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  #21  
Alt 09.02.2013, 22:43
Sonnenkind73 Sonnenkind73 ist offline
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Hallo liebe Heidi,
die erst einmal ein herzliches Willkommen hier im Forum, wenn auch aus traurigem Anlaß!
Aber es ist doch schön, dass wir uns hier gegenseitig austauschen und Mut machen können!!!

Was dieses Estradiol anbelangt, da habe ich auch noch nichts von gehört, aber wenn du schreibst, dass eine Nebenwirkung davon war, dass du Schilddrüsenprobleme bekamst, so stellt sich mir die Frage, ob deine Schilddrüsenwerte denn sonst ok sind? Hast du die mal überprüfen lassen? denn im Umkehrschluß kann auch die Schilddrüse dafür verantwortlich sein, dass die Zyklushormone durcheinandergeraten, da besteht ein reges Wechselspiel zwischen der Schilddrüse und den weiblichen Hormonen!
Ich werde meine Schilddrüsenwerte nämlich vor unserem nächsten Versuch auch nochmal druchchecken lassen, denn bei mir sind auch mal leicht erhöte Werte festgestellt worden und zwar in der Zeit, in der mein Myom glaube ich zu wachsen angefangen hat. Und siehe da, in einem der schlauen Bücher, die ich so alle neben meinem Bett liegen habe, lese ich, dass eben auch die Schilddrüse für die Enstehung von Myomen verantwortlich sein kann, denn Myome wachsen durch Östrogeneinfluß, deswegen wachsen sie in einer Schwangerschaft auch noch schön mit, und wenn eben dies Schilddrüse nicht ganz rund läuft, dann kann dies zu einer Störung im Östrogenhaushalt führen und was weiß ich noch. Unser Körper ist eben ein ganz sensibles Hormongefüge.....
Wann mein Myom entfernt wird, weiß ich noch nicht, danke der Nachfrage Tina.
Im Moment sieht es so aus, dass ich letzte Woche noch zur Blutabnahme war, das war genau zu dem Zeitpunkt, als mein Körper gerade dabei war, das meiste abzustoßen, aber seltsamerweise war der beta-HCG da noch sehr hoch. Von daher hat meine Gyn auch noch keinen neuen US gemacht, sondern ich soll nächste Woche nochmal zur Blutabnahme kommen. Ich denke, erst wenn dieser HCG-Wert entsprechend gefallen ist, wird sie mir glauben, dass alles draußen ist und dann auch nochmal nen Kontroll-US machen. Und wahrscheinlich bekomme ich dann die Überweisung für die Klinik zum Myom-Entfernen.

Tina, zu deiner Frage, ob man "Es" bemerkt, wenn es rauskommt: Ich habs gemerkt, ich habe zwar in dem Moment an mir gezweifelt, weil man fast alles untersucht, was da rauskommt, aber im Nachhinein ist es völlig klar, dass das "Es" gewesen sein muß. Alles andere, was rauskam war rot, Klumpen, schleimige Fetzen, so wie man (ähm frau) es von seiner Periode her auch kennt. Der Embryo aber war weiß. Ein weißer Strich, ein paar mm breit und in etwa so lang, wie meine Gyn es auch auf dem US gemessen hatte. Und an diesem weißen Strich hing ein längerer ebenfalls weißer Strich dran. Und zwei Tage später kam dann noch mal etwas, auch eher weißlich, das von der Konsistenz her etwas dickerer Haut glich und was ich dann mal als Fruchtblasenreste verbucht habe, eben einfach, weil es weißlich war, alles andere war rot, braun, lila.

Und dann hatte ich noch den Abgang eines sog. Koagels und das hat mir erstmal voll Panik gemacht, weil ich es nicht einschätzen konnte, von daher mag ich es erwähnen. Ein Koagel ist ein Blutklumpen, denn es läuft ja in unserem Fall doch etwas mehr Blut als bei der Periodenblutung und meine Hebi sagte mir auch, dass das Blut sehr schnell gerinnt.
Wenn man also längere Zeit liegt oder vielleicht auch sitzt oder wie ich es getan habe, einfach doch mal für ein paar Stunden nen Tampon reinschiebt, um zum Sport gehen zu können, dann kann es sein, dass sich solche Blutklumpen von beachtlicher Größe bilden.
Bei mir war es dann so, dass ich am nächsten Tag aufs Klo bin und beim Wasserlassen plötzlich das Gefühl hatte, dass etwas aus mir rausrutscht und schon machte es laut Plopp im Klo. Ich hab sofort da reingeschaut und sah nur einen dicken roten Klumpen im Rohrknick liegen, ungefähr so groß wie eine kleine Kartoffel!!!
Ich hab voll Panik geschoben, weil ich nicht wußte, was das sein sollte. Und in diesem Fall wollte ich es auch nicht wieder aus dem Klo rausfischen, denn ich hatte ja bereits auch Wasser gelassen und auf die Idee, einfach Handschuhe anzuziehen oder ne Suppenkelle zur Hilfe zu nehmen, bin ich in dem Moment irgendwie nicht gekommen.....
Aber mein Embryo war schon zwei Tage vorher abgegangen, ich war mir also sicher, dass der es nicht sein konnte und abgesehen davon macht ein Embryo von knapp 1cm Größe nicht Plopp wenn er ins Wasser fällt!
Also dachte ich, ich hätte einen Gebärmuttervorfall gehabt und meine Gebärmutter wäre aus mir rausgefallen.
Also habe ich wie bekloppt meinen Bauch abgetastet und das Internet befragt und bin glücklicherweise doch zu dem Schluß gekommen, dass eine Gebärmutter nicht einfach rausfallen kann. (Und meine Hebi hat mir das im Nachhinein auch bestätigt.)
Aber beim rumgoogeln stieß ich dann auf die Sache mit dem Koagel und mir wurde klar, dass es das gewesen sein mußte!
Es kommt bei natürlichen Abgängen wohl öfter vor, dass sich recht schnell Koagel bilden, einfach weil eine Menge Blut und Gewebe abläuft und wenn das nicht immer abfließen kann, verklumpt es.
Dies also noch als kleine Nebeninfo, damit ihr nicht auch noch Panik schiebt, falls ihr auch sowas habt. Nunja und was die Tampons anbelangt, nicht nachmachen ihr Leser da draußen an den Bildschirmen!!
(Aber ich wollte unbedingt zum Sport, ich tanze Jazz-Dance und der Seele hats so gut getan!!!)

Nunja, und dann hatte ich Mitte dieser Woche, also gut eine Woche nach dem Abgang dann wohl nen Hormonabfall, weil da war ich ein paar Tage recht depri, hätte mich den ganzen Tag im Bett verkrümeln können.
Und ich war auch wieder viel müde, was wohl am Blutverlust und entsprechend gesunkenem Eisenspielgel lag, vermute ich mal.
Ich komm persönlich ganz gut mit Schüssler-Salzen klar und habe von daher mehrmals Ferrum phosph. (Nr.3) eingenommen. Seitdem gehts auch wieder was besser.

So, nun hab ich auch wieder ne ganze Menge geschrieben und liebe Heidi, du siehst, man darf hier ganz direkt alles schreiben und beschreiben!
Also ich mach das zumindest nur so kann es doch vielleicht anderen helfen.

Leider kann ich euch allerdings keine weiteren Ratschläge geben, mit denen ihr den Abgang noch anschubsen könntet, also außer dem Hritschtäscheltee.
Aber Tina, wenn du verunsichert bist, dann laß doch nochmal nen US machen, zur Sicherheit. Es ist ja völlig normal, dass du dir noch Hoffnungen machst, vor allem wenn noch alle SS-Anzeichen da sind. Und entweder es ist ein Wunder geschehen oder aber die Diagnose bleibt wie sie ist und du kannst mit dem Hirtentäscheltee anfangen.

Och Mensch, es tut mir so leid, dass ihr da jetzt so vor euch hinwartet, da hatte ich ja echt Glück.
Also haltet durch!! Chakkka!!!
Ganz liebe Grüße,
Katy
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  #22  
Alt 10.02.2013, 10:50
heidi70 heidi70 ist offline
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Liebe Tina, liebe Katy,
ach schön, wenn wir uns ein wenig austauschen können. Es ist doch irgendwie alles komisch, schön, traurig, aufregend und liebevoll zugleich! Ein richtiges Wechselbad der Gefühle.
Gestern hatte ich einen kleinen Heultag: schon morgens sind mir die Tränen gekommen. Dafür hat dann mittags meine beste Freundin angerufen, und gesagt, dass sie abends vorbeikommt! Das hat total gut getan. Sie hat das Gleiche vor 4 Wochen durchgemahct, und ich habe sie damals auch so gut es ging unterstützt. Jetzt ist sie für mich da, und das ist einfach nur schön. Zwischendurch sind wir immer noch völlig baff, wie es sein kann, dass wir in kurzem Abstand beide schwanger geworden sind - beide über 40, beide schon jahrelang mit dem Thema beschäftigt, und nie ein einziges Mal schwanger gewesen! DAs allein ist einfach toll und schön, auch wenn es jetzt für uns beide noch nicht ein absolut glückliches Ende genommen hat. Was für ein Wunder auf jeden Fall - das schweisst uns noch mehr zusammen, und gibt uns Halt.

Das mit dem ZÄhlen kenne ich auch - irgendwie sind wir ja trotzdem noch schwanger.... Ist auch irgendwie wichtig.
Ich hatte ja auch mit so einer Hebamme telefoniert, die mir nicht wirklich weitergeholfen hat. Meine Freundin hat mir jetzt die Nummer ihrer Hebamme gegeben, die ihr viel Kraft gegeben hat. Dort werde ich mich dann mal melden.
Ich mache dann gleich noch ein neues Thema mit dem Estriol auf - das ist sicher hilfreich.

Katy - danke für deine Tipps! Ich finde es in dieser LAge jetzt auch ganz wichtig, ganz viele Details zu lesen, weil ich doch ein wenig nervös bin, und einfach wissen will, was auf mich zukommen kann. VOn daher war es gestern total gut, dass meine Freundin gekommen ist. Und lieber mehr Details, dann ist man selbst nicht so geschockt, wenn was ungewöhnliches passiert.
Ich habe eigentlich schon länger kaum mehr SS-Anzeichen: meine Brüste sind wieder total normal, keine Übelkeit mehr, der Kaffee schmeckt wieder, ich bin nicht mehr so müde.... Gestern war mir mal kurzfristig ein wenig flau, und schwupss, hatte ich wieder Hoffnung. DAher kann ich das gut verstehen, Tanja, dass du dir dann schon Gedanken machst. Aber nachdem auch alles mit dem HCG zusammen hängt, das ja immer noch hoch ist, ist das vielleicht auch normal.
Ich dachte noch, vielleicht ist es wie bei der normalen Regel, dass kurz vor der Blutung die Temperatur abfällt - aber meine Ärztin meinte, das wäre bei einer FG anders. Habt ihr mal sowas beobachtet, oder kommt der Temperaturabfall erst später?

Danke euch, ihr Lieben, für's mitwarten, und mitlesen. Das hilft ungemein in dieser seltsamen Phase!

Ich drücke euch auch ganz fest, und schicke liebe Grüße
Heidi

Du kannst die Wellen nicht anhalten, aber Du kannst lernen, auf Ihnen zu reiten!
Mit meinem Krümelchen fest im Herzen (*12.02.2013, 10. SSW)
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  #23  
Alt 10.02.2013, 11:07
heidi70 heidi70 ist offline
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Hallo ihr lieben,
mir ist noch was eingefallen, was ich unbedingt noch ergänzen wollte:

Zum einen hat mein Mann gestern was sehr schönes gesagt, als ich unter Tränen schluchzte, dass mir der Abschied so schwer fällt. Er sagte, dass ich es auch anders sehen könnte: dass es nämlich kein Abschied ist. WEil unser Kleines ist ja immer noch da - in unseren Herzen, auf Wolke 7, oder wo auch immer. Es hat nur den kleinen Körper noch nicht so toll gefunden, und wartet jetzt darauf, dass wir ihm eine andere Möglichkeit für das Leben zur Verfügung stellen, damit es bei uns sein kann! Ist das nicht total lieb?

Zum anderen wollte ich noch was zu den Myomen sagen: ich habe nämlich auch schon seit Jahren eines, was sich bislang nicht verändert hatte. Am Dienstag meinte jetzt die Ärztin, dass es zwei wären - auch jeweils außen auf der Gebärmutter. Ich bin jetzt echt mal gespannt, wie sich das weiter entwickelt, wenn ich nach einiger Zeit wieder zur Kontrolle gehe. Und Katy, da bin ich auch gespannt, was sich dann bei dir tut, wenn deine Myome entfernt werden. Ich werde auf jeden Fall später noch einmal genauer nachforschen nach Schilddrüse und allem drum herum.

So, das erst mal soweit.
Liebe Grüße
Heidi

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  #24  
Alt 11.02.2013, 10:04
tinaweih tinaweih ist offline
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Hallo Heidi und Katy,

erst mal danke an dich Katy für deine ausführlichen Schilderungen, wie es bei dir so war. Wie Heidi auch schreibt, jede Information ist gut und so schlimm echt alles auch ist: mich beruhigt es je mehr ich darüber weiß...
Krass mit dem Koagel...ich hätte da auch Panik gehabt. Schließlich rechnet man nicht mit so großen Blutklumpen. Echt krass, was der Körper alles verarbeiten kann!
Geht es dir inzwischen etwas besser bzgl. Müdigkeit, Schlappheit?
Wie ist es eigentlich bei dir beim Arzt, sagt er dir von alleine, dass ihr die HCG-Werte untersuchen sollt? Meine Ärztin macht das grundsätzlich nicht und die laborwerte brauchen auch immer eine ganze Woche bis 10 Tage, bis die Ergebnisse da sind. Ganz normal ist das doch nicht, oder?

Also bei mir ist immer noch alles gleich, habe jetzt auch ganz durchsichtigen Ausfluss...
Am Mittwoch gehen wir ja zur Kinderwunschklinik, da frage ich mal nach. Notfalls gehe ich dann doch mal noch zu einem anderen Frauenarzt...

Es ist echt krass Heidi, dass du und deine Freundin diesselben Sachen zu fast denselbem Zeitpunkt durchmacht. Das stärkt wirklich und man fühlt sich ganz nah. Das tröstet auch!
Ich habe auch eine Freundin, die erst 3 FG hatte und vor einer Woche ein gesundes Mädchen zur Welt gebracht hat.
Das gibt mir zum einen Hoffnung und zum anderen kann ich mit ihr darüber reden. So etwas schweisst einfach zusammen.

Zu dem Temperaturabfall kann ich dir nur sagen, was ich bei meiner letzten Ausschabung beobachtet habe:
Ich hatte ja im November in der 8. Woche Blutungen bekommen, die Temperatur war aber noch oben.
2Tage nach der Ausschabung war ich wieder auf meiner Basaltemperatur.
Also ich glaube, erst wenn alles draußen ist, fällt mit dem HCG und den anderen Hormonen auch die Temperatur...das ist nur meine Vermutung und eigene Beobachtung....bisher habe ich keine Temperatur mehr gemessen, könnte ich aber morgen früh mal machen. Wobei ich schon glaube, dass sie noch oben ist.

Was dein Mann anbelangt: er ist wirklich sehr sensibel und ich finde es toll, dass er sich von alleine solche Gedanken macht und dich damit tröstet. Sag ihm das auch, dass er toll ist!

Mein Freund hat grad voll angst vor dem Gespräch am Mittwoch. Er hat angst davor, dass sie etwas rausfinden, wo man uns nicht helfen kann...oder dass sie gar nichts finden und wir da stehen und nicht weiter wissen...und ich kann ihn kaum trösten. Er weiß, dass es jetzt eigentlich nichts bringt sich darüber Gedanken zu machen, da wir einfach noch gar nichts wissen. Aber die Ungewissheit nagt an ihm...

Also, ich bin gespannt, wie es bei euch allen weitergeht!
Danke wie immer fürs zuhören, das kann ich nicht oft genug sagen....

Liebe Grüße,
Tina
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  #25  
Alt 11.02.2013, 10:39
heidi70 heidi70 ist offline
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Hallo ihr Lieben,
ich hatte mich ja in den letzten Tagen bei verschiedenen Leuten erkundigt, die schon einen natürlichen Abgang hatten. Ausnahmslos alle haben davon berichtet, dass sie deutlich gemerkt haben, als die Fruchtblase / Fruchtanlage abgegangen ist - "wie ein gekochtes Ei / eine Kirsche", die plötzlich "herausfällt". Das klingt so ähnlich wie das, was Katy beschrieben hat mit dem Koagel. Allerdings haben die frauen berichtet, dass das nicht blutig war, sondern eher durchsichtig, transparent. Auf so etwas habe ich mich schon eingestellt!

Bei mir wurden ja auch keine HCG-Werte mehr untersucht. Von daher weiß ich nicht, wie die Lage jetzt ist. Allerdings messe ich jetzt täglich die Temperatur, wenn auch einfach nur aus "wissenschaftlichem" Interesse, und stelle fest, dass sie schon allmählich sinkt. Mal sehen, wie es weitergeht. Das dauert einfach eine ganze Zeit.
Ich werde auf jeden Fall diese Woche noch abwarten, weil meine Frauenärztin sowieso in Urlaub ist, und ich momentan zu keinem anderen Arzt möchte, wenn es nicht sein muß. Danach sehen wir weiter.

Gell, mein Mann ist toll? In solchen Momenten kann ich gar nicht anders als ihn aus vollem Herzen zu lieben!

Liebe Tina, vielleicht tröstet es deinen Freund ein wenig, dass es uns allen irgendwie so geht. Und letztlich gibt es keine Diagnose, die absolut vernichtend ist! Und bei euch ist doch schon klar, dass ihr schwanger werden könnt. Warum also Angst haben? Vielleicht kann er es so sehen, wenn man wirklich was finden sollte, dann ist das eine Chance, noch ein kleines Stellschräubchen mehr zugunsten eures Kindes drehen zu können. Auch bei absolut "hoffnungslosen" Fällen gibt es Hoffnung - weil sich unsere Kinder nicht in ein Diagnose-Korsett zwängen lassen, und so vielschichtig sind. Und ob wirklich das ein oder andere für eine FG verantwortlich ist, weiß keiner - dafür sind es einfach zu viele Faktoren, die zusammenpassen müssen. Wir können nur hoffen, dass sich der/die Kleine einfach durchkämpft!

Also, lasst euch nicht entmutigen! Wir alle werden es schaffen in irgendeiner Art und Weise!

Liebe Grüße
Heidi

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  #26  
Alt 12.02.2013, 18:15
heidi70 heidi70 ist offline
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Hallo ihr Lieben,
ich wollte nur kurz berichten, dass bei mir der natürliche Abgang angefangen hat! Dummerweise ist das heute ein ganz blöder Tag dafür: die ganze Welt ist in Urlaub, mein Mann hat wichtige Termine, meine Ärztin ist nicht da, die Vertretung geht nichts ans Telefon, und auf die Hebammen ist sowieso kein Verlass. Ich muss hier mal meinen Frust loswerden, dass ich einfach so allein gelassen werde!

Jedenfalls habe ich gestern abend eine WEile lang ganz intensiv an mein Krümelchen gedacht, eine Kerze angezündet, und es gedanklich "entlassen". NAchdem ich dann die Kerze ausgemacht hatte, fing es an: ein regelmäßiges Ziehen, ganz deutlich zu spüren, dass sich die Gebärmutter zusammenzieht, aber eigentlich ohne große Schmerzen. Alle halbe Stunde vielleicht. Und nachts auch, aber so auszuhalten, dass ich weitgehend schlafen konnte. Heute nun vekürzen sich die Abstände, und die Blutung wird stärker. Mittlerweile wird es unangenehm, und ich kann meinen Mann nicht erreichen.

Ich weiß, dass ich es schaffen werde, auch ganz allein, wenn es sein muß. Ich hätte nur so gerne, dass jemand in der NÄhe ist, um mich zu unterstützen in meinem Mut!

Deshalb hier ein paar Zeilen! Wünscht mir Kraft für die nächsten Stunden....

Liebe Grüße
Heidi

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Mit meinem Krümelchen fest im Herzen (*12.02.2013, 10. SSW)
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  #27  
Alt 12.02.2013, 19:53
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irishi irishi ist offline
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Liebe Heidi,
Ich denke an dich....
...und freue mich wenn dein Stern dich auch ganz allein wieder verlässt.
Hast du deinen Mann erreicht?
Gibt es jemanden, den du sonst notfallmäßig anrufen kannst, falls dir flau wird?
Alles Liebe,
Iris

Hoffnung ist eben nicht Optimismus, ist nicht die Überzeugung, daß etwas gut ausgeht,
sondern die Gewißheit, daß etwas Sinn hat - ohne Rücksicht darauf, wie es ausgeht.
(Vaclav Havel)

Stern Manon Caroline (*02.11.2010 still nach 29 Wochen) und die kleine Sternschnuppe (08/2012, 9. Woche), die ihr hinterher fliegt
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  #28  
Alt 12.02.2013, 21:23
tinaweih tinaweih ist offline
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Hallo Heidi,

ich weiß gar nicht genau, was ich sagen soll....es ist fast komisch zu sagen:"ich freue mich für dich...", oder? (damit meine ich jetzt nicht dich Iris, aber ich habe dieselben Gedanken wie du)
Aber ehrlich: ja, es ist gut, dass es jetzt bei dir angefangen hat und sich dein Kleines nun von alleine verabschiedet. Ich hoffe, dass es dir den Umständen entsprechend gut geht und dass du deine Freundin vielleicht auch anrufen kannst?
Weiß dein Mann jetzt bescheid? Es macht mir Sorgen, dass du alleine bist und ich hoffe so sehr, dass du jetzt doch jemanden bei dir hast!

Ich bin ganz fest bei dir, schicke dir Kraft und meine ganzen Gedanken.
Und falls es dir mental schlecht geht, schreib einfach. Ich schau jetzt öfters mal rein und versuche dich so zu unterstützen...

Sei lieb gedrückt,
Tina
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  #29  
Alt 13.02.2013, 09:26
tinaweih tinaweih ist offline
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Hallo Heidi,

wie geht es dir jetzt?
Habe fest an dich gedacht und tu es immer noch....

Liebe Grüße,
Tina
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  #30  
Alt 13.02.2013, 12:06
heidi70 heidi70 ist offline
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Standard Es ist geschafft!

Hallo ihr lieben,
ganz lieben Dank für's in Gedanken dabei sein! Irgendwie habe ich eine große Kraft in mir gespürt, und wußte, dass ich es schaffe - mit all diesen lieben Gedanken im Hintergrund.

Wir haben eine abenteuerliche Nacht hinter uns, aber es ist alles gut gegangen. Bis gestern abend hatte ich den ganzen Tag über regelmäßige "Wehen" - also immer Pausen dazwischen, so dass es trotz ordentlichem Ziehen auszuhalten war. Das ist schon irgendwie anders als bei der monatlichen Regel, wo ich zwar nicht starke, aber doch fast kontinuierliche Schmerzen habe.
TAgsüber habe ich das gut ausgehalten, und mich auch recht gut gefühlt - es ist viel "MAterial" abgegangen, wobei ich nicht sagen konnte, ob ich davon etwas habe identifizieren können. Mich hat nur geärgert, dass in unserer Region anscheinend kein Mensch (sprich Arzt oder Hebamme) wirklich erreichbar war. Und ein Notfall war es ja noch nicht, deshalb wollte ich nicht dort irgendwo anrufen. Mein Mann hat sich dann kurz darauf gemeldet (er war in einem Meeting gewesen), und ist dann heimgekommen. Das war für mich schon sehr tröstlich, dass er da war. Vor allem, weil es ja gestern den ganzen TAg, die ganze NAcht und jetzt immer noch geschneit hat.

Spät abends war eigentlich soweit alles okay, und ich bin ins Bett, um eine knappe Stunde zu schlafen. DAnn bin ich von starken Schmerzen aufgewacht - wow, das war heftig. Keine regelmäßige Kontraktion mehr, sondern einfach nur DAuer-Kontraktion. Ich konnte weder liegen, stehen, sitzen - habe mich einfach nur gekrümmt und gestöhnt - konnte nicht anders. Und meinen Mann geweckt, der dann doch die Notfall-Nummer angerufen hat. Dort hat man uns gesagt, dass wir doch in die Klinik fahren sollen. Also haben wir uns nachts um 2 Uhr auf den Weg gemacht, schlitternd und rutschend mitten durchs Schneegestöber! In der Klinik dann war auch kein Gynäkologe weit und breit, nur ein Chirurg, der zumindest geschaut hat, ob alles andere soweit in Ordnung ist und Blut gecheckt hat. Schon während der Untersuchung hat dann der Dauerkrampf nachgelassen, und bis wir die Blutwerte hatten, ging es mir wieder recht gut. Um halb 5 Uhr waren wir dann wieder zuhause, und seitdem ist soweit alles okay!

Ich habe mir nach den verschiedenen Erfahrungsberichten schon gedacht, dass mal so eine Situation kommt. Und hätte wirklich gerne eine Hebamme oder einen Gynäkologen an meiner Seite gehabt, den ich hätte anrufen können und der mir sagt, dass das wohl der HÖhepunkt der "kleinen Geburt" war, und ganz normal. Blöderweise hat auch die KLinik den diensthabenden Gynäkologen, der Notdienst hatte, nicht erreicht, konnte da also auch nicht weiter helfen. Und den sollte ich eigentlich heute in der Praxis aufsuchen, aber die Telefonnummer funktioniert nicht! Was denkt der sich eigentlich? Der kann nur von Glück sagen, dass soweit alles gut gelaufen ist bei mir!

Also, ihr Lieben, ich habe meine erste (kleine) Geburt hinter mir, habe es geschafft, und bin furchtbar stolz auf mich und auf uns! DAss ich zwar vorher, aber dann währenddessen keine Panik geschoben habe, und auch, dass mein Mann ganz ruhig und geordnet gehandelt hat. Zumindest wissen wir jetzt, dass diese Klinik vielleicht nicht die richtige ist, weil im Zweifelsfall einfach niemand aus der Gynäkologie da ist!

Jetzt hoffe ich, dass auch alles soweit weiter gut läuft, und ich keinen weiteren Eingriff brauche. Offenbar waren auch die homöopathischen Mittel ganz gut soweit.

DAnke für's Mitfiebern und an mich denken. Es hat mir gut getan, zumindest hier kurz meinen Frust schreiben zu dürfen. Und für den Notfall hätte ich auch Leute in der Nähe gehabt, die ich aber zu dem Zeitpunkt nicht anrufen wollte - so schlimm war es da noch nicht.

Dir, Tina, drücke ich jetzt auch die Daumen, dass es von alleine losgeht. Und ich bin auch sehr froh, dass es bei mir nicht so lange gedauert hat, und ich aber trotzdem in dieser Woche noch genügend Zeit hatte, mich zu verabschieden.

Liebe Grüße und fühlt euch alle gedrückt von mir!
Heidi

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ausschabung, schwangerschaftssymptome

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