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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Toll, jetzt sind meine Kinder weg...


bata
17.08.2009, 11:53
und ich könnte endlich mal irgendwas für mch machen,statt dessen renn ich hier unruhig hin und her. :-(
Hallo ihr Lieben,
es ist nicht das erste mal, dass meine beiden "großen" auf Hortreise sind.
Ich weiß, sie sind bestens betreut und weiß auch, sie werden Spaß haben.
Aber, als mein Jüngster, der gerade im Hort eingewöhnt wird, so verzweifelt war, hätt ich mitheulen können. :-(
Nun ja, hab ich letztlich nicht ;-)
aber statt die kinderfreie Zeit mal zu nutzen, um ein Buch zu lesen oder auszuspannen, bin ich irgendwie nervös.
Ich hoffe mal, das ändert sich morgen...
Liebe Grüße, Bata

Claudi67
17.08.2009, 13:26
Liebe Bata,

ich schick dir einfach mal einen lieben verständnisvollen Gruß -
und wünsche dir, dass du es in der kommenden kinderfreien Zeit doch mal irgendwann schaffst,
die Nervosität abzulegen
und auch mal was Gutes für dich zu tun!! :)

Liebe Grüße
Claudia

Sanne_E
17.08.2009, 16:02
Hallo Bata,

ich hoffe, Du konntest inzwischen ein, zwei Tassen Latte oder ähnliches zu Dir nehmen und bist wieder etwas ruhiger....


So alle auf einmal weg ist auch nix, gell.... ;)


Ich wünsch Dir trotzdem noch ein paar schöne sonnige und ruhige TAge in denen Du ein bissl was für Dich tun kannst!!

Liebe Grüße vo

Gina
17.08.2009, 17:43
Liebe Bata,

ach, ich kann Dich sooo gut verstehen!

Man weiß eigentlich, es ist alles okay,
doch der *es-könnte-ja-sein-Gedanke* schleicht sich ein.
Da könnte man mit der Zeit soviel anfangen
und stattdessen lässt man sie verstreichen.

Mir ist es früher ähnlich ergangen
und als die Jungen älter wurden,
wurde ich gelassener.

Ich bin total gelassen ...
... bis mein Nesthäkchen auf Klassenfahrt gehen wird.
Ich glaube, dann wird alles nochmal anders.

Liebe Bata, die Kleinsten machen es uns fast so schwer wie die Großen.
Bei Romina habe ich dauernd Sorgen gehabt,
die ich nach *bereits fünfmal erlebt* mir nicht hätte machen sollen.
Ich denke, dass uns bewusst ist,
vieles gerade zum letzten Male zu erleben
und das macht uns das Loslassen wieder ein bissel schwerer.

Liebe Grüße
Gina

HeikeW
17.08.2009, 21:35
Liebe Bata,

ich kenne das auch, darf ich etwas ausholen?

Ja, darf ich :yum:

Als ich das erste Mal ohne Kinder war - alle drei auf einmal weg,
da hatte ich mir für diese kurze Zeit von drei Tagen sehr viel
vorgenommen.

Ich wollte die Bude aufräumen, liegen gebliebene Post erledigen,
meine Wäsche auf Null fahren, mit meinem Mann essen gehen,
ausschlafen, ein Buch lesen, meine alte Sammlung an Briefen
aussortieren, meine Badezimmer renovieren, zum Frisör gehen,
eine liebe Freundin besuchen und mal

ganz in Ruhe zu mir kommen.

Alles Dinge, die ich ja mit Kindern und Alltag, Schule, Kindergarten,
Bespassung und sonstigem Programm nicht auf die Reihe kriege.

Statt dessen stand in dieser freien Zeit aber immer jemand anders
in meinem Focus, der mich nervte, mich nervös, ruhelos und müde
machte, der meine Gedanken im Kreis herum schickte.

Und als ich nach einer Weile genauer hinschaute, was dieser jemand
anders - ich selbst!

Ich bin es so gewohnt, mir selbst nicht über den Weg laufen zu müssen,
dass ich mich erschrecke, wenn ich es dann tue, denn in mir finde ich
eine Menge Unruhe, Ängste, Unzufriedenheit.

Da laufe ich gerne weg, und wenn die Familie mich in Beschlag nimmt,
dann geht das auch ganz einfach, ich habe ja schließlich ein
Riesenprogramm,

aber wenn sie plötzlich nicht da ist, dann tue ich auch nicht, was
ich doch eigentlich will: Bei mir Ankommen!

Dieses erste mal ganz ohnen Kinder seit fast 20 Jahren hat mich
dann geläutert: Es sind nicht die Kinder, die mich in die Flucht schlagen,
ich nehme auch Zuflucht in den Kindern, um um mich selbst herum
zu kommen.

Ich übe das jetzt seit Jahren. Wenn ich Zeit für mich habe, will ich
erst mal herausbekommen, was ich damit wirklich anfangen will.

Und ob ich es schon besser schaffe, mit mir alleine zu sein.

Nicht, weil ich meditieren will,
sondern einfach nur, weil ich diese Nervösität kenne,
und mir wünsche, ich würde mich selbst nicht so nervös machen.

Der andere Teil ist der Teil der mütterlichen Sorge. Aber ich habe
auch gelernt, dass ich diese nur allzu oft gerne vor das eigentliche
Problem gestellt habe: Wie geht es mir, wenn ich mich ganz für mich
alleine habe.

DA muss ich dann plötzlich mich lieben, mich verstehen, mir begegnen.

Gar nicht so einfach - aber es ist ein wunderbares Projekt, es immer
wieder auszuprobieren.

ICH bin ICH bin ICH bin ICH - wie groß und großartig bin ich DOCH!

Schwere Übung, nicht wahr?

Ich glaube, es gehört in die chinesische Auffassung, das jeder Mensch,
der gesund bleiben möchte, neben Familie, Freunden und Job auch
kreative einsame Phasen mit sich selbst erlebt. Und genau das haben
wir nicht gelernt.

Aber das wieder zu erlernen ist wirklich lohnenswert.

Auch, wenn es ein ziemlicher Kraftakt ist, sich aus all den Bewertungen
herauszuschälen und mal

ganz bei sich selbst anzukommen.

Ich drück Dir ein Bussi auf,

Heike

bata
19.08.2009, 06:48
Ihr Lieben,
danke. :-)
Jetzt hat sich das gelegt. :-)
Ich genieße es im Moment, mit Robin zu spielen, ein paar Tage keine Streitereien zu haben...

Heike, da hast Du wohl einen Punkt getroffen. :-)
Ja, es ist komisch, sich plötzlich ein paar Stunden mit mir auseinander zu setzen, bin ich doch sonst immer perfekt abgelenkt...
Ich bin ja sonst auch mal allein , aber jetzt enfallen Logistik, Terminstress, Streitereien...
Und ich genieße das jetzt einfach mal, auch wenn mir meine beiden großen fehlen ;-)
Liebe Grüße a Euch alle, Bata