 SSW ich bin sofort in tränen ausgebrochen und natürlich sofort ins Krankenhaus gefahre,der Frauenarzt sagte das alles völlig in ordnung ist...naja leider blieb das nicht lange so es folgten noch vier weitere male das ich nachts mit meinem Freund ins Krankenhaus musste...aber immer das gleiche alles in ordnung es war ja scheinbar nur die Plazenta die noch nicht ihren richtigen Platz eingenommen hatte...also keinen grund zur Sorge.

Naja ich musste mich nur schonen und das habe ich dann auch getan.Der nächste Frauenarzt Termin war alles super und in ordnung und dann die tolle Nachricht es wird ein junge ich war voller freude...doch das hielt leider nicht lange an..am 07.03.08 hatte ich ich schon seit der nacht immer so ein ziehen im Unterleib gehabt da ich aber schon in der 21SSW war dachte ich mir da erst nichts bei doch als es gegen Nachmittag noch nicht besser wurde sondern ehr schlimmer dachte ich fahre ich lieber mit meiner Freundin ins Krankenhaus da es ju für mich völlig normal war das ich eigentlich immer irgendwelcher Probleme hatte dachte ich kurz untersuchen und dann wieder nach Hause...doch diesmal war es anderst die Frauenärztin sagte mir gleich klipp und klar das es wehen sind und es nicht gut aussieht.Naja gut ich musste natürlich da bleiben aber dachte gut es wird alles wohl gut gehen..doch die schmerzen wurden schlimmer und die blutungen auch es war wirklich total schrecklich die Ärzte haben alles versucht doch es half nichts naja dann Sonntag den 09.03.08 sagte eine Hebamme zu mir ob ich nicht ein einzel Zimmer wolle ich dachte mir schon das sie mich das nicht ohne grund gefragt hatte...Sonntag abend wurde es dann alles besser doch dann Montag den 10.03.08 sah es total schlecht aus der Frauenarzt sagte mir das ich heute nacht mit der Geburt unseres Sohnes rechnen muss...ich habe dann starke schmerzmittel bekommen durch den ich völlig benommen war...habe zwar mitbekommen das meine Mana mein Freund und meine Schwiedermutter weinent am bett saßen es tat mir total weh...doch kurze zeit später schlief ich doch als ich wach wurde war mein freund noch bei mir er hatte die möglichkeit über nacht zu bleiben und das tat er auch ich war so froh das ich nicht alleine war...die nacht war um und es ist nichts passiert,es hatte sich nicht bestätigt was der Arzt sagte,Gott sei dank.
Kurz nach dem Frühstück musste ich zu meinem Frauenarzt der dann untersuchte und mir sagte das es ein Funken hoffnung gebe da mein Entzündungswert runter gegangen sein da ich eine hohe infektion hatte wurden die wehen ausgelöst doch der wert musste noch weiter sinken damit der muttermund verschlossen werden kann...wir konnten kurz aufatmen doch gegen abend ging es mir recht gut doch das blieb nicht lange so...dann gegen 22:00Uhr verschlechterte sich mein zustand und konnte nicht mehr gebessert werden selbst die harten schmerzmittel wollten nicht mehr anschlagen.
Natürlich war mein freund wieder geblieben und stand immer an meiner seite...dann nach dem Toilette gehen dieser starke druck ich wusste es wird jetzt so weit seien unseren Sohn zur welt zu bringen(00:30 Uhr) mein freund holte die schwester dann war alles vorbei innerhalb von 5 minuten...es war einfach alles so schrecklich mein körper war völlig geschwächt da ich ja seit fast 5 tagen wehen hatte.Nachdem alles vorbei war schlief ich durch medikamente...doch es hielt ja nicht ewig dann das wach werden ich fühlte mich total leer und habe den ganzen Tag nur geweint und sagte meinem Freund andauernt das es mir leid täte das ich unseren Sohn nicht halten konnte...meine Welt drehte sich nicht weiter...am 14.03.08 gegen abend wurde ich entlassen...heute (05.03.08)geht es mir ein bisschen besser doch der schmerz und die Trauer bleibt ich fühle mich als wäre es gestern gewesen und die Zeit bleibt stehen,manchmal weiß ich nocht wie es weiter gehen soll...kann mir vielleicht jemand sagen was ich machen kann???


Liebe Grüße Jana

Dickes sorry für die lange geschichte...aber glaube ihr versteht mich
mein Freund redet ja leider nicht mit mir..... :-(

Anja2
06.04.2008, 13:59
Liebe Jana,

ein trauriges aber herzliches Willkommen, es tut mir sehr leid, dass auch du deinen Schatz hergeben musstest. Immer wieder kommt die Frage warum soetwas passiert und seit fast 7 Jahren finde ich keine Antwort darauf. Mir fehlen im Augenblick etwas die Worte, aber ich möchte, dass du weißt, dass ich an dich denke und unsere Kerze für deinen kleinen Schatz leuchten lasse.

Liebe Grüße
Anja

JanaMathias
06.04.2008, 18:11
Also es ist verdammt schwer und ein leben lang werden diese fragen unbeantworten bleiben aber was kann man tun um damit umzugehen??
Aber wahrscheinlich weiß das niemand so genau....aber vielen dank für das herzliche aufnehmen...

Liebe grüße Jana:)

Anja2
06.04.2008, 18:37
Liebe Jana,

hm, was kann man tun um damit umzugehen? Das ist eine schwierige Frage, weil die Antowrt wohl für jeden eine andere ist.
Ich habe nach 2 Monaten eine Therapie begonnen, weil ich gemerkt habe, dass ich mein leben nicht mehr auf die Reihe bekomme, die Therapie hat mir geholfen und die Zeit. Und leute die mir zugehört haben. Jedesmal wenn ich von meiner Tochter lara erzählt habe, wurde es ein Stückchen besser.

Liebe Grüße
Anja

JanaMathias
06.04.2008, 18:47
Ja es wird für jeden eine andere Antwort geben...Also im moment ist es alles noch ziemlich frisch und ich hoffe mir kann die zeit helfen....sollte das nicht der fall sein werde ich mich an dem seelsorger wenden der mich im krankenhaus begleitet hat...

hast du denn Kinder wenn ich fragen darf??

Anja2
06.04.2008, 19:30
Liebe Jana,

das ist ein guter Vorsatz, behalte es im Hinterkopf, das mit dem Seelsorger :-).

Ich habe 2 lebende Kinder, mein großer Sohn ist schon 12 und mein kleiner Folgesohn wird übermorgen 1 Jahr. Dazwischen liegen 1 Eileiterschwangerschaft, 1 Fehlgeburt in der 12.SSW und die stille Geburt meiner Tochter Lara in der 24. SSW.

Ich bin schon lange hier im Forum und möchte jetzt geren die Hilfe weitergeben, die ich damals erfahren habe als ich frisch betroffen und verzweifelt war.

Liebe Grüße
Anja mit
Moritz seit 08.04.2007 im Arm :-),
Jonas (18.09.1995) hier bei mir
und Lara (19.10.2001/24.SSW *+)
und den anderen Sternchen im Herzen

JanaMathias
06.04.2008, 19:57
Oh das tut mir leid...

Werde das auf jeden fall mit dem seelsorger im hinterkopf behalten...

Also wir möchten auf jeden fall noch ein baby bekommen...aber das wird die zeit mit sich bringen,aber die angst es könnte nochmal wieder passieren wird wohl immer bleiben...nur wann ist der körper bereit wieder schwanger zu werden weißt du das vielleicht?

Liebe grüße jana

Anja2
06.04.2008, 20:45
Liebe Jana,

bei mir hat es lange gedauert bis ich wieder schwanger wurde, aber aus ganz anderen Gründen. Ich weiß von vielen hier im Foroum, dass sie relativ schnell wieder schwanger wurden (innerhalb von 3 Monaten). Man will das Baby das man verloren hat ja nicht ersetzen, man will nur mit der Mutterliebe, die ja nun da ist irgendwohin.

Du wirst es merken, wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist und du bereit dazu bist. Die Ärzte sagen, wohl, dass man mind. 3 Monate warten soll.

Ich hoffe, ich konnte dir helfen.

Liebe Grüße
Anja mit
Moritz seit 08.04.2007 im Arm,
Jonas (18.09.1995) hier bei mir
und Lara (19.10.2001/24.SSW *+)
und den anderen Sternchen im Herzen

JanaMathias
07.04.2008, 16:30
Also ich möchte absolut keinen ersatz für unseren kleinen,es kann ihn ja auch keiner ersätzen und soll auch kein weiteres baby in meinem leben...

Ja das hilft mir sehr weiter,und tut auch wirklich gut mit jemanden zu reden der mich versteht und ungefähr weiß wie ich fühle...

Liebe grüße...

Anja2
07.04.2008, 22:40
Liebe Jana,

ich bin gerne da und höre zu. Du kannst mir gerne jederzeit schreiben. Bist du schon für das ganze Forum freigeschaltet? Im Hauptforum wirst du bestimmt noch mehr Antworten bekommen.

Leise Grüße
Anja

JanaMathias
13.04.2008, 17:38
Wie ich gerade gesehen habe bin ich jetzt für alles freigeschaltet.werde mich jetzt noch ein wenig durch lesen..

JanaMathias
23.05.2008, 22:34
Liebe Jasmin,

das tut mir sehr leid was dir passiert ist,ich weiß wie schwer es ist sowas zu verstehen und zu verarbeiten...wenn du hilfe brauchst ich höre dir gerne zu...

Bis dahin erstmal viel Kraft und alles alles gute...

Grüße Jana

GiselaB
25.05.2008, 20:41
Liebe Jasmin
auch ich möchte dich hier im Forum herzlich willkommen heißen. Hier kannst du dir alles von der Seele schreiben, es hören so viele Frauen zu. Du bist nicht alleine mit deinem Schicksal. Leider haben wir hier alle den Verlust unserer Kleinen erfahren. Unsere Kleinen, die sich in unserem Bauch eingenistet haben, die wir gespürt haben, wie sie langsam unsere Hormone durcheinander bringen, unsere Brüste anschwellen lassen, uns das Leben in uns spüren lassen. Das uns dann der Abschied so schwer fällt, ist von Menschen, die das nie erlebt haben, kaum zu verstehen. Manchmal gar nicht von der eigenen Familie. Das macht uns manchmal einsam. Hier ist das anders...

Fühle dich einfach hier von uns allen angenommen, mit all deiner Trauer und deinem Schmerz. Hier gibt's kein Werturteil, was schlimmer ist, wen's härter getroffen hat.

Ich schicke dir ein kleines Lichtlein und alles Liebe ... (und wenn du willst, einfach schreiben...)


Gisela, Mama von Lioba (still geboren am 4.6.07 in der 41. SSW) und Josephinchen (+ am 12.04.08 in der 15. SSW)

TARA2107
01.06.2008, 16:01
Hallo, ich bin Heike. Vor drei Tagen wurde bei einem Routine Ultraschall festgestellt, dass mein Baby( 12. SSW) keine Herzöne und keine Bewegungen mehr zeigt. Nach dieser Feststellung, lief alles wie in einem Film ab--ich war nur noch stummer Zeuge....Zweiter Ultraschall, betätigte Diagnose,Aufnahme in der Klinik, eingeleitete Wehen und nachdem der Fötus abgestossen worden war(welch schreckliche Wortwahl der Ärzte!!!) dann die Kürette.Ich habe das Kleine gesehen, es sah so friedlich aus... wie ein kleines schlafendes Baby, im MINI format...( es war erst knappe 6 cm lang)

Ich habe bereits drei Kinder im Alter von 12-17 Jahren, was mir, nach Reden so mancher Ärztin das Ganze erleichtern sollte... mir jedoch in keiner Weise hilft. Dieses Kleine war kein geplantes Kind, aber ich habe es vom ersten Augenblick an geliebt. Und nun, ist es nicht mehr da.
Die Vernunft sagt: Irgendetwas ist schief gelaufen in der Entwicklung,und es ist vielleicht besser so....

mein Bruder sagt, Kopf hoch, Du kannst es nicht ändern, und Du kannst noch andere Kinder haben....Mein Herz sagt mir , dass ich dieses Kleine Engelchen vermisse.... so sehr, dass es mich fast zum Wahnsinn treibt. Mein Partner, konnte erst mit der ungeplanten SCHWANGERSCHAFT NICHT UMGEHEN; IST NUN; MIT DER PLÖTZLICHEN fEHLGEBURT MEHR ALS ÜBERFORDERT; somit stehe ich allein auf weiter Flur, und muss alles am Laufen halten(Haushalt,Kinder, meine eigene Trauer, und seine noch dazu. Ich fühle mich total ausgelaugt und stehe emotional am Rande eines Abgrundes, der mich zu verschlingen droht...Ich weiss nicht so recht was ich machen soll...

Steffi24
01.06.2008, 19:47
Liebe Heike,
ein trauriges willkommen bei uns es tut mir leid das auch du dies alles so, wie wir, durchleben musst ich hoffe du findest hier deinen platz um zu trauern und dich auszzutauschen, mir hat dieses Forum sehr geholfen und bin froh das ich hier etwas rückhalt gefunden habe.
Ich hoffe du erfährst die gleiche hilfe.

TG Steffi mit Maximilian(11.1.07-11.1.07 40 SSW.)im Herzen und MArkus 04 und Johanna 08 an der Hand

GiselaB
02.06.2008, 12:30
Hallo Heike,
auch ich möchte dich hier im Forum herzlich Willkommen heißen. Es tut mir sehr leid für dich, dass du dein Baby gehen lassen musstest und dass du in deiner Umgebung scheinbar keinen Rückhalt findest, und trotzdem im Alltag wieder deine Frau stehen musst, so als wäre nichts gewesen. Den einzigen Rat den ich dir im Moment geben kann: Lass es zu, trauere so viel und so intensiv wie es eben sein muss. Vielleicht hast du ja eine Freundin, mit der du darüber reden kannst. Ansonsten sind wir hier ja auch noch da. Es ist eine schwere Zeit für dich. Aber es wird besser, das kannst du mir glauben.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft und Liebe!


Gisela, Mama von Lioba (still geboren am 4.6.07 in der 41. SSW) und Josephinchen (+ am 12.04.08 in der 15. SSW)

TARA2107
02.06.2008, 22:28
Danke für das herzliche Willkommen.

Ich versuche mein Bestes, nicht durchzudrehen. Die Kinder stecken es relativ gut weg, wenigstens etwas. Ich konnte noch keinen Fuss vor die Tür setzen, werde von ständigen Weinkrämpfen überfallen. Heute hätte ich eigentlich zur Nachuntersuchung gehen müssen, fühlte mich jedoch nicht dazu in der Lage.Morgen jedoch muss ich mich dazu durchringen.
Der Tatsache ins Auge blicken, den Ultraschall sehen, und feststellen , dass da nichts mehr zu sehen ist.
Vielleicht ist das eine Möglichkeit, dass dieser unendliche Schmerz nachlässt.Momentan weiss ich nicht, welche Chancen unsere Partnerschaft noch hat, ob überhaupt. Ich fühle mich schlicht im Stich gelassen. Mit all dem Schmerz. Er kann einfach nicht über seine Gefühle reden, sie rauslassen. Ich brauche ihn so sehr , gerade jetzt.... Mein kleiner Enel fehlt mir so sehr...Momentan ist alles nur noch Schmerz und Trauer.....

An-Maus
11.06.2008, 22:10
Das tut mir so leid.
Ich kann dich sehr gut verstehen.
Gerade den Ultraschall danach, wenn nicht`s mehr da ist... das ist so traurig. Ich hoffe auch du findest jemanden zum reden.
Mein Sohn ist nun schon fast 4 Jahre von uns gegangen und es spricht kaum einer in meiner Familie mehr über ihn... mein Freundeskreis verstummt bei diesem Thema. Niemand weiß, was er dazu sagen soll... leider. Ich wünsche dir ganz viel Kraft in deiner schweren Zeit.
Und ich denke du wirst es schaffen, deine Kinder werden dir helfen und auch dein kleines Sternchen, da bin ich mir sicher.
Mit meinen beiden Kindern rede ich viel über unser verstorbenes Baby... er hat seinen Platz bei uns, auch wenn er nicht körperlich anwesend sein kann...
Alles Liebe
Andrea

dragonlady
15.06.2008, 02:21
Hallo Moni ich weiß nicht ob ich richtig binbei dir, Ich bin hier zum ersten mal, ich habe die adresse von meiner Hebamme bekommen. Ich fang einfach mal an.Ich habe am 27.05.08 mein sohn Felix Tot zu welt bringen müßen ich war an dem Morgen beim Arzt zur kontrolle dabei stellte er fest das bei meinem Sohn keine Herztöne mehr waren,für mich ist eine Welt zusammen gebrochen ich habe nur gedacht nicht schon wieder weil ich erst letztes Jahr am 18.06.07 die erste Fehlgeburt hatte da war ich in der 8 SW ich habe gezittert und gekämpft das bei dieser Schwangerschaft alles gut geht und dann bekamm ich die Horror Nachricht in der 18 SW.;( Ich habe zur zeit das gefühl das ich in einen riessigen Loch fest sitze und nicht raus komme.Ich kann nicht richtig schlafen geschweige denn Essen.Ich baue auch zur zeit eine eine Mauer um mich auf ich schaff es ja noch nicht einmal mit meinen Mann darüber zu reden weil ich irgend wo auch mir die schuld mit gebe das mein kleiner engel nicht mehr da ist.Das schlimmste ist für mich das warten auf den patho. befund und die Beerdigung. Ich vermisse ihn sehr, es tut so weh in meinem Herzen das ich meinen kleinen Felix einfach so in Gottes Hände geben mußte.Ich würde mich freuen wenn ich von dir bald Hören würde.
liebe grüße ivonne (dragonlady)

Constance
20.06.2008, 00:43
Hallo,

ich habe mich lange auf Eurer und der Seite der Schmetterlingskinder rumgetrieben. Ich habe eigentlich kein Recht hier zu sein, denn ich habe mein Kind umgebracht, nur weil ich schon fünf Kinder habe, nur weil ich schon ein behindertes Kind habe, nur weil ich selber schon erhebliche gesundheitliche Schwierigkeiten habe und weil wir nur kein Geld haben. Der Arzt meinte, es wäre ja eigentlich eine medizinische Indikation. Aber ich liebe dieses Kind und der Schmerz ist so unendlich groß. Es ist 16 Tage her und ich weine und weine und kann einfach nicht aufhören. Ich würde am liebsten zu meinem kleinen Engel gehen. Ich habe keine Kraft und keine Motivation mehr. Ich habe keinen Spaß mehr zu leben. Ich weiß nicht mehr weiter. Hilfe!!!!!!!

Sonja64
20.06.2008, 01:04
Liebe Constance,

sein Baby nicht mehr bei sich zu haben, ist sehr schwer auszuhalten! Du bist in einer Ausnahme-Situation. Du hast so viele Alltagssorgen und nun kommt Deine Trauer um das Baby dazu.

Weine ruhig. Weine, so lange wie Du weinen musst. Trauere um Dein Baby, denn Du hast ein Recht, um dieses Baby zu trauern. Nur wirf deswegen nicht Dein Leben weg. Du wirst gebraucht. Es gibt Menschen, die Dich lieben und die auf Dich angewiesen sind. Bleibe bei ihnen. Und schreibe Dir hier Deinen Kummer von der Seele - das hilft.


Alles Liebe

Constance
20.06.2008, 09:20
Danke für deine lieben Worte.

Im Moment scheint nur nichts mehr zu helfen gegen diese unendliche Traurigkeit und Verzweiflung es nicht rückgängig machen zu können.

Mein Mann unterstützt mich wirklich sehr liebevoll, aber Worte wie: es wird schon irgendwann besser, du brauchst nur deine Zeit bringen mich noch mehr zum weinen als das sie mich trösten. Im Moment fühle ich nicht so, es wird niemals besser werden, niemals.

Ich habe mich am Abend vor dem Eingriff so mit Tabletten abgeschossen, dass ich an die nächsten beide Tage fast keine Erinnerung habe. Das macht es nocht schwerer. Vielleicht hätte ich ja in letzter Minute ja doch noch nein gesagt. Hätte ich das bloß niemals gemacht, ich werde nie wieder kleine Kinder sehen können ohne daran zu denken, was ich getan habe. Nie wieder einer Frau ihre Schwangerschaft gönnen können. Mir fehlt das Licht am Horizont.

Liebe Grüße

Moni
20.06.2008, 22:05
Liebe Constance,

deine Trauer ist groß,
und deine Schuldgefühle wohl auch.

Fühl dich umarmt und wie Sonja sagte: weine und trauere.

Du hast ein Recht auf Trauer und darauf trauern zu dürfen.
Wenn Du das Gefühl hast, daß diese Trauer übergroß wird, dann such professionelle Hilfe in deiner Umgebung.
Selbsthilfegruppe, Trauerbegleiter(innen) oder Trauertherapeuten.

Ich kenne eine sehr gute Webseite für Frauen in deiner Situation,
evtl. findest du auch dort Trost und Hilfe:

http://www.nachabtreibung.de

Ich sende dir liebe Grüße und zünde für dein Kindlein eine Kerze an.

Moni.

Moni-ka
03.07.2008, 23:57
Hallo,

auch ich bin neu bei euch und freue mich von einer Freundin diesen guten Tipp bekommen zu haben.
Im winter besuchte ich eine harte Weiterbildung. Jeden Tag ein neues Skript und pauken bis in die Puppen. In dieser Zeit hatte ich eine Eileiterschwangerschaft.
Bis zum Tag der Bauchspiegelung wusste ich aber gar nicht so richtig, dass ich überhaupt schwanger war. Alles spielte sich wie ein simpler med. Eingriff ab und ich musste ja auch so schnell wie möglich zurück auf die Schulbank. Ich bin jetzt fertig mit der Schule, habe wieder mehr Zeit für mich und der Gedanke an unserer Wunschbaby, welches gehen musste,wird immer schlimmer.
Ich hatte keine Gelegenheit mich darauf zu freuen, keine mich zu verabschieden, da es zu diesem Zeitpunkt nicht die Gestalt eines Babies für mich hatte. Es war Schmerz. Nun ist es lebendig und wahrhaftig geworden und ist doch nichts von alle dem.
Ich fühl mich überrollt und weiß gar nicht wo ich anfangen soll mit dem Verarbeiten.
Ihr müsst noch wissen, dass ich keine karrieregeile Tante bin sondern das Leben liebe und meine Träume lebe. Nur gerade zu diesem Zeitpunkt musste ich mal etwas durchziehen-ist das nicht fatal?

mein Sternchen...es hat nicht mal einen Namen ging am 28.01.08

Meine Tränen weine ich auch für alle anderen Sternchen.

In Liebe
Simone

Sonja64
19.07.2008, 15:06
O.T.

... schubs .....


Alles Liebe
Sonja

Sonja64
17.08.2008, 00:33
....... schubs ..........



Alles Liebe
Sonja

MartinaR67
29.10.2008, 16:53
Hallo Moni,
ich bin neu hier und habe versehentlich in mehreren Foren meinen Beitrag eingestellt. (Punkt 4 der Nutzungsbedingungen)
Habe erst nachträglich die Bedingungen genau durchgelesen. Es tut mir leid, hoffe aber das es nicht allzu schlimm ist.
Liebe Grüße
Martina Rein

nadinemitschlumpf
31.03.2009, 19:37
Hallo! Ich habe das hier jetzt erst gelesen und denke das ich meinen user namen (schlumpfmama) aendern muss oder? Muss ich das selber machen oder wie geht das? Waere es moeglich mich auch komplett zu registriren ..ich habe alle Angaben letzte Woche gemailt.
Lieben dank
nadine

Doris**
01.04.2009, 21:16
Liebe Nadine,

das Ändern des Benutzernamens macht Moni, an die du ja auch die anderen Angaben gemailt hast. Schicke ihr einfach nochmal ne Mail mit einem anderen Benutzernamen, der dann mehr mit deinem Namen zu tun hat, sie macht das dann für dich. Ans Freischalten kannst du sie dann auch erinnern.

nadinemitschlumpf
01.04.2009, 21:18
Hallo! Ich weiss gar nicht ob ich noch die email addresse von damals habe...kann ich die hier irgendwo finden? Lieben dank
nadine

Doris**
01.04.2009, 21:38
Liebe Nadine,

moni@schmetterlingskinder.de (javascript:writeEmail('moni@schmetterlingskinder. de'))

Ute64
10.05.2009, 20:21
Hallo Moni,
irgendwie bin ich wohl selber schuld. Ich fange am besten am Anfang an. Im Januar merkte ich das ich ( 44) überraschend schwanger war. Ich lebe seit 18 Jahren mit meinem Mann zusammen und habe drei Töchter ( 12, 11 und 4 Jahre alt) Ich hatte auch schon zwei frühe Fehlgeburten so um die 12. Woche rum. Wir waren beide sehr überrascht und mein Mann wollte eine Abtreibung. Er fürchtete um die Finanzen, das Haus, dann gehst du nie wieder arbeiten und außerdem wolle er jetzt endlich sein Leben (mit mir) genießen. Etwa einen Monat lang haben wir gestritten und gekämpft ( uns auch bei Profamilia beraten lassen), dann hat er gesagt ok wenn es gesund ist. Ich hab dann am Gründonnerstag die Fruchtwasseruntersuchung machen lassen, da sah der Arzt auf dem Ultraschall den fehlenden Nasenrücken. Am Samstag hab ich den ganzenTag vor dem Telefon gehockt. Erst gegen Abend hab ich die nötigen Einkäufe gemacht. Mein Mann war dann am Telefon und als ich heimkam hat er mir gesagt es sieht nicht gut aus. Mit Rücksicht auf die Großen hab ich den Ostersamstag irgendwie überlebt. Am Dienstag waren wir dann bei der genetischen Beratung. Trisomie 21 und ein Wunschmädchen. Erst war ich geschockt und hab gedacht das ich so nicht leben wollte. Dann hab ich mich informiert hab alle Möglichkeiten in die Schale geworfen ( wir sind beide Förderschullehrer) hab versucht ihn umzustimmen. Hab im Internet Elternberichte zu Trisomie 21 gesucht. Der Streit fing von vorne an. Mein Mann hat mir dann gesagt er kann das nicht und dann müsste ich die vier eben alleine großziehen ich könnte mir schon mal ne zweizimmerwohnung suchen ( bei den Schulden von unserem Haus wär nichts anderes drin) Am Montag den 20.4 hat er dann einen Termin in der Klinik ausgemacht. Ich war total durch den Wind ich hab gebettelt und gefleht das ich damit nicht leben kann, ich tu eigentlich niemandem ein Leid bin vegetarier und soll mein Kind das ich doch trotzdem liebe umbringen. Er hat so getan als würde das alles vorbeigehen als stell ich mich blos an. Außerdem soll ich die katholische Einstellung endlich mal vergessen der Pabst müsste sich ja nicht um unsere Tochter kümmern. Am Dienstag hat er dann heulend in der Küche gesessen, und das werf ich mir vor hat gesagt unsere Beziehung wär eh kaputt egal wie er handele und wir bräuchten nicht mehr fahren. Ich hab dann mit ihm geredet und hab gesagt wenn er den Abbruch unbedingt will tue ich es für die Familie und er solle mir Bescheid sagen wenn er sich es anders überlegt. Ich wär so gern weggelaufen aber da ich keine Eltern mehr habe wusste ich nicht wohin. Der Ärztrin hab ich gesagt das ich das nicht will, das mein Mann das will ich hab so gehofft sie hilft mir und Marie. Aber sie sagte nur manchmal muss man für die Familie entscheiden. Am 21. 4 um Mitternacht wurde Marie dann in der 18. Schwangerschaftswoche geboren. Ganz blau verformt sah ihr Köpfchen aus. Ich hab mir so gewünscht mit ihr zu sterben. Mein Mann ist dann nach der Op nach Hause gefahren vorher hat er mir erzählt wie friedlich sie doch ausgesehen habe. In der Nacht hab ich fast nicht geschlafen. Am nächsten Tag wollte ich nicht nach Hause. Ich bin dann doch mit und konnte es nicht ertragen die KInder um mich zu haben. Ich hab viel geweint in den nächsten Tagen. Die Geduld meiner Angehörigen war aber bald erschöpft. Ich hab nur leider keinen zum Reden, es weiss fast niemand. Morgen muss ich wieder arbeiten und ich fühl mich gar nicht in der Lage dazu ich bin innerlich wie gelähmt nur eine Hülle alles kostet viel Kraft und meine Nerven sind so dünn. Auch ist im Kollegium jemand mit mir gleichzeitig schwanger geworden. Die Kollegen denken das das Babie von selbst gestorben ist und können sicherlich nicht verstehen warum es mir so schlecht geht. Meine Familie versteht nicht, das ich nicht lache nur traurig bin mir alles egal ist und wenn ich mit meinem Mann spreche kommt nur es ist besser so und bist du immer noch so traurig. Ich hab das Gefühl mit dieser Entscheidung nicht leben zu können. Wenn ich nicht Verantwortung für die drei anderen hätte würde ich den Freitod wählen. Ich weiß nicht wie es weitergehen soll. Aber es hat wenigstens gut getan mal alles zu erzählen. Vielen Dank Ute 64

MartinaR67
11.05.2009, 15:12
Liebe Ute,
es tut mir sehr leid, dass du vor diese Entscheidung gestellt wurdest und in deinem Umfeld so wenig Unterstützung und Verständnis findest.
Wir standen im Oktober letzten Jahres vor einer ähnlichen Entscheidung, die von meiner Familie zwar verstanden und mitgetragen wurde, ich wüßte aber nicht wie meine Umwelt reagiert hätte, wenn ich mich dazu entschieden hätte, unser Baby zu bekommen.
Wir haben die Entscheidung unter ziemlichen "Zeitdruck" treffen müssen, da ich bereits in der 24.SSW war. Eigentlich habe ich nur reagiert- und nicht wirklich bewußt entschieden und das schmerzt immer wieder einmal.

Nimm dir Zeit für deine Trauer und vielleicht schreibt dich dein Arzt ja noch eine Weile krank??
Mein Hausarzt hat mich insgesamt 2 Monate krank geschrieben und anschließend hatte ich sogar die Mutterschutzfristen, da das Baby über 500 g schwer war.
Ich habe diese Zeit auch wirklich gebraucht, und ich denke, auch du solltest dir wenn möglich die Zeit nehmen um wieder zu dir finden zu können.

Ich verstehe deinen Schmerz und deine Zweifel, und ich kann dir nur anbieten dir zuzuhören (zulesen) wenn du jemanden brauchst.
Du hast 3 gesunde Töchter und ein Baby, das einen anderen Weg gewählt hat.
Ich wünsche dir die Kraft, zu deiner Entscheidung - auch wenn sie von außen so stark beeinflußt wurde - zu stehen.
Liebe Grüße

Martina

Sina80
26.09.2009, 14:37
Hallo Ihr!

Ich bin neu hier im Forum...und ich bin so traurig, daß ich mein kleines Mädchen verloren hab.

Vor 2 Wochen hatte ich einen Routinearztbesuch..., doch als er das Ultraschallgerät anmachte, sagte er nur: sie müssen sofort ins Krankenhaus, sie haben eine akute Plazentainsuffzienz. Ich war in der 26. Schwangerschaftswoche.

Nun ja, im Krankenhaus wurde ich erstmal ruhig gestellt, und die Ärtze meinten, wir hangeln uns von Tag zu Tag, vielleicht müssen wir die kleine noch nicht holen. 3 Tage lang hatte ich eine Besserung. Dann am Freitag, den 18.09. früh beim Ultraschall sagte der Doc, wir müssen jetzt sofort einen Kaiserschnitt machen. Eine Stunde später lag ich schon auf dem OP Tisch. Hab so geweint.

Die Kinderärzte haben Alina`s Versorgung sofort übernommen. Abends kam dann ein Arzt zu mir und sagte, daß Alina zwar sehr klein und leicht ist, aber sie schon total gut mitatmet, es keine Probleme gab...und wir sehn müssen, wie es wird. Ich war sehr zuversichtlich. Es hieß, die 2 und 3. Nacht wären meistens kritisch. Die hat mein kleiner Schatz total gut überstanden. Sie hat sogar schon 20ml Milch am Tag getrunken, gekackt und gepullert...alles lief super...und wir haben uns so sehr auf sie gefreut. Hab sie viel besucht, mich neben den Inkubator gesetzt, ihr vorgelesen, ihr vorgesungen, sie berührt. Es war so ein Glücksgefühl, als ich sie das erste Mal sah. Es hat alle Gefühle übertroffen, die ich bisher erlebt hab.

Und dann kam der 4. und 5. Tag... da ging es ihr schon schlechter. In der Nacht vom 5. zum 6. Tag in der Nacht um 3 Uhr klopfte es auf einmal im Zimmer, und der Arzt meinte ich solle doch kommen, er denkt, es geht zu Ende. Hab es erst garnicht realisiert.

Unten angekommen hab ich schon gesehn, wie schlecht die Werte waren, und die Herzfrequenz war sehr weit gesunken. Die Ärtze meinten, ich soll sie festhalten, mit ihr reden...das hab ich dann auch gemacht mit tränenverstockter Stimme. Vorher hab ich noch meine Eltern angerufen, sie sollen doch kommen. Ich hab zu dem Zeitpunkt aber immer noch gehofft. Ich hab innerlich geschrien, gefleht und gebettelt...sie soll bei mir bleiben, sie soll sich Mühe geben und wieder besser atmen. Ich hab zu den Ärzten gesagt, sie sollen noch mehr probieren, aber alle Möglichkeiten waren bereits ausgeschöpft. Ich hab sie gestreichelt. Ich war so Hilflos. Gegen um 4 wurde die Herzgrequenzlinie zu einem Strich. Ich bin förmlich zusammengebrochen. Ich hab gesagt: ihr müsst doch irgendwas tun. Aber nichts mehr ging. Dann haben sie mir meine kleine Alina in den Arm gegeben. Sie hat sich so warm und weich angefühlt. Ich hab sie gehalten, ihre kleinen Finger gehalten, sie auf die Lippen und Stirn geküsst. Siie sah so süß aus. Ich weiß garnicht, wie ich diese Nacht beschreiben soll. Es war die schlimmste Nacht meines Lebens. Halb 5 kamen meine Eltern, leider etwas zu spät. Meine Mutti hatte einen Kreislaufzusammenbruch und musste erstmal eine Infusion bekommen. Und ich hab die Kleine noch bis früh um 6 im Arm gehalten.

Irgendwie war das alles so unwirklich für mich. Meinen Freund hatte ich nicht erreicht, weil er ausgerechnet in dieser Nacht ein Netzproblem mit seinem Handy hatte. Ich habe das ganz allein erlebt, wie mein Kind unter meinen Händen verstorben ist. Ich kann es noch immer nicht glauben, und ich fühl mich so leer. Als ist etwas in mir mit gestorben, als hätte man mir mein Herz rausgerissen.

Früh habe ich mich dann selbst entlassen aus dem Krankenhaus, und meine Eltern haben mich erstmal mit zu sich genommen. Als ich in den Flur ins Haus kam, war in dem Haus meiner Eltern ein kleiner Schmetterling, flatterte um meinen Kopf, saß kurz auf meiner Schulter, und flog zum Fenster. Meine Mutti stand daneben, hat ihn vorsichtig gefangen und ihn rausgebracht und fliegen lassen... und zu mir gesagt, das war jetzt unsere kleine Alina, unser kleiner Schmetterling. Ich weiß nicht, wie der Schmetterling ins Haus gekommen ist, aber das kann doch kein Zufall gewesen sein, oder? Um so mehr hab ich geweint, als ich her lesen konnte, daß Babys wie meins als Schmetterlingskinder bezeichnet werden. Also war das tatsächlich meine kleine Alina, die vom Krankenhaus in Jena bis nach Hause in meine Heimat mitgekommen ist, um sich auf meine Schulter zu setzen?!

Ich muss weinen, während ich das schreibe. Ich hatte mich so sehr auf meine kleine Maus gefreut. Hatto so einen schönen Kinderwagen, und schon Sachen und wir waren bereits dabei, das Kinderzimmer herzurichten. Und jetzt? Wie soll es jetzt weitergehen?

Ich kann nicht mehr. Ich will mein Kind zurück... meine kleine Prinzessin. Sie fehlt mir so sehr...

Isis
27.09.2009, 13:19
liebe sina !

ein trauriges , aber herzliches willkommen bei uns.
es tut mir so leid,dass du deine kleine *alina* gehen lassen mußtest, es gibt keine worte um diese trauer zu beschreiben...
du warst bei ihr in ihren letzten stunden, sie wird deine liebe gespürt haben, jede minute ihres kurzen lebens.
und sie hat dir ein zeichen geschickt, ein kleiner schmetterling...deine kleine maus wird immer in deinem herzen sein.
ich bin mit dir traurig...diese kerze leuchtet heute für *alina *...

Sina80
27.09.2009, 17:13
Danke für Deine Worte. Ich bin froh, daß ich dieses Forum gefunden hab. Es ist zwar sehr traurig, das es solche Schicksale überhaupt geben muss... aber irgendwie hat man das Bedürfnis, diesen Kummer zu teilen, und mit Menschen zu schreiben, die auch sowas durchmachen mussten. Mein Freund redet eher wenig, und zieht sich zurück. Aber ich merke, daß es ihm genauso schlecht geht, wie mir. Man kann seine Gedanken garnicht ordnen. Man denkt die ganze Zeit daran, wie schön man sich alles schon ausgemalt hat, wenn die Kleine dann nach Hause kommt, und wie schön es sein wird, eine kleine Familie zu sein. Hab mich so auf Weihnachten gefreut, und nun wird es das traurigste Fest, was ich je erlebt hab.

Allerdings denke ich nach, wie schnell ich wieder schwanger werden kann. Ich möchte unbedingt ein Kind...und eigentlich garnicht so lange warten. Aber wie soll eine Schwangerschaft nach sowas werden? Kann es überhaupt gut gehn? Wird man ständig Tag für Tag die Schwangerschaft mit Angst erleben? Und wer kann mir garantieren, daß ich nicht wieder plötzlich eine Plazentainsuffizienz bekomme. Falls hier irgendwer erfahren mit Folgeschwangerschaften hat, wäre ich froh über antworten.

Sicher, ich muss erst durch diese Zeit hindurch, aber Alina ist und bleibt mein erstes Kind... für immer. Und ich wünsch mir einfach schon jetzt ein Geschwisterchen für sie.

Am Donnerstag wird die Beerdigung sein. Hab einen kleinen weißen Sarg mit Wolken bestellt und eine Plüschspieluhr als Engel kommt neben sie, damit sie nicht allein darin liegen muss. Ich kann es noch garnicht glauben, daß ich sie nie mehr spüren werde.

Isis
27.09.2009, 22:10
liebe sina !

vielleicht möchtest du all deine gedanken lieber ins hauptforum schreiben- dort lesen und schreiben mehr wie hier.

jeder hat seine eigene art zu trauern, und viele männer neigen dazu sich zurück zu ziehen oder schnell wieder den alltag zu suchen. deswegen ist die trauer aber nicht weniger, das hast du ja schon bemerkt.

deinen wunsch nach einem weiteren kind kann ich verstehen, aber niemand wird dir sagen können,wann der richtige zeitpunkt dafür ist. hör auf dein herz...
und leider gibt es im leben nie eine garantie...

ihr habt einen schweren weg vor euch, die beerdigung eurer kleinen tochter. ich werde am donnerstag fest an euch denken und wünsche euch ganz viel kraft ,und liebe menschen an eurer seite.

Michaela_10
05.10.2010, 15:30
Hallo mein Name ist Michaela,ich bin 30 Jahre alt und Sternchenmama. Mir fehlen leider noch die Worte um mehr zu erzählen, aber ich möchte hier nicht als stiller Leser sein, sondern mich wenigstens erstmal kurz vorstellen. Leider hab ich nichts gefunden, wo man sich vorstellen kann, darum tu ich das mal hier.

Ich habe 2 rundrum gesunde Kinder von 3 und 10 Jahren und mein kleines Sorgenkind, dass vor 8 Jahren als Frühchen auf die Welt geholt werden musste, weil ich zu dem Zeitpunkt im Koma lag. Mein Sternchen kam vor 9 Jahren auf die Welt und es tut noch heute sehr weh.

LG Michaela

Kerstin B
13.10.2010, 21:55
Liebe Michaela,

erst mal ein herzliches Willkommen hier im Forum.

Scheinbar ging dein Beitrag hier unter. Ich bin auch eher zufällig darauf gestoßen, ich bin eher in einem anderen Bereich unterwegs. Vielleicht magst du einfach einen eigenen Beitrag über dem Buttom "Neues Thema" verfassen. Es wäre schade, wenn deine Vorstellung hier weiter unbeachtet bleiben würde.

Liebe Grüße

Kerstin :smile5:

karola78
15.03.2011, 15:21
hallo ich bin neu hier ich habe am15.04.2009 unser zweites baby in der 12 woche verloren jetzt 11 monate später haben wir eine tochter bekommen und um die mache ich so viele sorgen
ich habe angst vor dem kindstot.unse kline ist 8 wochen alt

karola mit ilias celina und bärchen im herzen

Doreen102
17.03.2011, 19:52
Erstmal ein stilles aber herzliches Willkommen in diesem Forum.

Das du 2009 ein Kind zu den Sternen hast reisen lassen müssen, tut mir auch so unendlich leid. Es ist so wahnsinnig schlimm, zu erfahren das das kleine Herzchen nicht mehr schlägt oder wie es auch immer bei euch gewesen ist.
Nun hast du aber dein neues kleines Kind im Arm und deine Ängste sind durchaus verständlich, aber du solltest dich nicht zu sehr in diese Angst verstricken. Ich kann jetzt leider nicht aus Erfahrung sprechen, mein 1. Kind ist bereits 7 Jahre alt und mein 2. Kind habe ich in der 20.SSW verloren.
Aber ähnlich wird die Angst sein, welche über mich hängt, sobald ich wieder schwanger bin. Und diese Angst hast du sicher auch schon in der Schwangerschaft erlebt, oder? Es ist aber alles gut gegangen, liebe Karola, und es wird auch alles gut bleiben. Denke an die schöne Zeit die vor euch liegt und genieße jeden Tag so intensiv wie es nur geht mit deiner Tochter.

Bitte lasse diese Angst nicht zu, lasse sie nicht die Gewalt über dich herrschen und versuche sie zu besiegen.
Es wird alles gut, deine Tochter ist gesund und wird sich genauso gut entwickeln wie auch all die anderen kleinen Lebewesen.

Ich möchte dir aber noch gerne empfehlen, einen eigenen Beitrag bei "erste Hilfe für Betroffene" zu schreiben. Denn hier auf dieser Seite, kann es schnell passieren das dein Beitrag untergeht und niemand diesen Beitrag liest. Gehe einfach auf "neues Thema" erstellen und stelle dich erneut vor. Ich habe dich auch nur eher zufällig entdeckt und es wäre auch schade, wenn du hier unbeachtet bleibst.

Ganz liebe Grüße Doreen mit
Colin (*12.10.2003) fest an der Hand und Jason (*/+12.12.2010 / 20.SSW ) tief im :icon_heartbeat::icon_heartbeat::icon_heartbeat:

karola78
17.03.2011, 21:32
hallo ich bin neu hier und habe zwei gesunde kinder aber 2009 hatte ich eine fehlgeburt in der 12 woche nun habe ich angst um meine kinder :frown2:

Sandra_i
31.05.2011, 12:40
Hallo ihr Lieben,

ich schubs das Thema mal wieder hoch :smile5:

In letzter Zeit, sehe ich wieder viele Psydonamen hier, vielleicht könnte man auch sein Profil ein wenig füllen. Es ist einfach einfacher zu antworten, wenn man ein bischen von der jeweiligen Person weiß.
Es ist mir jetzt schon öfters passiert das ich auf ein Profil gehe, um mir Eckdaten zu ziehen und ich finde nichts. Eigentlich schade, aber so kann man manchmal garnichts antworten oder man müßte alle Themen vorher durchforsten, um nichts falsches zu sagen.

KathrinLia
20.07.2011, 00:46
Hallo zusammen. Ich würde euch gerne meine Geschichte erzählen ich kann jedoch noch kein eigenes Thema erstellen. Weiß jemand warum nicht?

Ich habe meinen kleinen Engel Lia am 7.7.2011 in der 19. SSW Tod zur Welt gebracht. Ich würde gerne die für mich unendlich Traurige Geschichte teilen.

Liebe Grüße Kathrin

Chrisi
20.07.2011, 00:54
Hallo Kathrin,

ein trauriges aber herzliches Willkommen hier im Forum. Da es hier mit dem posten geklappt hat bin ich mir sicher, dass Du auch ein eigenes Thema im erste Hilfe Forum erstellen kannst. Hier muß man relativ schnell schreiben, sonst "fliegt man aus der Leitung". Probier mal Deine Geschichte in einem externen Textprogramm zu schreiben, dann ein Thema eröffnen und in dieses Dein Geschriebenes rein kopieren. Ich hoffe es geht dann.

Magdalena S
07.08.2012, 23:57
Hey, mir ist das gleiche passiert wie Dir, nur dass es ein Mädchen war.
Ich hab sie Olivia genannt.
Ich weiss nicht ob ich es so direkt sagen darf....aber...ohne meinen Freund hätte ich es nicht überstanden, es ist ein Monat her, ich weine immer seltener, aber er nimmt mich immer in den Arm...hab kein neues Baby mit jemandem, der nicht in so einer Minute für dich da ist.
Ich drücke Dich ganz fest und teile deinen Schmerz.

InaPina
20.08.2012, 10:32
Hallo zusammen,

ich heiße Ina und habe am 09. August meine kleine Tochter in der 22 Woche mit 26 cm und 440 gr still geboren. Sie hatte eine Chromosomendeletion und aufgrund dessen u.a. einen sehr komplexen, schweren Herzfehler. Auch wenn uns der Kummer auffrisst sind wir überzeugt, dass es unserer kleinen Maus oben im Himmel besser geht, als es ihr hier auf Erden je hätte gehen können. Gesetzt den Fall, sie hätte den Rest der Schwangerschaft überlebt....

Leider habe ich auf meine Registrierung keine Email erhalten, in der um meine persönlichen Daten gebeten wurde. Oder dieser ist vielleicht rausgefiltert worden? Mein Spamordner zeigt jedoch nichts....

Viele Grüße an alle lieben Menschen hier

anjakun
20.08.2012, 11:08
Liebe Ina,
das tut mir sehr Leid, dass Du nun auch eine Sternenmama bist. Deine Einstellung ist genau die richtige. Ich wünsche Dir und deinem Mann ganz viel Kraft. Du wirst bestimmt bald freigeschaltet.
Ganz herzliche Grüße aus Dortmund
Anja

Christina12
20.08.2012, 21:29
Liebe InaPina,

es tut mir leid, dass du deine Tochter verloren hast. Ich habe gehört, dass kleine Babys, die nicht auf der Erde bleiben konnten, für Ihre Mütter und Väter zukünftig Schutzengel sind. Das tröstet mich und wenn ich in den Himmel schaue und die Sterne sehe, denke ich mir, dass unsere Tochter dort oben irgendwo ist und auf uns herabschaut.

Viel Kraft für diese schwere Zeit.
Stille Grüße,
Christina und Valentina (08.08.2012)

Carmen80
20.08.2012, 22:22
Hallo InaPia,

auch von mir ein liebes und trauriges Willkommen.
Jetzt habe ich 4 mal angefangen zu schreiben und wieder gelöscht. Mir fehlen grad ein bisschen die Worte, da auch mein Sohn einen sehr schweren komplexen, nicht operablen Herzfehler hatte, ich lies ihn gehen.

Ich hatte lange das Gefühl ich bin damit alleine auf der ganzen Welt, hier schrieben mir Leute und ich sah: ich bin nur eine von vielen!

Es tut mir so leid für Dich/Euch!
Schau jetzt erstmal nach Dir, schau was Dir gut tut!

Liebe InaPia alles Liebe für Dich.
Grüße Carmen

Caro76
23.10.2013, 12:01
Sorry falsche Rubrik

Sandra.S
18.03.2015, 17:45
auch ich möchte kurz hallo sagen
ich habe vor kurzer zeit mein 5. sternchen gehen lassen müssen
zur zeit fehlen mir einfach die worte ich weiss grad einfach nicht wie ich mit der trauer umgehen soll
zu gegebener zeit schreibe ich bestimmt mehr
lg sandra

Loreley
12.06.2015, 12:16
Hallo ihr Lieben,

auch ich möchte mich kurz vorstellen. Ich bin 35 Jahre alt und wurde nach zwei Jahren Anfang dieses Jahres endlich schwanger. Die anfänglichen Schwankungen zwischen Überforderung und Freude mauserten sich zur überschwänglichen Freude. In der 12. SSW war ich noch zur Nachkontrolle und da war alles gut. Anfang der 14. Woche hab ich dann Blutungen bekommen und bin zur Ärztin nur um dort zu erfahren, dass mein Baby seit zwei Wochen tot ist. Missed Abort nennt sich dann das.

Schock - Fassungslosigkeit - unendliche Wut! Zwei Tage darauf hatte ich eine Ausschabung in der Klinik. Danach hab ich erstmal drei Wochen meine Ruh gebraucht. Ich sitz immer noch herum und sinniere nach, auch wenn die Vermutung ansteht, dass meine doofe unerkannte Schilddrüsenunterfunktion der Auslöser gewesen sein sollte. So hart es klingt - lieber so, als dass der kleine Michael (ich hab immer von einen Buben geträumt und ich glaub, ich hätt auch einen bekommen) für immer einen schweren Schaden gehabt hätte. Er sitzt jetzt mit seinem Cousin Niklas auf einer Wolke und spielt.

Trotzdem ist es für mich immer noch hart kleine Kinder und auch Babys zu sehen. Auch wenn die Einstellung "der Maxicosi ist voll mit wunderschöner Wolle/Babykätzchen" und "schwangere Frauen sehen aus wie ich - lieben einfach die Schokolade zu sehr" etwas helfen.

Ich hab mich hier angemeldet um eine Art Therapie zu erhalten für mich selbst und denke, dass wir uns gegenseitig helfen und stützen können.

Definitiv wollen mein Mann und ich ein Kind und wir warten auch drauf, dass wir wieder loslegen können. Nur der doofe Zyklus.....der war ja nach Absetzen der Pille schon nicht wirklich vorhanden und jetzt erst recht nicht. Doofe Sache!

KleinesWunder
04.08.2016, 00:19
Hallo ihr Lieben,

Ich bin 29 Jahre alt und mein Mann und ich haben vor nun 3 Wochen unseren kleinen Krümel in der 7.Woche verloren. Erst schien mein Körper problemlos alles alleine zu bewältigen , nun liege ich mit einer Gebärmutterentzündung flach.

Ich vermisse unseren Knopf sehr, weiß aber auch, dass mein Körper wohl sicher kein Fehler gemacht hat. Und trotz dieses Wissens schmerz das Herz unsagbar. Es war meine erste Schwangerschaft und mein Mann und ich sind mit riesiger Freude und ohne jegliche Sorge dort hinein gestolpert. Umso härter traf uns der Abort dann auch.

Und nun bleibt die Angst. Die Angst durch die Gebärmutterentzündung vielleicht nicht mehr schwanger zu werden. Die Angst eine neue Schwangerschaft wieder zu verlieren. Und die Angst, dass die permanente Sorge die wunderbare Leichtigkeit und Freude einer erneuten Schwangerschaft trüben wird.

Ich weiß "Angst essen Seele auf" aber momentan ist sie einfach sehr dominant. Hat jemand eine ähnliche Erfahrung gemacht und kann Gutes berichten?

Liebe Grüße Jessi:icon_rolleyes:

IngerT.
05.08.2016, 14:53
Liebe Jessi,
es mir sehr leid tut, dass ihr euren Krümel verloren habt und dass du nun zusätzlich auch noch mit einer Entzündung zu kämpfen hast. Ich hoffe, du hast viel Ruhe, so dass Körper und Seele sich erholen können. Ich wollte dir vor allem sagen, dass ich nach meinen zwei ersten unglücklich ausgegangenen Schwangerschaften eine wunderbare Schwangerschaft mit meinem Sohn hatte, der 2014 geboren wurde. Anfangs und immer wieder zwischendurch hatte ich Ängste, aber mit der Zeit habe ich immer mehr Vertrauen in meinen Körper und das Baby bekommen, so dass ich am Ende wirklich ganz entspannt war. Vor allem das 2 und 3. Trimester mit den vielen Kindsbewegungen habe ich sehr genossen. Es hat sich so ein "alles-wird-gut-Gefühl" eingestellt. Ich bin mir sicher, dass du nach anfänglichen Ängsten in einer neuen Schwangerschaft auch deine Leichtigkeit zurück finden wirst. Und du wirst die Schwangerschaft dazu vielleicht noch intensiver und bewusster wahrnehmen als andere Frauen und eine große Dankbarkeit verspüren. Du schaffst das.
Gute Besserung für dich und alles Liebe!
Inger

Daniella F.
06.10.2016, 15:04
Hallo ihr lieben,

Jetzt musste ich heute zum zweiten mal unser engelchen ziehen lassen.

Nach einer MA mit Ausschabung vor drei Monaten, setzen heute blutungen ein u auch unser Ministern hat uns verlassen.

Ich weiß noch gar nicht, wie wir jetzt weiter machen sollen....
Wir wünschen uns doch so sehr unser drittes Wunder....

LG daniela

Katja1707
06.02.2017, 14:13
Hallo ihr Lieben,

auch ich habe mich jetzt hier in diesem Forum angemeldet, in der Hoffnung hier den nötigen Trost zu erhalten welchen mir mein Umfeld im Moment leider nicht geben kann.

Morgen werden es drei Wochen als ich die Diagnose von meiner Frauenärztin erhalten habe, dass das Herz unseres kleinen Würmchens nicht mehr schlägt, - da war ich in der 10. SSW. Das hat mir buchstäblich den Boden unter den Füßen weg gerissen und seitdem ist für mich nichts mehr wie vorher. Ich wurde dann am selben Tag noch an einen Kollegen meiner Frauenärztin überwiesen, er diagnostizierte eine Missed Abortion (was für ein furchtbarer Begriff). Am Tag darauf wurde mir dann durch eine Ausschabung unser Kind genommen. Seitdem fühle ich eine totale Leere in meinem Körper.

Für mich ist eine Welt zusammen gebrochen und trotzdem werde ich das Gefühl nicht los, dass viele in meinem Familien- und Bekanntenkreis der Meinung sind, dass es nun nach drei Wochen doch mal gut sein darf mit Trauern und wir doch bitte nach vorne schauen sollen. Für die ist diese Sache abgehakt und überhaupt kein Verständnis da wie lange man um so ein "kleines Wesen" trauern kann. Ich stecke aber immer noch in einem so tiefen Loch dass mich spätestens jeden Abend wieder aufs neue aufsaugt, wenn ich zur Ruhe komme.

Einzig unsere 3-jährige Tochter schafft es im Moment mich tagsüber von meinen trüben Gedanken weg zu holen.

Diese Verhalten in meinem Umfeld zermürbt mich total und mein Mann und ich überlegen uns ernsthaft ob wir uns therapeutische Hilfe holen. Ich kann so nicht weiter machen! Kennt ihr das?

Liebe Grüße
Katja

IngerT.
06.02.2017, 16:17
Liebe Katja,
was du erleben musst und dass euer kleines Kind nicht mehr bei euch ist, tut mir sehr leid. Ich habe auch eine missed abortion erlebt. Ich fand es wahnsinnig verunsichernd: Auf einmal erfährt man, das Kind lebt nicht mehr, es ist vorbei, und bis zu diesem Zeitpunkt dachte man noch, alles sei ok. Ich weiß nicht, wie es bei dir war, aber ich hatte bis zu dem Ultraschall, wo es festgestellt wurde, noch alle Anzeichen einer Schwangerschaft mit Übelkeit etc. Ich fühlte mich so betrogen von meinem Körper. Auch die Reaktionen deines Umfelds, die du beschreibst, kommen mir und sicherlich fast allen anderen hier im Forum, die ein Kind verloren haben, bekannt vor. Eine Kollegin von mir sagte mal, nachdem sie ein halbes Jahr nach mir eine Fehlgeburt hatte, sie hätte sich immer gefragt: "Warum stellt die sich so an, was hat sie denn? Das Kind war doch noch so klein, bestimmt krank etc.". Und dann hat sie den Schmerz selbst erlebt und erst verstanden, was es bedeutet. Ich weiß auch nicht, warum es so schwer nachzuvollziehen ist, wie traurig so ein Verlust ist. Und unabhängig davon ist Trauer doch immer subjektiv und folgt keinen Regeln. So wie ich es verstehe, erlebt dein Mann den Prozess ähnlich wie du. Das ist ja schon mal ein großes Geschenk, dass ihr euch beide habt. Ich finde die Idee gut, sich gemeinsam professionelle Hilfe zu holen. Vielleicht könnt ihr euch auch einer Trauergruppe für verwaiste Eltern anschließen. Es ist so wichtig, sich in seinem Schmerz angenommen zu fühlen und sich alle Zeit für die Trauer zu nehmen, die man braucht. Ich wünsche dir erstmal ganz viel Kraft auf deinem Weg und du kannst mir auch gern immer eine private Nachricht schicken, wenn du magst.
Inger

Katja1707
06.02.2017, 21:52
Liebe Inger,

danke für deine lieben Worte, die haben mir sehr gut getan. Ich glaube nur jemand der es selbst erlebt hat kann tatsächlich mitfühlen wie es einem damit geht.

Die Diagnose hat auch mich vor drei Wochen wie aus heiterem Himmel getroffen - ich hatte nicht die üblichen anfänglichen Schwangerschaftsprobleme wie Übelkeit oder Brustziehen aber das hatte mich auch nicht beunruhigt da dies auch während meiner ersten Schwangerschaft nicht so war. Ich dachte immer mein Körper ist einfach nur verdammt gut schwanger. Na ja und dann hat mir mein Körper jetzt wohl mal erklärt dass er anscheinend sein eigenes Ding macht! Und ich mache mir was das angeht so viele Vorwürfe! Ich bin nicht gleich nach dem positiven Schwangerschaftstest im November vergangenen Jahres zu meiner Frauenärztin gerannt, da ich ja aus meiner ersten Schwangerschaft bereits wusste, dass sich zu diesem ganz frühen Zeitpunkt noch gar nicht viel erkennen lässt und auch die Arzthelferin meinte am Telefon dass ich dann eben gleich nach dem Weihnachtsurlaub - also Anfang Januar kommen solle. Dann hatte mich leider noch ein Magen-Darm-Virus außer Gefecht gesetzt und schon war Mitte Januar und ich bereits in der 10. SSW um meine Schwangerschaft vom Frauenarzt bestätigen zu lassen.

Die ganze Zeit stelle ich mir die Frage was wäre wenn ich einfach schon zu einem viel früheren Zeitpunkt bei meiner Ärztin gewesen wäre, hätte man noch was retten können? Warum hat mein Körper das Kind nicht auf natürliche Weise freigegeben, warum musste man mir es gewaltsam nehmen, mein Körper hat einfach so überhaupt keine Zeichen gegeben, dass er dieses kleine Wesen hergeben möchte, warum? Und wie soll jetzt alles weiter gehen?

Übrigens na ja mein Mann versucht mir Gott sei Dank zur Seite zu stehen, aber sehr häufig habe ich das Gefühl dass wir uns noch nie so fern waren. Liegt vermutlich an der unterschiedlichen Trauerbewältigung bzw. auch daran, dass er mit dem Thema viel schneller glaube ich durch ist wie ich.

Liebe Grüße
Katja

meckgirl
10.05.2017, 13:01
Erst mal möchte ich mich für die Aufnahme in das Forum bedanken.

Es tut gut zu wissen, dass man nicht alleine da steht.
Mein Partner und ich haben letztes Jahr beschlossen, dass wir die Spirale entfernen lassen und wir Kinder möchten. Das haben wir dann auch getan und ich wurde sofort schwanger. Die Freude war riesig. Wir hätten nicht gedacht, dass es so schnell klappt.

Doch die Freude wurde uns bei jeden Arztbesuch genommen. 4 Wochenlang sind wir ständig zum FA gegangen um zu schauen wie sich und vorallem ob sich unser Baby auch entwickelt. Im Feb 2017 dann das Ereignis. Ich hatte eine Fehlgeburt. Es war die Hölle für mich... Ich habe mich gehasst, mein Körper verabscheut und war am Boden zerstört.

Die Gedanken "Warum war ich nicht in der Lage unser Baby auszutragen" Was habe ich flasch gemacht" ?? Einfach schrecklich.

Mein Partner hat schon ein Kind aus einer früheren Beziehung. Sie ist 7 Jahre alt. Alle 2 Wochen und jeden Mittwoch ist sie bei uns. Und seit der FG habe ich ein großes Problem damit. Es zu akzeptieren dass sie da ist und das er auch schon ein Kind hat.

Wenn die beiden Spaß haben fühle ich mich wie das 5 Rad am Wagen. Einsam, allein und extrem traurig. Regelmäßige Tränenausbrüche zu vorprogrammiert. ;-( Warum konnte ich ihn unser Wunschkind nicht schenken? Warum hat es bei der Ex so schnell geklappt? Warum jetzt nicht bei mir wieder? Solche Gedanken habe ich dann.

Das Problem ist auch das das Kind schwierig ist und ich die Ex immer darin sehe. Ständig sind die Beiden bei uns Thema in der Beziehung. Es gibt kein Tag wo wir mal nicht über die reden. Es belastet mich so sehr! Ständig muss ich stark sein und "FriedeFreudeEierkuchen" vorspielen. Ich kann es gerade nicht, mein Akku ist leer.

Mein Partner merkt natürlich auch das ich immer anders bin wenn sie da ist oder ein Tag bevor sie dann zu uns kommt schon anders drauf bin. ich kann es aber auch nicht abschalten. Meine Angst ist, dass ich ihn deswegen verliere. Er sagt zwar immer das er mich nie verlassen wird und nichts und niemand wird uns trennen aber geht hier um sein Kind!!!

Klar will er mit ihr Zeit verbringen, dass versteh ich auch aber denkt auch mal jemand an mich? Wie ich mich dabei fühle wenn es ständig nur heißt " Papa papa papa"? 1 Tag nach der FG war sie auch da, da es ein Mittwoch wieder war. Ich habe es nicht ertragen und bin für die Zeit weg gewesen.

Wie ging es euch nach der FG? Wielange habt ihr gebraucht bis ihr es einigermaßen verarbeitet habt? Was habt ihr getan, damit es euch besser ging?

Über Rückmeldungen würde ich mich freuen!

Miriam56
18.06.2017, 13:54
Hallo,

ich bin neu hier. Vor ein paar Tagen hatte ich meine 2. Fehlgeburt (Herz hat wohl in der 9. Woche aufgehört zu schlagen), festgestellt wurde dies Anfang der 12. SSW. Im Dezember letzten Jahres hatte ich die 1. Fehlgeburt, in der 6. SSW schon. Ich steh grad völlig neben mir.. Wie denn nochmals Mut schöpfen? Zum Glück habe ich eine 2-jährige Tochter, aber wir hätten so gerne noch ein 2. eigenes Kind! Ich bin schon 39 und habe eine Blutgerinnungskrankheit, ich spritze in der SSW auch Heparin, ich mache alles, aber was denn noch?

IngerT.
19.06.2017, 16:11
Liebe Miriam,
es tut mir sehr leid, dass du schon zum zweiten Mal eine Fehlgeburt erleben musstest und ich kann verstehen, dass du gerade gar keine Kraft und keinen Mut für eine weitere Schwangerschaft oder allein den Gedanken daran aufbringen kannst. Ich bin auch 39, habe auch schon mehrere Fehlgeburten gehabt, darunter auch eine missed abortion. Und ich habe auch eine Gerinnungsstörung und spritze mir Heparin in den Schwangerschaften. Das wurde allerdings relativ spät entdeckt. Trotz Heparin hatte ich letztes Jahr auch noch eine Fehlgeburt. Und vor der Diagnose, ganz ohne Medikamente, eine komplett problemlose Schwangerschaft mit meinem ersten Sohn, der jetzt fast 3 Jahre alt ist. Leider ist es ja so, dass eine Fehlgeburt auch andere Gründe haben kann als die Gerinnungsstörung. Was ich dir eigentlich sagen möchte: Du bist nicht allein. Es gibt (hier) viele Frauen, deren Weg zu ihrem Wunschkind/ihren Wunschkindern mit Verlust und Schmerz verbunden ist. Auch wenn bei anderen alles glatt und problemlos zu laufen scheint. Nimm dir alle Zeit, die du brauchst, um die Verluste zu verarbeiten. Und wenn du es schaffst, gib den Mut nicht auf. Diese schwere und traurige Zeit in deinem Leben geht vorüber. Irgendwann wird es wieder besser und du kannst Hoffnung schöpfen. Zwei Fehlgeburten nacheinander bedeutet nicht, dass du nie wieder eine erfolgreiche Schwangerschaft erleben wirst. Du kannst meine Geschichte in meinem Profil nachlesen. Ich befinde mich gerade in meiner 7. Schwangerschaft und habe einen lebenden Sohn - und nun eine sehr lebendige, gesunde Tochter in meinem Bauch, die wir hoffentlich Ende September willkommen heißen dürfen. Vielleicht macht dir das Mut!!! Ich hoffe, meine Geschichte konnte dir etwas helfen! Melde ich gern, wenn dir danach ist! Inger

Dine
20.06.2017, 17:01
Zunächst einmal vielen Dank für die Aufnahme hier.

Ich habe mich gerade angemeldet, nachdem ich bereits den ganzen Tag sämtliche Artikel gelesen und weiterhin viele Tränen vergossen habe.

Ich bin 35 Jahre alt und nach vielen Jahren des Versuchens nun endlich schwanger geworden. Erst letzte Woche Mittwoch habe ich in der 7.SW davon erfahren und mein Mann und ich haben uns total gefreut. Der FA hatte überhaupt keine Bedenken und alles sähe gut aus. Über so etwas wie eine FG haben wir gar nicht nachgedacht und voller Freude bereits den engsten Freunden und den Eltern bescheid gegeben. Auch meine engsten Kollegen und mein Chef sind informiert.

Am Freitag waren wir noch zu einer Feier und in der Nacht bekam ich Blutungen iVm mit Krämpfen ähnlich meiner Periode. Ich weckte meinen Mann und weil ich spürte irgend etwas stimmt nicht sind wir direkt ins KH. Noch vor der Behandlung wollte ich noch einmal aufs WC und in diesem Moment hielt ich es bereits in der Hand. Ich spürte direkt wie ich etwas verliere und keine Ahnung warum ich meine Hand hin hielt, irgend ein Reflex vielleicht... der Schock saß so tief dass ich nur nach der Ärztin und meinen Mann schrie, die holten mich aus dem Bad und bei einer späteren Untersuchung bestätigte sie die spontane FG. Am Montag war ich jetzt bei FA und er sagt es löst sich alles gut und ich muss keine Nachbehandlung bekommen. Auch einer neuen Schwangerschaft steht grundsätzlich nichts im Wege.
Alles medizinische und auch alles gute Zureden ist völlig nachvollziehbar und verständlich und ja, sicherlich war dies natürliche "Auslese" und das Beste aber dennoch bekomm ich immer wieder spontane Weinanfälle und kann und will mit niemandem Reden. Mein Mann ist super für mich da und versucht mit allen möglichen Mitteln mich auf andere Gedanken zu bringen. Wir reden aber auch ab und an darüber. Er ist seit heute wieder arbeiten und versucht wieder in den Alltag zu finden, sicherlich ist das seine Art der Trauer. Doch ich kann das nicht, bin die Woche auch erstmal krank geschrieben. Jedes Gespräch mit Außenstehenden will ich vermeiden, antworte auf keine Nachricht oder gehe ans Handy. Auch die Info über den Vorfall hat mein Mann der Familie gegeben. Gestern jedoch kamen meine Eltern, sie konnten nicht anders. Irgendwie hat das gut getan, aber auch sehr geschmerzt. Ich habe angst den anderen zu begegnen die bereits von meiner Schwangerschaft wussten und jedes mal wieder mit dem Schmerz konfrontiert zu werden. Ich weiß grad einfach nicht wie ich weiter machen soll... ich weiß dafür gibt es keine Antworten und es braucht Zeit, dennoch sitzt der Schmerz unheimlich tief.

Irgend etwas in mir hat mir mein Leben lang gesagt ich werde nie Kinder haben, umso größer war nun die Freude.... und jetzt, ist alles was war, eine so unfassbare schreckliche Woche wie im Film... kaum Realität.

Ich danke euch für so ein Forum und die Möglichkeit einfach meine Gedanken und Sorgen einmal aufzuschreiben. Das alleine hat mir für einen kurzen Moment grad ein gutes Gefühl gegeben.

Mareike
18.07.2017, 09:56
Hallo...
Ich habe mein zweites Kind verloren und es ist unglaublich schwierig. 2015 hatte ich bei meiner ersten Schwangerschaft eine missed abortion in der 9. Woche. Damals habe ich mir nicht zugestanden, richtig zu trauern... Und daraufhin eine Depression entwickelt. Das letzte Jahr habe ich mich dadurch gekämpft und in Januar diesen Jahres war ich wieder schwanger. Ich habe mich so gefreut! Die Angst war riesig, dass es diesmal klappt, aber es ging alles gut... Bis es bei den Kontrollen zweimal hieß: das Kind ist ein bischen klein... Das hat mir keine Ruhe gelassen und dann bin ich zum Feinultraschall. Dort hat man eine schwere Schädel Fehlbildung festgestellt und mir erklärt, dass das Kind spätestens bei der Geburt sterben wird.
Eine Woche später ist unser kleiner Leon tot geboren worden, das war Ende Mai. Die ersten Tage waren wie ein Schock, ich habe viel geweint. Meine FA meinte, ich solle nach zwei Wochen wieder arbeiten gehen; nach drei Wochen habe ich es probiert, aber es ging nicht. Nun bin ich wieder krank geschrieben und habe meine Hausärztin um einen Reha Antrag gebeten.
Ich fühl mich wie ein Versager.
Ging es irgend jemand ähnlich? Hat auch jemand eine Reha gemacht? Wart ihr lange zu Hause?
Mein kleiner Leon hatte nur dreihundert Gramm und darum kam Mutterschutz nicht in Frage...

IngerT.
18.07.2017, 22:51
Liebe Mareike,
es tut mir ganz ganz leid, was du erleben musstest und gerade durchmachst und dass dein kleiner Leon so krank war. Ich finde es gut, dass du auf dich hörst, und nicht auf die Frauenärztin, die meint, du solltest schon wieder funktionieren und arbeiten können. Es ist sehr schade, dass sie das Ausmaß deiner Trauer und des Verlustes nicht wahrnimmt, obwohl es doch zu ihrem beruflichen Alltag gehört. Ich selber habe so ein Reha-Angebot nie erwogen oder in Anspruch genommen, hätte es mir im Nachhinein aber gewünscht.
Teile meiner Geschichte sind deiner ähnlich. Auf jeden Fall weiß ich, wie sich ein wiederholter/erneuter Verlust anfühlt und was für eine Erschütterung das bedeutet. Lass dir Zeit für die Trauer und lass dir von niemandem einreden, es müsste dir schnell wieder gut gehen, das Leben geht weiter, es war besser so oder Ähnliches. Wenn du magst, kannst du mir auch sehr gern eine private Nachricht schicken. Erst einmal hoffe ich, du findest hier im Forum etwas Trost und Unterstützung in dieser schweren Zeit. Ganz viel Kraft und liebe Menschen um dich herum wünsche ich dir! Inger

Miriam56
29.07.2017, 23:04
Liebe Mareike,

es tut mir sehr leid zu hören, was du durchleben musstest! Ich hatte nun 2 Fehlgeburten, die erste in der 6. SSW und die 2. in der 10. SSW. Und ich habe auch schon mächtig zu kämpfen. Ich habe nach 2 Wochen wieder gearbeitet, davor nur ab und zu von zu Hause aus mal 2 Stündchen, aber auch das hätte ich mir besser gespart. Gut, manchmal hat mich das Arbeiten auch etwas abgelenkt, aber die meiste Zeit hatte ich tierisch mit der Hormonumstellung zu kämpfen, mit der Müdigkeit und entsetzlichen Traurigkeit. Jetzt habe ich Urlaub und merke ersteinmal wie angeschlagen ich bin, physisch wie psychisch! Ich würde nicht so schnell wieder arbeiten, hätte ich nicht jetzt Urlaub gehabt hätte ich mich weiter krankschreiben lassen. Und ich war erst Anfang vierter Monat! Nimm dir die Zeit die du brauchst und denke jetzt nur an Dich! Du hast viel zu verarbeiten und das geht mal nicht so eben nebenbei. Wenn du das Gefühl hast eine Reha kann dir helfen, dann mach das, ich hätte das auch gemacht, aber ich habe ne kleine Tochter und ich wollte sie nicht so lange vom Vater trennen oder andersrum sie auch nicht so lange nicht sehen, das hätte ich nicht verkraftet. Ich bin nun bei einer Psychologin und ich hoffe, sie kann mir helfen. Dann bin ich auch noch bei einer Familienberatung und gründe eine Selbsthilfegruppe weil es hier noch keine gibt. Ich bin also auf der Suche nach jedem Strohhalm.Ich drücke dich ganz ganz fest und wünsche dir ganz viel Kraft. Du kannst mir auch eine private Nachricht schreiben, wenn du möchtest! Alles erdenklich Liebe, Miriam

JennyH
30.07.2017, 19:17
Hallo an alle,

Musste letztes Jahr meine Zwillinge (20+6) still zur Welt bringen, wegen einer Gebärmutterhalsschwäche die erst erkannt wurde, als der Muttermund schon 3 cm auf war. Nach ein paar Tagen Krankenhaus kam es dann zum Blasensprung und die Geburt wurde eingeleitet. Danach fand ich recht schnell wieder in den Alltag. War vier Wochen krank geschrieben und ging danach auch wieder arbeiten. Nach drei Monaten hatte ich den nächsten positiven Test in der Hand. Wir waren so glücklich. Ich hatte in der 7 ssw meine erste Blutung. Keiner wusste wo es herkam,aber den kleinen ging es gut. Ab diesem Zeitpunkt musste ich mich Schonen und viel liegen. Ab der 12 ssw hat sich dann ein Hämatom gebildet und es wurde festgestellt das der Gebärmutterhals wieder nicht halten wird. Der Arzt sagte nur das ich unbehandelt eine Chance von 15% habe um die 24 ssw zu erreichen. Also Behandlung mit Progesteron und legen einer Cerclage. In der 17 ssw bekam ich eine starke Blutung,wegen einer plazenta prävia. Zu diesem Zeitpunkt ging es auch um mein Leben. Hatte schon alles für kaiserschnitt unterschrieben. Doch die Ärzte bekamen die Blutung mit wehenhemmer in den Griff. Ab da hatte ich strenge bettruhe. Ich hatte insgesamt 12 Wochen Krankenhaus hinter mir und den Rest der Zeit lag ich daheim. Die plazenta zog sich auch noch hoch,so daß eine normale Geburt kein Problem sein sollte. Keiner hätte es gedacht, aber wir schafften es mit strenger Disziplin bis in die 40+6ssw. In der Nacht bekam ich wieder sehr starke Blutung. Wir riefen den Rettungsdienst und waren 20 min später im Kreißsaal. Sie haben keine Herztöne mehr gefunden und haben sofort einen Notkaiserschnitt gemacht. Mein Baby hatte keine Chance, er wurde 30 min. reanimiert. Seine Nabelschnur ging nicht direkt in die Plazenta, sondern setzte an der fruchtblase an, verzeigte sich und ging dann erst zur Plazenta. In dem Moment wo die Blase sprang, rießen die Adern und mein kleiner Jakob verblutet. Mein Mann hatte ihn eine Stunde im Arm, bis ich aus dem op kam. Danach durfte er zu mir. Wir hatten ihn noch recht lange bei uns und durften ihn auch mit aufs Zimmer nehmen. Ich bin so traurig und liege jetzt hier mit schmerzen von der Geburt, aber ohne Baby. Habe ja trotzdem mein Wochenbett und Milcheinschuß, nur kein Baby. Meine Zwillingsschwester hat 3 Wochen vor mir entbunden,was meine Situation nicht einfacher macht. Sie war jetzt jeden Tag bei mir,das ich wenigstens mal kurz ein Baby zum kuscheln habe. Ich und mein Mann haben uns einen Psychologentermin geholt und beantragen eine Reha. Ohne Hilfe geht es diesmal glaube nicht. Ich weine sehr oft und wäre gerne stärker auch damit sich mein Mann nicht so viel Sorgen um mich machen muss.
LG Jenny

Miriam56
31.07.2017, 15:13
Liebe Jenny,

ich weiss gar nicht was ich sagen soll! Du hörst dich nach Allem noch so unglaublich gefasst an. Ich habe schon so Probleme nach meinen 2 Fehlgeburten in den ersten Wochen, wie muss es dir dann gehen? Auch ich versuche stärker zu sein, als ich eigentlich bin, das funktioniert aber auch nur mäßig und mein Mann weiss sowieso was los ist. Ich finde schon, je länger eine Schwangerschaft dauert umso schlimmer ist es wenn es so traurig endet. So habe ich das bei mir empfunden. Auch der Körper stellt sich ja immer mehr in der Schwangerschaft um und bereitet sich auf die Geburt vor. Also ich suche überall nach Hilfe, es gibt neben Psychologen auch Beratungsstellen - da habe ich nächste Woche auch noch einen Termin und ich mache viel Reiki - eine Entspannungsmethode, die mir auch hilft. Eine Selbsthilfegruppe gründe ich, denn hier gibt es keine, viell. wär das auch was für dich? Ich glaube, dass das auf jeden Fall hilft, so wie dieses Forum auch, mit Frauen zu reden, denen das Gleiche passiert ist. Was machst du gerade um dir zu helfen? Ich fühle mit dir, von ganzem Herzen! Ich finde das Leben manchmal echt so scheissungerecht, kann ich echt nicht anders sagen. Ich wünsche, dir - euch von ganzem Herzen, dass ihr das Alles gut verarbeiten könnt und dass ihr ganz liebe Menschen an Eurer Seite habt, die euch zuhören und helfen können! Wenn du magst, kannst du mir jederzeit auch eine private Nachricht schicken! Eine ganz feste Umarmung! Miriam

JennyH
31.07.2017, 17:00
Das schlimme an der Sache ist das ich wirklich viel Zeit und Energie in die Schwangerschaft gesteckt habe. Ich lag die gesamte Zeit und habe mich nur mit meinem Baby beschäftig und jede Bewegung gespürt. Jetzt scheint es so wie verschwendete Zeit. Obwohl die Zeit zu dritt auch schön war. Das Gefühl was noch stärker ist als die Trauer, ist der unerfüllte Kinderwunsch. Wir waren so kurz davor. Ich war vorher auch körperlich sehr fit. In der Schwangerschaft habe ich körperlich total abgebaut.

Ich habe ansonsten ein sehr glückliches und zufriedenes Leben. Das waren die einzig beiden Rückschläge die ich hatte. Ich möchte mich nicht nur auf das negative konzentrieren. Manchmal muss man einen Schritt zurück machen und die Gesamtheit sehen. Das fällt mir in manchen Augenblicken noch schwer. Ich beschäftige mich schon seit einiger Zeit mit dem Buddhismus, was mir in der Situation auch ein bisschen hilft. Was man liebt lässt man los. LG Jenny

Petra_Andrea
01.08.2017, 13:04
Liebe Jenny,

Es tut mir unendlich leid, was Du gerade ertragen muss.

Als ich meine Zwillinge in der 26. SSW verloren habe, hat meine Frauenärztin immer gesagt, das passiert kein zweites mal. Leider hat sie sich getäuscht, dir ist es 2 x passiert.

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft. Nimm dir die Zeit, die du nun brauchst. Eine Kur könnte ich mir sehr gut vorstellen. Einfach mal Abstand!!

Alles Liebe
Petra_Andrea

Jutta*****
26.08.2017, 17:45
Liebe Jenny,

Mir hat der Gedanke sehr geholfen, dass diese kleinen Seelchen ein Leben nur mit Liebe gehabt haben - ohne Schmerz und Entsagung. Für uns wirkt ihr Leben zu kurz - wir hätten unsere Sternchen so gern aufwachsen gesehen... Aber sie hatten ein ganzes Leben lang nur Liebe gespürt, frohe Erwartung, sanfte Stimmen und liebevolle Berührungen!
Die Zeit, die Du mit Deinem Jakob verbracht hast - vor und nach der Geburt - ist sehr wertvoll. Es ist die einzige, die Du mit ihm hast und auch nach Jahren ist sie, zumindest für mich, ein kleines Kleinod. Erinnerungen tief in meinem Herzen verankert!
Ich schicke Dir ein riesen Kraftpaket und einen Regenbogen voller Hoffnung!

Liebe Grüße
Jutta

Isabell_33
08.11.2017, 16:02
Liebe Jenny,

das tut mir unheimlich leid was Du durchmachen musstet und kann Dich sooooo gut verstehen. Auch ich lag die komplette Schwangerschaft und habe mir die Seele aus dem Leib gek***.
Ich sage mir auch oft, der ganze sch*** war doch umsonst.
Aber in Wahrheit wissen wir doch , es war nicht umsonst....
Es ist halt einfach soooo schwer ohne Kind. Wohin mit all den Muttergefühlen?


Mein Körper ist auch eine Katrastrophe, mitterweile kann ich wieder super spazieren gehen, ins Fitnessstudio schaffe ich es aber noch nicht. Irgendwie bin ich noch zu Menschenscheu.

Kopf hoch Liebes und nicht aufgeben! :icon_heartbeat:

JennyH
10.11.2017, 14:23
Zur Zeit bin ich zur Reha. Mir geht es wieder gut. Ich bin so froh über jede Minute die ich mit Jakob hatte. Es sind keine schlechten Gedanken mehr da. Ich bin sehr glücklich wenn ich an ihn denke und habe immer noch seinen Geruch in der Nase. Am meisten hat mir geholfen, darüber zu reden. Ich bin immer in die Situation rein, die mir unangenehm war. Am Ende war es nie so schlimm, wie man es sich vorher ausgemalt hat.
Körperlich ist auch alles wieder wie vorher, dafür war die reha sehr hilfreich. Ich habe jetzt noch eine Woche und ich versuche die zeit noch zu genießen. Danach ist wieder der normale Alltag da.
LG Jenny

Susi0510
09.02.2018, 18:20
Hallo an euch alle...

am 05.10.2017 wurde bei mir eine missed abortion in der 9.SSW festgestellt. Ich habe dies schon einmal erlebt, hatte eine Ausschabung und danach lange mit dem Verlust zu kämpfen. Diesmal wollte ich auf keinen Fall eine Ausschabung und habe gewartet...habe mich verabschiedet, mir Zeit zum Trauern gelassen, einen Brief an unseren Schatz geschrieben und einen kleinen Sarg besorgt den meine meine Familie und ich gestaltet haben (wir wollen es beerdigen lassen). Ende November begann dann die Abbruchblutung. Danach stellte meine Frauenärztin jedoch fest, dass es unser Sternchen Macy noch nicht geschafft hätte. Nun warte ich seit Ende Dezember erneut auf eine Blutung. Meine Entzündungswerte sind okay. Das ß-HCG liegt noch bei 500 und stagniert seit zwei Wochen bei diesem Wert. Ich weiß mir langsam nicht mehr zu helfen. Gibt es ein Medikament, womit ich die Geburt anstoßen kann? Meine Frauenärztin zeigt mir keine anderen Möglichkeiten, ich könne nur warten oder zur Ausschabung... Gibt es wirklich kein Dazwischen? Das Warten wird langsam zur Qual, kann mir von euch eventuell jemand helfen? Ich würde mich sehr freuen!

Liebe Grüße, Susi

Jutta*****
10.02.2018, 16:37
Hallo Susi,

zuerst schicke ich Dir einmal ein dickes Kraftpaket und heiße Dich herzlich willkommen hier.
Und natürch gibt es Möglichkeiten - z.B. Akupunktur oder Homöopathie und sicher auch schulmedizinisch...
Ich möchte Dir raten, Dich an eine Hebamme zu wenden. Die können Dir helfen. Von der 1. SSW an hast Du ein Anrecht auf eine Hebamme.

Liebe Grüße
Jutta

Susi0510
10.02.2018, 20:48
Hallo Jutta,

vielen Dank, dass du mich so herzlich aufnimmst. Das Kraftpaket kann ich gebrauchen. Meine Nerven liegen langsam blank. Aber eigentlich nicht wegen der Tatsache des Verlustes, sondern weil ich keine professionelle Unterstützung erfahre. Deshalb habe ich mich jetzt an euch gewendet. Ich habe schon mehrfach mit meiner Frauenärztin gesprochen und sie verweist immer wieder auf die Ausschabung oder „Abwarten“. Aber wie lange wartet man? Ist es nicht an der Zeit das Kleine „auf den Weg“ zu schicken? Oder bin ich zu ungeduldig? Ich habe bereits im Oktober bei mehreren Hebammen angerufen und auch Mails geschrieben... Die haben mich alle abgewiesen. In der einen Hebammenpraxis meinte man „wir betreuen erst ab der 16. SSW, vorher könne ja immer noch etwas passieren“. Da war ich dann so frustriert, dass ich keine weiteren Versuche unternommen habe! Ich bin nur am kämpfen, saß sogar schon in der Klinik und wollte die Ausschabung machen lassen...ihr hättet mal den Blick der Ärztin sehen sollen als ich meinte, ich will es beerdigen lassen. Sie hat meinen kleinen Schatz dann als „Etwas“ bezeichnet, was die Form einer Bohne hat und ich solle mir das jetzt nicht wie ein richtiges Baby vorstellen. Aber es IST mein Baby, sein Herz hat geschlagen! Ich wollte nur noch raus und habe die OP nicht durchführen lassen. Vielleicht sollte ich auch nochmal andere Krankenhäuser kontaktieren...ob die medikamentöse Behandlung ohne OP anbieten?

Liebe Grüße, Susi

Jutta*****
11.02.2018, 14:48
Liebe Susi,

das ist ja gruselig!
Nicht alle Frauenärzte sind so und bei Krankenhäusern habe ich sehr gute Erfahrungen mit katholischen Krankenhäusern gemacht.
Du kannst aber auch im Internet "verwaiste Eltern" und "Sternenkinder" eingeben und findest so Vereine in Deiner Nähe, die Dir sagen können, welches Krankenhaus und/oder welcher Arzt, welche Hebamme für Deine Bedürfnisse richtig sind. Ich weiß von Hebammen, die viele Geburten von Sternenkindern machen.
Ich drück Dich und wünsche Dir Kraft und Zuversicht, um DEINEN Weg zu gehen - der ist der richtige!!!
Liebe Grüße
Jutta

Susi0510
13.02.2018, 19:53
Liebe Jutta,

ich habe nun doch den Mut gefunden nochmal einige Hebammen anzuschreiben. Mit einer Hebamme habe ich dann telefoniert. Sie riet mir nach intensivem Gespräch nun doch zu einer Ausschabung und hat mir ein Krankenhaus empfohlen. Leider ist dieser Weg wohl unumgänglich, da die Schwangerschaft jetzt schon so lange zurück liegt und mein Körper es vermutlich auch mit Hilfsmitteln nicht allein schaffen wird. Ich bin etwas traurig darüber, weil es mein großer Wunsch war, dass sich unser Sternchen von selbst auf den Weg macht. Aber auf der anderen Seite möchte ich auch endlich abschließen und nach Vorn schauen können. Ich hoffe die Operation geht gut...drück mir bitte die Daumen!
Vielen Dank für deine lieben Worte.

Liebe Grüße, Susi

Jutta*****
13.02.2018, 20:56
Liebe Susi!

Natürlich drücke ich Dir ganz fest die Daumen! Schreib, wann Du den Termin hast, dann werde ich, und sicher auch noch andere hier im Forum, gedanklich bei Dir sein!!!

Alles erdenklich Gute
Jutta

Susi0510
14.02.2018, 17:58
Liebe Jutta,

morgen früh um sieben muss ich in der Klinik sein. Wann es dann genau losgeht erfahre ich vor Ort. Ich danke dir/euch für eure gedankliche Unterstützung und melde mich wenn es mir wieder einigermaßen gut geht.

Liebe Grüße,
Susi

Jutta*****
14.02.2018, 18:06
Du wirst morgen gedanklich nicht alleine sein!!! Ich schick Dir nochmal ein dickes Kraftpaket für morgen!
Liebe Grüße
Jutta

julia2015
14.02.2018, 23:29
Liebe Susi,
unbekannterweise auch von mir ein fester Gedanken-Drücker! Hier im Forum denken bestimmt noch viel mehr Frauen an Dich!
Lieber Gruß
Julia

Nina09
15.02.2018, 00:17
Liebe Susi,

bei mir war es damals ähnlich. Auch ich wollte darauf warten, dass unser Würmchen sich von selbst verabschiedet. Als dann nach 9 Wochen des Wartens endlich die Blutung eintrat, dachte ich es sei vorbei. Leider war dem aber nicht so. Ich entschied mich dann doch für die Ausschabung und es war richtig so. Natürlich war ich traurig, dass ich wieder alleine in meinem Körper war. Aber gleichzeitig sehr erleichtert.
Alles Gute für morgen!

Gute Nacht!

Nicole.Leonard
20.02.2018, 14:26
Liebe Susi,

wirklich immer wieder unglaublich wie manche Menschen sind. Schade das du nun doch operiert werden musstest.
Ich wusste letztes Jahr nicht das man auch eine Wahl hat, wenn man sein Kind so früh verliert. Ich hab mich erst nach der AS damit auseinander gesetzt.
Ich denk an dich und sei lieb umarmt!

LG Nicole