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  #11  
Alt 01.03.2014, 22:24
Kyra69 Kyra69 ist offline
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Liebe Mainon,

ich drück Dir fest die Daumen, dass Du beim nächsten Mal auch schwanger bleibst und neun Monate später Dein kleines Wunder im Arm halten darfst.

Trotzdem solltes Du Dich auch Zeit für Dich und Deine Gefühle für dieses kleine Sternchen, dass Dich nur so schwer wieder verlassen will, nehmen, damit es Dich nicht irgendwann wieder einholt. Manchmal glauben wir, Ablenkung hilft uns, aber Verdrängen ist nicht immer ein guter Weg.

Magst Du erzählen, was Dein "Großer" für Narben hat?!

Will wirklich nicht neugierig rüber kommen, aber Narben bei so einem kleinen Zwerg, die regelmäßig versorgt werden müssen... was ist passiert?

Ganz liebe Grüße und alles Gute für Dich

Kyra mit Felix (Ostern 2006) im Leben, Sternenkind (11.SSW,12/2008) für immer im Herzen und Mirja seit dem 02.10.2010 überglücklich im Arm
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  #12  
Alt 01.03.2014, 22:35
mainon mainon ist offline
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Hi Kyra

Mein grosser Kleiner (2 Jahre) hat gedacht das er sich seinen Suppen Teller dann doch lieber selber mal von der Küchenablage holt. Mein Mann und ich standen daneben, aber das ging sooo schnell, unglaublich. Er hat sich die Suppe leider übers Gesicht, Hals und Arm geschüttet. Zum Glück stand sie schon 6 minuten draussen, zum glück wars ne breiige Kürbissuppe und zum glück hab ich intuitiv richtig reagiert (Kleider weggerissen und unter die Dusche gestellt. Er hatt nur Verbrennungen 2. Grades, alles ist schon gut geschlossen. Aber mann muss halt alles eincremen und einmassieren mehrmals täglich, die Brandwunde unterm Auge und am Ohr Hals vor der Sonne schützen das braucht halt viel Gednult und auch Zeit. Es schaut aber alles schon ganz gut aus, hoffe es bleibt nicht zu viel zurück.

Vorwürfe habe ich mir schon genug gemacht, ändern tut das ja auch nichts. Aber wenn ich dran denke wird mit immer noch schlecht und ich wünschte mir inbrünstig das mir der Geschmack der Suppe egal gewesen wäre denn dann hätte ich gesehen das er von hinten kam und hoch Griff...

Alles sch.. no.
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  #13  
Alt 02.03.2014, 09:28
Kyra69 Kyra69 ist offline
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Liebe Mainon,

das ist ja schrecklich, aber wie du schon schreibst. Selbstvorwürfe machen es nicht besser und es ist der Klassiker. wir alle wissen, wie gefährlich heiße Flüssigkeiten sind und es passiert doch immer wieder. das zeigt so deutlich, dass wir unsere Kinder nicht vor allem beschützen können.

Ich drück Dir, aber vor allem auch Deinem Kleinen Großen alle Daumen, dass die Narben gut verheilen und er ein wunderschöner junger Mann wird.

Ganz liebe Grüße und viel Kraft, um auch diese Kapitel verarbeiten zu können ohne daran selbst kaputt zu gehen.

Kyra mit Felix (Ostern 2006) im Leben, Sternenkind (11.SSW,12/2008) für immer im Herzen und Mirja seit dem 02.10.2010 überglücklich im Arm
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  #14  
Alt 28.04.2014, 21:43
Tina_ Tina_ ist offline
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Registriert seit: 28.04.2014
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Standard Leer und traurig

Am 07. April war es für mich als ob die ganze Welt mich umarmt...ich konnte nur noch lachen. Das Testergebnis war positiv. Ich war schwanger 3+. Mein Gott dass war wohl der wirklich glücklichste Moment in meinem Leben. Am 11. April konnte ich das erste Bild meines Babys in den Händen halten...
Wenigstens durfte ich dieses Gefühl mit mir tragen bis am schwarzen Freitag 25. April. Mein zweiter Frauenarztbesuch und diesmal gab es kein Bild. In einem völlig nüchternen Ton wurde mir gesagt, dass sich mein Baby zurück gebildet hat. Weg. Einfach weg. Wo war mein Mädchen? Ich konnte nichts mehr sagen. Die Ärztin faselte noch was von Ausschabung und Termin Krankenhaus aber das war es schon. Dann standen mein Freund und ich draußen. Ein Albtraum. Ein furchtbar schrecklicher Albtraum. Wie soll ich jetzt ohne mein Mädchen weiterleben? Wie soll ich diesen Schmerz jemals aushalten können?
Nur durch Zufall kam mein Freund zu diesem Termin mit. Ich möchte mir nicht ausmalen was ich getan hätte, wenn er nicht dabei gewesen wäre. Die Ärztin war kalt wie ein Kühlschrank. Woher soll man in so einem Moment denn überhaupt noch einen Lebenswillen spüren? Was sollte in diesem Moment noch Sinn machen?
Wir sind dann erstmal durch die Gegend gefahren und haben miteinander geredet. Dann stand fest, dass wir den Eingriff so schnell wie möglich machen müssen. Sonst könnte es durch starke Blutungen zu Komplikationen kommen. Im Krankenhaus Singen haben wir eine sehr nette und verständnisvolle junge Ärztin gefunden. Sie hat alles noch einmal genau untersucht und erklärt und immer wieder beteuert, dass wir nichts dafür können. Aber die Frage bleibt. Warum? Warum? Warum? Warum? Sie hat uns den Rat gegeben es nach zwei Monatsblutungen wieder zu versuchen. Die Angst bleibt ...aber auch der Wunsch. Die OP ging ohne Schwierigkeiten rum und jetzt sitze ich hier und fühle mich so furchtbar leer und schrecklich traurig...
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  #15  
Alt 28.04.2014, 22:29
mainon mainon ist offline
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Hallo Liebes, es tut mir aus ganzem Herzen Leid was du und dein Mann erlebt haben, ich kann es dir sehr gut nachempfinde. Auch wenn jeder anderst empfindet. Ich bin ja nun schon iweder einige Schritte weiter, mitleirweile habe ich mein komplettes Gedankenbild umgestellt, den ich fühle mich nicht gut wenn ich daran denke (Wie wäre es wenn, was wäre wenn, hätte ich doch usw.) Ich habe das Buch Sara und die Eule gelesen, eigentlich mehr weil mich das Thema sowie so fasziniert und weil ich einen Weg finden wollte mein Kind positiv ins Leben zu begleiten und nicht mit Verboten und Ermahnungen. Also bin ich nun dankbar das mein Körper so inteligent ist selber entscheidungen zu teffen, dankbar das ich schwanger werden kann, dankbar das ich bei dieser Erfahrung nicht alleine war, dankbar zu wissen das mein Mann zu mir steht. Dankbar das ich bereits ein gesundes Kind habe, dankbar für die Erfahrung das das Leben etwas wunderbar kostbares ist. Mit diesen Gedanken geht es mir gut, also denke ich daran. Das ist aber gar nicht immer so leicht, besonders wenn plötzlich eine Kolegin mit Zwillingen genau zum errechneten ET von meinem Sternchen das dritte Kind bekommt. Aber dann denke ich, ich bin dankbar das eine kleine Seele bei Ihr ein wunderbares Zuhause findet.

Das ist für dich alles noch etwas früh, wahrscheinlich, aber vielleicht gibt es dir Hoffnung, das es besser wird. Und sei stolz auf deinen Körper das er diese kluge entscheidung treffen konnte, das er weiss was lebesfähig ist und was nicht, das hört sich krass an, aber ich bin es auf meinen Körper, nur so kann ich damit umgehen.

Alles Liebe und Gute, viel Liebe und Geborgenheit.
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Stichworte
ausschabung, fehlgeburt, trauma

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