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  #1  
Alt 28.09.2017, 23:52
rena82 rena82 ist offline
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Registriert seit: 22.06.2014
Beiträge: 7
Standard Überraschungen des Lebens

ihr Lieben wunderbaren Frauen!

Ich habe hier schon wahnsinnig lange nicht mehr geschrieben und finde, heute ist ein guter Zeitpunkt dafür.

letztes Mal als ich geschrieben habe, hatte ich - und das musste auch ich erstmal genau nachlesen - einen frühe FG hinter mir.
Kurz danach, nämlich gleich im nächsten Zyklus kam gleich eine weitere. Dann seit dieser FG im Juni 2014 nichts. Absolut nichts. Keine Schwangerschaft, keine FG... Ich war phasenweise am Durchdrehen. So viel Grübeln über mögliche Gründe. Unzählige Gespräche mit Ärzten.
Mein Partner und ich hatte auch schwierige Phasen dabei und ich war besorgt, um uns, um die schwindende Zeit..
Wenn ich ehrlich bin, sind wir erst jetzt so weit. Erst jetzt habe ich das Gefühl, dass wir da hingewachsen sind, so richtig Partner zu sein. Erst jetzt scheint es stimmig, Kinder zu haben. Auch wenn wir damals schon dachten wir seien ready. Ich glaube, wir sind es erst jetzt. Ob das mitgespielt hat? Wir haben so viel Zeit verloren.. So viele Tests und doch nie den entscheidenden gemacht.

Ich hatte wahnsinnige Angst vor invasiven Untersuchungen. Meine Mutter hatte Horrorerfahrungen gemacht und mein Vertrauen hat gefehlt. Deshalb habe ich die vorgeschlagene Bauchspiegelung nicht gemacht.
Meine Mutter - das ist 30 Jahre her - war mit Zysten auf dem Op Tisch unter der Narkose eingeschlafen und ohne GM, Eileiter, Eierstöcke und Blinddarm aufgewacht. Man hatte befunden, sie habe doch eh schon 2 Kinder und es wäre zu mühsam, die Organe zu erhalten. Also ohne ihr Einverständnis, einfach raus damit. Hormonersatztherapie, 25 Jahre lang, Trauma... Ich bekomme jetzt noch zitternde Hände wenn ich das schreibe.

Aber: Nie hat mir jemand gesagt, man könne Gebärmutter und Eileiter auch ohne OP untersuchen.

Arztwechsel, weil ich mich nie richtig gut aufgehoben gefühlt habe.
Die eigentliche Überraschung, die dann vor ein paar Wochen kam:

Besuch bei einer Kinderwunsch Expertin, Verdacht auf Eileiterverschluss oder Verklebung... denn sie meinte, die winzigen Samenzellen hätten es vielleicht durch die Eileiter geschafft, die viel größeren befruchteten Eizellen jeweils hätten aber den Weg in den Uterus vielleicht nicht geschafft. Zum ersten Mal denkt jemand an diese Option.

Und beim Schall sieht man einen Schatten. Ein Polyp?
Der erklärt vielleicht die irr starken Monatsblutungen, die Schmierblutungen vor der Regel und die Zwischenblutungen der letzten 2 Monate. Und auch der könne ein Grund sein...

Paar Tage später bei der GM Spiegelung (ohne Narkose) - ist da ein Polyp der so groß ist, dass er die GM voll ausfüllt und dass der Arzt da garnicht vorbeikommt um die geplante Durchlässigkeitsprüfung zu machen.

Gestern hatte ich die Op um diesen Polyp zu entfernen, der die Eileitereingänge geblockt hatte und kaum Platz für Einnistung gelassen hatte.
Ich habe die Beruhigungstablette verweigert, damit ich noch in letzter Sekunde sehen kann ob mich auch der richtige Art operiert, dem ich die Geschichte erzählt habe und der mir versprechen musste, dass alles dableiben wird wo es sein soll.
Es scheint alles in Ordnung und das schönste: Die Eileiter sind gesund!!!!
Wahnsinnige Erleichterung. (Histologie kommt noch, ich hoffe auch da ist alles ok)

Ob das alles der Grund war??
Ob es weitere gibt?

Wir werden nun erstmal auf natürlichem Wege die nächsten Versuche machen.

ich kann das alles noch nicht glauben. Dieses Gefühls-Hochschaubahn fahren..

Hat hier jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
Ist es nach so einem Eingriff wirklich leichter schwanger zu werden?

Alles Liebe,

Eure Rena
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  #2  
Alt 29.09.2017, 18:33
Katharina1979 Katharina1979 ist offline
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Registriert seit: 19.09.2016
Ort: Hessen
Beiträge: 88
Standard Liebe Rena

Liebe Rena,

Danke fürs Teilen Deiner Geschichte. Ich selbst habe damit zwar bisher keine Erfahrungen, aber ich denke trotzdem, dass es ab hier nur leichter werden kann und drücke Euch alle Daumen!
Und es bestätigt auch einmal mehr: gute, einfühlsame Ärzte auf dem aktuellen Stand der Medizin sind so superwichtig! Es freut mich, dass Ihr ein gutes Team gefunden habt.

Alles Gute weiterhin!
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  #3  
Alt 30.09.2017, 09:06
rena82 rena82 ist offline
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Registriert seit: 22.06.2014
Beiträge: 7
Standard Ärztemarathon

Liebe Katharina,

Danke für deine lieben Zeilen und die aufmunternden Worte!
Ich hatte ehrlich gesagt in all den Jahren seit Beschäftigung mit dem KIWU Thema das Gefühl, dass ich selbst forschen und vor allem den Ärzten alles aus der Nase ziehen muss.

Mein erster Arzt fand 3,8 TSH ganz normal und sagte mir nicht, dass es besser wäre den Wert nach unten zu regeln, wenn wir Kinder wollen. Ich fragte ihn noch extra, ob der Wert wirklich okay sei, er wusste auch, dass wir schon FG hatten. Er meinte nur: ja klar, alles bestens! Ein ganzes Jahr später kam ich drauf, durch das Nachhaken eines interessierten HNO Arztes (Stimmbänder und TSH haben einiges miteinander zu tun, so wusste er durch regen Austausch mit einer SD Expertin Bescheid). Natürlich sind manche Dinge Ansichtssache. Aber als Gynäkologe hätte er mir zumindest sagen können, dass ein zu hoher TSH Wert laut Kinderwunsch Experten der Grund sein kann..

Auch, dass erst die 4. Gynäkologin auf die Idee kommt in die GM reinzusehen, obwohl alle wissen, dass ich an einer ungewöhnlich starken Regelblutung leide, nachdem sie Jahrelang immer "zu schwach" gewesen war und in jedem Zyklus Schmierblutungen habe.

Es sind einfache Dinge, die uns Jahre gekostet haben. Und wir sind längst nicht am Ziel...

Liebe Frauen: Fragt, fragt, fragt!!!
Ich kann nur sagen, wenn ich nicht so lästig gewesen wäre, hätte man mir die einfachsten Dinge nie erklärt.

Die GM Spiegelung + Eileiterdurchlässigkeitsprüfung ist eine Untersuchung, die ohne Vollnarkose und Schnitte auskommt und viele potenzielle Gründe ausschließen oder bestätigen kann...

Ich wünsche Euch das Allerbeste!! Schicke Euch viel Herbstsonne aus Wien!

Rena
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  #4  
Alt 30.09.2017, 09:18
rena82 rena82 ist offline
aktiver Benutzer
 
Registriert seit: 22.06.2014
Beiträge: 7
Standard Aconitum Erlebnis

...erste Reaktionen auf Aconitum:

Ich habe hier bei Birgit Zart vorletzte Nacht viel über Homöopathie nachgelesen.
Auch über Aconitum und die Wirkung in Zusammenhang mit Schock, Trauma, Eingriffen.

Es war der Tag meiner GM Polyp Op.
Aconitum hatte ich zu Hause, die 30er Potenz. Der Beschreibung nach hat es mich sehr angesprochen und ich habe es vor dem Schlafengehen genommen.

Traum in der Nacht: Ich bin mit meinem Lebensgefährten in der Natur, an einem unglaublich grünen, weitläufigen Ort, es ist eine art Ressort. Wir - so wie viel andere Gäste - meditieren zusammen. Ein weiser Mann kommt zu mir und berührt meine Stirn, dann mein Sternum, dann Solarplexus und schließlich meinen Unterbauch, ganz leicht, flüchtig. Er Lächelt mich an, geht wieder.. Ich wache auf.

Nach dem Aufwachen hatte ich das Gefühl, dass ich die Verspannung im Becken, rund um die GM endlich wieder auflösen kann und die Beine nicht mehr eng zusammenhalten muss (hatte ich vorher nicht so sehr bemerkt) und innen fühlte es sich an als wäre es Licht, hell, groß, geräumig und weich geworden. Als wäre eine Enge, ein Nebel, ein dunkler Schleier aufgelöst.
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  #5  
Alt 02.10.2017, 10:38
Xena76 Xena76 ist offline
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 25.01.2017
Beiträge: 11
Standard

Liebe Rena ,
Ich habe deinen Bericht über deine OP und Vorgeschichte gelesen ,
Und dann dieser Traum :
Das ist fantastisch.
Einfach nur wunderbar .
Ich begreife nun wieder mal mehr was Heilung bedeutet .
Danke für deine Geschichte und natürlich drücke ich
Die Daumen für eine Schwangerschaft,
Liebst Christina
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  #6  
Alt 02.10.2017, 12:56
rena82 rena82 ist offline
aktiver Benutzer
 
Registriert seit: 22.06.2014
Beiträge: 7
Standard

Liebe Christina! Danke für deine unheimlich liebe Nachricht! Weißt du was? Die Heilungsgeschichte geht weiter. Ich habe tatsächlich nahezu pünktlich (Tag 26, statt üblich 28) und vollkommen ohne Schmierbl. meine Regel bekommen. Also direkt ein paar Tage nach der Operation. das Unglaubliche: ich habe zum ersten Mal seit vielen Jahren eine normale Regelblutung. Das bedeutet, dass ich wunderbar mit normalen Binden auskommen kann (so kurz nach der Operation möchte ich noch kein Cup verwenden) im Gegensatz zu jahrelangem super plus Tampons verwenden, die ich einmal in der Stunde wechseln musste und mit Binden kombiniert habe um den Weg in die Arbeit zu überstehen. Ich bin dann aus Verzweiflung auf ein großes Cup umgestiegen, das ich aber auch sehr oft leeren musste.
Ich war immer derart erschöpft. Jetzt bin ich viel weniger müde..
Ich kann nur allen Frauen, die eine besonders starke Periode haben und an Schmierblutungen leiden, empfehlen zu hinterfragen ob sie eventuell Polypen haben!

Dir wünsche ich alles alles Liebe!
Rena
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Stichworte
durchlässigkeit, eileiter, polyp, spiegelung

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