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Alt 05.02.2009, 14:05
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Livi Livi ist offline
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Registriert seit: 12.03.2008
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Pfeil Nachbehandlung nach Endometriose / Zysten Entfernung

Hallo Ihr Lieben,
juhuuuuu, ich bin wieder zurück!!

Vielen Dank für Eure Wünsche zu meiner OP. Das hat mir gestärkt.

Die OP war eine sehr gute Entscheidung. Ich hatte 2 Zysten (eine davon war 8x6cm), zusätzlich Endometriose, wobei der Dickdarm mit der Gebärmutter verwachsen war. Die OP ist sehr gut verlaufen, habe sie mit Arnica begleitet, die Wundheilung lief sehr gut. Sie haben bei dieser Gelgenheit auch Eileiter auf Durchgängigkeit getestet (sind durchgängig), später auch Hormone und Schilddrüse kontrolliert.
Habe mir vor der OP alles genau durchgelesen (da bekommt man Infoblätter wo alles sehr gut erklärt wird), habe alle Fragen notiert (die Ärzte sind verpflichtet alles genau zu erklären was man wissen will, das muss man dann auch mit Unterschrift bestätigen, dass alle Fragen beantwortet wurden. Habe auf alle Papiere geschrieben, dass ich einer Eileiterentfernung keinesfalls zustimme. (das nur sicherheitshalber aufgrund der Info von Ivy, war bei mir glücklicherweise kein Thema)
Natürlich ist der Wundschmerz und die Gefühle, die mit dem Gas verbunden sind (fühlt sich an wie intensives Dauer Seitenstechen) nicht angenehm. Alles in allem aber aushaltbar. Alle waren sehr nett (für alle Wienerinnen: Station 15E grün im AKH ist super, Prof. Ambros Huber und Prof. Kurz haben mich operiert, beide sehr kompetent und menschlich).
Das Warten vor der OP war aufreibend, aber im nachhinein eine intensive Erfahrung, die ich nicht missen möchte. Eigentlich bin ich auch froh, dass ich das alles bei vollem Bewusstsein erlebt habe. Für alle, die das nicht möchten, einfach nach Beruhigungsmittel fragen.
Nach der OP habe ich mich unheimlich erleichtert gefühlt. Nicht nur weil OP vorbei war, mein Bauch hat sich so frei und unbeschwert angefühlt. Ich war während der Tage im AKH sehr im Moment und sehr bei mir. Ich war befreit und habe viel Freude an Kleinigkeiten (wie das erste herumgehen) empfunden.
Für mich war es ein riesen Schritt, mich der Schulmedizin anzuvertrauen (siehe Profil).

Jetzt muss ich über den nächsten Schritt nachdenken:

Mein Arzt empfiehlt mir als Therapie möglichst schnell schwanger zu werden um den Wachstum der Endo zu stoppen. Er empfiehlt mir künstliche Befruchtung, da damit die Wahrscheinlichkeit am höchsten ist. Er sagt, dass die Endo chemische Signale aussendet, die das Befruchten des Eis unmöglich macht (oder war es das Heranreifen? Weiß ich jetzt nicht mehr genau).
Er empfiehlt mir möglichst bald mit folgendem zu beginnen:
Ca. 3 Monate künstlicher Wechsel mittels einer monatlichen Spritze (er sagt, bei dieser Form sind die Nebenwirkungen erst im dritten Monat spürbar). Diese Therapie muss man machen, laut des Arztes, damit diese Chemischen Stoffe der Endo komplett ausgeschaltet werden und damit die Chancen einer Befruchtung zu erhöhen.
Dann sofort anschließend künstliche Befruchtung.
Ich habe gefragt, ob wir nicht ein paar Monate warten könnten und probieren auf natürlichem Weg schwanger zu werden, bevor wir mit dem künstlichen Wechsel beginnen. Er meinte, je länger wir warten desto höher die Gefahr, dass die Herde wieder wuchern und damit Schwangerschaft verhindern.
Auch eine Wartezeit zwischen künstl. Wechsel und künstl. Befruchtung geht nicht, da beim künstlichen Wechsel die Eiproduktion heruntergefahren wird und danach ohne Stimulation länger nichts geht.
Wer hätte gedacht, dass ich mich mit solchen Themen auseinandersetze. Ich gebe mir nun Raum für diese Entscheidung. Ich bin noch nicht im Herzen dazu bereit eine Entscheidung zu treffen. Ich habe mir 1x Wöchentlich schon Therapietermine eingeteilt (Körpertherapie). Ich möchte mich jetzt nicht drängen lassen, obwohl alles „so“ dringend ist. Wer weiß schon wie dringend?
Als ich mich zur OP entschlossen habe, ging alles ganz schnell und verlief sehr gut. Weil ich bereit war.
Auch dieses Mal gebe ich mir die Zeit dazu, obwohl es schwierig ist und ich mich unter Druck fühle und ich mich zeitweise unter Druck setze.
Ich tröste mich indem ich mir sage, dass ich daran wachsen werde. Ich habe, seit ich meine Entscheidungen selbst treffe, rückblickend immer richtig entschieden. So wird es auch in Zukunft sein.

Rein medizinisch wäre z.B. die OP schon vor Jahren indiziert gewesen. Aber ich möchte keinen Schmerztag, keinen einzigen Besuch bei der TCM, Therapie, Wildwuchsmethode etc. etc. etc. vermissen. Die Entscheidung konnte ich erst jetzt treffen, weil es mir erst jetzt möglich war, mich der Schulmedizin zuzuwenden. Ich bin durch den langen Weg gewachsen, seelisch, menschlich. Das wäre ich durch frühzeitiges "einfach" Wegschneidens des Problemes vermutlich nicht in diesem Ausmaß.

Tja, folge ich nun dem Schuldmedizinischem Weg weiter oder gehe ich zurück zu meinem Glauben, dass sich fügt, was sich fügen soll?

Ich frage mich, ob die Endo wirklich so rasch wieder wuchert, wenn man "brav" seine alten Themen aufgearbeitet hat?

Ich bitte um Eure Erfahrungen und Meinungen hinsichtlich des Therapievorschlags, um mich bei meiner Entscheidungsfindung zu unterstützen. Danke.

Liebe Grüße,
Livi





... öffne meines Herzens Tür.

Geändert von Livi (05.02.2009 um 14:25 Uhr).
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  #2  
Alt 05.02.2009, 15:06
julia00 julia00 ist offline
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Hallo Livi,

wie schön, dass du dich nach deiner OP nun so gut fühlst!

Ich erzähle dir mal kurz wie es bei mir gelaufen ist:

Ich habe damals auch eine Bauchspiegelung machen lassen, ewig schon hatte ich schlimme Menstruationsschmerzen und ich wollte endlich wissen, ob es Endo ist.

Auch mir wurde ein Zyste entfernt, Verwachsungen gelöst, die Eileiter auf Durchlässigkeit geprüft und einige Endo-Herde verödet.

Dann habe ich lange überlegt, wie es weitergehen soll. Es hieß nach so einer Durchspülung ist die Chance schwanger zu werden sehr groß.
Und überhaupt kannte ich zu dem Zeitpunkt viele viele Frauen, die trotz Endo schwanger wurden. Also kann das mit dem chemischen Botenstoff ja nicht immer stimmen.

Ich wollte auf keinen Fall keine Hormone nehmen und mich in die Wechseljahre versetzen lassen. Ich habe dann auch den alternativen Weg gewählt und mein Ziel war es nicht mehr in erster Linie schwanger zu werden, sondern schmerzfrei zu sein und die Endo in schach zu halten.
Homöopathie, die Fruchtbarkeitsmassage und ganz besonders eine Osteopathin hat mir geholfen. Es wurde von Periode zu Periode immer ein wenig besser.

Ein paar Jahre später bin ich dann einfach so schwanger geworden. Wir hatten uns gerade in einer Kiwu-Klinik untersuchen und beraten lassen. Und da wurde eher mein Mann mit eingeschränktem Spermiogramm als Patient betrachtet. Ich war da plötzlich gar nicht mehr das Problem.

Also, laß dir da nichts aufschwatzen! Wenn du dich gerade so gut und "aufgeräumt" fühlst, dann genieße doch einfach diesen Zustand!
Den Zyklus künstlich runterfahren, um ihn dann kurze Zeit später auf Hochtouren zu jagen, hört sich für mich sehr brutal an.

Mittlerweile bin ich fest überzeugt, dass man durch Wildwuchsmethode, Massagen, Körperbildern/ -reisen, weniger Stress und Kontrolle die Endo in schach halten kann.

Ich drücke dir fest die Daumen!

LG,
Julia
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  #3  
Alt 07.02.2009, 16:16
anja_1 anja_1 ist offline
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Hallo Livi,

freut mich dass Du alles so gut überstanden hast.
Willkommen im Club ;-) Bei Dir wurde ja fast das gleiche gemacht wie bei mir ... Allerdings besteht bei mir immer noch eine massive Verwachsung zwischen Gebärmutter und Rektum.

Mir wurde als weitere Behandlung erstmal zum "auskurieren" sofort die Cerazette eine reine Gestagenpille ohne Östrogene verordnet. Die weitere Behandlung wird bei einem weiteren Termin Ende Februar mit den Endospezialisten besprochen. Meine Gyn, die mich auch parallel homöopathisch behandelt hat mir auch erstmal empfohlen die Cerazette zu nehmen, parallel wird sie mich aber weiter homöopathisch behandeln.
Bin mal gespannt welche Behandlung ich von den Spezialisten nahegelegt bekomme. Angedeutet wurde von ihnen so etwas wie ggf. eine erneute OP ...

Die Wechseljahrstherapie und dann künstliche Befruchtung ist schon irgendwie harter Tobak finde ich, ich befürchte dass man mir auch so etwas vorschlagen wird. Aber dagegen würde ich mich glaube ich sträuben, weil das schon auch eine ziemliche Holzhammermethode ist, die dem Körper zugemutet wird. Erst wird der Hormonhaushalt völlig auf Eis gelegt um ihn dann wieder zu stimulieren. Gerade auch nach der Stimulation wenn es mit der Schwangerschaft nicht klappt könnte das ganze die Endo erst richtig provozieren. Abgesehen von den materiellen Kosten ...

Ich habe auch von vielen Endofrauen gehört, denen die Docs direkt nach der OP grünes Licht zum Schwangerwerden gegeben haben (und es auch geworden sind) ohne künstliche Wechseljahre und künstlicher Befruchtung. Deine Eileiter sind durchgängig, was spricht also nach gesundem Menschenverstand gegen eine natürliche Empfängnis?
An Deiner Stelle würde ich es auch komplett ohne Hormone probieren und der von Dir bereits eingegangene Weg mit alternativen Heilmethoden ist meiner Meinung nach die richtige Richtung.

Liebe Grüße,

Anja
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  #4  
Alt 07.02.2009, 17:15
Beate Beate ist offline
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Standard Brücken bauen :-)

Liebe Livi,
schön das Du wieder zu Hause und hier bist ,
vor allem das alles so gut verlaufen ist!!!
Du hörst Dich gut an und mir kam ganz spontan
"Brücken bauen"
oft reichen sich die Homöopathie + Schulmedizin die Hände
und vor allem DU entscheidest für DICH (Euch) !!!


Alles alles Gute weiterhin für Dich auf Deinem Weg ..........
Beate
P.S. leider kann ich zu Endo nicht viel sagen, ich weiß nur, dass es Frauen gibt
die damit auch SS wurden + Kinder zur Welt gebracht haben .............
upps jetzt hab ich mich durch Heidis Beitrag erinnert und könnte Dir das Buch
Orchideenblüten auch gerne ausleihen ;-)

Geändert von Beate (07.02.2009 um 18:55 Uhr). Grund: Bucheinfall
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  #5  
Alt 07.02.2009, 17:29
Heidi7 Heidi7 ist offline
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Liebe Livi,

wie schön, dass Deine OP so gut und stimmig für Dich verlaufen ist.
Ich wünsche Dir/Euch nun viel Erfolg, für welchen Weg Ihr Euch auch immer entscheidet.

Kennst Du eigentlich das Buch Orchideenblüten von Maria Hechensteiner? Sie beschreibt dort ihren Weg zum Kind bei Endometriose. Es ist zwar im Verlag vergriffen, auch bei amazon z.Zt. nicht erhältlich. Aber auf dieser Seite steht, dass Du evtl. bei der Autorin ein Restexemplar bestellen kannst. Ich hoffe, das hat noch Gültigkeit:

http://www.argyrion.com/orchideenblueten/

Liebe Grüsse
Heidi

Geändert von Heidi7 (07.02.2009 um 18:03 Uhr).
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  #6  
Alt 07.02.2009, 19:01
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Livi Livi ist offline
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Liebe Frauen,

vielen Dank für Eure Antworten!

Tricia: Das tut mir sehr leid, dass Deine Verwachsung noch da ist.

Heidi: Vielen Dank für den Tipp! Habe der Autorin gleich eine Mail geschickt.

Beate: Ja, Brücken. Hab auch beschlossen, nicht mehr Alternativ sondern Komplementärmedizin zu sagen. Sich ergänzend statt sich ausschließend. War ein langer Weg. Mir kommt gerade ... vielleicht habe ich den Medizinischen Weg so abgelehnt weil ja meine Mutter ihr ganzes Leben im Krankenhaus gearbeitet hat. Vielleicht steckt da auch ein Mutter Thema dahinter. Hmmm ... welch neue Erkenntnis!

Julia: Danke für Deine aufbauenden Worte. Momentan weiß ich nicht so recht, wo vertrauen. Bin grad ein bisserl verwirrt.

Ich werde versuchen, die Entscheidung mit einer gewissen Leichtigkeit anzugehen. Immerhin geht es ja nicht um eine Entscheidung des Ausmaßes Chemotherapie ja oder nein. Ich glaube, es ist auch wichtig für mich, das zu relativieren.

Liebe Grüße,
Livi





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  #7  
Alt 07.02.2009, 22:37
carina_n
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Liebe Livi,
ich habe oft an dich gedacht die letzten Tage und wenn ich dich hier lese, freue ich mich sehr.
Es hört sich alles so stimmig und klar und erleichtert an.
Brücken bauen, wie Beate es so schön beschreibt, so empfinde ich es auch
Deine Fragen kann ich dir nicht beantworten oder dir Ratschläge geben, weil ich mich in dieser Richtung nicht wirklich auskenne. Jede von uns hat so ihr Spezialgebiet...............
Aber, eins steht jetzt schon mal fest:
Der Weg ist jetzt FREI!!!!!
Alles Liebe
von Carina
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  #8  
Alt 08.02.2009, 22:23
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Livi Livi ist offline
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Carina: danke Übrigens: Dein User Bild hat irgendwie eine beruhigende, angenehme Wirkung auf mich.

Heidi: Habe mir das Buch bei der Autorin bestellt, kostet Euro 15 inkl. Versand. Bin schon sehr gespannt! Vielen Dank für den Tipp!

Spannend: Ich habe mir vorgenommen, mich jetzt mal im Internet ganz genau über künstliche Befruchtung zu informieren. Hab aber null Lust dazu... das heißt wohl auch etwas...

Liebe Grüße,
Livia





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  #9  
Alt 08.02.2009, 22:27
Heidi7 Heidi7 ist offline
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Ort: Nähe Hannover
Beiträge: 1.335
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Liebe Livia,

das freut mich, dass Du das Buch bestellen konntest. Maria Hechensteiner hat hier früher auch eine zeitlang als Forumsteilnehmerin geschrieben. Ich weiss es nicht ganz genau, aber ich glaube, sie hat inzwischen 2 Kinder. Vielleicht bekommst Du durch ihre Geschichte einen Weg zu Deinem/Eurem Kind aufgezeigt und hast genauso viel Erfolg wie Maria

Liebe Grüsse
Heidi
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