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  #11  
Alt 29.06.2009, 22:38
Benutzerbild von Anne68
Anne68 Anne68 ist offline
...hofft weiter...
 
Registriert seit: 25.04.2009
Beiträge: 1.340
Standard Ergänzung...

...noch schnell zum Thema, was die Umwelt davon mitgekriegt hat. Bei der 1. ICSI haben wir sehr viele Mitmenschen ins Vertrauen gezogen. Das hat sich einfach so ergeben, weil ich ja etliche Vertretungen brauchte für Termine. Ich empfand es dann als ganz, ganz furchtbar, allen dann bei Beginn der Mens "abzusagen".

Bei der zweiten ICSI wussten es viel weniger, aber leider hat sich aufgrund meiner "seltsamen Bettlägerigkeit" (habe 3 Wochen gegen das Hämatom gekämpft) doch so einiges rumgesprochen.

Wenn ich eines Tages eine dritte ICSI starten sollte, werden das genau 4 Leute erfahren: Mein Mann :-), der Arzt, mein Chef und ich. Und der Krümel natürlich!


Liebe Grüße
Anne
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  #12  
Alt 30.06.2009, 15:24
camilla274 camilla274 ist offline
aktiver Benutzer
 
Registriert seit: 06.05.2009
Ort: NRW
Beiträge: 14
Standard Frieden mit sich selbst

Hallo zusammen,

gerne würde auch ich meinen Rat weitergeben.
Leider gehören wir zu den Paaren, denen nur eine IUi oder IVF oder ICSI bleibt, da wir Spendersamen benötigen. Das alles ist schon schlimm genug und von unfreundlichen Ärzten, z.T unfähigen Mitarbeitern in Arztpraxen uvm muss ich sicherlich dem einen oder anderen nichts weiter erzählen.

Eine Behandlung mit Spendersamen kostet in NRW viel Geld. Es gibt keinerlei Erstattung und so sind wir von einer geplanten IUI, durch eine Überstimulation zu einer Not IVF mit Spendersamen, Notarvertrag, Medikamente und einem NEGATIV rund 5000€ ärmer aber um viele Erfahrungen reicher.
Gelassenheit und Ruhe ist oberstes Gebot. Wenn ich daran denke wie sehr ich mich verrückt gemacht habe, wie sehr ich mich von den Stimulationsspritzen abhängig gemacht habe und wieviel negativ Emotionen allein die Stimulationsphase ausgemacht haben, dann ist es rückwirkend betrachtet gar kein Wunder, dass mein Kinderseelchen nicht zu mir gekommen ist.


Alles das weiß ich jetzt, 3 Monate nach diesem Erlebnis bereite ich mich auf eine IUi vor. Gemeinsam mit Biggis Kinderwunschreisen und Schüsslersalzen versuche ich mich mental darauf vorzubereiten meinen wundervollen Körper für dieses kleine Wunder auszustatten.
Dieses Mal macht auch einfach ein weiterer Monat warten nichts aus.

Eins sein mit seinem Körper, ihm das Gefühl geben... hey, du machst da was ganz Tolles, wie kann ich dich unterstützen, dass ist wohl das Wichtigste.

Nicht zu verachten ist natürlich der finanzielle Aspekt und die Tatsache, wieviel Sorgen habe ich sonst noch.
Auch die Frage nach der Partnerschaft ist wichtig. Häufig sind Männer eher die Stilleren und sehr in sich gekehrt. Natürlich hat auch mein Mann sich als Verursacher sehr viele Vorwürfe gemacht. Als "Spritzenhasser" war jede Stimu-Spritze der totale Horror für Ihn. Und es gab Tage, da wollte ich ihn nicht hören und sehen . Es war so ungerecht und gemein... warum wir? Wo doch alles passt und ein Kind so herzlich willkommen wäre.....
Alles das war nicht immer leicht und es gab viele Tränen. Heute habe ich noch immer schwache Momente, die ich hin und wieder hier mit Euch teile aber es ist besser geworden. ABER und das ist das POSTIVE.... wir sind sehr eng zueinander gerückt.....

Dieser emotionale Aspekt ist einfach ganz schrecklich wichtig.
Wir haben für uns entschieden, dass niemand etwas von dem "Spendersamen" erfährt. Einfach um die Menschen, die wir lieben vor der Wahrheit zu schützen. Es wird unser Kind sein... unabhängig davon wer der biologische Ursprung ist.

Das wir in Behandlung sind wissen nur unsere Eltern und meine beste Freundin. Nachdem wir alle haben am ersten Versuch teilhaben lassen, so werden wir den zweiten ganz alleine mit uns ausmachen. Zu groß war die Enttäuschung allen das "negativ" mitteilen zu müssen. Wo doch alle so mit uns gehofft haben.


Mögen all unsere Kinderseelen den Weg finden.

Life is what happen while you´re thinking about the future.
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  #13  
Alt 30.06.2009, 17:18
Tricia Tricia ist offline
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Beiträge: 864
Standard

Liebe Sibylle, liebe Anne

ich habe nicht in den Bauch gestochen sondern in den Oberschenkel. Das geht genauso gut , aber in der Klinik wollen sie mir das ausreden.

Die Arzthelferinnen wissen eben nichts über heilige Räume

Auch desinfizieren muß man nicht. Man kann. Aber was soll da passieren? Ich desinfiziere mich ja auch nicht wenn ich mich irgendwo ratsche.

Liebe Biggi

Was mir in der Klinik oft fehlte war der Alternative Weg, mein Weg.

Ich habe bei meinem arzt durchgesetzt daß ich einen Transfer ohne Hormongabe mache, aber ich mußte ihm mühsam aus der Nase ziehen, daß das genauso gut ist wie mit, nur weniger kontrolliert. Aber die Kontrolle will ich gar nicht haben , sondern er. Das finde ich wriklich lästig, aber zum Glück kenne ich das Forum schon so lange, daß ich schon etwas hartnäckig sein kann. Leider nicht immer, da sind dann die Negativ Erlebnisse dran, aber das erzähle ich ein ander mal.

Morgen habe ich US Termin und da wird festgestellt ob ein Transfer im Spontanzyklus möglich ist. Bis dahin wärme ich die blöden Sachen erst mal nicht auf.

Die Idee finde ich ganz ganz toll. Trotz einer ICSI habe ich noch viel Sehnsucht nach Wissen.

Liebe Grüße

Patricia

Wo du nicht lieben kannst, gehe vorüber
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  #14  
Alt 01.07.2009, 15:48
Gabi Gabi ist offline
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Registriert seit: 05.06.2005
Ort: Baden-Württemberg
Beiträge: 193
Standard Mein Weg der künstlichen Befruchtung

Liebe Biggi,
liebe ratsuchende Frauen,

hier meine persönlichen Erfahrungen und Weitergebungen für die "Gute-Rat" Liste:

Für mich kommt an erster Stelle, dass sowie mein Körper als auch meine Seele bereit sind für diesen Schritt.
Rückblickend kann ich sagen, als ich vor Jahren zum ersten Mal in die Mühle der medizinischen
Kinderwunschbehandlung kam, war weder mein Körper noch meine Seele bereit dazu.
Der oft wenig sensible Umgang der Ärzte und die erfolglosen Behandlungen taten ihr übriges dazu.
Ich setzte mir ein STOPP und suchte mir stattdessen andere "Handwerkszeuge", welche mir halfen meine psychische Verfassung aufzubauen.

Meine "Handwerkszeuge" sahen wie folgt aus:

- Unterstützung durch Biggi und Heike
- Bücher von Biggi
- Aufstellungs- und Kinderwunschseminar bei Biggi
- Fruchtbarkeitsmassage
- kontinuierliche Weiterentwicklung an mir selbst und damit verbunden das Arbeiten an
meinen innerlichen Blockaden
- dazwischen immer mal wieder Pausen und Abstand von allem, wodurch ich gelernt habe
Druck aus dem ganzen zu nehmen und somit einfach mehr Gelassenheit in meinen
Kinderwunschweg zu bringen
- in Kontakt zum Kind treten und stets mit ihm in Verbindung bleiben


Und nun kommt für mich gleich an 2. Stelle: Das Ruder selbst in die Hand nehmen!
Von Seiten der Ärzte zwar die Unterstützung holen, aber ansonsten seine eigene Position bewahren und sich nicht all zu sehr verunsichern lassen (wenn dies auch nicht immer ganz einfach ist).
Biggi's Worte lauteten, soweit ich das noch im Kopf habe, "die Sache als Mama angehen".
Das war für mich ganz wichtig.

Dann ist es wichtig, dass ich ein IVF-Zentrum finde, wo ich mich einigermaßen aufgehoben fühle und welches gute Referenzen aufweist.
Da es in aller Regel die Ärzte nicht auffangen können, war es für mich ganz wichtig, dass es in meinem Zentrum eine ganz liebe Betreuerin gab, die einem mit Akupunktur und Gesprächen zur Seite stand.
Dann war es total schön, dass ich den Weg meiner zwei Embroy's vom Labor zu mir an einem Monitor mitverfolgen konnte.
Die "medizinische Umgebung" rückte für mich in diesem Moment in den Hintergrund und es war sehr viel Wärme im Raum und alles sehr berührend.
Mein Mann und ich konnten diesem Moment auch danach noch in aller Ruhe nochmals nachspüren und genießen.
Von dem her blicke ich ganz positiv und mit schönen inneren Bildern - nicht nur, weil ich nun schwanger bin - zurück.

Nun noch ein paar Stichworte zum Allgemeinen:

- auch bei mir wurden zwei Blastozysten im süddeutschen Raum retransferiert
(diese Entwicklung ist ja nicht immer möglich, aber anscheinend nun auch in Deutschland
zugange. Mein Arzt sagte mir beim Transfer in diesem Entwicklungsstand der beiden
Embroyen hätte ich eine 60% Chance schwanger zu werden und ich bin es tatsächlich
mit einem kleinen Bauchbewohner geworden)

- da ich auch Selbstzahler war, habe ich mir die Hormone über eine Internetapotheke
in Straßburg besorgt (wesentlich billiger als in Deutschland). Da gibt es einige
Möglichkeiten die Hormone über eine Internetapotheke im Ausland zu bestellen. Und man
kann sich dort auch nochmals vergewissern, ob es sich bei dem Medikament, um den
selben Wirkstoff wie in Deutschland handelt. In Straßburg sprechen sie deutsch, das
war mir beispielsweise wichtig, dass ich mich in deutsch verständigen kann.

- bei mir brauchte es ein wenig bis ich mich auf die vielen Medikamente einstellen konnte.
Zu Anfang hatte ich ein großes Aber davor, aber auch das kann man lernen, dass man
dies mit seinen Gedanken positiv beeinflusst.
Ich fand es toll, dass mich mein Mann spritze. Endlich etwas, worum ich mich nicht
kümmern musste, das war sein Part und das gab mir ein gutes Gefühl dies so in seine
Hände abzugeben.


Ich wünsche Euch allen eine gute Rundumbegleitung und viel Erfolg!

Liebe Grüße,
Gabi
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  #15  
Alt 01.07.2009, 16:31
kerstin73 kerstin73 ist offline
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Beiträge: 39
Standard

Liebe Biggi,
auch ich möchte gerne meinen Teil dazu beitragen und von meinen Erfahrungen berichten. Ich weiß noch zu genau, wie es sich vor einem ¾ Jahr angefühlt hat, nämlich wie eine Art Reise ins absolut Unbekannte: man weiß nicht was einen erwartet, wie der Körper und die Psyche sich verhalten bzw. „wie und ob man das Klima verträgt“ und wie lange die Reise dauert.

Wahl der Praxis:
Ich bin der Empfehlung meines Frauenarztes gefolgt und zu einer renommierten KIWU-Klinik im Münchner Westen gegangen. Für mich war klar: wenn ich diesen Schritt schon mache dann richtig, und zwar mit spezialisierten, kompetenten, routinierten und erfahrenen Leuten. Ich war sehr froh darüber, dass ich auch als Kassenpatientin beim Professor einen Termin erhielt. Was es nicht gab und was mir irgendwo auch im Vorfeld klar war ist, dass die persönliche und emotionale Ebene großartig gepflegt wurde… irgendwie nachvollziehbar, wenn man bedenkt, dass man auf einen Termin 3 Monate warten muss. Aber mir war die Kompetenz am Wichtigsten und ich fühlte, dass ich dort an der richtigen Adresse gelandet bin.

Persönliche Ebene:
Ich habe nicht passiv darauf gewartet (bzw. mir was von der KIWU-Klinik erhofft), sondern bin sie aktiv angegangen:
Im Vorfeld:
- Deine Kinderwunschreisen-CD (während der Behandlung nur noch der Titel Erdenflug, also ohne Text)
- das Frauenworte-Forum, Austausch mit anderen Frauen und das Lesen von diversen Erfahrungsberichten
- ich habe mir genügend Überlegungszeit gegeben und mir selbst versprochen die Behandlung jederzeit abzubrechen wenn es mir nicht dabei gut geht.

Während der Behandlung:
- kein Stress mit dem Thema „wie kann ich mit alternativer Medizin unterstützen…?“ Ich habe ab Behandlungsbeginn zu 100% auf die Schulmedizin vertraut.
- Es wussten einige sehr gute Freundinnen und die Familie und es fühlte sich wunderbar an einen Halt im Hintergrund zu haben. Ich spürte richtig wie sie mir Kraft gaben (ähnlich wie die Ahnen auf der Kinderwunschreise). Sie munterten mich auf wenn ich ins Zweifeln kam, über mich, die Situation, usw. und zeigten absolutes Verständnis, denn ich zog mich in dieser Zeit auch sehr zurück.
- Rückzug, Konzentration auf mich selbst: ich versuchte so wenig wie möglich (Frei-)Zeit zu verplanen, einfach, um nicht „funktionieren zu müssen“. Ich stellte mich an erster Stelle, fragte mich „was kann ich mir heute Gutes tun?“ bzw. „will ich das wirklich?“. Es gibt sicher viele Frauen, für die ist das selbstverständlich, bei mir war das leider bisher nicht so…
- Reiki

Transfer und Schwangerschaftstest:
Mein Mann wollte mich zur Klinik fahren und saß dann währenddessen im Nebenzimmer. Seine Nähe war ein wunderschönes Gefühl. Direkt dabeihaben wollte ich ihn nicht, ich wusste ja nicht was da alles passiert und irgendwie wollte ich mich auf mich selbst konzentrieren. Zuerst sah ich die beiden (von der Praxis bereits ausgewählten, A-Klasse) 4-Zeller auf dem Monitor, danach erhielt ich ein Foto (die restlichen Kryos waren zu dem Zeitpunkt bereits eingefroren, also eine Auswahlmöglichkeit gab es zu diesem Zeitpunkt nicht mehr).
Ich empfand den Transfer als ein tolles Erlebnis und den Startschuss für „2 Wochen schwanger auf Probe“. Bis zum aussagekräftigen Bluttest 2 Wochen später machte ich keinen eigenen Schwangerschaftstest, da das Ergebnis aufgrund vergangener Hormonspritzen verfälscht sein kann. Was mir damals sehr half war ein bedruckter DIN A4-Zettel von der Klinik, auf dem mir klar gemacht wurde, dass ich NICHTS für den Erhalt der Schwangerschaft tun kann, dass ich es nicht in der Hand habe. Ich solle sozusagen mein Leben weiterleben wie bisher und es mir so weit wie möglich gut gehen lassen. Das befolgte ich auch und es beruhigte bzw. entlastete mich zugleich. Die erste Woche war dann auch wirklich schön, in der zweiten Woche wuchs die Nervosität.
Kurz vor dem Bluttest bat ich meinen Mann mich im Falle eines negativen Ausgangs daran zu erinnern, dass die Behandlungszeit zwar eine emotionale Achterbahn aber gleichzeitig auch ein sehr schönes Erlebnis war.

Spritzen:
War im Prinzip kein Problem, ich ließ mich vorher noch von meiner Hausärztin einweisen. Es war eher der Kopf, der beim Picksen sich nicht so wohl fühlte „ich tu mir weh“… wobei das wirklich kein Schmerz ist, nur eben das Bewusstsein…! Letztendlich war ich dann aber froh, als es vorbei war. Hinzu kam in meinem Fall, dass ich noch zusätzlich Nasenspray und Kortison zu mir nahm, diese dauernde Unruhe „habe ich alles… oder habe ich etwas vergessen?“. Also etwas weniger Arbeiten (wenn man es steuern kann) oder die Medikamentenorganisation über den Outlook-Kalender helfen da etwas.

Was ich anders machen würde:
Die Rezepte für die Medikamente jedes Mal erst kurz davor einlösen, und damit meine ich Stunden. Ich sprang auf die Hormone viel schneller an als gedacht und jetzt liegen in meinem Kühlschrank Medikamente im Wert von über 300 Euro und das muss wirklich nicht sein. Apotheken nehmen kühlpflichtige Medikamente aus Gewährleistungsgründen nicht zurück.
Trotz allem lagen wir mit den Kosten weit unter der Summe des Behandlungsplans, also in dieser Praxis rechnen sie wohl einen guten Puffer für Medikamentenkosten ein.
Das Verhältnis Behandlungskosten der IVF zu Medikamente war in meinem Fall ca. 50:50 (ich kann jetzt aber nicht sagen, ob das üblich ist).

So… das war´s, was ich zu diesem Thema an Erfahrung weitergeben kann.
Rückblickend kann ich sagen, dass es tatsächlich eine Reise war, die mich persönlich auch sehr viel weiter gebracht hat. Und das, obwohl ich jahrelang davon überzeugt war, dass dieser Schritt für mich niemals in Frage kommt…!

Liebe Grüße,
Kerstin
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  #16  
Alt 02.07.2009, 18:23
romana21 romana21 ist offline
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Liebe Frauen,

danke für die zahlreichen Beiträge. Also bei mir steht aufgrund meiner Diagnose (Endo + verschluss d. Eileiter) ebenso eine künst. Befruchtung an.

Jetzt hätte ich noch ein paar Fragen an euch bzw. an Biggi:
habt ihr vor der IVF irgendwelche homöopathischen Mitteln genommen?

Weiss zufällig jmd. ob es auch was pflanzliches oder homöop. gegen Endometriose gibt zur Unterstüzung oder so?

Liebe Grüße
Romana
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  #17  
Alt 03.07.2009, 22:30
Silke_X Silke_X ist offline
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Liebe Biggi,

ich finde Deine Idee einfach wunderbar. Ich selbst wurde durch IVF schwanger und habe recht viele Versuche hinter mir, bis es endlich geklappt hat. Ich könnte sooooo viel berichten. Aber ehrlich gesagt, habe ich das Gefühl, wir müssten dem ganzen etwas Struktur geben. Ich habe gerade keine Idee, wie. Aber ich denke, wenn ich jetzt alles dazu schreibe, was ich weiß, dann sprengt das völlig den Rahmen. Oder was meinst Du? Könnten wir nicht irgendwie eine Matrix erstellen? Ich würde dabei die ganzen Texte der Ladys gar nicht kürzen wollen. Jeder soll so viel schreiben, wie er mag. Denn wenn man im Begriff ist, eine künstliche Befruchtung durchzuführen, saugt man eh jede Info auf. Aber vielleicht könnte man irgendwie Hauptrubriken schaffen oder so.

Ganz liebe Grüße
Silke
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  #18  
Alt 03.07.2009, 23:09
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DagmarJ DagmarJ ist offline
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Standard Unsere Geschichte

Liebe Kinderwunschfrauen,

heute Abend möchte ich mir nun auch die Zeit nehmen, Euch meine Geschichte zu erzählen und damit vielleicht noch ein Stück mehr zu verarbeiten.

Mein Mann und ich hatten im Oktober 2008 unseren ersten Termin im Kinderwunschzentrum. Zuerst waren wie bei einem offenen Infoabend, an dem uns die ganze Methodik erklärt wurde, dann hatten wir unseren persönlichen Beratungstermin.

Ich hatte damals gedacht, dass die Untersuchungen jetzt abgeschlossen sind und wir ganz schnell die Behandlung starten könnten. Noch immer habe ich diesen zeitlichen Druck, doch unsere Kinder suchen sich wohl ruhige Wege.... :-)

Ich hatte gehofft, dass uns eine Insemination "reicht" - die Ärzte schlugen "ICSI" vor. Daran hatte ich erst einmal zu knabbern. Dann wurde meine Schilddrüse eingestellt, eine humangenetische Untersuchung gemacht und der Antrag bei der Krankenkasse eingereicht. Bei uns dauerte alles ;-) und so begann ich mit der Behandlung im Februar diesen Jahres.

Was mir in dieser Zeit klar wurde: unsere Ärztin hat uns zur ICSI geraten, weil damit die Chancen am größten sind. Sie hätte auf unseren Wunsch auch eine Insemination durchgeführt. Doch sie empfielt den Weg, der am wahrscheinlichsten für uns ist. Das war für mich sehr wichtig in einem Einzelgespräch mit ihr zu klären, um ihr voll vertrauen zu können.

Die Vorbereitungsmonate waren für mich sehr wichtig, auch wenn ich oft damit haderte. Ich hatte seit meinem 19 Lebensjahr keine Pille mehr genommen und immer natürlich verhütet.... Mein Zyklus war topp in Ordnung.... Jetzt für unseren Kinderwunsch voll auf den schulmedizinischen Weg zu setzen, das war daher doch eine innere Entscheidung, die Stück für Stück kräftiger geworden ist....

In dieser Zeit habe ich das Forum und viele von Euch getroffen. In dieser Zeit habe ich meinen Mann und mich nocheinmal ganz anders kennengelernt und wir sind noch enger zusammen gerutscht.

Ich habe Biggis Posting zur Vorbereitung auf eine ISCI / IVF viel mit mir herumgetragen und mich daran orientiert. Das war eine tolle Unterstützung - die homöopathischen Mittel für die Punktion und Bryophyllum (oderwie auch immer man es schreibt) standen griffbereit und waren für mich ein guter Ausgleich zur schulmedizinischen Behandlung.

Wie erleichtert ich war, als es endlich los ging...... Das Spritzen war für mich sehr einfach. Oft war mein Mann Zuschauer, doch mich spritzen - das konnte er nicht. Mir und meinem Bauch weh tun - das war für ihn zuviel. Meinem Bauch habe ich bei jeder Spritze gut zugeredet, meinen Eierstöcken auch... und fleissig Notfallcreme geschmiert. Es gab keinerlei blaue Flecken.

Bei der Punktion sollte mich zuerst eine andere Ärztin des Zentrums operieren, die wir mal als Vertretung erlebt hatten und nicht mochten. Auch da war meine Ärztin offen und hat ihren Terminkalender entsprechend verschoben, so dass sie die Punktion durchführen konnte.
Es geht vieles, wenn man darüber redet.

Unser Zentrum bietet Blastozytenkultur an und so haben wir nach fünf Tagen unsere Kinder dort abgeholt. Wir haben das Glück in der gleichen Stadt zu wohnen, wo das KiWu-Zentrum ist und so winkten wir ihnen in diesen fünf Tagen symbolisch auf der Weg zur Arbeit und auf dem Heimweg zu. Und das war ein tolles Gefühl.

Der Transfer selbst ging sehr schnell. Mir ein wenig zu schnell. Und wurde auch noch von der "doofen" Ärztin durchgeführt. All dies hat nicht gestört. Mein Mann war dabei, stand neben mir und hielt meine Hand und ich stand direkt danach wieder auf. Trotzdem war es für uns rundum stimmig.
Wir haben uns dann zwei Stück Torte gekauft, sind in eine wunderschöne Kirche gefahren und haben zwei Kerzen für unsere zwei Kinder angezündet und dann den Nachmittag gemütlich zuhause genossen.

Die 14 Tage Wartezeit waren lang. Ich war auf das Progesteron sehr sehr müde. Und redete viel mit unseren Zeusis. Ich war einfach nur stolz schwanger zu sein. Eine Forumskollegin schickte mir einen genialen Link zu Klettermax und Klettermaxi, der mich in den Tagen begleitete.
Den suche ich Euch gleich noch raus.....

Schön war in dieser Zeit, dass ich total stolz auf mich und meinen Körper war. Schön war auch, dass die Kinderwunsch-Praxis sich so sehr mit uns freute und ich dort bei den Kontrollterminen und der Blutabnahme echt gute Gespräche hatte. Ich habe ihnen erzählt, wie ich mich schwanger fühle und von Klettermax und Klettermaxi..... und dies hat eine ganz warme Schwingung in die Praxis gebracht.

Wir haben dann bereits nach 10 Tagen erfahren dass ich schwanger bin. Mein HCG-Wert war sehr gut angestiegen und es war offensichtlich dass mindestens eine der Blastozyten sich eingenistet hatte. Wir hatten das Glück, dies morgens in einem persönlichen Gespräch mit unserer Ärztin zu erfahren, viel früher als gedacht - eine schöne Fügung.

Ob und wie ich an diesem Tag gearbeitet habe, das weiss ich nicht mehr. Ich war zumindest im Job anwesend.

Vier Wochen später war unser Glück dann leider aus. An dem Tag hätte ich meinen Mutterpass und die Rück-Überweisung zu meiner regulären Frauenärztin bekommen sollen. Letztere bekam ich durch die Behandlung des "missed abort" dann auch. Eine echte Vollbremsung.
Schön fand ich, dass die Ärztin aus dem Kinderwunschzentrum lose mit mir in Kontakt geblieben ist. Wir haben ge-emailt, denn sie wollte wissen, wie es uns geht und hat Unterstützung und ihr Ohr angeboten.

Schön finde ich auch, dass ich mich auf sie und einige Sprechstundenhilfen richtig freue, wenn wir wieder eine Behandlung beginnen werden. Und wir würden alles wieder so tun, wie wir es getan haben.

Unsere Chefs hatten wir beide eingeweiht. Für uns war auch diese Entscheidung richtig. Wir haben jederzeit frei bekommen, mein Mann konnte bei fast allen Arztterminen dabei sein und gerade nach der Fehlgeburt war das Verständnis für mich sehr wichtig.

Zur Krykokonservierung und unseren Eisprinzen kann ich noch nicht viel sagen. Ich bin einfach sehr froh, dass wir Eisprinzen haben. Und kann mir gleichzeitig echt nicht vorstellen, dass so tiefgefrorene Zellhäufchen Kinder werden können. Davon erfahrt Ihr dann mehr, wenn wir soweit sind.

Viele Grüße
Dagmar

Gehe und vertraue - immer an der Gänsehaut entlang
Mit unseren Zwillingen im Herzen (04/09) und Julia Deva in unseren Armen (05/11)

Geändert von DagmarJ (29.01.2010 um 15:03 Uhr). Grund: Ergänzung
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  #19  
Alt 05.07.2009, 15:06
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DagmarJ DagmarJ ist offline
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Beiträge: 923
Standard Klettermax und Klettermaxi

Hier für Euch alle noch die Versprochene Geschichte zu Klettermax und Klettermaxi.
Lieben Gruss
Dagmar


Gedanken zur Einnistung
Newsletter 45 vom 11.2.2004
Klettermaxi und Klettermax
Kommentar dazu von Univ. Prof. Dr. Herbert Zech:


http://www.ivf.at/FuerPaare/Psycholo...E/Default.aspx


Häufig hört man von Paaren die Aussage:
„Bei uns liegt es nur an der „Einnistung“, alles andere klappt ja immer wieder.“

Wenn viele Versuche und Transfers mit Embryonen am Tag 2 in Deutschland, in der Schweiz oder an anderen Zentren durchgeführt wurden, so ist dazu folgendes festzuhalten:

Wie in dieser „Einnistungsgeschichte“ von Mag. Karl-Heinz Brandt schön dargelegt, ist es nicht so einfach, einen fehlgeschlagenen Transferversuch mit „Einnistungsproblemen“ abzutun. Es ist in den allermeisten Fällen einzig und allein die innere Kraft des besten Embryos, welcher zur Schwangerschaft führt. Um eben feststellen zu können, welcher Embryo denn tatsächlich die entsprechenden Aussichten auf eine Einnistung hat, ist es absolut sinnvoll, jene Embryonen auszuwählen, welche die besten Vorraussetzungen zum Einnisten in sich tragen. Dies ist mit der Blastozystenkultur derzeit mit Abstand am ehesten gewährleistet.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen dieser „Einnistungsgeschichte“.

Ihr,

Univ. Prof. Dr. Herbert Zech

*********************************************

Eine Einnistungsgeschichte

Ein Brutschrank öffnet sich. Klettermax, der selig in seinem Embryonenschälchen geruht hatte, stupst Klettermaxi an, die gerade ein Nickerchen machte: „Du, ich glaube, jetzt geht’s los!“

Und da sehen die beiden auch prompt das bunte Röhrchen auf sie zuschweben. Nun ist’s mit dem besinnlichen Dasein im Petrischälchen vorbei. Schwupp, und schon gleiten sie in das durchsichtige Tunnel des Röhrchens.

„Wo wollen die bloß mit uns hin?“ fragt Klettermaxi ängstlich. Und Klettermax antwortet: „Ich habe etwas von Einpflanzen gehört…“ „Ach ja“, unterbricht ihn Klettermaxi, „jetzt kommt’s mir in den Sinn. Es hieß doch, wir sollten dahin zurückgebracht werden, wo wir wohnten, als wir noch kleine Eizellen waren.“ „Und wo wir immer ‚Wer ist das größte in dieser Burg?’ spielten und ich jeweils knapp hinter dir war“, erinnert sich Klettermax.

„Aber wo ist denn unsere Spielgefährtin geblieben, die uns mit dem Spottlied neckte: ‚Ätsch, ich bin die größte’ , die habe ich schon länger nicht mehr gesehen?“ t
„Tja, Klettermaxi, der ist es so ergangen wie vielen anderen Angebern: der ist die Luft ausgegangen …“
„Ach, und deshalb sind wir zwei heute dran!“ schloß Klettermaxi messerscharf.

In diesem Augenblick machen die beiden eine Erfahrung, die sie mit vielen anderen Lebewesen verbindet, nämlich daß die gemütlichste Unterhaltung ein jähes Ende nehmen kann, wenn sich äußere Ereignisse in den Vordergrund drängen. Eine ihnen fremde Stimme ruft kompromißlos: „Transfer!“ und plötzlich wird es dunkel um die beiden. Von unsichtbaren Kräften angetrieben gleiten sie durch das bunte Röhrchen in eine ihnen unbekannte Welt. Nur ihr Geruch scheint merkwürdig vertraut und ihre Wärme wirkt seltsam heimelig.

„Wo sind wir?“ flüstert Klettermaxi ratlos. „Keine Ahnung“, antwortet Klettermax, „ich weiß nur, dass das Schälchen und das Röhrchen weg sind und es sich hier auf einmal so feucht und wattig anfühlt.“

„Weißt du, was ich glaube?“ sagt Klettermaxi nun ganz ernst und feierlich. „Bisher haben die Erwachsenen unser Bettchen gemacht, uns herumgeführt und verpäppelt, und nun ist unsere Aufgabe, in diesem feuchten, wattigen Raum für uns selbst zu sorgen. Wir sollen wohl dem Ruf unserer Vorfahren folgen und uns ein Plätzchen in dieser neuen Welt erobern, wo wir uns sicher fühlen und gedeihen können, groß und stark werden.“ „Und dabei sollen uns wohl die Greiferchen helfen, über deren Bewandtnis ich mich schon seit gestern wundere“, sinniert Klettermax.

Und schon probiert er aus, wie sich das anfühlt, nach dem Feuchten, Wattigen dieser Gebärmutterschleimhaut zu greifen, macht erst Erfahrungen wie abrutschen, sich einhaken, sich mit einem Greiferchen abstützen, um mit einem anderen nach sicher scheinendem Halt zu suchen. Klettermaxi hat seine Anregung aufgenommen und erprobt sich ihrerseits in der Kunst, sich in dieser Gebärhöhle ihr Plätzchen zu schaffen.

Was die beiden in ihrem Eifer nicht bemerken: auch das Feuchte, Wattige, das in der Stärke eines bauschigen Daunenbetts aufgebaut ist, wird aktiv. Es beginnt, Fangschleier und Netze zu weben, um den beiden Halt bei ihren Kletterübungen geben zu können…

Und das „Publikum“ draußen in der Außenwelt, das leider (oder zum Glück?) nicht zusehen darf, wird erst zu gegebener Zeit erfahren, inwieweit Klettermaxi und Klettermax es geschafft haben, ihr Plätzchen zu erobern und inwieweit das Feuchte, Wattige seine Schleier und Netze so geschickt gesponnen hat, dass sie an der richtigen Stelle saßen, um unsere kletterlustigen Gesellen haltgebend einzuhüllen. Dieses „Publikum“ bekommt nicht mit, inwieweit Mutter Natur die Klettergesellen mit stärkeren oder schwächeren Greiferchen ausgestattet hat oder welche natürliche Begabung sie ihnen mitgab, diese Greiferchen geschickt zu gebrauchen.

Auch ist nur bei genauerer Betrachtung zu erkennen, inwieweit Klettermaxi oder Klettermax ein Rucksäckchen bei sich tragen, das sie bei ihrer Suche nach Halt schwächt. Ein Rucksäckchen, in dem „gewichtige“ Sätze stecken, etwa: „Diesmal MUSS es klappen.“ Oder geheime Aufträge der Erwachsenen, die ihnen schlichtweg zu schwer sind, wie einen bestimmten Platz einnehmen oder Aufgaben im Leben der Erwachsenen erfüllen zu müssen.

Solche Rucksäckchen also, die das Freiheitsbedürfnis unserer Klettergesellen empfindlich einschränken und häufig bewirken, dass sich die Greiferchen nicht wirksam festkrallen können. Schon gar nicht, wenn Mutter Natur sie nicht zu Greifern wie bei Freikletterern ausgestattet hat.
Und so müssen wir alle, als „Publikum“ uns immer aufs neu überraschen lassen, was in Klettermax und –maxi alles drinsteckt, was sie „drauf haben“, in umgangssprachlicher Rede. Wie die Erfahrung zeigt, sind nicht die im Heranwachsen schönsten unbedingt die stärksten und geschicktesten. Ganz wie im wirklichen Leben übrigens, wo äußerlich eher unscheinbar wirkende Menschen, mit Hilfe ihrer inneren Stärken Großartiges erreichen können, denn „Stille Wasser gründen tief“, erzählt uns der Volksmund.

Wer weiß, ob Ihre Klettergesellen, werte Leserinnen und Leser, auch solche „stillen Wasser“ sind …?

Gehe und vertraue - immer an der Gänsehaut entlang
Mit unseren Zwillingen im Herzen (04/09) und Julia Deva in unseren Armen (05/11)
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  #20  
Alt 08.07.2009, 17:37
Inken Inken ist offline
Auf dem Weg
 
Registriert seit: 09.08.2006
Beiträge: 229
Standard Meine Erfahrung

Hallo ihr Lieben,

wir sind inzwischen mitten in der 2. ICSI Behandlung.
Ich nahm als erstes 3 Wochen die Pille, um die Eierstöcke erst mal zur Ruhe kommen zu lassen. Dann wurde kontrolliert (Ultraschall), ob es Zysten gibt. Falls welche da gewesen wären, hätte ich nochmals die Pille nehmen müssen.
Dann musste ich ein Nasenspray nehmen 1x morgens / 1x abends, zur Unterdrückung des Eisprungs. Nach ein paar Tagen Nasenspray kamen die Spritzen zur Follikelreifung. Unter ständiger Kontrolle (1 bis 3x pro Woche) wurde die Dosis angepasst (bei mir erhöht), je nach Wachstum und Blutwerten. D.h. ich musste mir jedes mal Blut abnehmen lassen. Früher hatte ich einen Horror vor Nadeln, inzwischen kann ich mich selber spritzen .
Wenn die Follikel gross genug sind werden sie punktiert (entnommen), Sperma injiziert. Nach 24 Stunden der Anruf, ob sich welche und wieviele sich befruchten liessen (bei uns leider nur eine von 7). Dann wurde die befr. EZ 2 Tage später zurückgegeben (über Blastozytentransfer wurde nie gesprochen).
Bilder der EZ habe ich leider nie gesehen, finde ich aber eine tolle Idee.
In der Klinik habe ich mich gut aufgehoben gefühlt. Die Ärzte und Schwestern waren sehr empathisch und alle nett und geduldig.
Der Transfer (mein Mann war dabei) war ein besonderer Moment, die Schwester meinte, der Embryo hatte es schön warm, aber jetzt, nach seinem Umzug, hätte er es noch schöner. Es war irgendwie eine feierliche Stimmung, mein mann und ich haben uns an der Hand gehalten und dann waren wir zu dritt. ich konnte noch 15 Minuten liegenbleiben und dann sind wir nach Hause gefahren.
Zum Test hätten wir wiederkommen können oder zum FA (ich habe mich für den FA entschieden, da die Klinik sehr weit weg ist).
Zum Test kam es nicht, da ich recht schnell Blutungen bekam.

DIE VERWZEIFLUNG WAR RIESIG.

Diese LEERE, ganz schlimm.

Ich wollte nichts mehr sehen, nicht mehr leben, sofort den nächsten Versuch wagen, alles auf einmal.
Mein Mann, meine Familie und meine Freunde - wir haben viele Mitwisser und das hilft mir sehr - haben mich / uns wieder aufgebaut.
Dann Pause, zurück ins Leben finden.
Es war schlimm, soooo schlimm, aber es wurde besser.
Das Leben fing an, wieder Spass zu machen, ich kann mir inzwischen sogar vorstellen ohne Kind(er) glücklich zu sein. Ich habe Lust noch mal eine Ausbildung zu machen, mich weiter zu entwickeln.
Ich habe sogar kurz überlegt, ob wie vielleicht gar keine Behandlung mehr machen sollten. Aber wir haben wieder angefangen und diesesmal weiss ich schon, wie es abläuft. Es kostet nicht mehr alle Energie, sondern lässt sich besser in den Alltag integrieren.
Im Moment sieht alles gut aus und nächste Woche wird dann punktiert.
Ich habe letzte Woche die "Ballonreise" gemacht und mein Kind ist gleich mit mir eingestiegen!
Wir sind uns so nah und das ist ein schönes Gefühl.
Diesmal klappt es - bei uns fliegen alle paar Minuten Flugzeuge übers Haus (wink zu Claudia ).

Meinem Chef habe ich es erst nicht erzählt. Am ersten Tag nach einsetzen der Blutung hat er mich gefragt, wie es mir denn geht und dann bin ich erst mal in Tränen ausgebrochen.
Jetzt ist er eingeweiht und das macht es für mich viel leichter, ich brauche nur noch für die Kolleginnen die es nicht wissen komische Ausreden für meine ständigen freien Tage (mitten in der Woche).
Es meiner Familie zu erzählen, hat uns alle näher zusammengebracht. Ich konnte jahrelang nicht über unseren KIWU reden und es war ein großer Schritt für mich (in die richtige Richtung).

Einen Rat will ich nicht geben, aber mir hilft
- Es Menschen zu erzählen, denen man vertraut
- zu wissen, dass es auch nach einem negativen Ausgang wieder besser wird
- es mir gut gehen zu lassen (Akupunktmassage, ein schönes Buch lesen, meinen Bauch mit einem gut riechenden Öl einreiben...)
- einen tollen Mann an meiner Seite zu haben
- zu hören, dass es bei anderen auf diese Weise geklappt hat
- hier alles erzählen zu können....

Oh je, ist überhaupt jemand bis hier mitgekommen?
Das wurde länger als geplant.

Liebe Grüsse von der hormonisierten Heulsuse Inken
(ich weine zur Zeit wegen allem: Michael Jackson, Film: Benjamin Button von Anfang bis zum Schluss, schönen Liedern )
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