Regina3
27.09.2009, 11:40
Hallo zusammen,
ich möchte Euch kurz erzählen, wie es gestern mit dem Infostand auf dem Basar gelaufen ist.
Zunächst einmal, für diejenigen, die es noch nicht wissen: Die Kolpingfamilie in der Nachbarstadt hat unser Projekt für förderwürdig gehalten und möchte den Erlös des Kleiderbasars dieses Mal für unsere Klinikaktion stiften.
Aufmerksam geworden war die Kolpingfamilie durch einen Bericht in der lokalen Presse und einen weiteren Bericht in der Bistumszeitung (beide schon im April/Mai).
Sie wiesen mich auf die Möglichkeit hin, eine Stellwand fertig zu machen, um den Basarbesuchern mitzuteilen, für welchen Zweck der Erlös dieses Mal bestimmt ist.
Ich dachte mir, dass eine solche Stellwand wahrscheinlich nicht gut beachtet werden würde, und hatte mich entschlossen, als Ansprechpartner während des Basars dort zu stehen. Das hat sich als gut und richtig erwiesen - ohne meine Anwesenheit dort, wären die meisten an der Stellwand "vorbeigerauscht"...
So jedoch konnte ich gezielt die Menschen, die aus dem Gemeindesaal herauskamen (die Stellwand war direkt im Eingangsbereich vor dem Gemeindesaal) ansprechen und fragen, ob ich sie darüber informieren dürfe, wohin der Erlös des diesjährigen Kleiderbasars geht. Und der überwiegend größte Teil hat sich angehört, was ich zu sagen hatte.
Alle, die ich angesprochen habe haben mir erzählt, dass sie das für eine gute Idee halten und einige sind "etwas tiefer" ins Thema eingestiegen und haben nachgefragt, waren interessiert und/oder fragten direkt nach einer Möglichkeit etwas zu spenden.... :)
Ich hatte Flyer mit und konnte sowohl den Flyer "Helfende Hände gesucht" als auch den Flyer mit den Boxenpatenschaften abgeben, an Menschen, bei denen ich den Eindruck hatte, dass die Flyer nicht zu Hause im Altpapier landen......
Zwei oder drei Frauen hatten selbst in ihrer Schwangerschaft große Angst um ihre Kinder haben müssen und lange Zeit in Krankenhäusern gelegen und dort auch z.T. miterlebt, dass andere Mütter sich von ihren Babys verabschieden mussten. Eine Kinderkrankenschwester war sehr interessiert und sagte, sie werde direkt auf der Homepage der Klinikaktion schauen, da sie mittlerweile in Aschaffenburg wohne und werde sich über die Aktion informieren, denn sie halte dies für eine sehr gute Aktion und wolle sich gerne einbringen.
Alles in allem gab es viele gute Gespräche und ich hoffe, dass ich als "Multiplikatorin" der Aktion Hilfe leisten konnte, dass noch mehr Menschen sich angesprochen fühlen, in irgendeiner Form zu helfen.
Leider hatte ich auch eine (einzige) negative Reaktion - auch das möchte ich hier nicht verschweigen. Die Frau von der Presse - selbst schon etwas älter - und bei den Mitgliedern der Kolpingfamilie offenbar bekannt, kam um die "Fakten" über den Basar zu notieren, da es immer einen kleinen Bericht in der Zeitung gibt. (Parallel waren gestern leider zwei weitere Basare, die sich leider in der Teilnehmerzahl und der Besucherzahl niederschlugen).
In diesem Bericht wird auch immer der wohltätige Zweck genannt, der im jeweiligen Jahr den Erlös bekommt.
Sie wurde an mich verwiesen und ich habe ihr erklärt, was unsere Klinikaktion bezweckt. Ihre erste Reaktion war leider: "versteh ich Sie richtig? Sie wollen tote Babys bekleiden? Das macht doch gar keinen Sinn!" :icon_sad:
Ich habe ihr versucht zu erklären, warum das sehr wohl Sinn macht - danach war ihre Reaktion: "das kommt doch so oft gar nicht vor - das können Sie mir nicht erzählen, das glaube ich Ihnen nicht...."
Ich war ehrlich gesagt wie vor den Kopf geschlagen - sie sprach dann noch kurz mit einem Mitarbeiter der Kolpingfamilie, das gab mir Zeit mich ein wenig zu fassen. Ich bin dann erneut auf sie zugegangen und habe ihr noch einiges erzählt - wobei sie jedoch einfach bei Ihrer Aussage blieb: "ich glaub Ihnen das aber nicht!" Ich habe ihr den Flyer zu weiteren Information mitgegeben - sie meinte aber direkt: "ich bin vielbeschäftigt - da habe ich keine Zeit für!" und für den Presseartikel sei es ohnehin egal, da würde nur kurz erwähnt, wo das Geld hin ginge.....:icon_sad
Als ich mich verabschiedet habe, habe ich mit einigen Mitgliedern der Kolpingfamilie darüber gesprochen, wie sehr mich diese "Das-glaub-ich-aber-nicht-und-das-hat-doch-keinen-Sinn-Haltung" schockiert hat, es war total nett zu sehen, wie sehr diese Menschen hinter unserer Aktion stehen und versucht haben mich darüber hinweg zu trösten und mir versicherten, wir sollten bitte weitermachen und uns durch solche Kommentare nicht entmutigen lassen, wir seien auf einem guten und richtigen Weg....
Jetzt ist leider der einzige Wermutstropfen der gestrigen Aktion sooo lang geworden - aber ich möchte noch einmal betonen, dass ich glaube, dass ich gestern einige "mitnehmen" konnte, die unsere Aktion für gut und richtig halten und sich demnächst vielleicht mit Handarbeiten oder einer Boxenpatenschaft beteiligen werden.....
Ganz liebe Grüße
Regina
ich möchte Euch kurz erzählen, wie es gestern mit dem Infostand auf dem Basar gelaufen ist.
Zunächst einmal, für diejenigen, die es noch nicht wissen: Die Kolpingfamilie in der Nachbarstadt hat unser Projekt für förderwürdig gehalten und möchte den Erlös des Kleiderbasars dieses Mal für unsere Klinikaktion stiften.
Aufmerksam geworden war die Kolpingfamilie durch einen Bericht in der lokalen Presse und einen weiteren Bericht in der Bistumszeitung (beide schon im April/Mai).
Sie wiesen mich auf die Möglichkeit hin, eine Stellwand fertig zu machen, um den Basarbesuchern mitzuteilen, für welchen Zweck der Erlös dieses Mal bestimmt ist.
Ich dachte mir, dass eine solche Stellwand wahrscheinlich nicht gut beachtet werden würde, und hatte mich entschlossen, als Ansprechpartner während des Basars dort zu stehen. Das hat sich als gut und richtig erwiesen - ohne meine Anwesenheit dort, wären die meisten an der Stellwand "vorbeigerauscht"...
So jedoch konnte ich gezielt die Menschen, die aus dem Gemeindesaal herauskamen (die Stellwand war direkt im Eingangsbereich vor dem Gemeindesaal) ansprechen und fragen, ob ich sie darüber informieren dürfe, wohin der Erlös des diesjährigen Kleiderbasars geht. Und der überwiegend größte Teil hat sich angehört, was ich zu sagen hatte.
Alle, die ich angesprochen habe haben mir erzählt, dass sie das für eine gute Idee halten und einige sind "etwas tiefer" ins Thema eingestiegen und haben nachgefragt, waren interessiert und/oder fragten direkt nach einer Möglichkeit etwas zu spenden.... :)
Ich hatte Flyer mit und konnte sowohl den Flyer "Helfende Hände gesucht" als auch den Flyer mit den Boxenpatenschaften abgeben, an Menschen, bei denen ich den Eindruck hatte, dass die Flyer nicht zu Hause im Altpapier landen......
Zwei oder drei Frauen hatten selbst in ihrer Schwangerschaft große Angst um ihre Kinder haben müssen und lange Zeit in Krankenhäusern gelegen und dort auch z.T. miterlebt, dass andere Mütter sich von ihren Babys verabschieden mussten. Eine Kinderkrankenschwester war sehr interessiert und sagte, sie werde direkt auf der Homepage der Klinikaktion schauen, da sie mittlerweile in Aschaffenburg wohne und werde sich über die Aktion informieren, denn sie halte dies für eine sehr gute Aktion und wolle sich gerne einbringen.
Alles in allem gab es viele gute Gespräche und ich hoffe, dass ich als "Multiplikatorin" der Aktion Hilfe leisten konnte, dass noch mehr Menschen sich angesprochen fühlen, in irgendeiner Form zu helfen.
Leider hatte ich auch eine (einzige) negative Reaktion - auch das möchte ich hier nicht verschweigen. Die Frau von der Presse - selbst schon etwas älter - und bei den Mitgliedern der Kolpingfamilie offenbar bekannt, kam um die "Fakten" über den Basar zu notieren, da es immer einen kleinen Bericht in der Zeitung gibt. (Parallel waren gestern leider zwei weitere Basare, die sich leider in der Teilnehmerzahl und der Besucherzahl niederschlugen).
In diesem Bericht wird auch immer der wohltätige Zweck genannt, der im jeweiligen Jahr den Erlös bekommt.
Sie wurde an mich verwiesen und ich habe ihr erklärt, was unsere Klinikaktion bezweckt. Ihre erste Reaktion war leider: "versteh ich Sie richtig? Sie wollen tote Babys bekleiden? Das macht doch gar keinen Sinn!" :icon_sad:
Ich habe ihr versucht zu erklären, warum das sehr wohl Sinn macht - danach war ihre Reaktion: "das kommt doch so oft gar nicht vor - das können Sie mir nicht erzählen, das glaube ich Ihnen nicht...."
Ich war ehrlich gesagt wie vor den Kopf geschlagen - sie sprach dann noch kurz mit einem Mitarbeiter der Kolpingfamilie, das gab mir Zeit mich ein wenig zu fassen. Ich bin dann erneut auf sie zugegangen und habe ihr noch einiges erzählt - wobei sie jedoch einfach bei Ihrer Aussage blieb: "ich glaub Ihnen das aber nicht!" Ich habe ihr den Flyer zu weiteren Information mitgegeben - sie meinte aber direkt: "ich bin vielbeschäftigt - da habe ich keine Zeit für!" und für den Presseartikel sei es ohnehin egal, da würde nur kurz erwähnt, wo das Geld hin ginge.....:icon_sad
Als ich mich verabschiedet habe, habe ich mit einigen Mitgliedern der Kolpingfamilie darüber gesprochen, wie sehr mich diese "Das-glaub-ich-aber-nicht-und-das-hat-doch-keinen-Sinn-Haltung" schockiert hat, es war total nett zu sehen, wie sehr diese Menschen hinter unserer Aktion stehen und versucht haben mich darüber hinweg zu trösten und mir versicherten, wir sollten bitte weitermachen und uns durch solche Kommentare nicht entmutigen lassen, wir seien auf einem guten und richtigen Weg....
Jetzt ist leider der einzige Wermutstropfen der gestrigen Aktion sooo lang geworden - aber ich möchte noch einmal betonen, dass ich glaube, dass ich gestern einige "mitnehmen" konnte, die unsere Aktion für gut und richtig halten und sich demnächst vielleicht mit Handarbeiten oder einer Boxenpatenschaft beteiligen werden.....
Ganz liebe Grüße
Regina