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  #1  
Alt 29.01.2013, 12:43
tinaweih tinaweih ist offline
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Standard wann kommt der natürliche Abgang?

Hallo zusammen,

seit ein paar Tagen beobachte ich diese Seite.
Ich möchte mich zuerst vorstellen, bzw. meinen Weg:
Im Dezember 2011 hatte ich zum ersten mal eine Fehlgeburt von Zwillingen in der 15. SSW.
Danach haben wir erst einmal gewartet und bis es endlich wieder geklappt hat, verging eine Weile.
Ende November 2012 hatte ich dann doch wieder die 2. Fehlgeburt, dieses mal in der 8.SSW. Diese Fehlgeburt habe ich ganz gut verkraftet, weil ich eh die ganze Zeit Angst hatte es zu verlieren, war es fast schon eine Erleichterung, als es dann auch wirklich passiert ist. Die angst war weg und in beiden Fällen verlief die Ausschabung auch gut.
Wie es dann so sein sollte, wurde ich sofort wieder schwanger, ohne Zyklus dazwischen. Das sollte man normalerweise nicht, aber wenn der Körper für eine Schwangerschaft bereit ist, dann wird man auch schwanger. So ist meine Devise und ich finde sie auch nicht falsch. Zuerst verlief auch alles gut. Ich hatte zwar leichte Blutungen mitte Januar, aber bin sofort zum Arzt: der Herzchen hat schon geschlagen, also alles gut für mich. Ich war dieses mal optimistisch, weil ich nicht wieder mit so einer Angst wie beim letzten mal rangehen wollte. Das dritte mal sollte es also klappen, nach meinem Gefühl.
Ich wurde auch krank geschrieben, dass sich das kleine gut entwickeln kann und ich dem Stress im Geschäft aus dem Weg gehen kann.
Eine Woche später, 22.1.2013 dann: auf dem US hat man kein Herzchen mehr gesehen :-( Wieder eine Fehlgeburt in der 8. SSW.
Das hat mich jetzt wieder sehr getroffen. Aber dieses mal will ich keine Ausschabung, sondern möchte es auf natürlichem Wege versuchen. Ich spüre, dass ich das dieses mal brauche.
Das Problem, was mich sehr beschäftigt: ich habe alle Schwangerschaftsanzeichen, wie vor der Diagnose: ich habe große, schmerzende Brüste, mir ist morgen total schlecht (heute musste ich sogar würgen, was noch nie der Fall war) und ich bin so unendlich müde.
Ich frage mich jetzt natürlich: was ist mit meinem Körper los? Ist das normal, dass der Körper erst mal ne Zeitlang so tut, als sei alles so wie vorher?
Manchmal zweifle ich auch an dem Resultat der Ärztin: hat sie es richtig diagnostiziert? Wobei ich nicht davon ausgehe, dass sie etwas falsches sagt, da sie ja weiß, dass es die 3. Fehlgeburt ist.
Wie war das bei euch? Hattet ihr auch noch die ganzen Schwangerschaftsanzeichen?

Ich habe bei einigen von euch gelesen, dass es eine Woche oder auch viel länger dauern kann, bis es losgeht.
Wart ihr so lange krank geschrieben? Wie habt ihr das gemacht?

Ich danke euch jetzt schon sehr für eure Antworten...
Liebe Grüße,

Tina
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  #2  
Alt 29.01.2013, 17:20
Katja* Katja* ist offline
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Liebe Tina,

herzlich Willkommen hier im Forum und es tut mir sehr leid, dass Du jetzt wieder ein Kind verlieren wirst. Einige Frauen hier haben das erlebt und ich wünsche Dir, dass Du hier Trost und Unterstützung findest.

Ich hatte 2 Fehlgeburten und habe beide male auf den natürlichen Abgang gewartet. Aber, wie Du schon gelesen hast, es ist bei jeder Frau total anders, es kann ein paar Tage dauern, ein paar Wochen und es kann dann trotz Warten doch nicht von alleine gehen. Man hat es nicht in der Hand.
Die Schwangerschaftszeichen hatte ich bei der einen Schwangerschaft sehr sehr stark, bis zur 11. Woche, obwohl sich kein Embryo entwickelt hatte. Das ist wohl abhängig vom HCG-Wert, sagte mir meine Hebamme. Solange der hoch ist, zeigt der Körper Schwangerschaftszeichen. Mit sinkendem Wert, gehen diese zurück.

Beim ersten mal Warten fing ich irgendwann wieder an zu Arbeiten und gleich am 2. Tag Arbeiten ging es dann los, ich musste ganz schnell nachhause, weil es sehr plötzlich begann. Beim 2. mal ließ ich mich krankschreiben. Ich würde Dir raten, wenn Du das kannst, lass Dich krankschreiben. Das Warten kann manchmal ganz schön anstrengend werden, man steht so komplett in der Luft, man kann sich nicht vorbereiten. Und doch kann man die Zeit auch nutzen, um langsam Abschied zu nehmen, um seinen Gefühlen Raum zu geben. Ich war froh, dann krankgeschrieben zu sein.

Ich hatte übrigens eine Hebamme, die mich die ganze Zeit durch begleitete.
Es ist wichtig, den HCG-Wert und die Entzündungszeichen zu überwachen und sie hat mir einfach gut getan für Gespräche.

Wenn Du noch Fragen hast, kannst du das gerne tun.

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft für den bevorstehenden Abschied und hoffe, Du findest Trost bei Deinen Lieben um Dich herum.

Alles Liebe von Katja
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  #3  
Alt 30.01.2013, 09:40
Benutzerbild von Sandra_Hexe
Sandra_Hexe Sandra_Hexe ist offline
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Liebe Tina,

es tut mir sehr, sehr leid, dass Dein Baby nicht mehr lebt.... Ich kann mir sehr gut vorstellen, wie es Dir geht und möchte Dir ganz viele liebe kraftspendende Gedanken schicken....

Ich weiß nicht, ob ich Dir weiterhelfen kann; aber ich versuch es mal.

Also, ich war auch schwanger im letzten Jahr und bekam in der 12. SSW Blutungen. Im Nachhinein stellte sich auch heraus, dass das Baby etwa seit der 8. oder 9. Woche nicht mehr gelebt hat. Also hat es ja auch bei mir recht lange gedauert, bis mein Körper es bemerkt hat.
Ich muss dazu sagen, dass ich allerdings keinen US hatte und eben deshalb erst durch die Blutungen bemerkt habe, dass etwas nicht stimmt.
Nun war es bei mir aber mit diesen Anzeichen anders. Mir war nie so gaaaaaaanz doll schlecht wie in meinen anderen Schwangerschaften und es wurde auch sehr früh dann schon immer weniger, was mich auch gewundert hat.
Ich könnte mir vorstellen, dass Dein Körper noch nicht ganz "hinterherkommt", dass es also noch eine Weile dauert, bis Du Blutungen bekommst.
Ich bin nicht berufstätig, von daher brauchte ich mir wenigstens die Gedanken, ob Krankschreibung oder nicht, nicht machen. Wie fühlst Du Dich denn psychisch? Bist Du in der Lage, zur Arbeit zu gehen? Wenn nicht, beantwortet das ja schon Deine Frage. Aber ehrlich gesagt kann ich mir so grundsätzlich auch nicht so gut vorstellen, arbeiten gehen zu können in dieser traurigen Situation....
Also, ich denk, Du wirst bestimmt nicht von ganz starken Blutungen plötzlich überfallen; bei mir fing das bei beiden Malen, wo ich Blutungen bekam, weil mein Kind schon gestorben war, langsam an. Allerdings werden die Blutungen dann schon ziemlich stark mit der Zeit. Es wäre gut, wenn Du jemanden bei Dir hättest, denn auch der Kreislauf kann instabil werden. Ich hab mein letztes Sternchen zu Hause ganz friedlich gehen lassen dürfen; mein Mann war auch da und hätte mir im Notfall immer helfen können und ich war telefonisch mit meiner Hebamme in Kontakt. Sie wäre auch während der kleinen Geburt zu mir gekommen, aber das wollte und brauchte ich gar nicht. Ich hab das Baby und Plazentateile usw. aufgefangen, damit meine Hebamme sich dann alles anschauen und auch einschätzen konnte, ob "alles" herauskam....

Liebe Tina, auch wenn ich nicht an Deiner STelle bin, würde ich mich wohl krankschreiben lassen für die Zeit und auch noch eine WEile nach der kleinen GEburt. Der Körper ist ja das Eine, aber auch Deine Seele braucht Zeit....

Ich wünsche Dir, dass Du DEin Baby in Ruhe und Frieden verabschieden darfst.... Wenn Du Fragen an mich hast, dann schreib mir gern, auch gern per Mail, ja? sandmuell@gmx.de


Ganz viel Kraft und liebe Menschen um Dich herum wünsch ich Dir. Ich denk an Dich....

Leise Grüße

Sandra
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  #4  
Alt 30.01.2013, 11:40
tinaweih tinaweih ist offline
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Liebe Katja und liebe Sandra,

vielen Dank für eure Antworten.
Das hilft mir schon sehr!
Ich habe zwar einen sehr lieben Freund, aber Männer können sich leider nicht ganz in die Situation einer Frau hineinversetzen. Aber er hat viel Geduld und versucht mich zu verstehen, da habe ich großes Glück.
Und ich habe zwar eine große und liebe Familie, aber keine von denen hat bisher auch nur eine Fehlgeburt gehabt. So verstehen sie nicht, warum ich mich so verkrieche...
Ich bin jetzt schon seit 2 Wochen krank geschrieben. Die erste Woche, als das Kleine noch lebte um mich zu schonen und die zweite Woche, weil ich Zeit für mich brauche. Bis Freitag bin ich noch krank geschrieben.
Mein Chef weiß bescheid und ist auch super-nett, aber ich habe ein schlechtes Gewissen, mich jetzt noch länger krank schreiben zu lassen. Vielleicht rufe ich ihn an und schildere ihm, was in den nächsten Wochen passieren könnte. Ich habe mir auch schon überlegt, ob ich ihn fragen soll, ob ich nur 80% oder so arbeiten darf, bis es vorbei ist.
Psychisch...ich kann gar nicht richtig beschreiben wie es mir geht. Anfangs habe ich mich nur innerlich kalt gefühlt. Ich hatte so gehofft, dass es beim dritten mal klappt und habe so fest an meinen kleinen Engel geglaubt.
Da ich nicht viele kenne, mit denen ich darüber reden kann, ist es halt nicht einfach. Ich sitze den ganzen Tag zu Hause rum und schaue im Internet, was ich an Informationen rausholen kann für mich. Und ich muss sagen: seit ich auf diese Seite gestoßen bin,fühle ich mich, als sei ich angekommen. Hier sehe ich mich in vielfacher Weise wieder.
Seit gestern (ich weiß auch nicht, was genau passiert ist) begreife ich, dass ich meine Fehlgeburten nicht nur als "nicht funktionierende Schwangerschaften" ansehen darf, sondern, dass es wirklich meine kleinen Kinder waren. Bisher habe ich mich kaum getraut, das zu denken, weil meine Umwelt auch das Verständnis nicht dafür hatte. Man hört halt die üblichen Kommentare, die ihr auch kennt: bist ja noch jung, hast das Glück überhaupt schwanger zu werden, es hat ja noch nicht gelebt...
Und das tut weh und man weiß selber nicht, wie man trauern soll um etwas, das es ja doch noch gar nicht gab.
Aber ich habe gestern beschlossen meinen kleinen auch kleine Namen zu geben. Seit dem fühle ich mich befreiter und kann auch endlich weinen.
Vorher war ich gefangen, wie in einer anderen Welt und ich glaube es geht langsam bergauf.
Was das körperliche anbelangt, ist es natürlich schon komisch, dass man nicht weiß, wann es losgeht. Aber ich fühle mich wohl mit dem Gedanken, dass mein kleiner Engel noch bei mir bleiben mag und das darf er auch, so lange er möchte. Und ich begreife erst jetzt, wie schlimm eigentlich die Ausschabungen waren. Vor allem die erste mit den Zwillingen. Es ging alles so schnell, zwischen Diagnose und OP vergingen nur 3h und ich war wie im Schock. Danach habe ich mich nur gefühlt, als sei mir was genommen worden, aus mir herausgerissen...
Aber wie bringe ich so etwas meiner Umwelt bei? Die zeigen mir doch den Vogel, wenn ich so daherrede...?

Dann habe ich noch das Problem, dass ich mich fast nicht traue eine Hebamme deswegen zu kontaktieren. Ich hatte bisher noch keine Hebamme und weiß auch gar nicht, wie ich eine finden kann. Rufe ich da bei meinem Frauenarzt an? Bezahlt das ganz sicher die Kasse?
Ich finde es auch komisch, dass meine Frauenärztin überhaupt nichts davon gesagt hat. Sie hat nur gemeint, dass sie es ok findet, wenn ich es über den natürlichen Weg verabschieden möchte und dass sie mich bis in 3-4 Wochen wieder untersuchen möchte. Dann hat sie mich entlassen und das war alles...

Jetzt habe ich einen Roman geschrieben, tut mir leid. Aber es tut so gut, alles von der Seele zu schreiben und zu wissen, dass man mich versteht...

Ich umarme euch zurück und danke für die Kraft...

Liebe Grüße,
Tina
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  #5  
Alt 30.01.2013, 18:19
Katja* Katja* ist offline
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Liebe Tina,

Deine Worte berühren mich sehr und erinnern mich an mein Erlebtes.
So schmerzhaft es ist, so heilig ist es auch, dieses Kind in einem und für uns Mütter sind es Kinder vom ersten Augenblick an, nein, sogar schon vorher sind sie spürbar und da.
In dieser Zeit ist frau sehr verletzlich und führwahr muss man selektieren, wem man davon erzählt, den gedankenlose Sprüche, auch wenn sie nicht böse gemeint sind, können sehr weh tun. Viele können sich wirklich nicht einfühlen und andere dann doch. Meinen Freunden konnte ich es erzählen und alle haben es verstanden. Auf der Arbeit bin ich bei den engsten Kollegen offen damit umgegangen und hatte auch deren Unterstützung. Das hat mir sehr geholfen, denn so hatte ich den Rücken frei und konnte mich ganz auf mich und unseren Abschied voneinander besinnen.

Wir haben unseren beiden Kindern auch Namen gegeben und wir haben das Gewebe, dass herauskam an einem schönen Platz begraben. So haben wir einen Ort, wo wir hingehen können. Das hilft unserer Trauer.

Die meisten Hebammen haben Erfahrung in der Begleitung von Fehlgeburten. Es kommt leider häufiger vor, als man denken möchte.
Du kannst einfach direkt eine anrufen, ohne Frauenarzt. Schildere ihr Deine Situation und anhand der Reaktion merkst Du, ob sie eine gute Begleiterin für Dich sein kann. Es ist wichtig den HCG-Wert und die Entzündungswerte zu überwachen und sie sollte Deinem gewählten Weg unterstützend begegnen.

Mir wurde empfohlen, ca. 1 Woche nach der Fehlgeburt einen Ultraschall beim Frauenarzt zu machen, um zu schauen, ob sich alles gelöst hat.
Er kontrolliert dann auch in regelmässigen Abständen, ob der HCG-Wert ganz runter geht.

Du Liebe, lass Dich in die Arme nehmen, ich fühle sehr mit Dir.
Katja
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  #6  
Alt 30.01.2013, 18:21
Katja* Katja* ist offline
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ah, noch vergessen:
Die Hebamme in Anspruch zu nehmen hat nichts gekostet, hat voll die Kasse gezahlt. War ganz selbstverständlich. Musste ich nicht mit der Kasse klären. Die Hebamme braucht nur Deine Unterschrift für jeden Besuch.
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  #7  
Alt 31.01.2013, 12:42
tinaweih tinaweih ist offline
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Liebe Katja,

deine Worte tun mir unglaublich gut und ich sehe schon sehr viel positiver in die Zukunft oder überhaupt in den Tag als noch vor ein paar Tagen, als ich "Frauenworte" noch nicht kannte.

Mein Freund sagte gestern auch, dass er sehr froh ist, dass ich hier so gut gelandet bin. Er freut sich, dass ich wieder lachen kann und vor allem meinen Weg gefunden habe, wie ich mit den Schwangerschaften umgehe.
Ich hoffe, dass mir das auch in Zukunft für die Folgeschwangerschaft hilft.
Jetzt kommen erst mal Gespräche und Untersuchungen in einer Klinik und wir sehen weiter, ob da überhaupt etwas rauskommt. Aber ich weiß, dass es hier in den Foren auch viel Themen darüber gibt.
Ich muss trotzdem noch etwas warten, das Geschehene verarbeiten.

Ich danke dir, fürs Zuhören und deinen Zuspruch, dein Verständnis!
Ich wünsche auch dir alles gute für die Zukunft und vielleicht "sehen" wir uns ja noch öfters hier

Liebe Grüße und liebe Umarmungen,
Tina
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  #8  
Alt 03.02.2013, 01:42
Sonnenkind73 Sonnenkind73 ist offline
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Liebe Tina,
ich durchlebe gerade auch eine natürlich Fehlgeburt und kann dir von daher noch den Hinweis geben, dass der natürlich Abgang oft eintritt, wenn man laut forgeführtem Zykluskalender auch wieder seine Periode bekommen hätte.

So ist es jetzt interessanterweise bei mir auch gekommen. Mein Embryo war zu dieser Zeit geschätzt aber auch schon zwei Wochen nicht mehr lebendig, d.h. mein Körper hatte demnach auch schon zwei Wochen Zeit zu merken, dass die SS nicht mehr intakt ist, um dann im normalen Zyklusrhythmus mit der Abgangsblutung zu beginnen.

Ich habe mir übrigens auch die Unterstützung einer Hebamme geholt, denn meine Gyn fand meinen Plan auf einen natürlichen Abgang zu warten, nicht besonders toll und hätte mich am liebsten zur AS geschickt. Ich hatte aber im letzten Sommer schon eine AS und wollte mir jetzt einfach die Zeit nehmen, auf einen natürlichen Abgang zu warten.

Letztendlich ist es ja jetzt recht schnell losgegangen, aber auch in meinem Bekanntenkreis wurde mit der Frage reagiert, ob ich es denn jetzt nicht komisch fände, zu wissen, dass der Embryo tot ist, aber dennoch in meinem Körper sei. Aber nein, ich fand das nicht seltsam, sondern natürlich. Meine SS hat sich natürlich entwickelt, nun sollte sie auch natürlich zu Ende gehen.

Meine Hebamme hat mir übrigens Hirtentäscheltee empfohlen, der regt die Gebärmutterkontraktion an und das hat bei mir als Starthilfe auch sehr gut geholfen! Nun bin ich gespannt darauf, wie lange die Blutung noch dauert und was da noch so alles aus meinem Körper rauskommt.

Ich wünsche dir auf jeden Fall weiterhin ganz viel Kraft und Geduld, den natürlichen Weg weiterzugehen. Ich bin fest davon überzeugt, dass es deinem Körper gut tun wird, so traurig auch der Anlaß ist. Und ich empfinde es bei mir auch gerade so, dass die psychische Verarbeitung eine ganz andere ist, als bei der AS. Es ist eben ein ganzheitlicherer Prozess und ich bin irgendwie grad auch dankbar dafür, dass mein Körper mir zeigt, dass er das alleine regeln kann und ich bin stolz auf meine kleine Gebärmutter, dass sie das alles leistet!

Falls du noch Fragen hast, melde dich gerne bei mir: katkaso@yahoo.de

Ganz liebe Grüße,
Katy
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  #9  
Alt 04.02.2013, 21:29
tinaweih tinaweih ist offline
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Liebe Katy,

der Anlass ist vielleicht nicht der schönste, dass wir uns kennen lernen, aber mich beruhigt der Gedanke, dass ich momentan nicht alleine bin, die so etwas durchmacht. Danke, dass du mir geschrieben hast.
Ich hoffe, dass bei dir alles gut ging, du nicht alleine warst und du dein Kleines verabschieden konntest...
Ich wünsche dir auch, dass dein Körper das alles gut verkraftet und du es auch gut verarbeiten kannst!

Bei mir hat sich bisher immer noch nichts getan. Jetzt ist es auch zwei Wochen her, dass ich weiß, dass es nicht mehr lebt.
Die Hebamme, die ich angefragt habe, ist erst seit heute wieder aus dem Urlaub, hat sich aber noch nicht bei mir gemeldet. Ich werde sie morgen mal anrufen.
Meine Gebärmutter macht sich nämlich bemerkbar und ich kann das nicht richtig deuten. Ich blute eigentlich gar nicht, trotzdem tut es weh. Natürlich habe ich auch angst, dass meine Entzündungswerte hoch sind und deswegen möchte ich es auf jeden Fall beobachten lassen.

Das mit dem Tee habe ich schon öfters gehört bzw. gelesen. Das sollte ich vielleicht wirklich mal nehmen...
Dass es oft zum Zeitpunkt der Menstruation eintreten soll, habe ich noch nie gehört. Ist aber in der Tat interessant, wenn das bei dir auch so war.
Bei mir wäre das vor ein paar Tagen gewesen...nicht, dass ich jetzt nochmal 4 Wochen warten muss

Falls sich in den nächsten Tagen nichts tut, werde ich mich gerne nochmal bei dir melden!

Liebe Grüße zurück,
Tina
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  #10  
Alt 05.02.2013, 10:43
Katja* Katja* ist offline
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Liebe Katy,

zunächst mal tut es mir leid, dass Du das gerade auch erleben musst.
Mir ging es ähnlich wie Dir. So traurig dieses Erlebnis ist, mir hat es auch ganz viel geschenkt. Ich habe so viel Vertrauen in meinen Körper gespürt, wie nie zuvor. So viel Intelligenz, so viel Natur und Klarheit. Der Körper weiß genau, was zu tun ist. Es hat mich sehr verbunden mit meiner Gebärmutter und meinem ganzen Körper.

Liebe Tina,

mir fiel noch ein, ich habe auch Hirtentäschelkraut genommen, in Tinktur-Form. Das hatte mir die Hebamme empfohlen. Das fördert Gebärmutterkrämpfe.

Ich denk an Dich, alles Liebe
Katja
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ausschabung, schwangerschaftssymptome

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