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  #1  
Alt 01.12.2017, 20:55
Jenni- Kathie Jenni- Kathie ist offline
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Registriert seit: 27.11.2017
Beiträge: 2
Standard Wohin mit all den Gedanken und Gefühlen?

Hallo ihr Lieben.
Um ehrlich zu sein weiß ich noch gar nicht so genau was ich schreiben soll. Bin nun seit ein paar Tagen angemeldet habe mich aber noch nicht so getraut was zu schreiben. Habe am 26.08.17 meine kleine Mia-Sophie Tod geboren so hart es klingt sie war drei Tage Tod in meinem Bauch. Es ist alles wie ein Horror Film und ich kann es bis heute nicht verstehen keiner gibt mir eine Antwort auf das warum. Am Anfang konnte ich nicht mal weinen. Erst zur Beendigung am 7.09. Ich fühle mich einfach mies verloren alleine und leer.

Ganz liebe Grüße Jenni mit Mia...
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  #2  
Alt 01.12.2017, 22:18
Kyra69 Kyra69 ist offline
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Registriert seit: 29.12.2008
Ort: Bremen
Beiträge: 762
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Liebe Jenny,

es tut mir sehr leid, dass auch Du diese traurige Erfahrung machen musstest, Dein Kind nicht im Leben begleiten zu dürfen.

Auf das Warum gibt es leider keine Antwort. Es passiert. Leider!

Ich hoffe Du hast liebe Menschen in Deinem Umfeld, die Dich stützen und mit Dir über Mia sprechen, wenn Dir danach ist.

Hier im Form ist auf jeden Fall ein guter Ort zum schreiben. Hier hört Dir immer jemand zu. Wir alle hier haben diese Erfahrung machen müssen und wissen, dass die Trauer sich verändert und wir mit ihr zu leben lernen. Wirklich heilen tut der Schmerz leider nie.

Liebe stille Grüße

Kyra mit Felix (Ostern 2006) im Leben, Sternenkind (11.SSW,12/2008) für immer im Herzen und Mirja seit dem 02.10.2010 überglücklich im Arm
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  #3  
Alt 10.12.2017, 19:50
Jenni- Kathie Jenni- Kathie ist offline
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Registriert seit: 27.11.2017
Beiträge: 2
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Liebe Kyra,

Vielen Dank für deine lieben Worte. Ich schaffe es im Moment leider nur selten zu schreiben oder zu lesen hier. Zur Zeit könnte ich manchmal einfach grundlos weinen. Andere mit ihren kleinen Kindern zu sehen tut zur Zeit richtig weh und es kommen Gefühle und Gedanken die ich so nicht von mir kenne. Gerade jetzt wo es auf Weihnachten zu geht. Kann mir jemand sagen wie sich die Trauer verändert? Bisher konnte ich mir die Bilder die im Krankenhaus gemacht wurden noch nicht anschauen aber ich ertappe mich immer mal wieder bei dem Gedanken daran sie aus der Schublade zu holen. Mein Mann hat sich die Bilder von der Beerdigung dem Sarg und Blumen usw. gar nicht angeschaut und manchmal habe ich das Gefühl das die Bilder von meinem kleinen Stern nie irgendjemand jemals sehen will und das ist verdammt hart. Wobei Eltern und So sich die Bilder schon angeschaut haben.

Liebe grüße Jenni mit Mia im Herzen
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  #4  
Alt 10.12.2017, 21:18
Kyra69 Kyra69 ist offline
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Registriert seit: 29.12.2008
Ort: Bremen
Beiträge: 762
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Liebe Jenni,

es ist oft sehr schwer, denn die meisten in Deinem Umfeld sind sicher längst wieder zur Tagesordnung übergegangen und nehmen nicht war, dass bei Dir jemand fehlt. Jemand immer fehlen wird.

Du hast bisher wenig von Dir erzählt. Vielleicht magst Du das tun. Ist Mia Dein erstes Kind?
Wie weit warst Du mit ihr in der Schwangerschaft?

Mein Sternenkind war mein 2. Kind und so mußte ich für meinen Erstgeborenen sehr schnell wieder funktionieren. Er war damals noch nicht 3. Hat es natürlich mitbekommen, aber er war eben auch da, so dass ich trotzdem Mutter war.

Wenn Mia Euer erstes Kind ist, habt ihr Euch sicher auf ein erstes Weihnachtsfest als Familie gefreut und der Verlust wiegt anders, als es bei mir damals war.

Dieses "andere Eltern mit ihren Kindern kaum ertragen zu können" beschreiben viele. Mir ging es nie so, aber ich kann es verstehen und kann vorallem auch verstehen, dass diese Gefühle zu haben, Dich selbst verstört. Besonders schwer ist es sicher zu Weihnachten, wenn man mit Freunden und Familie und leuchtenden Kinderaugen noch mehr in Berührung kommt.

Ich drück Dich mal ganz fest, wenn Du magst und wünsche Dir weiter viel Kraft und ein kleines Licht im Dunkeln, dass auch wieder größer werden wird.

Ob Du Dir die Fotos ansiehst, oder nicht, ist nicht wichtig. Du weißt, dass Mia da war. Hast Du sie gesehen, Dich verabschieden können?

Liebe stille Grüße

Kyra mit Felix (Ostern 2006) im Leben, Sternenkind (11.SSW,12/2008) für immer im Herzen und Mirja seit dem 02.10.2010 überglücklich im Arm
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  #5  
Alt 11.12.2017, 07:48
Katharina1979 Katharina1979 ist offline
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Registriert seit: 19.09.2016
Ort: Hessen
Beiträge: 97
Standard Liebe Jenni

Ich mag nicht ganz ohne Gruß vorbeigehen:

Ich drücke Dich aus der Ferne und wünsche Dir ganz viel Kraft in den nächsten Wochen.
Du weinst nicht "grundlos", Dir ist etwas schreckliches widerfahren.
Versuche, gut zu Dir zu sein und auf Dich aufzupassen.

Die ersten Wochen waren bei mir ein schrecklicher Tunnel, in dem ich einfach seltsam ruhig und dabei tieftraurig war. Dann kam eine ziemliche heftige Wutphase, in der ich mich wenigstens wieder lebendiger gefühlt habe.
Und jetzt kann ich langsam damit leben. Ja, irgendwie geht das irgendwann.
Ich habe mir dafür auch Hilfe von aussen geholt, als ich soweit war (Selbsthilfegruppe, Therapeutin).
Ich hoffe das hilft Dir ein kleines bisschen weiter,
Alles Liebe, Katharina
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