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  #21  
Alt 25.08.2015, 16:22
Nelly81 Nelly81 ist offline
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Dankeschön! Das ist lieb...
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  #22  
Alt 25.08.2015, 23:22
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Anne111 Anne111 ist offline
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Liebe, traurige, tapfere Nelly!

Ich habe gerade die Beiträge der letzten beiden Tage gelesen. Und ich fühle mit Dir! Du tust mir leid. Und es ist gemein und traurig und frustrierend und schlimm! Und ich bewundere Dich für Deine Tapferkeit.

Ich selbst kann mich ehrlich gesagt nicht mehr für alle Schwangeren freuen. Für die Wegbegleiterinnen hier aus dem Forum natürlich ausnahmslos. Aber in meinem Umfeld begente mir so viel (unbeabsichtigte) Unsensibilität - wenn z.B. meine 5 Jahre jüngere Kollegin verkündet, dass sie erneut schwanger ist mit den Worten "in unserem Alter hatten wir garnicht mehr damit gerechnet" - oder auf einer Party neulich mit gleich zwei Schwangeren, die ihre Bäuche streichelten und beide genau über meine Situation Bescheid wissen - und keine schafft es, ein aufmunterndes Wort an mich zu richten... Ich frage immer "wie geht es mit der Schwangerschaft - alles gut?" usw. Aus Höflichkeit und Interesse - auch wenn ich es eigentlich garnicht wissen will und es mich schmerzt. Doch KEINER fragt aus Höflichkeit und Interesse "wie geht es Dir - wie läuft es mit Deinem Kinderwunschweg?". Langsam wird es mir wichtiger, meine Seele und mein Herz zu schützen, als höflich und interessiert zu sein...

Aber zurück zu Dir: Dein Bild vom Lift auf den Berggipfel ist so zutreffend. Danke dafür. Das hilft mir. Immerhin sind wir nicht allein auf dem stürmischen, verregneten Bergpfad. Wir haben uns hier - wir können uns die Hand reichen und über den Bergsturz hinweg helfen. Wir können unsere Pausenbrote teilen und uns gegenseitig stützen, wenn die Füße und das Herz müde werden. Das ist schön und tröstlich. Danke dafür - Dir und allen anderen lieben Wegbegleiterinnen hier.

Ich selbst habe mich (noch) nicht an ICSI und dergleichen heran getraut (weil mein Bauch mir deutlich sagt, dass das nicht der richtige Weg ist) und hadere deshalb oft und viel mit mir. Deine Geschichte lehrt mich erneut Demut - nur weil man diesen Weg beschreitet, führt er noch lange nicht zum Ziel...

Liebe Nelly - bitte gib auf Dich acht - und trauere (alles was draußen ist, kann drinnen keinen Schaden mehr anrichten). Biggi empfiehlt in solchen Situationen Aconitum (Schockmittel) und Natrium (das lässt die Tränen fließen). Wenn Du magst, findest Du dazu Empfehlungen im Kinderwunscharchiv und in Biggis Büchern. Mir hat das schon geholfen.

Fühl Dich gedrückt - und wenn Du auch mal real gedrückt werden möchtest, lässt sich das mit Blick auf unsere PLZ ja vielleicht auch mal arrangieren

Liebe Grüße
Anne
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  #23  
Alt 26.08.2015, 10:32
Nelly81 Nelly81 ist offline
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Liebe Anne und vielen Dank für Deine mitfühlende Nachricht!

Es tröstet mich zu wissen, dass ich nicht allein bin. Es tut auch gut zu lesen, dass Du mich für tapfer hältst, denn so fühle ich mich gerade gar nicht. So schwach, hilflos und ausgelaugt wie jetzt habe ich mich selten gefühlt.

Ja, seit zwei Tagen fühle ich mich unglaublich verletzlich und verletzt, irgendwie gescheitert, kraftlos und wie mit dem Gesicht im Schlamm. Der erneute Fehlschlag hat mich wohl doch etwas von den Füßen gerissen.

Danke für den Tipp mit dem Aconitum und Natrium, ich gehe gleich mal in die Apotheke.

Deine Erlebnisse auf den von uns Kinderwunschfrauen oft so gefürchteten feierlichen Anlässen kann ich total nachvollziehen. Was Du Dir da anhören musstest, war wahrscheinlich unsensibel-gedankenlos geäußert, wirkt aber auf Dich in Deiner Situation wirklich verletzend! Diese und ähnliche Sprüche, Fragen, Sticheleien und Äußerungen kennen wir hier denke ich alle und wir können nachvollziehen, wie Du Dich fühlst.

Es ist eine Sache, den gesunden Paaren ihren unbeschwerten Kindersegen von Herzen zu gönnen und sich mit ihnen zu freuen. Es ist aber eine andere Sache, wenn unsere Schwierigkeit, Kinder zu bekommen, als Angriffsfläche für Sticheleien, Provokationen und herablassendes Verhalten genutzt wird. Davor sollten wir uns schützen, da stimme ich Dir zu.

Dies sind aber auch in den wenigsten Fällen die Menschen, die uns wirklich wichtig sind und mit denen wir dauerhaften Kontakt anstreben. Ich finde, wer es nötig hat, auf Kinderlose herabzuschauen und sie absichtlich zu verletzen, ist unsere Aufmerksamkeit ohnehin nicht wert und hat wahrscheinlich im Leben nicht viele andere Dinge außer den Kindern, auf die sie oder er stolz sein kann. Bei diesen Menschen sind dann andere Dinge nicht im Reinen, um die wir uns aber nicht kümmern müssen oder werden.

Das ist in etwa so gemein, als auf Rollstuhlfahrer herab zu schauen, weil sie nicht laufen können, und stolz vor ihnen auf und ab zu laufen. Laufen und Kinder bekommen können ist keine Leistung, sondern eine leistungsunabhängige Fähigkeit, fast schon eher eine Eigenschaft. Wer es kann, muss wenig dafür tun. Wer es nicht kann, muss es mühsam lernen – oder andere Wege beschreiten. Das (zeitweise) nicht-Vorhandensein dieser Fähigkeit ist da keine Frage von Schuld.

Da wir nicht verhindern können, solchen Verhaltensweisen immer wieder zu begegnen, bleibt uns nur die Akzeptanz, dass es dieses Verhalten gibt, es möglichst nicht zu werten (das kostet nur Energie, und mit unserer Energie müssen wir sorgsam wirtschaften!) uns ein dickes Fell anzulegen und möglichst souverän damit umzugehen.

Das ist leicht dahingesagt, ich weiß, und wenn man dann in einer solchen Situation auf der Party steht und man damit konfrontiert wird - „wie sieht´s denn bei Euch mit Nachwuchs aus? Wird ja auch mal langsam Zeit bei Euch, Du wirst ja auch nicht jünger! Nicht dass Ihr es später bereut, jetzt auf Kinder verzichtet zu haben, nur weil Du Deine Karriere für wichtiger nimmst als das Kinder bekommen!“ - wenn dann unser Lächeln im Gesicht getroffen vor Verletzung einfriert, sich ein Kloß im Hals bildet und wir fast den dünnen Stiel unseres Sektglases zerbrechen, wünschen wir uns mehr Souveränität oder Schlagfertigkeit, wenn sich schon der Boden nicht auftun und uns verschlucken kann.

Wir können die anderen nicht ändern, aber unsere Einstellung und unsere Reaktion auf solche Situationen. Wir können uns vorbereiten, indem wir uns schon vorher bewusst machen, dass die Konfrontation bei jeder Party, Familienfeier, Geburtstag und jeder Hochzeit aufkommen kann. Wenn dieses Wissen ein fester Bestandteil unserer Partyvorbereitung ist, so wie etwas Schminke und das gute Kleid, dann ist das schon einmal ein erster Schritt: gute Vorbereitung ist wichtig ;-) Und je mehr wir lernen damit umzugehen, umso weniger Bedeutung werden solche Situationen hoffentlich irgendwann für uns haben. Es ist alles eine Sache des Erlernens einer Routine, wie schminken und anziehen!

Wenn wir neue hohe Pumps zur Feier anziehen, denken wir ja auch an Blasenpflaster und bestenfalls ein Paar flache Ersatzschuhe. Genauso können wir uns angewöhnen, dass wir eben auch – meist sogar unbeabsichtigten – verletzenden Äußerungen begegnen werden. Ich lege mir meist vorher ein paar Sätze zurecht, die ich dann situationsabhängig wie mein Paar Ersatzschuhe aus der Handtasche hole wenn ich sie brauche. Diese Sätze können wahr sein „wir warten noch auf ein Kind, bislang hat es leider noch nicht geklappt“ oder eben auch nicht „derzeit sind Kinder bei uns kein Thema“, aber jedenfalls nehmen sie den Fragenden den Wind aus den Segeln und man zieht sich aus der „Schusslinie“.

Wenn uns das ein paar Mal gelingt, klappt es immer besser und gleichzeitig nimmt die Angst vor solchen Begegnungen ab, ebenso wie das Maß an Bedeutung, dem wir ihnen beimessen.

Übrigens: ich habe gelesen, dass statistisch Ehen, die die belastende Kinderwunschzeit mit machen, länger halten als solche Ehen, die das nicht mit machen müssen :-) Das ist vielleicht ein kleiner Trost.

Ich finde, Du hast mein Bild mit dem Lift auf den Berggipfel sehr schön erweitert; ja, wir helfen uns gegenseitig auf diesem steinigen Weg und reichen uns die Hand :-)

Ob überhaupt und wenn ja, wann Du bereit für eine IVF/ICSI bist, wird sich für Dich irgendwann herausstellen. Wenn Dein Körper derzeit „nein“ sagt, wird dies richtig sein.

Allerdings ist dies ein Thema, das ich durch die EKT noch nicht durchdrungen habe. Denn meines Erachtens nach ist der Körper gefühlt „nie“ bereit für eine solche Prozedur, denn sie ist eine Belastung und dem Körper werden Eizellen entnommen, die er nicht hergeben will: So habe ich es empfunden, dass mein Körper dagegen rebelliert; „Ihr nehmt mir meine Eizellen, warum lässt Du das zu, da mache ich nicht mit!“

Andererseits werden so viele Frauen durch die IVF/ICSI schwanger, und deren Körper werden auch nicht begeistert über die Behandlung gewesen sein. Trotzdem hat es bei ihnen geklappt. Laut Aussage der Ärzte ist dieser Weg wegen meiner verschlossenen EL meine einzige Chance. Ich will mir später nicht vorwerfen, dass ich nicht alles versucht hätte, so denke ich darüber.

Ich möchte Dir aber durch mein Schicksal kein „abschreckendes Beispiel“ für eine ICSI sein. Bei so vielen Frauen klappt dieser Weg auf Anhieb oder nach 2-3 Versuchen. Ich bin da wohl die Ausnahme, mein Doktor sagte, ich habe „einfach sehr viel Pech“. Jede ICSI ist, wie auch jede Frau, individuell anders und ich bin wohl die statistische Nullnummer. Es gibt aber durchaus sehr viele und gute Erfolgsquoten bei der ICSI, und auch mein Weg ist noch nicht zu Ende.

Ich möchte so gern erfahren, warum es bislang nicht geklappt hat. Die Ärzte haben keine wirkliche Erklärung. Ich werde mein Inneres einmal in der EKT selbst befragen wenn ich wieder den Kopf oben habe. Ich hoffe, dass ich eine Antwort bekomme. Falls Ihr einen Tipp habt, wie ich das am Besten mache, bin ich dafür dankbar!

Gib auch Du nicht auf und falls Du einmal über die Möglichkeit der ICSI reden möchtest, kann ich Dir als „alter Hase in dem Geschäft“ vielleicht zuhören und meine Erfahrung anbieten - die aber auch nur ein Ausschnitt ist, ein Einzelschicksal.

Fühl Dich zurück gedrückt und vielleicht schaffen wir es bald mal, eine reale Umarmung zu bewerkstelligen :-)

Sorry, dass der Text so lang geworden ist. Das musste alles raus. Danke fürs Lesen!

Liebe Grüße von Nelly, die langsam ihren Kopf aus dem Schlamm hebt. Die Sonne scheint, der Schlamm wird trocknen und herunter rieseln.
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  #24  
Alt 26.08.2015, 10:41
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Rebi Rebi ist offline
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Hallo Nelly,
ich habe gerade dein Thread gelesen. Lass dich erstmal liebumarmen. Tut mir auch sehr Leid, dass es noch nicht geklappt hat. Ich kann sehr mit dir mitfühlen, wir haben auch 2ICSIs + 1 Kryo hinter uns und das zehrt doch ganz schön an den Nerven. Zwar empfand ich es während der Stimuphase und die 1.Warteschleifewoche immer entspannt, aber ab der 2.Warteschleifewoche kam bei mir immer leichtes Blut, was dann in die Regelblutung endete. Danach ging es dann meist los, dass die Seele und auch körperlich erstmal alles zur Ruhe kommen musste. Auch hatte ich bei der 2.ICSI eine ÜS, davor wurdest du hoffentlich verschont. Das ist wirklich unangenehm. Aber hey, wir haben das tolle Glück mit unseren Kindern jetzt schon in Verbindung zu stehen. Das macht nicht jeder. Gerade die die schneller Schwanger werden. Ich weiß, dass es jetzt auch nicht wirklich tröstlich ist, denn ein negativer Versuch ist nun mal bescheiden und traurig. Aber es braucht zum Glück nur eine einzige Eizelle und ein einziges Spermium zum Schwanger werden.
Ich hoffe du erholst dich gut von diesem Versuch und gewinnst neue Hoffnung und Kraft für vielleicht andere neue Wege, die auch zum Kind führen.

Liebe Grüße
Rebi

Geduld wird stehts belohnt!
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  #25  
Alt 26.08.2015, 10:48
Nelly81 Nelly81 ist offline
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Liebe Rebi,

vielen Dank für Deine liebe Nachricht und die Portion Optimismus, die Du mit bringst :-)

Das hat wirklich gut getan. Ich bin normalerweise ein sehr optimistischer Mensch, meine Freunde schätzen meine Lebensfreude, für sie bin ich eine "Sonnenblume", aber jetzt gerade fühle ich mich als stehe ich im Schatten.

Das Gute ist ja, dass sich die Sonne immer weiter dreht und irgendwann auch wieder auf mich fallen wird. Dennoch sind meine Kinder um mich, irgendwie, ebenso wie die alte Dame und die jüngere in silber. Ja, das sollte ich wohl mehr schätzen!

Du hast ja auch schon einiges hinter Dir, ich drücke Dich fest zurück! Es tut mir leid, dass es bei Dir noch nicht geklappt hat. Es freut mich aber zu lesen, dass Du die Versuche bislang ganz gut überstanden hast, bis auf die ÜS natürlich... Die hatte ich bislang nicht, wofür ich dankbar bin.

Ich drücke Dir die Daumen, dass es bei Euch bald klappt.... Jeder Versuch ist eine neue Chance... Wie geht es bei Dir weiter?

Du hast Recht, wir brauchen nur eine einzige Eizelle und ein einziges Spermium. Es klingt so einfach! Ich wünsche uns, dass es irgendwann ebenso einfach Realität wird.

Liebe Grüße, Nelly
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  #26  
Alt 26.08.2015, 11:39
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Rebi Rebi ist offline
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Liebe Nelly,

wow, gleich eine schnelle Antwort :-)
Schön, dass ich dir eine Portion Optimismus geben konnte. Ich weiß, dass es einige Zeit braucht, um da wieder hinaus zu kommen. Aber gut, dass du keine ÜS hattest. Das hatte bei mir doch mind. 1Jahr gedauert, dass ich kein Klos im Hals und Tränen in den Augen mehr hatte.
Seit dem Versuch sind wir auf dem alternativen Kinderwunschweg, zwar auch schon vorher bei den Versuchen, aber eher begleitend. Jetzt sind wir schon einen langen Weg gegangen (ü7Jahre), aber ich denke kleine Schritte haben wir schon gemacht. Es ist eben viel seelische Arbeit, um auch einige Muster, die auch in der Familie stecken, zu sehen und dann getrost loszulassen. Natürlich ist das nicht jedermanns Weg, aber für mich komme ich damit weiter, als wenn ich weitere ICSIs machen würde. Da hatte ich jetzt immer ein negatives Gefühl und im nachhinein hätte es auch wirklich nie klappen können, weil man nur körperlich untersucht hat/wird und kaum seelisch, außer man geht speziell zu einer HP.
Aber da gibt es ja so vieles was man machen kann. Ob es nun zum Kind führt, dass weiß ich auch nicht, aber es ist ein positives Gefühl und setzt mich auch nicht so unter Druck. Wo ich noch mitgehen würde, wäre eine IUI, aber wenns nicht sein muss ;-)

Hab ich das richtig gelesen, ein Eileiter ist etwas verschnupft bei dir? Da gibt es doch auch hier im Forum ein Beitrag von Biggi mit den Eileitern. Am besten du suchst ihn mal in der Suche. Vielleicht wollen die dir auch irgendwas mitteilen. Gerade wenn du solche Gedanken hast, wie: „Ihr nehmt mir meine Eizellen, warum lässt Du das zu, da mache ich nicht mit!“
Das ist auch ein entscheidender Hinweis, finde ich. Da fängt unbewusst der eigene Körper an zu rebellieren. Das kenne ich auch ähnlich. Vielleicht will dir dein Körper damit sagen, dass du ihn Vertrauen und ihn anders unterstützen solltest? Ich bin gespannt was bei deiner EKT dazu ans Licht kommt.

Auch ich kenne die tollsten Sprüche die sich Kiwu-paare anhören müssen. Aber weißt du, ich lasse die Sprüche/Kommentare nicht mehr an mich heran. Auch wenn manche unsere Geschichte kennen oder nicht. Sie können sich ja nicht in uns hineinversetzen. Ich hatte auch manchmal Angst vor den Kommentaren bei Feiern. Was wird da gefragt, was kommen für Kommentare etc. Aber seit dem ich innerlich auch gelassener mit dem Kinderwunsch geworden bin, ist meine Angst vor den Kommentaren nicht mehr vorhanden und ganz gleich was sie Fragen, meist Antworte ich dann "Ja ich habe einen Kinderwunsch, weiß aber nicht wann es kommt." Dann gucken sie meist etwas verstört und sagen: "Oh nein, so hab ich das nicht gemeint..." und dann ist gut. Oder man ignoriert einfach die Fragen. Man wartet dann einfach ein paar Sekunden ab eh man antworten möchte und meist wird dann irgendwas anderes weiter geredet. Und bei den Kommentaren, die Unwissende einfach hinausplaudern.. die lasse ich erst gar nicht an mich heran, weil die Kommentare nicht mir gelten. Mich hatte das auch immer geärgert und frustriert, weil ich es meist auf mich bezogen habe. Aber die können es ja nicht wissen, also gelten diese Kommentare nicht mir und ich kann entweder denen eine andere Sichtweise erzählen oder es lassen. Das hat es für mich doch leichter gemacht damit umzugehen. Und ähnlich gehe ich auch mit anderen Schwangeren um.

Das Leben ist kein Ponyhof Aber bei jedem Tief gibt es ein Hoch und nun stehst du etwas im Schatten, aber die Sonne kommt bald vorbei und scheint auch auf dich. Es ist gut, dass die Tränen fließen, denn dann kannst du bald wieder Lachen.

So, eh ich jetzt noch mehr Sprüche klopfe, werd ich mich mal weiter an die Arbeit machen.. ;-) *lach*

Liebe Grüße
Rebi

Geduld wird stehts belohnt!
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  #27  
Alt 26.08.2015, 14:35
vanessa17 vanessa17 ist offline
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Liebe Nelly,
du bist schon soweit gegangen, ich bin erstaunt und beeindruckt von wieviel Kraft und Zuversicht und Hoffnung Dein Weg immer wieder begleitet war. Wie Du geschrieben hast, dass Du wieder Freude empfindest und lachst und aus dem Nebel trittst, hab ich gedacht - wow wie machst Du das? Wie kann ich das auch lernen wieder freude zu fuhlen unabhängig von dem Babywunsch? Woher nimmst Du die kraft und den Mut und die Hoffnung? Ich glaube da ist es OK jetzt auch mal wieder zu trauern und sich Zeit zu geben. Ich bin mir sicher, dass Du Deine innere Ruhe und Stärke bald wieder findest - Du weißt ja wie das geht.
Ich schicke Dir Kraft und Hoffnung und vor allem Lebensfreude....
Fühl Dich gedrückt
Vanessa
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  #28  
Alt 14.09.2015, 16:28
sandra1204 sandra1204 ist offline
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Liebe Nelly,
ich wollte nur mal hören wie es dir geht
Hoffe sehr, dass du deinen Optimismus zumindest ein Stück weit schon wieder finden konntest und es dir ein klein wenig besser geht.

Ganz liebe Grüße
Sandra
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  #29  
Alt 19.09.2015, 09:52
Nelly81 Nelly81 ist offline
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Liebe Sandra,
vielen Dank für Deine liebe Nachfrage

Mir geht es wieder gut!

In den letzten Wochen war viel los, es gab einige Änderungen im Job und ich habe mich hineingestürzt. Habe auch einige Begegnungen mit Babys und Ankündigungen von neuen (natürlich spontanen) Schwangerschaften im privaten Umfeld gut überstanden, ebenso wie einen kleinen Zusammenstoß zwischen meinem Auto und der Straßenbahn im Berufsverkehr… (an dem ich unschuldig war, ich hatte grün, muss mich aber nun um die Schadensabwicklung und vor allem Reparatur etc. kümmern).

Ich habe zwei neue KiWu-Kliniken ausfindig gemacht und werde mir wohl beide einmal anschauen sobald ich Luft habe. Als Selbstzahler werden wir da ja Beträge in der Größenordnung eines gut ausgestatteten Kleinwagens lassen, da will ich mir das vorher genau hinschauen und hoffe dann auf Erfolg...

Es eilt aber gerade nicht, da mein Körper sich noch von der letzten ICSI erholen muss und mir ohnehin gerade ein klares „Nein“ signalisiert was einen neuen Versuch angeht. Vor ein paar Tagen habe ich kurz daran gedacht und gedanklich durchgespielt, wie es wäre, mir jetzt in diesem Moment eine Spritze zu setzen um einen neuen Versuch zu beginnen. Die Antwort aus meinem Inneren (meiner inneren Stimme? meiner Seele?) kam prompt und war ein überdeutliches und klares „Nein!“. So verwarf ich den Gedanken an eine neue Stimulation direkt wieder – es wäre auch noch zu früh, der letzte Versuch ist ja erst 3-4 Wochen her, da muss sich der Körper erst noch erholen.

Es ist schon erstaunlich, wie klar und deutlich der Körper einem so manches signalisieren kann! Ich gehe nun kleinschrittig vor und hoffe erst einmal, dass mein Körper das gut weg gesteckt hat (habe starken Haarausfall, aber das sei eine Begleiterscheinung, und irgendwas ist ja immer ;-), dann hoffe ich, dass mein Zyklus sich bald wieder einpendelt und dann… Schaue ich weiter!

Ich werde mir das Buch zur EKT noch einmal vornehmen und mir einige Fragen stellen. Mal sehen, was dabei herauskommt. Trotz der Fehlschläge sehe ich nach wie vor optimistisch in die Zukunft, und ich sehe uns als Familie mit Kindern.

Ihr Kinderlein kommet!

Ich hoffe, dass es Dir gut geht? Ich drück Dich und wünsche ein schönes Wochenende :-D

Liebe Grüße, Nelly
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  #30  
Alt 19.09.2015, 10:18
Nelly81 Nelly81 ist offline
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Liebe Rebi,

nun endlich antworte ich Dir auf Deine einfühlsame Nachricht! Ich habe mich sehr darüber gefreut! Es tut gut, dass wir uns hier gegenseitig soviel Zuspruch und Anteilnahme geben. Das ist eine tolle Sache und beruhigt :-)

Ja, die Ausgänge meiner beiden Eileiter zur Gebärmutter hin sind zu… Die Eileiter an sich sind wohl in Ordnung, sie konnten bei der OP nicht hineinschauen da ja schon der Eingang ab Gebärmutter dicht war. Aber da die EL von außen völlig unauffällig aussehen, d.h. keine Verformungen oder Disproportionen etc., die auf innere Verklebungen hinweisen, gehen sie davon aus, dass die EL an sich ok sind.

Das ist ein kleiner Trost, ändert aber nichts am Ergebnis, dass die Ausgänge eben zu sind (Ursache unbekannt) und die Eizellen nicht in die Gebärmutter gelangen können. Dies sei inoperabel sagten sie mir, eine natürliche Empfängnis ausgeschlossen. Der einzige Weg sei die künstliche Befruchtung.

Die Fruchtbarkeitsmassage haben wir über mehrere Wochen ausprobiert. Sie tut gut und bewirkt viel, mal löst sie die Blutung aus und mal lindert sie PMS-Beschwerden. Ob sie aber wirklich mein Problem lösen kann und meine Ausgänge auf macht? Ich werde meinen Mann mal wieder bitten, mir eine FM zu bescheren :-)

Du hast Recht, ich werde meinen Körper einmal befragen, ob er mir etwas mitteilen will. Der Verlust von 11 Eizellen beim letzten Versuch (ein ganzer Jahresvorrat!) hat mich hart getroffen. Ich spüre, dass mein Körper die Eizellen nicht hergeben will, jedenfalls nicht „so“. Seltsam ist ja, dass ich außerhalb der ICSIs in schöner Zuverlässigkeit monatliche Eisprünge habe. Dann gibt mein Körper sie „heraus“.

Ob da ein Zusammenhang besteht? Während der ICSI stellt er sich quer, aber lässt man ihm seinen Lauf, wird zuverlässig alle vier Wochen eine Eizelle frei gegeben, die „springt“.

Da werde ich einmal drüber nachdenken, dieser Gedanke kam mir gerade erst beim Schreiben dieser Zeilen. Nur – was ist die Alternative? Wenn ich diesem Gedanken nachgehe und sage „ok, dann eben keine ICSIs mehr“, dann kann es ja Jahre dauern bis es klappt, oder auch gar nicht? Verliere ich dann nicht zuviel Zeit?

Wir versuchen es seit Jahren auf natürlichem Weg, was nicht geklappt hat. Mir sagte man, die ICSIs seien meine einzige Chance. Hm. So gesehen hat aber die künstliche Befruchtung bislang auch nicht geklappt…

Oder bin ich zu ungeduldig und habe zu wenig Vertrauen?

Rebi ich muss sagen die Gedanken die mir alle kommen während ich diesen Text schreibe sind wirklich aufwühlend und teils sogar Neuland für mich! Durch die Antworten, die ich Dir geben möchte, muss ich mich sehr mit mir selbst und meinem Inneren konfrontieren, um die Antworten einmal wirklich ausformulieren zu können. Danke, dass Du mich durch Deine Nachricht zum Nachdenken gebracht hast!

Wieder einmal neue Erkenntnisse gewonnen. Ich fühle einen Knoten aus Druck in mir, der mir sagt „die Uhr tickt, sieh zu dass Du was bewegst“. Was aber wenn ich das alles einmal los lasse (sofern ich einen Weg finde, wie ich das machen kann?) und wirklich auf das „Nein! So (jetzt) nicht!“ aus meinem Inneren höre?

Was passiert dann?

Wow, bin ich aufgewühlt

Ich drück Dich!
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