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  #141  
Alt 06.02.2017, 15:17
IngerT. IngerT. ist offline
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Beiträge: 39
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Liebe Katja,
was du erleben musst und dass euer kleines Kind nicht mehr bei euch ist, tut mir sehr leid. Ich habe auch eine missed abortion erlebt. Ich fand es wahnsinnig verunsichernd: Auf einmal erfährt man, das Kind lebt nicht mehr, es ist vorbei, und bis zu diesem Zeitpunkt dachte man noch, alles sei ok. Ich weiß nicht, wie es bei dir war, aber ich hatte bis zu dem Ultraschall, wo es festgestellt wurde, noch alle Anzeichen einer Schwangerschaft mit Übelkeit etc. Ich fühlte mich so betrogen von meinem Körper. Auch die Reaktionen deines Umfelds, die du beschreibst, kommen mir und sicherlich fast allen anderen hier im Forum, die ein Kind verloren haben, bekannt vor. Eine Kollegin von mir sagte mal, nachdem sie ein halbes Jahr nach mir eine Fehlgeburt hatte, sie hätte sich immer gefragt: "Warum stellt die sich so an, was hat sie denn? Das Kind war doch noch so klein, bestimmt krank etc.". Und dann hat sie den Schmerz selbst erlebt und erst verstanden, was es bedeutet. Ich weiß auch nicht, warum es so schwer nachzuvollziehen ist, wie traurig so ein Verlust ist. Und unabhängig davon ist Trauer doch immer subjektiv und folgt keinen Regeln. So wie ich es verstehe, erlebt dein Mann den Prozess ähnlich wie du. Das ist ja schon mal ein großes Geschenk, dass ihr euch beide habt. Ich finde die Idee gut, sich gemeinsam professionelle Hilfe zu holen. Vielleicht könnt ihr euch auch einer Trauergruppe für verwaiste Eltern anschließen. Es ist so wichtig, sich in seinem Schmerz angenommen zu fühlen und sich alle Zeit für die Trauer zu nehmen, die man braucht. Ich wünsche dir erstmal ganz viel Kraft auf deinem Weg und du kannst mir auch gern immer eine private Nachricht schicken, wenn du magst.
Inger
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  #142  
Alt 06.02.2017, 20:52
Benutzerbild von Katja1707
Katja1707 Katja1707 ist offline
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Liebe Inger,

danke für deine lieben Worte, die haben mir sehr gut getan. Ich glaube nur jemand der es selbst erlebt hat kann tatsächlich mitfühlen wie es einem damit geht.

Die Diagnose hat auch mich vor drei Wochen wie aus heiterem Himmel getroffen - ich hatte nicht die üblichen anfänglichen Schwangerschaftsprobleme wie Übelkeit oder Brustziehen aber das hatte mich auch nicht beunruhigt da dies auch während meiner ersten Schwangerschaft nicht so war. Ich dachte immer mein Körper ist einfach nur verdammt gut schwanger. Na ja und dann hat mir mein Körper jetzt wohl mal erklärt dass er anscheinend sein eigenes Ding macht! Und ich mache mir was das angeht so viele Vorwürfe! Ich bin nicht gleich nach dem positiven Schwangerschaftstest im November vergangenen Jahres zu meiner Frauenärztin gerannt, da ich ja aus meiner ersten Schwangerschaft bereits wusste, dass sich zu diesem ganz frühen Zeitpunkt noch gar nicht viel erkennen lässt und auch die Arzthelferin meinte am Telefon dass ich dann eben gleich nach dem Weihnachtsurlaub - also Anfang Januar kommen solle. Dann hatte mich leider noch ein Magen-Darm-Virus außer Gefecht gesetzt und schon war Mitte Januar und ich bereits in der 10. SSW um meine Schwangerschaft vom Frauenarzt bestätigen zu lassen.

Die ganze Zeit stelle ich mir die Frage was wäre wenn ich einfach schon zu einem viel früheren Zeitpunkt bei meiner Ärztin gewesen wäre, hätte man noch was retten können? Warum hat mein Körper das Kind nicht auf natürliche Weise freigegeben, warum musste man mir es gewaltsam nehmen, mein Körper hat einfach so überhaupt keine Zeichen gegeben, dass er dieses kleine Wesen hergeben möchte, warum? Und wie soll jetzt alles weiter gehen?

Übrigens na ja mein Mann versucht mir Gott sei Dank zur Seite zu stehen, aber sehr häufig habe ich das Gefühl dass wir uns noch nie so fern waren. Liegt vermutlich an der unterschiedlichen Trauerbewältigung bzw. auch daran, dass er mit dem Thema viel schneller glaube ich durch ist wie ich.

Liebe Grüße
Katja
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  #143  
Alt 10.05.2017, 12:01
meckgirl meckgirl ist offline
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Beiträge: 2
Unglücklich Fehlgeburt 2/2017

Erst mal möchte ich mich für die Aufnahme in das Forum bedanken.

Es tut gut zu wissen, dass man nicht alleine da steht.
Mein Partner und ich haben letztes Jahr beschlossen, dass wir die Spirale entfernen lassen und wir Kinder möchten. Das haben wir dann auch getan und ich wurde sofort schwanger. Die Freude war riesig. Wir hätten nicht gedacht, dass es so schnell klappt.

Doch die Freude wurde uns bei jeden Arztbesuch genommen. 4 Wochenlang sind wir ständig zum FA gegangen um zu schauen wie sich und vorallem ob sich unser Baby auch entwickelt. Im Feb 2017 dann das Ereignis. Ich hatte eine Fehlgeburt. Es war die Hölle für mich... Ich habe mich gehasst, mein Körper verabscheut und war am Boden zerstört.

Die Gedanken "Warum war ich nicht in der Lage unser Baby auszutragen" Was habe ich flasch gemacht" ?? Einfach schrecklich.

Mein Partner hat schon ein Kind aus einer früheren Beziehung. Sie ist 7 Jahre alt. Alle 2 Wochen und jeden Mittwoch ist sie bei uns. Und seit der FG habe ich ein großes Problem damit. Es zu akzeptieren dass sie da ist und das er auch schon ein Kind hat.

Wenn die beiden Spaß haben fühle ich mich wie das 5 Rad am Wagen. Einsam, allein und extrem traurig. Regelmäßige Tränenausbrüche zu vorprogrammiert. ;-( Warum konnte ich ihn unser Wunschkind nicht schenken? Warum hat es bei der Ex so schnell geklappt? Warum jetzt nicht bei mir wieder? Solche Gedanken habe ich dann.

Das Problem ist auch das das Kind schwierig ist und ich die Ex immer darin sehe. Ständig sind die Beiden bei uns Thema in der Beziehung. Es gibt kein Tag wo wir mal nicht über die reden. Es belastet mich so sehr! Ständig muss ich stark sein und "FriedeFreudeEierkuchen" vorspielen. Ich kann es gerade nicht, mein Akku ist leer.

Mein Partner merkt natürlich auch das ich immer anders bin wenn sie da ist oder ein Tag bevor sie dann zu uns kommt schon anders drauf bin. ich kann es aber auch nicht abschalten. Meine Angst ist, dass ich ihn deswegen verliere. Er sagt zwar immer das er mich nie verlassen wird und nichts und niemand wird uns trennen aber geht hier um sein Kind!!!

Klar will er mit ihr Zeit verbringen, dass versteh ich auch aber denkt auch mal jemand an mich? Wie ich mich dabei fühle wenn es ständig nur heißt " Papa papa papa"? 1 Tag nach der FG war sie auch da, da es ein Mittwoch wieder war. Ich habe es nicht ertragen und bin für die Zeit weg gewesen.

Wie ging es euch nach der FG? Wielange habt ihr gebraucht bis ihr es einigermaßen verarbeitet habt? Was habt ihr getan, damit es euch besser ging?

Über Rückmeldungen würde ich mich freuen!
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  #144  
Alt 18.06.2017, 12:54
Miriam56 Miriam56 ist offline
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Beiträge: 5
Standard 2. Fehlgeburt

Hallo,

ich bin neu hier. Vor ein paar Tagen hatte ich meine 2. Fehlgeburt (Herz hat wohl in der 9. Woche aufgehört zu schlagen), festgestellt wurde dies Anfang der 12. SSW. Im Dezember letzten Jahres hatte ich die 1. Fehlgeburt, in der 6. SSW schon. Ich steh grad völlig neben mir.. Wie denn nochmals Mut schöpfen? Zum Glück habe ich eine 2-jährige Tochter, aber wir hätten so gerne noch ein 2. eigenes Kind! Ich bin schon 39 und habe eine Blutgerinnungskrankheit, ich spritze in der SSW auch Heparin, ich mache alles, aber was denn noch?
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  #145  
Alt 19.06.2017, 15:11
IngerT. IngerT. ist offline
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Beiträge: 39
Standard

Liebe Miriam,
es tut mir sehr leid, dass du schon zum zweiten Mal eine Fehlgeburt erleben musstest und ich kann verstehen, dass du gerade gar keine Kraft und keinen Mut für eine weitere Schwangerschaft oder allein den Gedanken daran aufbringen kannst. Ich bin auch 39, habe auch schon mehrere Fehlgeburten gehabt, darunter auch eine missed abortion. Und ich habe auch eine Gerinnungsstörung und spritze mir Heparin in den Schwangerschaften. Das wurde allerdings relativ spät entdeckt. Trotz Heparin hatte ich letztes Jahr auch noch eine Fehlgeburt. Und vor der Diagnose, ganz ohne Medikamente, eine komplett problemlose Schwangerschaft mit meinem ersten Sohn, der jetzt fast 3 Jahre alt ist. Leider ist es ja so, dass eine Fehlgeburt auch andere Gründe haben kann als die Gerinnungsstörung. Was ich dir eigentlich sagen möchte: Du bist nicht allein. Es gibt (hier) viele Frauen, deren Weg zu ihrem Wunschkind/ihren Wunschkindern mit Verlust und Schmerz verbunden ist. Auch wenn bei anderen alles glatt und problemlos zu laufen scheint. Nimm dir alle Zeit, die du brauchst, um die Verluste zu verarbeiten. Und wenn du es schaffst, gib den Mut nicht auf. Diese schwere und traurige Zeit in deinem Leben geht vorüber. Irgendwann wird es wieder besser und du kannst Hoffnung schöpfen. Zwei Fehlgeburten nacheinander bedeutet nicht, dass du nie wieder eine erfolgreiche Schwangerschaft erleben wirst. Du kannst meine Geschichte in meinem Profil nachlesen. Ich befinde mich gerade in meiner 7. Schwangerschaft und habe einen lebenden Sohn - und nun eine sehr lebendige, gesunde Tochter in meinem Bauch, die wir hoffentlich Ende September willkommen heißen dürfen. Vielleicht macht dir das Mut!!! Ich hoffe, meine Geschichte konnte dir etwas helfen! Melde ich gern, wenn dir danach ist! Inger
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  #146  
Alt 20.06.2017, 16:01
Dine Dine ist offline
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Ort: Berlin
Beiträge: 4
Standard Verlust eines Engels

Zunächst einmal vielen Dank für die Aufnahme hier.

Ich habe mich gerade angemeldet, nachdem ich bereits den ganzen Tag sämtliche Artikel gelesen und weiterhin viele Tränen vergossen habe.

Ich bin 35 Jahre alt und nach vielen Jahren des Versuchens nun endlich schwanger geworden. Erst letzte Woche Mittwoch habe ich in der 7.SW davon erfahren und mein Mann und ich haben uns total gefreut. Der FA hatte überhaupt keine Bedenken und alles sähe gut aus. Über so etwas wie eine FG haben wir gar nicht nachgedacht und voller Freude bereits den engsten Freunden und den Eltern bescheid gegeben. Auch meine engsten Kollegen und mein Chef sind informiert.

Am Freitag waren wir noch zu einer Feier und in der Nacht bekam ich Blutungen iVm mit Krämpfen ähnlich meiner Periode. Ich weckte meinen Mann und weil ich spürte irgend etwas stimmt nicht sind wir direkt ins KH. Noch vor der Behandlung wollte ich noch einmal aufs WC und in diesem Moment hielt ich es bereits in der Hand. Ich spürte direkt wie ich etwas verliere und keine Ahnung warum ich meine Hand hin hielt, irgend ein Reflex vielleicht... der Schock saß so tief dass ich nur nach der Ärztin und meinen Mann schrie, die holten mich aus dem Bad und bei einer späteren Untersuchung bestätigte sie die spontane FG. Am Montag war ich jetzt bei FA und er sagt es löst sich alles gut und ich muss keine Nachbehandlung bekommen. Auch einer neuen Schwangerschaft steht grundsätzlich nichts im Wege.
Alles medizinische und auch alles gute Zureden ist völlig nachvollziehbar und verständlich und ja, sicherlich war dies natürliche "Auslese" und das Beste aber dennoch bekomm ich immer wieder spontane Weinanfälle und kann und will mit niemandem Reden. Mein Mann ist super für mich da und versucht mit allen möglichen Mitteln mich auf andere Gedanken zu bringen. Wir reden aber auch ab und an darüber. Er ist seit heute wieder arbeiten und versucht wieder in den Alltag zu finden, sicherlich ist das seine Art der Trauer. Doch ich kann das nicht, bin die Woche auch erstmal krank geschrieben. Jedes Gespräch mit Außenstehenden will ich vermeiden, antworte auf keine Nachricht oder gehe ans Handy. Auch die Info über den Vorfall hat mein Mann der Familie gegeben. Gestern jedoch kamen meine Eltern, sie konnten nicht anders. Irgendwie hat das gut getan, aber auch sehr geschmerzt. Ich habe angst den anderen zu begegnen die bereits von meiner Schwangerschaft wussten und jedes mal wieder mit dem Schmerz konfrontiert zu werden. Ich weiß grad einfach nicht wie ich weiter machen soll... ich weiß dafür gibt es keine Antworten und es braucht Zeit, dennoch sitzt der Schmerz unheimlich tief.

Irgend etwas in mir hat mir mein Leben lang gesagt ich werde nie Kinder haben, umso größer war nun die Freude.... und jetzt, ist alles was war, eine so unfassbare schreckliche Woche wie im Film... kaum Realität.

Ich danke euch für so ein Forum und die Möglichkeit einfach meine Gedanken und Sorgen einmal aufzuschreiben. Das alleine hat mir für einen kurzen Moment grad ein gutes Gefühl gegeben.
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  #147  
Alt 18.07.2017, 08:56
Mareike Mareike ist offline
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Beiträge: 17
Standard Eine missed abortion und nun ein Abbruch im sechsten Monat

Hallo...
Ich habe mein zweites Kind verloren und es ist unglaublich schwierig. 2015 hatte ich bei meiner ersten Schwangerschaft eine missed abortion in der 9. Woche. Damals habe ich mir nicht zugestanden, richtig zu trauern... Und daraufhin eine Depression entwickelt. Das letzte Jahr habe ich mich dadurch gekämpft und in Januar diesen Jahres war ich wieder schwanger. Ich habe mich so gefreut! Die Angst war riesig, dass es diesmal klappt, aber es ging alles gut... Bis es bei den Kontrollen zweimal hieß: das Kind ist ein bischen klein... Das hat mir keine Ruhe gelassen und dann bin ich zum Feinultraschall. Dort hat man eine schwere Schädel Fehlbildung festgestellt und mir erklärt, dass das Kind spätestens bei der Geburt sterben wird.
Eine Woche später ist unser kleiner Leon tot geboren worden, das war Ende Mai. Die ersten Tage waren wie ein Schock, ich habe viel geweint. Meine FA meinte, ich solle nach zwei Wochen wieder arbeiten gehen; nach drei Wochen habe ich es probiert, aber es ging nicht. Nun bin ich wieder krank geschrieben und habe meine Hausärztin um einen Reha Antrag gebeten.
Ich fühl mich wie ein Versager.
Ging es irgend jemand ähnlich? Hat auch jemand eine Reha gemacht? Wart ihr lange zu Hause?
Mein kleiner Leon hatte nur dreihundert Gramm und darum kam Mutterschutz nicht in Frage...
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  #148  
Alt 18.07.2017, 21:51
IngerT. IngerT. ist offline
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Beiträge: 39
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Liebe Mareike,
es tut mir ganz ganz leid, was du erleben musstest und gerade durchmachst und dass dein kleiner Leon so krank war. Ich finde es gut, dass du auf dich hörst, und nicht auf die Frauenärztin, die meint, du solltest schon wieder funktionieren und arbeiten können. Es ist sehr schade, dass sie das Ausmaß deiner Trauer und des Verlustes nicht wahrnimmt, obwohl es doch zu ihrem beruflichen Alltag gehört. Ich selber habe so ein Reha-Angebot nie erwogen oder in Anspruch genommen, hätte es mir im Nachhinein aber gewünscht.
Teile meiner Geschichte sind deiner ähnlich. Auf jeden Fall weiß ich, wie sich ein wiederholter/erneuter Verlust anfühlt und was für eine Erschütterung das bedeutet. Lass dir Zeit für die Trauer und lass dir von niemandem einreden, es müsste dir schnell wieder gut gehen, das Leben geht weiter, es war besser so oder Ähnliches. Wenn du magst, kannst du mir auch sehr gern eine private Nachricht schicken. Erst einmal hoffe ich, du findest hier im Forum etwas Trost und Unterstützung in dieser schweren Zeit. Ganz viel Kraft und liebe Menschen um dich herum wünsche ich dir! Inger
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  #149  
Alt 29.07.2017, 22:04
Miriam56 Miriam56 ist offline
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Beiträge: 5
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Liebe Mareike,

es tut mir sehr leid zu hören, was du durchleben musstest! Ich hatte nun 2 Fehlgeburten, die erste in der 6. SSW und die 2. in der 10. SSW. Und ich habe auch schon mächtig zu kämpfen. Ich habe nach 2 Wochen wieder gearbeitet, davor nur ab und zu von zu Hause aus mal 2 Stündchen, aber auch das hätte ich mir besser gespart. Gut, manchmal hat mich das Arbeiten auch etwas abgelenkt, aber die meiste Zeit hatte ich tierisch mit der Hormonumstellung zu kämpfen, mit der Müdigkeit und entsetzlichen Traurigkeit. Jetzt habe ich Urlaub und merke ersteinmal wie angeschlagen ich bin, physisch wie psychisch! Ich würde nicht so schnell wieder arbeiten, hätte ich nicht jetzt Urlaub gehabt hätte ich mich weiter krankschreiben lassen. Und ich war erst Anfang vierter Monat! Nimm dir die Zeit die du brauchst und denke jetzt nur an Dich! Du hast viel zu verarbeiten und das geht mal nicht so eben nebenbei. Wenn du das Gefühl hast eine Reha kann dir helfen, dann mach das, ich hätte das auch gemacht, aber ich habe ne kleine Tochter und ich wollte sie nicht so lange vom Vater trennen oder andersrum sie auch nicht so lange nicht sehen, das hätte ich nicht verkraftet. Ich bin nun bei einer Psychologin und ich hoffe, sie kann mir helfen. Dann bin ich auch noch bei einer Familienberatung und gründe eine Selbsthilfegruppe weil es hier noch keine gibt. Ich bin also auf der Suche nach jedem Strohhalm.Ich drücke dich ganz ganz fest und wünsche dir ganz viel Kraft. Du kannst mir auch eine private Nachricht schreiben, wenn du möchtest! Alles erdenklich Liebe, Miriam
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  #150  
Alt 30.07.2017, 18:17
JennyH JennyH ist offline
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Beiträge: 6
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Hallo an alle,

Musste letztes Jahr meine Zwillinge (20+6) still zur Welt bringen, wegen einer Gebärmutterhalsschwäche die erst erkannt wurde, als der Muttermund schon 3 cm auf war. Nach ein paar Tagen Krankenhaus kam es dann zum Blasensprung und die Geburt wurde eingeleitet. Danach fand ich recht schnell wieder in den Alltag. War vier Wochen krank geschrieben und ging danach auch wieder arbeiten. Nach drei Monaten hatte ich den nächsten positiven Test in der Hand. Wir waren so glücklich. Ich hatte in der 7 ssw meine erste Blutung. Keiner wusste wo es herkam,aber den kleinen ging es gut. Ab diesem Zeitpunkt musste ich mich Schonen und viel liegen. Ab der 12 ssw hat sich dann ein Hämatom gebildet und es wurde festgestellt das der Gebärmutterhals wieder nicht halten wird. Der Arzt sagte nur das ich unbehandelt eine Chance von 15% habe um die 24 ssw zu erreichen. Also Behandlung mit Progesteron und legen einer Cerclage. In der 17 ssw bekam ich eine starke Blutung,wegen einer plazenta prävia. Zu diesem Zeitpunkt ging es auch um mein Leben. Hatte schon alles für kaiserschnitt unterschrieben. Doch die Ärzte bekamen die Blutung mit wehenhemmer in den Griff. Ab da hatte ich strenge bettruhe. Ich hatte insgesamt 12 Wochen Krankenhaus hinter mir und den Rest der Zeit lag ich daheim. Die plazenta zog sich auch noch hoch,so daß eine normale Geburt kein Problem sein sollte. Keiner hätte es gedacht, aber wir schafften es mit strenger Disziplin bis in die 40+6ssw. In der Nacht bekam ich wieder sehr starke Blutung. Wir riefen den Rettungsdienst und waren 20 min später im Kreißsaal. Sie haben keine Herztöne mehr gefunden und haben sofort einen Notkaiserschnitt gemacht. Mein Baby hatte keine Chance, er wurde 30 min. reanimiert. Seine Nabelschnur ging nicht direkt in die Plazenta, sondern setzte an der fruchtblase an, verzeigte sich und ging dann erst zur Plazenta. In dem Moment wo die Blase sprang, rießen die Adern und mein kleiner Jakob verblutet. Mein Mann hatte ihn eine Stunde im Arm, bis ich aus dem op kam. Danach durfte er zu mir. Wir hatten ihn noch recht lange bei uns und durften ihn auch mit aufs Zimmer nehmen. Ich bin so traurig und liege jetzt hier mit schmerzen von der Geburt, aber ohne Baby. Habe ja trotzdem mein Wochenbett und Milcheinschuß, nur kein Baby. Meine Zwillingsschwester hat 3 Wochen vor mir entbunden,was meine Situation nicht einfacher macht. Sie war jetzt jeden Tag bei mir,das ich wenigstens mal kurz ein Baby zum kuscheln habe. Ich und mein Mann haben uns einen Psychologentermin geholt und beantragen eine Reha. Ohne Hilfe geht es diesmal glaube nicht. Ich weine sehr oft und wäre gerne stärker auch damit sich mein Mann nicht so viel Sorgen um mich machen muss.
LG Jenny
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