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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ein guter Rat für die künstliche Befruchtung


Biggi
28.06.2009, 09:05
Guten Morgen, ihr LIeben,

ich wollte das schon lange mal angehen,
nun, nach Theresas Posting habe ich den nötigen Stupps,
es auch mal anzugehen.

Ich würde so gerne eine "Gute-Rat"-Liste anlegen,
von den Frauen hier,
die schon Erfahrungen in einer schulmedizinisch Unterstützten Empfängnis haben.

Eine erste wichtige Frage wäre beispielsweise:
Wie sind die Möglichkeiten und Erfahrungen Deutschland, wie sind ´sie im Ausland. Da im Ausland Blastozysten retransferiert werden, scheint die
Erfolgsquote dort höher.
Doch, wenn ich mich fürs Ausland entscheide- für welches?

Wie sind die Erfahrungen mit länderübergreifenden Praxen und deren Netzwerken?

In letzter Zeit treffen bei uns Berichte ein- aus dem Norden und der Mitte-
denen zufolge auch in Deutschland Blastozyten retransferiert wurden.
Da wird dann einfach mal ein Freitagstermin abgesagt, und Montag sehen die Embryonen schon ganz anderes aus...:)

Wie kann man ein wenig Feierlichkeit für sich selbst in die ganze Prozedur
brigen, wenn man schließlich in einem vollen Wartezimmer steht, vielleicht sogar eine Nummer dafür ziehen muss?

Was habt ihr Euren Chefs erzählt ?

Wessen mann war beimTransfer dabei, wessen nciht ?

Wie unterschiedlich (!!!!)
ist die Begleitung und das Prozedere der anschließenden
Schwangerschaftstests?
Dieses schwankt sehr.
Von: "Kommen sie in zwei Wochen wieder " und dann: 2Wir rufen sie an"- bishin zu "Hier haben sie schon mal 10 SS-Tests, die können Sie inzwischen ja machen, und wenn sie positiv sind, kommen sie in zwei Wochen wieder".

Ich habe das nur mal knackig formuliert, um es bildlich zu machen,
das soll keine Bewertung sein.
Vielmehr fände ich es schön, wenn eine Frau, die in eine Kinderwunschklinik
geht, bereits vorher sehr gut informiert ist, welche Etappen sie vor und hinter sich hat.
Wenn sie sich auch emotional einen Plan zurechtlegen kann.
(urlaub oder by-the-fly ?)

Wenn sie vielleicht vorher die spannenden Stellen kennt.

Und sie weiß, welche Unterschiede es im Procedere gibt.

Wird sie die Hormone spritzen müssen?
Oder wird sie nur ein Pflaster bekommen?

Darf sie ihre Embryonen unter dem Mikroskop anschauen vor dem Transfer?
Darf sie selbst auch mit aussuchen?
Darf sie davon ein Foto haben?

Gibt eine IVF auch ohne Stimulierung?
Wieviel Geld spart man da?

Wieviel kostet eine Kryokonservierung,
wie lange macht man das,
was kostet das viertel-jahres-abonnement,
und was kostet das auftauen?

Wenn ich dann Mutter bin,
was mache ich mit meinen verbliebenen Eisbärchen?

Wie kann ich eine künstliche Befruchtung sonst unterstützen?
Homöopathie, Vitamine, Ernährung,
sollte ich hinterher Sex haben, oder nicht.

Ist zunächst versucht worden, ein suboptimales Spermiogramm
durch hormonelle Unterstützung des Mannes zu verbessern?
(Hier gibt es riesengroße Unterschiede)

Upps,
die Fragen fallen mir hier nur so auf die Tasten.

Ihr könnt euch vorstellen, dass bei uns in Tremmen Berichte
aus weiter Streuung ankommen,
und immer wieder staunen wir über die großen Unterschiede.

Ich kann mir vorstellen,
dass es hilfreich ist, für diejenigen, die den Weg in ein Fertility-Center vor sich haben, den einen oder anderen guten Rat von "Erfahrenen Frauen" zu bekommen.

Daraus könnten wir dann eine "Gute-Rat" Liste erstellen,
aber auhc einen Überblcik verschaffen,
der über die Homepages der verschiedenen Kliniken hinausgeht.

Ich würde mich wirklich freuen, wenn Ihr dies unterstützen würdet.

lieber Gruss

Biggi

Stefy
28.06.2009, 13:15
Liebe Biggi,

ich bin erst seit März 2009 in einer KiWu-Klinik und bin im Moment schwerstens damit beschäftigt meine SD-Werte in den Griff zu bekommen, da man bei mir in den Voruntersuchungen Hashimoto festgesetellt hat. Somit kann ich leider bisher keine Antwort zu Deinen Fragen beisteuern.

LG
Stefy

dagmar
28.06.2009, 13:43
Liebe Biggi,

wir haben sechs Mal ICSI gemacht mit zwei Schwangerschaften. Leider mussten wir das erste Kind hergeben, deshalb haben wir jetzt auch schon wieder vier Fehlversuche hinter uns. Bei den ersten beiden Schwangerschaften hat es auf Anhieb geklappt. Wir waren jeweils in Oesterreich und haben Blastozyten transferieren lassen. Mittlerweile ist das auch in Deutschland möglich, weswegen wir einen weiteren Versuch in Deutschland starten.

Ich habe mich immer über das Forum vorbereitet, obwohl ich den Versuch selbst für mich behalten habe. Es war mir wohler so. Wir haben so ziemlich alle Tipps hier ausprobiert, leider hat es für eine natürliche Empfängnis nie gereicht. Mittlerweile ist auch die Empfängnis per ICSI schwierig geworden. Ich verlasse mich weiterhin aufs Forum. Habe ich mich doch schon so gewaltig entwickelt und bin stärker geworden in meiner gesamten Persönlichkeit. Ich empfinde das Forum auch für unseren Weg sehr unterstützend und hilfreich.

liebe Grüsse Dagmar

Pascale
28.06.2009, 16:37
Hallo,
ich selbst habe keine Erfahrungen und hoffe, dass es trotz vernarbter Eileiter noch natürlich geht.
Aber zwei Paare aus unserer Familie haben es im Ausland gemacht, allerdings dort wo sie auch selbst leben.
In Frankreich wird es biis 40 von der Kasse bezahlt. Allerdings sollte man zu einem Arzt gehen, der viel Erfahrung hat und darauf spezialisiert ist. Auch hier gibt es viele, die einfach nur mehr verdienen will. Für einen guten Arzt zahlt man auch etwas mehr.
Das andere Paar lebt im nahen Osten, sie waren bei einem American Hospital, dort kostet es 1500 Dollar (also mit dem heutigen Kurs vielleicht 1000 Euro), plus die Medikamente. Sollte es nicht klappen, wird es schnell immer billiger, sie geben sich also viel Mühe, denn sonst zahlen sie drauf.
Dort gibt es keine Gesetze, also wenn man acht Embryonen hat, kann man, wenn man das will, sich auch acht Embryonen einsetzen lassen, wobei sie in Frankreich bis 36 nur einen nehmen und dann zwei und später dann drei und auch nur vier Versuche tragen.
Das Paar das im nahen Osten lebt ist dort zu einem aus den USA bekannten Spezialisten gegangen, der wirklich als sehr sehr gut gilt.
Das Problem mit dem Ausland ist, denke ich, dass man niemals zu irgendwem gehen sollte, sondern halt die Beziehungen vor Ort haben muss.
Liebee Grüsse

Heidi-03
28.06.2009, 21:27
Hallo Biggi,

ich finde so eine Liste mit Hinweisen, was einen alles auf dem Weg "Behandlung in der KIWU-Klinik" begegnet ganz gut.

Sicher wird man heute sehr gut informiert, es gibt super viel zu lesen und auch das Internet bietet eine breite Palette. Aber in der KIWU-Klinik, wo wir waren, waren die Informationen alle sehr sachlich und medizinisch. Die psychologische Seite und auch sämtliche Emotionen blieben völlig unberührt.
Aber mal von vorne. Ich versuche mich ein wenig an Deinen Fragen entlang zu hangeln.

Ich habe inzwischen eine erfolgreiche ICSI hinter mir. Wir hatten großes Glück, dass es gleich beim ersten Versuch geklappt hat. Grund für den Schritt war eine Eileiterschwangerschaft, wodurch einer meiner Eileiter beschädigt wurde und mein Alter.
Wir wussten schon vor dem ersten Besuch in der KIWU-Klinik (in Deutschland), dass die Ärzte dort nicht dafür bekannt sind, dass sie die emotionale Seite auffangen und haben uns so schon von Anfang an darauf eingestellt, dass wir dies jetzt erstmal als Paar selber tragen müssen.

Dennoch hatten wir uns für die Praxis entschieden. Erstens war die Erfolgsquote der Ärzte dort ganz gut und zweitens war die Praxis wohnortnah.
Ein Transfer mit Blastozyten war bei uns kein Thema (2007). Ich weiß nicht ob sich die Gesetzeslage geändert hat, aber vor 2 Jahren war es noch nicht erlaubt. Unser Transfer fand bereits nach 2 Tagen statt und zwar auf Grund meines Alters 3 Eizellen. Gesehen habe ich die Zellen nicht. Ich war auch froh, dass sich die Zellen überhaupt befruchten haben lassen, da die Ausbeute nicht sonderlich groß war und ich auf die stimulierenden Hormone nur sehr schwerfällig angesprochen habe.
"Eisbärchen" gibt es also keine.

Die Medikamente wurden alle gespritzt, auch die zur Downregulierung. Ich hatte dann auch noch unterschiedliche Hormone und musste mir bis zu 3 Spritzen am Tag selbst geben. Das war aber eigentlich nicht schlimm, man gewöhnt sich ein wenig daran. Ich brauchte nur immer einige Zeit dafür, weil ich es alles in Ruhe machen wollte.

Wie hast Du es so schön geschrieben "Feierlichkeit" die gab es eigentlich in dem Prozess nicht. Ich habe zwar versucht etwas los zu lassen um nicht diesem Gefühl von "GRRRR - warum-muss-ich-da-durch- und-andere-......-lustig-und-sind-einfach-so-schwanger" nicht ganz zu verfallen, aber so ganz ist mir das nicht gelungen.

Das war sicher ein Grund, warum ich dann auf Dein Buch gestoßen bin. Es hat mir in dieser Phase wirklich Erleichterung gebracht und ich habe die Übungen darin (Silberschnur, etc.) genossen, weil mich das so schön von diesem Medikamenten-Sortiment im Kühlschrank abgelenkt hat. (Das klingt jetzt vielleicht etwas flapsig, ist aber nicht so gemeint, ich bin mir ziemlich sicher, dass die Arbeit in dieser Hinsicht ein sehr wichtiger Beitrag zum Erfolg war)

Wie war das mit dem Chef. Ich hab zum Glück einen sehr netten Chef und hab ihm einfach gesagt, dass ich ein paar Probleme habe und deshalb öfter mal zum FA muss. Er hat nicht nachgefragt und gemeint, dass es ok wäre.
Als mich die KIWU-Praxis allerdings nach dem Transfer bis zum Schwangerschaftstest und dann bis zur 12. SSW gnadenlos krank geschrieben hat war er doch etwas zerknirscht.

Einen Schwangerschaftstest habe ich nicht gemacht und es wurde auch keiner in der KIWU-Praxis gemacht. Es wurde ca. 17 Tage nach dem Transfer Blut abgenommen und das Laborergebnis dann per Telefon noch am gleichen Tag mitgeteilt.
Ich hab mir den Schwangerschaftstest verkniffen und habe einfach abgewartet, was bei der Blutabnahme herauskommt.

Mein Mann war bei allen wichtigen Untersuchungen und Behandlungen dabei.

Sonstige Unterstützung des ganzen Prozesses gab es nicht, von Wegen Vitamine, Homöopathie, etc. Aber ich fand es auch schon aufwendig genug die Arztbesuche und die ganze Spritzerei unter einen Hut zu bekommen.

Alles in allem habe ich mir immer gewünscht, dass sich mir der Sinn irgendwann erschließt, warum ausgerechnet ich diesen Weg gehen musste. Vielleicht kann ich ja hier ein wenig dazu beitragen.

Noch scheue ich mich etwas, diesen Weg ein 2. mal zu gehen, aber das Ergebnis war alle Mühe wert.

Ganz liebe Grüße Heidi

Anne68
28.06.2009, 23:16
Liebe Biggi,
einen "Rat" habe ich leider noch nicht, aber einige Erfahrung mit IVF und ICSI, die ich hier mal zusammenfassen möchte.

Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen nur von 25 bis 40 Jahre (bei der Frau) und wenn das Paar verheiratet ist. Und, ich glaub seit 2007, auch nur noch 50 %. Die Privaten sind da etwas moderner und haben sich der zunehmenden Lebenserwartung angepasst - meine zahlt bis 45 Jahre. Die Kassen übernehmen insgesamt 3 Versuche. Sollte sich eine Schwangerschaft einstellen, eventuell einen 4. Versuch (hängt wohl vom Statement des Arztes ab, wie sinnvoll ein weiterer Versuch ist...)

Die Kosten sind sehr unterschiedlich, aber so richtig teuer ist in der Regel nicht die Behandlung, sondern die Hormone, die während der Behandlungzeit gespritzt werden müssen (bei meiner 2. ISCI waren es z.B. 1800 Euro).

Blastozystenkultur (also die befruchtete Eizelle länger als 3 Tage im "Brutschrank") ist in Deutschland wohl erlaubt, denn ich habe sie bekommen. Allerdings kostet das rund 200 Euro mehr. Nach meinen Infos sinkt zwar die Zahl der überlebenden befruchteten Eizellen nochmals, aber die dann noch übrig sind, haben gute Chancen. Bei mir wars tatsächlich so, dass 4 Eizellen punktiert wurden, 2 ließen sich befruchten, 1 hielt durch bis zum Blastozystenstadium und wurde eingesetzt - und ich wurde schwanger.

Mein FA nahm mich vor dem Transfer mit ins Labor und ließ mich durchs Mikroskop die kleine "Morula" sehen. Ein erhebender Moment, ich hatte das Gefühl, das "Lockenköpfchen" (wie mein Mann :smile5: ...) winkt mir zu! Hab dann auch immer fleißig mit meiner "Morula" geredet. Leider wurde sie von einem Hämatom in der Gebärmutter verdrängt - Fehlgeburt.

Meinen Mann hatte ich bei fast jeder Behandlung mit dabei - beim Transfer durfte er auch noch mal ganz genau das Röhrchen sehen mit der Morula drin. Dann durfte ich noch 20 Minuten allein mit meinem Mann im Behandlungszimmer liegen - wir hielten uns an den Händen. Trotz allen Umständen ein sehr inniger Moment.

Schlimm und stressig war für mich das "Ständig-auf-dem-Sprung-Sein". Ich bin viel beschäftigt und habe viele Termine, die dann - kurzfristig - abgesagt, nachgeholt oder ein Ersatz dafür gefunden werden musste.
Beim zweiten ICSI-Zyklus wurde mir dann auch das tägliche Spritzen sehr, sehr lästig (mein Mann hats gemacht - der ist ein Schatz und macht ALLES für mich :icon_cool:), mir tat einfach mein armer, zerstochener Bauch leid.

In der IVF-Klinik und vor allem bei MEINEM behandelnden Arzt hab ich mich eigentlich sehr gut aufgehoben und sehr wohl gefühlt.

Nach dem Transfer wurde ein Termin auf 14 Tage später vereinbart und ein Schwangerschaftstest gemacht - den ich mit heim nehmen durfte zum Herzeigen :-)

Bei der ersten ICSI bekam ich 2 Eizellen eingesetzt und eine Großaufnahme davon. Ich fand das sehr nett.
Leider hab ich immer nur - trotz Hormon-Höchstdosis - sehr wenige Eizellen "produziert", so dass ich mit Kryo-Konservierung keine Erfahrung habe.

Meinem Chef hab ichs gesagt, was los ist. Mit Frau und 2 Töchtern zuhause hat er da Gott sei Dank ziemlich viel Verständnis gezeigt :-)

Was ich heut anders machen würde:
* Deine Bücher vorher lesen,
* Fruchtbarkeitsmassage machen (lassen)
* den Körper zuvor "entgiften"
* mit Tees oder Phyto-L den Zyklus bisschen in Schwung bringen
* frei nehmen, wenn möglich, wenns in die "heiße Phase" geht (aber als Lehrerin leider nicht möglich)

Sollte ich es nicht auf natürlichem Weg schaffen, werde ich wohl zu einem dritten IVF-Versuch Anlauf nehmen. Mit dem guten Gefühl, meinen Körper nun bestmöglich drauf vorbereitet zu haben.

Liebe Grüße
Anne

Sandra_
29.06.2009, 08:53
Liebe Biggi,

auch von mir ein kleiner "Bericht" zu meinen bisherigen Erfahrungen:

Da meine beste Freundin den gleichen Weg gehen mußte, (sie hat jetzt 2 wunderbare Mädels) wußte ich ziemlich genau, was auf mich zukommen würde. Und so ging ich mit großer Vorfreude in den ersten ICSI Versuch. Das Spritzen fand ich nicht wirklich schlimm. Es brachte mich unserem Wunsch ja mit jedem Piekser etwas näher;-) Die Bauchschmerzen zum Ende hin konnte ich so ganz gut ertragen. Die Entnahme war völlig problemlos. 9 Eizellen, von denen sich 5 befruchten ließen. NAch drei Tagen wurden mir 2 wieder zurückgegeben. Mein Mann war natürlich dabei. Es war ein wahnsinnig emotialer Moment für mich. Ich mußte so sehr weinen. Die Arzthelferinnen waren soo lieb und hielten mir gemeinsam mit meinem Mann die Hand. Als meine Beiden bei mir waren, sagte eine der Arzthelferinnen: "So, jetzt sind sie schwanger." Das war so ergreifend, dass ich jetzt schon wieder weinen muß, wenn ich daran denke. Ich sprach in den darauffolgenden Tagen immer mit ihnen und fühlte mich soo nah. ANch drei Tagen jedoch hatte ich Bauchkrämpfe und Durchfall. Ich konnte ab diesem Tag den Kontakt nicht mehr wirklich finden. Nach 10 TAgen fuhr ich zum Test in die Praxis. Nachmittags kann man dort dann anrufen. Das ist natürlich der schwierigste Tag in dieser ganzen Zeit gewesen. das Anrufen ist natürlich keine schöne Prozedur, aber ich weiß auch nicht, wie man das anders gestalten kann? Letzten Endes ist gleich, wie die negative Nachricht, die wir dann leider erhalten haben, einen erreicht. Für mich zumindest. Seltsamerweise war dann mit eine der schwierigsten Dinge überhaupt, mit meinen wenigen "Eingeweihten" zu reden. Ich wollte in den Tagen danach niemanden sehen. ich schrieb nur "SMS" mit: Leider negativ, bitte nicht anrufen.." Relativ schnell kam ich wieder zu Kräften und sagte mir immer wieder: Es war noch nicht unsere Zeit. Nach 3 Monaten bekam ich meine 2 Eisbärchen zurück. Bei diesem Transfer war ich viel entspannter. Mein Mann war wieder dabei. Er hat seine wichtige Dienstreise dafür unterbrochen, obwohl ich ihm gesagt hatte, es sei ok, wenn ich alleine bin. Das zeigte mir, wie wichtig ihm unser gemeinsamer Wunsch auch ist. Das war sehr schön:-) Wieder nach drei Tagen bekam ich Bauchkrämpfe. NAchdem ich nach dem ersten Versuch dieser Tatsache noch nicht so viel beigemessen hatte, war mir dieses Mal gleich klar, dass es das Zeichen für den Abschied war.(Kennt jemand solche Krämpfe? WAs ist das? Der Arzt meinte, nachdem ich es ihm nach dem zweiten Versuch erzählt hatte, ich solle beim nächsten MAl MAgnesium nehmen) Relativ gefaßt nahmen wir dann die erneut negative Nachricht auf. Die Ärzte hatten eine sehr gute Prognose gestellt, da die befruchteten Eizellen sich so wun derschön geteilt hatten. Wir durften sie und übrigens jedes Mal auf einem vergrößerten Foto ansehen. Die Ärzte waren immer sehr lieb und einfühlsam. Vorallem die Arzthelferinnen waren auch mit ganzem Herzen dabei:-)
Nun ja, das Ganze ist jetzt (ich kann es gerade nicht fassen, wenn ich so nachrechne) erst 6 Wochen her. Es kommt mir vor wie eine Ewigkeit. Ich wollte in den letzten Wochen nichts von ICSI&Co hören. Wir hatten es beim 2. VErsuch auch niemandem erzählt. ES weiß bis jetzt niemand. DAs ist allerdings auch gerade ein Problem für mich. So schwer es war beim ersten Mal, mit anderen darüber zu reden, so gut es tat, den zweiten Versuch alleine mit meinem Mann zu genießen und zu überstehen, so schwierig ist es auch, jetzt alleine zu sein mit dem Schmerz, der sich erst jetzt seit zwei Tagen löst. Ich bekomme meine Periode am Wochenende und kann gut damit umgehen. So langsam kann ich wieder mit meinen Seelchen reden. Das ist richtig befreiend und schön. Nachdem wir im August in unser neues Haus einziehen werden, werden wir es wieder wagen. Ich habe mir jetzt schon die homöopathischen Mittel, die Biggi in ihrem Posting empfiehlt, besorgt und werde sie dann auch nehmen.- die letzten beiden Male habe ich mich auf meine Ärzte und meine starke Psyche verlassen. Ja, das kann ich stolz sagen:-) Aber jetzt möchte ich mehr loslassen und noch mehr entspannen können. So ganz ganz langsam kann ich mir auch wieder vorstellen, schwanger zu sein.

Ich hoffe, ich konnte einige Fragen beantworten. Ich muß gerade feststellen, dass das gerade ein Stück Verarbeitung war...wie schön:-)
Es grüßt euch alle
Sandra_

Alles kommt zu dem warten kann.

Tani1978
29.06.2009, 13:12
Liebe Biggi,
ich habe mir letzte Woche Dein Buch "Gelassen durch die Kinderwunschzeit" und die CD (die ich echt super finde) gekauft.
Dann habe ich mal gegoogelt und siehe da - hier bin ich :-)

Gerne möchte ich hier meinen Beitrag für die Gute-Tipps-Liste leisten.
Aufgrund einer Eileiterentfernung war es von vornherein klar dass wir den Weg der künstlichen Befruchtung gehen müssen.

Ich habe Anfang 2008 mit meinem Frauenarzt darüber gesprochen, da für meinen Mann und mich immer klar war dass wir
gerne Kinder haben wollen. Er hat mich sehr gut beraten und mir auch Info-Material über eine Klinik mit gegeben, allerdings auch
mit dem Hinweis wir sollen uns mehrere Zentren / Kliniken anschauen und nach dem Bauchgefühl wo wir uns gut aufgehoben fühlen
wählen. Gesagt getan, wir haben uns einen Termin in einer Klinik geben lassen und waren gleich so begeistert da unser Arzt wirklich
das Talent hatte uns eigentlich mehr oder minder das Gefühl zu vermitten dass wir eigentlich sehr entspannt sein können, er kann
zwar nicht zaubern aber er wird alles erdenkliche für uns tun - also blieben wir :-)
Die ganze Vorbereitungszeit war für mich eine sehr spannende. Wir waren uns sehr sicher dass es funktionieren wird.
Die Spritzen verpasste mir mein Mann worüber ich sehr froh bin denn ich hätte mir keine einzige setzen können (könnt ja weh tun).

Bis auf einige unkontrollierte Heulanfälle habe ich nicht wirklich Beschwerden in der Hormonspritzen - Zeit gehabt.
Bei jedem Termin war mein Mann an meiner Seite. Sei es bei einfachen Vorbereitungsgesprächen,
beim Folli - TV oder bei dem emotionalsten Tag in der ganzen Phase beim Rücktransfer.

Wie ich auch schon gelesen habe, auch ich musste weinen als ich meine zwei kleinen als Bild sah und diese durfte ich mit nehmen (ist ja irgendwie
gleich zu setzen mit nem Ultraschallbild). Auch zu mir sagte der Arzt nach dem Rücktransfer "jetzt sind sie schwanger". Ich glaub das war der schönste Moment
in meinem ganzen Leben.

Es gibt so viele Tipps die einem dann jemand gibt, auch die Ärzte "Leben sie die nächsten 14 Tage einfach wie immer weiter"...bei mir hats nicht funktioniert.
Ich war schwanger, ich fühlte mich schwanger und so hab ich mich auch benommen :-) Es war so eine Mischung aus ich bin sooooo glücklich aber auch
leider ich bin soooo ängstlich. Jeden Tag haben mein Mann und ich mit den Krümels gesprochen, so als ob sie schon ganz feste geblieben sind.
Irgendwann nach 10 Tagen habe ich dann eine Schmierblutung bekommen. Damals hielt ich mich in Foren wo man mit "Leidensgenossen" seinen Frust,
seine Trauer aber auch Freude teilen kann (allerdings würde ich das jetzt nicht mehr machen, dass kann einen auch ein wenig wahnsinnig machen).
Die eine meinte "alles gut" die nächste "anfang vom Ende" - je mehr ich nach Kontakten suchte desto mehr war ich verunsichert.

Es hört sich sehr komisch an, aber irgendwie hab ich gespürt dass meine Kleinen sich verabschiedet haben. Der schwerste Tag war derjenige als ich in die Klinik
zum Bluttest musste (der einzige Tag wo ich ohne meinen Mann dort war). Irgendwie wollte ich da alleine sein.
Ja es war mir klar und trotzdem traft mich der Satz "tut mir leid sie sind nicht schwanger" so dermaßen hart. Zudem Verlust Schmerz kam auch noch hinzu dass mein Körper
total verrückt gespielt hat und ich sehr lange Blutungen hatte. Irgendwie fiel ich ganz extrem in ein Loch und fand keinen Weg raus. Mein Mann tut mir heute noch leid, weil
ich nicht fähig war meine Trauer zu leben und er immer sehr hilflos daneben stand.

Jetzt bin ich über den Berg und wir wollen demnächst einen neuen Versuch starten und ich werde einiges anders machen.

- Jetzt lese ich schon Dein Buch über die Kinderwunschzeit und verusche mit der Meditations CD ein wenig ruhiger zu werden
- Ich werde versuche mir nach dem Transfer ein paar Tage eine Aus-Zeit zu gönnen und nur das machen worauf ich Lust habe.
- Was für mich persönlich wichtig ist, schon ab dem ersten Tag der Hormonspritzen Therapie besser auf meinen Körper zu hören und es nicht wie vorher auf die leichte Schulter nehmen.
- Das tun wonach mir ist, einfach ein Wohlfühlprogramm starten

Zum Thema Chef / Umgebung informieren möchte ich folgendes anmerken:
Beim ersten Versuch konnte ich das meinem alten chef mitteilen, der mich auch unterstützt hat, da dieser jedoch nicht mehr im Unternehmen ist werde ich den nächsten Versuch nicht meinem Chef mitteilen. Es muss jeder selbst entscheiden ob er sich besser fühlt wenn er es seinem Umfeld mitteilt (vielleicht hilfreich damit die Leute wissen was mit einem los ist wenn man wegen Hormonen zum heulen anfängt :smile5:). Da ich allerdings gerade im Kollegenbereich (nach dem es nicht funktioniert hat) eine gewisse Schadensfreude entdecken musste, gehe ich lieber den Weg.

Obwohl es jetzt doch sehr lang geworden ist und ich mit Sicherheit auch nicht alle Emotionen niederschreiben konnte (sonst wäre es ja noch viel länger geworden :smile5:
freuen wir uns auf den nächsten Versuch und mit Hilfe des Buches und der CD fühle ich mich sehr sicher.

Allen Frauen die den Versuch starten oder nochmal starten wollen kann ich nur eines sagen: Immer nach vorne schauen und glaubt an euch und euren größten Wunsch!


Liebe Grüße
Tani

Pascale
29.06.2009, 15:10
Liebe Frauen,
ich muss sagen, dass ich ganz gerührt bin von Euren Erfahrungsberichten. Toll!
Und mir macht das Mut, einen neuen Weg einzuschlagen, wenn ich nun wirklich, wie mir prophezeit wurde, bei neuem natürlichen Versuch die Eileiter verlieren sollte!
DANKE!

Sybille
29.06.2009, 16:15
Hallo,
ich habe ja auch Erfahrungen in der Kinderwunschklinik gesammelt. Nach einem guten halben Jahr des Versuchens mit Clomifen, hat uns der Prof. aufgrund unseres Alters zu einer IVF geraten. Man muß dazu wissen, dass wir schon ein gemeinsames Kind haben. Spermiogramm war unauffällig und auch bei mir fand sich keine Ursache für den unerfüllten Kinderwunsch.
Dann hatten wir im Januar 08 einen IVF-Versuch. Da ließ sich von 7 Eizellen keine einzige befruchten. Das tut verdammt weh, diese Nachricht am Telefon zu bekommen. Im April haben wir uns dann wieder aufgerappelt und den zweiten und letzten Versuch gemacht. Aufgrund der 0-Befruchtung im ersten Versuch wurde das dann eine ICSI. Von 9 Eizellen ließen sich nun 4 befruchten. 2 bekam ich zurück, 2 wanderten ins Eis. Und nun habe ich hier Zwillinge, die bereits 6 Monate alt sind.

Zu Ausland habe ich keine Erfahrung. Wir wollten erst mal die hier genehmigten Versuche machen. Ich bekam die Eizellen zwei Tage nach Punktion zurück. Also auch zu Blastos kann ich nichts sagen.

Meine Chefin habe ich übrigens nicht informiert. Bei uns gab es zu der Zeit so viele Umstrukturierungen und ich wollte mich nicht in einer anderen Abteilung wiederfinden, weil ich so ehrlich war. Man muß schon wissen, dass man sehr viele Termine hat, wenn man sich in einem Versuch befindet. Das Wachstum der Follikel muß überprüft werden...
Ich konnte das ganz gut organisieren, da ich meine Arbeitszeit recht gut selbst einteilen kann und diese Kontrolltermine in der Praxis zwischen 7 und 8.30 Uhr gemacht wurden. Das ging dann zwar irgendwie zu wie am Fleißband, bei diesen Terminen war keien Zeit für ein ausführliches Gespräch mit dem Arzt... aber dafür hat an meinem ARbeitsplatz niemand etwas mitbekommen. Das war mir schon recht so. Ich hätte denen nicht erzählen wollen, dass es nicht geklappt hat...
Meinen Mann hatte ich übrigens selten dabei. Das hat dazu geführt, dass der Prof mal (nur so halb im Scherz sagte): aber zur Punktion müssen sie ihren Mann dann schon mitbringen. Ich hätte es schöner gefunden, wenn mein Mann mehr dabei gewesen wäre. Aber zum einen mußte sich ja auch jemand um Simon kümmern, zum anderen bringt es nicht viel, jemanden mitzuschleppen, der diese Termine nicht wirklich wahrnehmen will. AB positivem TEst hat er dann übrigens sehr viel mehr Anteil genommen. Beim Transfer fand ich es übrigens gut, ihn nicht dabei zu haben. Wir sind da so unterschiedlich, er erzählt gerne und viel. Für mich war das ein MOment, den ich ganz still und erfürchtig erleben wollte. Das hätte nicht so gut zusammen gepaßt.
Ich hatte 14 Tage nach dem Transfer einen Bluttest. Das Ergebnis durfte ich dann telefonisch erfragen. DAs gefällt mir sehr gut. Weil, wenn die Praxis anruft und ein "Negativ" verkündet, möchte ich das doch nicht am Arbeitsplatz erfahren... Habe mir auch eigene Tests vorher erspart, weil die ja auch falsch-positiv anzeigen können, wenn man bestimmte Medikamente nimmt.
Ich habe mich selbst gespritzt. Kein Mensch sagte mir, dass ich dazu Alkohol-Pads brauche. In der Gebrauchsanweisung stand, ich solle die Spritze wie einen Wurfpfeil benutzen. Das fand ich nun auch nicht gerade vertrauensfördernd... jedenfalls habe ich meinen Bauch dann mit Ouzo desinfiziert und zur Sicherheit auch noch ein Gläschen getrunken.
Mit der Zeit bekommt man da aber Routine. Das Spritzen ist wirklcih nicht so schlimm.
Zu den Kryos: in unserer Praxis hat man die Kryos ein Jahr tiefgefroren. Wenn man sich nicht meldet, werden sie ein weiteres Jahr konserviert. Da wir unseren Kinderwunsch abgeschlossen haben, haben wir sie nach einem Jahr auftauen lassen. Das war eine sehr schwere Entscheidung, die ich bis zum letzten Tag aufgeschoben habe. Zwar weiß man nicht, ob sie überhaupt aufgetaut wären, aber mir ging es nicht gut damit, das zu entscheiden.
Vitamine: ich habe untersützend Orthomol natal genommen.
Zur Praxisssuche: ich würde mich im Internet umschauen. Es gibt ja auch Foren für den klassischen Kinderwunschweg und dort gibt es ganze Ordner zu Praxen mit Positiv-und Negativberichten. Vorallem sollte die Praxis für Euch aber gut erreichbar sein, weil ihr dort schon öfter Termine habt.
Psychologische Unterstützung: Ich hatte ja 3 "kleine" OP-Termine, zweimal Eizellentnahme und eine Bauchspiegelung. Wir waren da jeweils 4-5 Frauen in einem Zimmer, die im Laufe es Tages diese Termine hatten. Da habe ich immer gleich Kontakt zu den anderen Frauen gesucht, wir haben uns gegenseitig unterstützt, nach dem Eingriff Süppchen gebracht.... das tat schon gut! Mir war da dieser Weiberzusammenhalt ganz wichtig. Männer haben in dem Zimmer eher gestört. Aber auch das muß jede Frau für sich selbst entscheiden.
Weiterhin hatte ich Unterstützung durch ein "klassisches Kinderwunschforum", dort geht es aber eher um Fakten, Untersuchungs-, Behandlungsmethoden und gegenseitiges Daumendrücken...
ganz wichtig war mir als Unterstützung Deine CD, liebe Biggi. Immer wenn die Unsicherheit während des Versuches hochkam, habe ich sie gehört und "getraumreist" und da habe ich germerkt, dass ich in mir ganz viel Vertrauen habe und ganz viel Unterstützung meiner Ahnen. Das war so seltsam bei dem letzten Versuch. Der Verstand hat immer gesagt, das klappt ja eh nicht. Dagegen stand das Gefühl, dass es diesmal gut wird.
Den Versuch selbst gestalten: nach dem Transfer bin ihc noch etwas liegen geblieben und habe die kleinen Mäuse in meinem Bauch begrüßt. Das war ein ganz besonderer Moment. Habe mich dann gleich sehr schwanger gefühlt. Habe das richtig zelebriert. Gleich mal im Bio-Laden eingekauft, weil ich ja nun auf meine Ernährung achten muß...

abschließend wäre noch mein Rat, eher etwas frühzeitig in eine Kinderwunschklinik zu gehen. Wir haben es grade noch so geschafft, kurz bevor die versicherung nicht mehr zahlt. Wo wir gerade bie Versicherung sind: die privaten Versicherungen versuchen oft erst mal den Antrag abzulehnen, um Kosten zu sparen. Wir hatten da einen regen Schriftverkehr, habe schon mit Anwalt gedroht und hatte schon Gerichtsurteile zitiert, bis sie endlich zwei Versuchen zugestimmt haben.
Und vielleicht ist es auch leichter, es locker anzugehen. Mal in eine Kinderwunschklinik zu gehen, bedeutet ja nicht, eine künstliche Befruchtung machen zu müssen. Bei manchen Paaren reicht ja schon so ein bischen hormonelle Stimulation, eine Insemination...
Drück Euch jedenfalls kräftig die DAumen!
Liebe Grüße
Sybille

Anne68
29.06.2009, 21:38
...noch schnell zum Thema, was die Umwelt davon mitgekriegt hat. Bei der 1. ICSI haben wir sehr viele Mitmenschen ins Vertrauen gezogen. Das hat sich einfach so ergeben, weil ich ja etliche Vertretungen brauchte für Termine. Ich empfand es dann als ganz, ganz furchtbar, allen dann bei Beginn der Mens "abzusagen".

Bei der zweiten ICSI wussten es viel weniger, aber leider hat sich aufgrund meiner "seltsamen Bettlägerigkeit" (habe 3 Wochen gegen das Hämatom gekämpft) doch so einiges rumgesprochen.

Wenn ich eines Tages eine dritte ICSI starten sollte, werden das genau 4 Leute erfahren: Mein Mann :-), der Arzt, mein Chef und ich. Und der Krümel natürlich!
:smile5:

Liebe Grüße
Anne

camilla274
30.06.2009, 14:24
Hallo zusammen,

gerne würde auch ich meinen Rat weitergeben.
Leider gehören wir zu den Paaren, denen nur eine IUi oder IVF oder ICSI bleibt, da wir Spendersamen benötigen. Das alles ist schon schlimm genug und von unfreundlichen Ärzten, z.T unfähigen Mitarbeitern in Arztpraxen uvm muss ich sicherlich dem einen oder anderen nichts weiter erzählen.

Eine Behandlung mit Spendersamen kostet in NRW viel Geld. Es gibt keinerlei Erstattung und so sind wir von einer geplanten IUI, durch eine Überstimulation zu einer Not IVF mit Spendersamen, Notarvertrag, Medikamente und einem NEGATIV rund 5000€ ärmer aber um viele Erfahrungen reicher.
Gelassenheit und Ruhe ist oberstes Gebot. Wenn ich daran denke wie sehr ich mich verrückt gemacht habe, wie sehr ich mich von den Stimulationsspritzen abhängig gemacht habe und wieviel negativ Emotionen allein die Stimulationsphase ausgemacht haben, dann ist es rückwirkend betrachtet gar kein Wunder, dass mein Kinderseelchen nicht zu mir gekommen ist.


Alles das weiß ich jetzt, 3 Monate nach diesem Erlebnis bereite ich mich auf eine IUi vor. Gemeinsam mit Biggis Kinderwunschreisen und Schüsslersalzen versuche ich mich mental darauf vorzubereiten meinen wundervollen Körper für dieses kleine Wunder auszustatten.
Dieses Mal macht auch einfach ein weiterer Monat warten nichts aus.

Eins sein mit seinem Körper, ihm das Gefühl geben... hey, du machst da was ganz Tolles, wie kann ich dich unterstützen, dass ist wohl das Wichtigste.

Nicht zu verachten ist natürlich der finanzielle Aspekt und die Tatsache, wieviel Sorgen habe ich sonst noch.
Auch die Frage nach der Partnerschaft ist wichtig. Häufig sind Männer eher die Stilleren und sehr in sich gekehrt. Natürlich hat auch mein Mann sich als Verursacher sehr viele Vorwürfe gemacht. Als "Spritzenhasser" war jede Stimu-Spritze der totale Horror für Ihn. Und es gab Tage, da wollte ich ihn nicht hören und sehen :shocked:. Es war so ungerecht und gemein... warum wir? Wo doch alles passt und ein Kind so herzlich willkommen wäre.....
Alles das war nicht immer leicht und es gab viele Tränen. Heute habe ich noch immer schwache Momente, die ich hin und wieder hier mit Euch teile aber es ist besser geworden. ABER und das ist das POSTIVE.... wir sind sehr eng zueinander gerückt.....

Dieser emotionale Aspekt ist einfach ganz schrecklich wichtig.
Wir haben für uns entschieden, dass niemand etwas von dem "Spendersamen" erfährt. Einfach um die Menschen, die wir lieben vor der Wahrheit zu schützen. Es wird unser Kind sein... unabhängig davon wer der biologische Ursprung ist.

Das wir in Behandlung sind wissen nur unsere Eltern und meine beste Freundin. Nachdem wir alle haben am ersten Versuch teilhaben lassen, so werden wir den zweiten ganz alleine mit uns ausmachen. Zu groß war die Enttäuschung allen das "negativ" mitteilen zu müssen. Wo doch alle so mit uns gehofft haben.:frown2:


Mögen all unsere Kinderseelen den Weg finden.

Tricia
30.06.2009, 16:18
Liebe Sibylle, liebe Anne

ich habe nicht in den Bauch gestochen sondern in den Oberschenkel. Das geht genauso gut , aber in der Klinik wollen sie mir das ausreden.

Die Arzthelferinnen wissen eben nichts über heilige Räume :)

Auch desinfizieren muß man nicht. Man kann. Aber was soll da passieren? Ich desinfiziere mich ja auch nicht wenn ich mich irgendwo ratsche.

Liebe Biggi

Was mir in der Klinik oft fehlte war der Alternative Weg, mein Weg.

Ich habe bei meinem arzt durchgesetzt daß ich einen Transfer ohne Hormongabe mache, aber ich mußte ihm mühsam aus der Nase ziehen, daß das genauso gut ist wie mit, nur weniger kontrolliert. Aber die Kontrolle will ich gar nicht haben , sondern er. Das finde ich wriklich lästig, aber zum Glück kenne ich das Forum schon so lange, daß ich schon etwas hartnäckig sein kann. Leider nicht immer, da sind dann die Negativ Erlebnisse dran, aber das erzähle ich ein ander mal.

Morgen habe ich US Termin und da wird festgestellt ob ein Transfer im Spontanzyklus möglich ist. Bis dahin wärme ich die blöden Sachen erst mal nicht auf.

Die Idee finde ich ganz ganz toll. Trotz einer ICSI habe ich noch viel Sehnsucht nach Wissen.

Liebe Grüße

Patricia

Gabi
01.07.2009, 14:48
Liebe Biggi,
liebe ratsuchende Frauen,

hier meine persönlichen Erfahrungen und Weitergebungen für die "Gute-Rat" Liste:

Für mich kommt an erster Stelle, dass sowie mein Körper als auch meine Seele bereit sind für diesen Schritt.
Rückblickend kann ich sagen, als ich vor Jahren zum ersten Mal in die Mühle der medizinischen
Kinderwunschbehandlung kam, war weder mein Körper noch meine Seele bereit dazu.
Der oft wenig sensible Umgang der Ärzte und die erfolglosen Behandlungen taten ihr übriges dazu.
Ich setzte mir ein STOPP und suchte mir stattdessen andere "Handwerkszeuge", welche mir halfen meine psychische Verfassung aufzubauen.

Meine "Handwerkszeuge" sahen wie folgt aus:

- Unterstützung durch Biggi und Heike
- Bücher von Biggi
- Aufstellungs- und Kinderwunschseminar bei Biggi
- Fruchtbarkeitsmassage
- kontinuierliche Weiterentwicklung an mir selbst und damit verbunden das Arbeiten an
meinen innerlichen Blockaden
- dazwischen immer mal wieder Pausen und Abstand von allem, wodurch ich gelernt habe
Druck aus dem ganzen zu nehmen und somit einfach mehr Gelassenheit in meinen
Kinderwunschweg zu bringen
- in Kontakt zum Kind treten und stets mit ihm in Verbindung bleiben


Und nun kommt für mich gleich an 2. Stelle: Das Ruder selbst in die Hand nehmen!
Von Seiten der Ärzte zwar die Unterstützung holen, aber ansonsten seine eigene Position bewahren und sich nicht all zu sehr verunsichern lassen (wenn dies auch nicht immer ganz einfach ist).
Biggi's Worte lauteten, soweit ich das noch im Kopf habe, "die Sache als Mama angehen".
Das war für mich ganz wichtig.

Dann ist es wichtig, dass ich ein IVF-Zentrum finde, wo ich mich einigermaßen aufgehoben fühle und welches gute Referenzen aufweist.
Da es in aller Regel die Ärzte nicht auffangen können, war es für mich ganz wichtig, dass es in meinem Zentrum eine ganz liebe Betreuerin gab, die einem mit Akupunktur und Gesprächen zur Seite stand.
Dann war es total schön, dass ich den Weg meiner zwei Embroy's vom Labor zu mir an einem Monitor mitverfolgen konnte.
Die "medizinische Umgebung" rückte für mich in diesem Moment in den Hintergrund und es war sehr viel Wärme im Raum und alles sehr berührend.
Mein Mann und ich konnten diesem Moment auch danach noch in aller Ruhe nochmals nachspüren und genießen.
Von dem her blicke ich ganz positiv und mit schönen inneren Bildern - nicht nur, weil ich nun schwanger bin - zurück.

Nun noch ein paar Stichworte zum Allgemeinen:

- auch bei mir wurden zwei Blastozysten im süddeutschen Raum retransferiert
(diese Entwicklung ist ja nicht immer möglich, aber anscheinend nun auch in Deutschland
zugange. Mein Arzt sagte mir beim Transfer in diesem Entwicklungsstand der beiden
Embroyen hätte ich eine 60% Chance schwanger zu werden und ich bin es tatsächlich
mit einem kleinen Bauchbewohner geworden)

- da ich auch Selbstzahler war, habe ich mir die Hormone über eine Internetapotheke
in Straßburg besorgt (wesentlich billiger als in Deutschland). Da gibt es einige
Möglichkeiten die Hormone über eine Internetapotheke im Ausland zu bestellen. Und man
kann sich dort auch nochmals vergewissern, ob es sich bei dem Medikament, um den
selben Wirkstoff wie in Deutschland handelt. In Straßburg sprechen sie deutsch, das
war mir beispielsweise wichtig, dass ich mich in deutsch verständigen kann.

- bei mir brauchte es ein wenig bis ich mich auf die vielen Medikamente einstellen konnte.
Zu Anfang hatte ich ein großes Aber davor, aber auch das kann man lernen, dass man
dies mit seinen Gedanken positiv beeinflusst.
Ich fand es toll, dass mich mein Mann spritze. Endlich etwas, worum ich mich nicht
kümmern musste, das war sein Part und das gab mir ein gutes Gefühl dies so in seine
Hände abzugeben.


Ich wünsche Euch allen eine gute Rundumbegleitung und viel Erfolg!

Liebe Grüße,
Gabi

kerstin73
01.07.2009, 15:31
Liebe Biggi,
auch ich möchte gerne meinen Teil dazu beitragen und von meinen Erfahrungen berichten. Ich weiß noch zu genau, wie es sich vor einem ¾ Jahr angefühlt hat, nämlich wie eine Art Reise ins absolut Unbekannte: man weiß nicht was einen erwartet, wie der Körper und die Psyche sich verhalten bzw. „wie und ob man das Klima verträgt“ und wie lange die Reise dauert.

Wahl der Praxis:
Ich bin der Empfehlung meines Frauenarztes gefolgt und zu einer renommierten KIWU-Klinik im Münchner Westen gegangen. Für mich war klar: wenn ich diesen Schritt schon mache dann richtig, und zwar mit spezialisierten, kompetenten, routinierten und erfahrenen Leuten. Ich war sehr froh darüber, dass ich auch als Kassenpatientin beim Professor einen Termin erhielt. Was es nicht gab und was mir irgendwo auch im Vorfeld klar war ist, dass die persönliche und emotionale Ebene großartig gepflegt wurde… irgendwie nachvollziehbar, wenn man bedenkt, dass man auf einen Termin 3 Monate warten muss. Aber mir war die Kompetenz am Wichtigsten und ich fühlte, dass ich dort an der richtigen Adresse gelandet bin.

Persönliche Ebene:
Ich habe nicht passiv darauf gewartet (bzw. mir was von der KIWU-Klinik erhofft), sondern bin sie aktiv angegangen:
Im Vorfeld:
- Deine Kinderwunschreisen-CD (während der Behandlung nur noch der Titel Erdenflug, also ohne Text)
- das Frauenworte-Forum, Austausch mit anderen Frauen und das Lesen von diversen Erfahrungsberichten
- ich habe mir genügend Überlegungszeit gegeben und mir selbst versprochen die Behandlung jederzeit abzubrechen wenn es mir nicht dabei gut geht.

Während der Behandlung:
- kein Stress mit dem Thema „wie kann ich mit alternativer Medizin unterstützen…?“ Ich habe ab Behandlungsbeginn zu 100% auf die Schulmedizin vertraut.
- Es wussten einige sehr gute Freundinnen und die Familie und es fühlte sich wunderbar an einen Halt im Hintergrund zu haben. Ich spürte richtig wie sie mir Kraft gaben (ähnlich wie die Ahnen auf der Kinderwunschreise). Sie munterten mich auf wenn ich ins Zweifeln kam, über mich, die Situation, usw. und zeigten absolutes Verständnis, denn ich zog mich in dieser Zeit auch sehr zurück.
- Rückzug, Konzentration auf mich selbst: ich versuchte so wenig wie möglich (Frei-)Zeit zu verplanen, einfach, um nicht „funktionieren zu müssen“. Ich stellte mich an erster Stelle, fragte mich „was kann ich mir heute Gutes tun?“ bzw. „will ich das wirklich?“. Es gibt sicher viele Frauen, für die ist das selbstverständlich, bei mir war das leider bisher nicht so…
- Reiki

Transfer und Schwangerschaftstest:
Mein Mann wollte mich zur Klinik fahren und saß dann währenddessen im Nebenzimmer. Seine Nähe war ein wunderschönes Gefühl. Direkt dabeihaben wollte ich ihn nicht, ich wusste ja nicht was da alles passiert und irgendwie wollte ich mich auf mich selbst konzentrieren. Zuerst sah ich die beiden (von der Praxis bereits ausgewählten, A-Klasse) 4-Zeller auf dem Monitor, danach erhielt ich ein Foto (die restlichen Kryos waren zu dem Zeitpunkt bereits eingefroren, also eine Auswahlmöglichkeit gab es zu diesem Zeitpunkt nicht mehr).
Ich empfand den Transfer als ein tolles Erlebnis und den Startschuss für „2 Wochen schwanger auf Probe“. Bis zum aussagekräftigen Bluttest 2 Wochen später machte ich keinen eigenen Schwangerschaftstest, da das Ergebnis aufgrund vergangener Hormonspritzen verfälscht sein kann. Was mir damals sehr half war ein bedruckter DIN A4-Zettel von der Klinik, auf dem mir klar gemacht wurde, dass ich NICHTS für den Erhalt der Schwangerschaft tun kann, dass ich es nicht in der Hand habe. Ich solle sozusagen mein Leben weiterleben wie bisher und es mir so weit wie möglich gut gehen lassen. Das befolgte ich auch und es beruhigte bzw. entlastete mich zugleich. Die erste Woche war dann auch wirklich schön, in der zweiten Woche wuchs die Nervosität.
Kurz vor dem Bluttest bat ich meinen Mann mich im Falle eines negativen Ausgangs daran zu erinnern, dass die Behandlungszeit zwar eine emotionale Achterbahn aber gleichzeitig auch ein sehr schönes Erlebnis war.

Spritzen:
War im Prinzip kein Problem, ich ließ mich vorher noch von meiner Hausärztin einweisen. Es war eher der Kopf, der beim Picksen sich nicht so wohl fühlte „ich tu mir weh“… wobei das wirklich kein Schmerz ist, nur eben das Bewusstsein…! Letztendlich war ich dann aber froh, als es vorbei war. Hinzu kam in meinem Fall, dass ich noch zusätzlich Nasenspray und Kortison zu mir nahm, diese dauernde Unruhe „habe ich alles… oder habe ich etwas vergessen?“. Also etwas weniger Arbeiten (wenn man es steuern kann) oder die Medikamentenorganisation über den Outlook-Kalender helfen da etwas.

Was ich anders machen würde:
Die Rezepte für die Medikamente jedes Mal erst kurz davor einlösen, und damit meine ich Stunden. Ich sprang auf die Hormone viel schneller an als gedacht und jetzt liegen in meinem Kühlschrank Medikamente im Wert von über 300 Euro und das muss wirklich nicht sein. Apotheken nehmen kühlpflichtige Medikamente aus Gewährleistungsgründen nicht zurück.
Trotz allem lagen wir mit den Kosten weit unter der Summe des Behandlungsplans, also in dieser Praxis rechnen sie wohl einen guten Puffer für Medikamentenkosten ein.
Das Verhältnis Behandlungskosten der IVF zu Medikamente war in meinem Fall ca. 50:50 (ich kann jetzt aber nicht sagen, ob das üblich ist).

So… das war´s, was ich zu diesem Thema an Erfahrung weitergeben kann.
Rückblickend kann ich sagen, dass es tatsächlich eine Reise war, die mich persönlich auch sehr viel weiter gebracht hat. Und das, obwohl ich jahrelang davon überzeugt war, dass dieser Schritt für mich niemals in Frage kommt…!

Liebe Grüße,
Kerstin

romana21
02.07.2009, 17:23
Liebe Frauen,

danke für die zahlreichen Beiträge. Also bei mir steht aufgrund meiner Diagnose (Endo + verschluss d. Eileiter) ebenso eine künst. Befruchtung an.

Jetzt hätte ich noch ein paar Fragen an euch bzw. an Biggi:
habt ihr vor der IVF irgendwelche homöopathischen Mitteln genommen?

Weiss zufällig jmd. ob es auch was pflanzliches oder homöop. gegen Endometriose gibt zur Unterstüzung oder so?

Liebe Grüße
Romana

Silke_X
03.07.2009, 21:30
Liebe Biggi,

ich finde Deine Idee einfach wunderbar. Ich selbst wurde durch IVF schwanger und habe recht viele Versuche hinter mir, bis es endlich geklappt hat. Ich könnte sooooo viel berichten. Aber ehrlich gesagt, habe ich das Gefühl, wir müssten dem ganzen etwas Struktur geben. Ich habe gerade keine Idee, wie. Aber ich denke, wenn ich jetzt alles dazu schreibe, was ich weiß, dann sprengt das völlig den Rahmen. Oder was meinst Du? Könnten wir nicht irgendwie eine Matrix erstellen? Ich würde dabei die ganzen Texte der Ladys gar nicht kürzen wollen. Jeder soll so viel schreiben, wie er mag. Denn wenn man im Begriff ist, eine künstliche Befruchtung durchzuführen, saugt man eh jede Info auf. Aber vielleicht könnte man irgendwie Hauptrubriken schaffen oder so.

Ganz liebe Grüße
Silke

DagmarJ
03.07.2009, 22:09
Liebe Kinderwunschfrauen,

heute Abend möchte ich mir nun auch die Zeit nehmen, Euch meine Geschichte zu erzählen und damit vielleicht noch ein Stück mehr zu verarbeiten.

Mein Mann und ich hatten im Oktober 2008 unseren ersten Termin im Kinderwunschzentrum. Zuerst waren wie bei einem offenen Infoabend, an dem uns die ganze Methodik erklärt wurde, dann hatten wir unseren persönlichen Beratungstermin.

Ich hatte damals gedacht, dass die Untersuchungen jetzt abgeschlossen sind und wir ganz schnell die Behandlung starten könnten. Noch immer habe ich diesen zeitlichen Druck, doch unsere Kinder suchen sich wohl ruhige Wege.... :-)

Ich hatte gehofft, dass uns eine Insemination "reicht" - die Ärzte schlugen "ICSI" vor. Daran hatte ich erst einmal zu knabbern. Dann wurde meine Schilddrüse eingestellt, eine humangenetische Untersuchung gemacht und der Antrag bei der Krankenkasse eingereicht. Bei uns dauerte alles ;-) und so begann ich mit der Behandlung im Februar diesen Jahres.

Was mir in dieser Zeit klar wurde: unsere Ärztin hat uns zur ICSI geraten, weil damit die Chancen am größten sind. Sie hätte auf unseren Wunsch auch eine Insemination durchgeführt. Doch sie empfielt den Weg, der am wahrscheinlichsten für uns ist. Das war für mich sehr wichtig in einem Einzelgespräch mit ihr zu klären, um ihr voll vertrauen zu können.

Die Vorbereitungsmonate waren für mich sehr wichtig, auch wenn ich oft damit haderte. Ich hatte seit meinem 19 Lebensjahr keine Pille mehr genommen und immer natürlich verhütet.... Mein Zyklus war topp in Ordnung.... Jetzt für unseren Kinderwunsch voll auf den schulmedizinischen Weg zu setzen, das war daher doch eine innere Entscheidung, die Stück für Stück kräftiger geworden ist....

In dieser Zeit habe ich das Forum und viele von Euch getroffen. In dieser Zeit habe ich meinen Mann und mich nocheinmal ganz anders kennengelernt und wir sind noch enger zusammen gerutscht.

Ich habe Biggis Posting zur Vorbereitung auf eine ISCI / IVF viel mit mir herumgetragen und mich daran orientiert. Das war eine tolle Unterstützung - die homöopathischen Mittel für die Punktion und Bryophyllum (oderwie auch immer man es schreibt) standen griffbereit und waren für mich ein guter Ausgleich zur schulmedizinischen Behandlung.

Wie erleichtert ich war, als es endlich los ging...... Das Spritzen war für mich sehr einfach. Oft war mein Mann Zuschauer, doch mich spritzen - das konnte er nicht. Mir und meinem Bauch weh tun - das war für ihn zuviel. Meinem Bauch habe ich bei jeder Spritze gut zugeredet, meinen Eierstöcken auch... und fleissig Notfallcreme geschmiert. Es gab keinerlei blaue Flecken.

Bei der Punktion sollte mich zuerst eine andere Ärztin des Zentrums operieren, die wir mal als Vertretung erlebt hatten und nicht mochten. Auch da war meine Ärztin offen und hat ihren Terminkalender entsprechend verschoben, so dass sie die Punktion durchführen konnte.
Es geht vieles, wenn man darüber redet.

Unser Zentrum bietet Blastozytenkultur an und so haben wir nach fünf Tagen unsere Kinder dort abgeholt. Wir haben das Glück in der gleichen Stadt zu wohnen, wo das KiWu-Zentrum ist und so winkten wir ihnen in diesen fünf Tagen symbolisch auf der Weg zur Arbeit und auf dem Heimweg zu. Und das war ein tolles Gefühl.

Der Transfer selbst ging sehr schnell. Mir ein wenig zu schnell. Und wurde auch noch von der "doofen" Ärztin durchgeführt. All dies hat nicht gestört. Mein Mann war dabei, stand neben mir und hielt meine Hand und ich stand direkt danach wieder auf. Trotzdem war es für uns rundum stimmig.
Wir haben uns dann zwei Stück Torte gekauft, sind in eine wunderschöne Kirche gefahren und haben zwei Kerzen für unsere zwei Kinder angezündet und dann den Nachmittag gemütlich zuhause genossen.

Die 14 Tage Wartezeit waren lang. Ich war auf das Progesteron sehr sehr müde. Und redete viel mit unseren Zeusis. Ich war einfach nur stolz schwanger zu sein. Eine Forumskollegin schickte mir einen genialen Link zu Klettermax und Klettermaxi, der mich in den Tagen begleitete.
Den suche ich Euch gleich noch raus.....

Schön war in dieser Zeit, dass ich total stolz auf mich und meinen Körper war. Schön war auch, dass die Kinderwunsch-Praxis sich so sehr mit uns freute und ich dort bei den Kontrollterminen und der Blutabnahme echt gute Gespräche hatte. Ich habe ihnen erzählt, wie ich mich schwanger fühle und von Klettermax und Klettermaxi..... und dies hat eine ganz warme Schwingung in die Praxis gebracht.

Wir haben dann bereits nach 10 Tagen erfahren dass ich schwanger bin. Mein HCG-Wert war sehr gut angestiegen und es war offensichtlich dass mindestens eine der Blastozyten sich eingenistet hatte. Wir hatten das Glück, dies morgens in einem persönlichen Gespräch mit unserer Ärztin zu erfahren, viel früher als gedacht - eine schöne Fügung.

Ob und wie ich an diesem Tag gearbeitet habe, das weiss ich nicht mehr. Ich war zumindest im Job anwesend.

Vier Wochen später war unser Glück dann leider aus. An dem Tag hätte ich meinen Mutterpass und die Rück-Überweisung zu meiner regulären Frauenärztin bekommen sollen. Letztere bekam ich durch die Behandlung des "missed abort" dann auch. Eine echte Vollbremsung.
Schön fand ich, dass die Ärztin aus dem Kinderwunschzentrum lose mit mir in Kontakt geblieben ist. Wir haben ge-emailt, denn sie wollte wissen, wie es uns geht und hat Unterstützung und ihr Ohr angeboten.

Schön finde ich auch, dass ich mich auf sie und einige Sprechstundenhilfen richtig freue, wenn wir wieder eine Behandlung beginnen werden. Und wir würden alles wieder so tun, wie wir es getan haben.

Unsere Chefs hatten wir beide eingeweiht. Für uns war auch diese Entscheidung richtig. Wir haben jederzeit frei bekommen, mein Mann konnte bei fast allen Arztterminen dabei sein und gerade nach der Fehlgeburt war das Verständnis für mich sehr wichtig.

Zur Krykokonservierung und unseren Eisprinzen kann ich noch nicht viel sagen. Ich bin einfach sehr froh, dass wir Eisprinzen haben. Und kann mir gleichzeitig echt nicht vorstellen, dass so tiefgefrorene Zellhäufchen Kinder werden können. Davon erfahrt Ihr dann mehr, wenn wir soweit sind.

Viele Grüße
Dagmar

DagmarJ
05.07.2009, 14:06
Hier für Euch alle noch die Versprochene Geschichte zu Klettermax und Klettermaxi.
Lieben Gruss
Dagmar


Gedanken zur Einnistung
Newsletter 45 vom 11.2.2004
Klettermaxi und Klettermax
Kommentar dazu von Univ. Prof. Dr. Herbert Zech:

http://www.ivf.at/FuerPaare/PsychologischeBetreuung/GedankenZurEinnistung/tabid/121/language/de-DE/Default.aspx


Häufig hört man von Paaren die Aussage:
„Bei uns liegt es nur an der „Einnistung“, alles andere klappt ja immer wieder.“

Wenn viele Versuche und Transfers mit Embryonen am Tag 2 in Deutschland, in der Schweiz oder an anderen Zentren durchgeführt wurden, so ist dazu folgendes festzuhalten:

Wie in dieser „Einnistungsgeschichte“ von Mag. Karl-Heinz Brandt schön dargelegt, ist es nicht so einfach, einen fehlgeschlagenen Transferversuch mit „Einnistungsproblemen“ abzutun. Es ist in den allermeisten Fällen einzig und allein die innere Kraft des besten Embryos, welcher zur Schwangerschaft führt. Um eben feststellen zu können, welcher Embryo denn tatsächlich die entsprechenden Aussichten auf eine Einnistung hat, ist es absolut sinnvoll, jene Embryonen auszuwählen, welche die besten Vorraussetzungen zum Einnisten in sich tragen. Dies ist mit der Blastozystenkultur derzeit mit Abstand am ehesten gewährleistet.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen dieser „Einnistungsgeschichte“.

Ihr,

Univ. Prof. Dr. Herbert Zech

*********************************************

Eine Einnistungsgeschichte

Ein Brutschrank öffnet sich. Klettermax, der selig in seinem Embryonenschälchen geruht hatte, stupst Klettermaxi an, die gerade ein Nickerchen machte: „Du, ich glaube, jetzt geht’s los!“

Und da sehen die beiden auch prompt das bunte Röhrchen auf sie zuschweben. Nun ist’s mit dem besinnlichen Dasein im Petrischälchen vorbei. Schwupp, und schon gleiten sie in das durchsichtige Tunnel des Röhrchens.

„Wo wollen die bloß mit uns hin?“ fragt Klettermaxi ängstlich. Und Klettermax antwortet: „Ich habe etwas von Einpflanzen gehört…“ „Ach ja“, unterbricht ihn Klettermaxi, „jetzt kommt’s mir in den Sinn. Es hieß doch, wir sollten dahin zurückgebracht werden, wo wir wohnten, als wir noch kleine Eizellen waren.“ „Und wo wir immer ‚Wer ist das größte in dieser Burg?’ spielten und ich jeweils knapp hinter dir war“, erinnert sich Klettermax.

„Aber wo ist denn unsere Spielgefährtin geblieben, die uns mit dem Spottlied neckte: ‚Ätsch, ich bin die größte’ , die habe ich schon länger nicht mehr gesehen?“ t
„Tja, Klettermaxi, der ist es so ergangen wie vielen anderen Angebern: der ist die Luft ausgegangen …“
„Ach, und deshalb sind wir zwei heute dran!“ schloß Klettermaxi messerscharf.

In diesem Augenblick machen die beiden eine Erfahrung, die sie mit vielen anderen Lebewesen verbindet, nämlich daß die gemütlichste Unterhaltung ein jähes Ende nehmen kann, wenn sich äußere Ereignisse in den Vordergrund drängen. Eine ihnen fremde Stimme ruft kompromißlos: „Transfer!“ und plötzlich wird es dunkel um die beiden. Von unsichtbaren Kräften angetrieben gleiten sie durch das bunte Röhrchen in eine ihnen unbekannte Welt. Nur ihr Geruch scheint merkwürdig vertraut und ihre Wärme wirkt seltsam heimelig.

„Wo sind wir?“ flüstert Klettermaxi ratlos. „Keine Ahnung“, antwortet Klettermax, „ich weiß nur, dass das Schälchen und das Röhrchen weg sind und es sich hier auf einmal so feucht und wattig anfühlt.“

„Weißt du, was ich glaube?“ sagt Klettermaxi nun ganz ernst und feierlich. „Bisher haben die Erwachsenen unser Bettchen gemacht, uns herumgeführt und verpäppelt, und nun ist unsere Aufgabe, in diesem feuchten, wattigen Raum für uns selbst zu sorgen. Wir sollen wohl dem Ruf unserer Vorfahren folgen und uns ein Plätzchen in dieser neuen Welt erobern, wo wir uns sicher fühlen und gedeihen können, groß und stark werden.“ „Und dabei sollen uns wohl die Greiferchen helfen, über deren Bewandtnis ich mich schon seit gestern wundere“, sinniert Klettermax.

Und schon probiert er aus, wie sich das anfühlt, nach dem Feuchten, Wattigen dieser Gebärmutterschleimhaut zu greifen, macht erst Erfahrungen wie abrutschen, sich einhaken, sich mit einem Greiferchen abstützen, um mit einem anderen nach sicher scheinendem Halt zu suchen. Klettermaxi hat seine Anregung aufgenommen und erprobt sich ihrerseits in der Kunst, sich in dieser Gebärhöhle ihr Plätzchen zu schaffen.

Was die beiden in ihrem Eifer nicht bemerken: auch das Feuchte, Wattige, das in der Stärke eines bauschigen Daunenbetts aufgebaut ist, wird aktiv. Es beginnt, Fangschleier und Netze zu weben, um den beiden Halt bei ihren Kletterübungen geben zu können…

Und das „Publikum“ draußen in der Außenwelt, das leider (oder zum Glück?) nicht zusehen darf, wird erst zu gegebener Zeit erfahren, inwieweit Klettermaxi und Klettermax es geschafft haben, ihr Plätzchen zu erobern und inwieweit das Feuchte, Wattige seine Schleier und Netze so geschickt gesponnen hat, dass sie an der richtigen Stelle saßen, um unsere kletterlustigen Gesellen haltgebend einzuhüllen. Dieses „Publikum“ bekommt nicht mit, inwieweit Mutter Natur die Klettergesellen mit stärkeren oder schwächeren Greiferchen ausgestattet hat oder welche natürliche Begabung sie ihnen mitgab, diese Greiferchen geschickt zu gebrauchen.

Auch ist nur bei genauerer Betrachtung zu erkennen, inwieweit Klettermaxi oder Klettermax ein Rucksäckchen bei sich tragen, das sie bei ihrer Suche nach Halt schwächt. Ein Rucksäckchen, in dem „gewichtige“ Sätze stecken, etwa: „Diesmal MUSS es klappen.“ Oder geheime Aufträge der Erwachsenen, die ihnen schlichtweg zu schwer sind, wie einen bestimmten Platz einnehmen oder Aufgaben im Leben der Erwachsenen erfüllen zu müssen.

Solche Rucksäckchen also, die das Freiheitsbedürfnis unserer Klettergesellen empfindlich einschränken und häufig bewirken, dass sich die Greiferchen nicht wirksam festkrallen können. Schon gar nicht, wenn Mutter Natur sie nicht zu Greifern wie bei Freikletterern ausgestattet hat.
Und so müssen wir alle, als „Publikum“ uns immer aufs neu überraschen lassen, was in Klettermax und –maxi alles drinsteckt, was sie „drauf haben“, in umgangssprachlicher Rede. Wie die Erfahrung zeigt, sind nicht die im Heranwachsen schönsten unbedingt die stärksten und geschicktesten. Ganz wie im wirklichen Leben übrigens, wo äußerlich eher unscheinbar wirkende Menschen, mit Hilfe ihrer inneren Stärken Großartiges erreichen können, denn „Stille Wasser gründen tief“, erzählt uns der Volksmund.

Wer weiß, ob Ihre Klettergesellen, werte Leserinnen und Leser, auch solche „stillen Wasser“ sind …?

Inken
08.07.2009, 16:37
Hallo ihr Lieben,

wir sind inzwischen mitten in der 2. ICSI Behandlung.
Ich nahm als erstes 3 Wochen die Pille, um die Eierstöcke erst mal zur Ruhe kommen zu lassen. Dann wurde kontrolliert (Ultraschall), ob es Zysten gibt. Falls welche da gewesen wären, hätte ich nochmals die Pille nehmen müssen.
Dann musste ich ein Nasenspray nehmen 1x morgens / 1x abends, zur Unterdrückung des Eisprungs. Nach ein paar Tagen Nasenspray kamen die Spritzen zur Follikelreifung. Unter ständiger Kontrolle (1 bis 3x pro Woche) wurde die Dosis angepasst (bei mir erhöht), je nach Wachstum und Blutwerten. D.h. ich musste mir jedes mal Blut abnehmen lassen. Früher hatte ich einen Horror vor Nadeln, inzwischen kann ich mich selber spritzen :smile5:.
Wenn die Follikel gross genug sind werden sie punktiert (entnommen), Sperma injiziert. Nach 24 Stunden der Anruf, ob sich welche und wieviele sich befruchten liessen (bei uns leider nur eine von 7). Dann wurde die befr. EZ 2 Tage später zurückgegeben (über Blastozytentransfer wurde nie gesprochen).
Bilder der EZ habe ich leider nie gesehen, finde ich aber eine tolle Idee.
In der Klinik habe ich mich gut aufgehoben gefühlt. Die Ärzte und Schwestern waren sehr empathisch und alle nett und geduldig.
Der Transfer (mein Mann war dabei) war ein besonderer Moment, die Schwester meinte, der Embryo hatte es schön warm, aber jetzt, nach seinem Umzug, hätte er es noch schöner. Es war irgendwie eine feierliche Stimmung, mein mann und ich haben uns an der Hand gehalten und dann waren wir zu dritt. ich konnte noch 15 Minuten liegenbleiben und dann sind wir nach Hause gefahren.
Zum Test hätten wir wiederkommen können oder zum FA (ich habe mich für den FA entschieden, da die Klinik sehr weit weg ist).
Zum Test kam es nicht, da ich recht schnell Blutungen bekam.

DIE VERWZEIFLUNG WAR RIESIG.

Diese LEERE, ganz schlimm. :icon_cry: :icon_cry: :icon_cry:

Ich wollte nichts mehr sehen, nicht mehr leben, sofort den nächsten Versuch wagen, alles auf einmal.
Mein Mann, meine Familie und meine Freunde - wir haben viele Mitwisser und das hilft mir sehr - haben mich / uns wieder aufgebaut.
Dann Pause, zurück ins Leben finden.
Es war schlimm, soooo schlimm, aber es wurde besser.
Das Leben fing an, wieder Spass zu machen, ich kann mir inzwischen sogar vorstellen ohne Kind(er) glücklich zu sein. Ich habe Lust noch mal eine Ausbildung zu machen, mich weiter zu entwickeln.
Ich habe sogar kurz überlegt, ob wie vielleicht gar keine Behandlung mehr machen sollten. Aber wir haben wieder angefangen und diesesmal weiss ich schon, wie es abläuft. Es kostet nicht mehr alle Energie, sondern lässt sich besser in den Alltag integrieren.
Im Moment sieht alles gut aus und nächste Woche wird dann punktiert.
Ich habe letzte Woche die "Ballonreise" gemacht und mein Kind ist gleich mit mir eingestiegen! :icon_heart::icon_heart:
Wir sind uns so nah und das ist ein schönes Gefühl.
Diesmal klappt es - bei uns fliegen alle paar Minuten Flugzeuge übers Haus (wink zu Claudia :yesnod:).

Meinem Chef habe ich es erst nicht erzählt. Am ersten Tag nach einsetzen der Blutung hat er mich gefragt, wie es mir denn geht und dann bin ich erst mal in Tränen ausgebrochen.
Jetzt ist er eingeweiht und das macht es für mich viel leichter, ich brauche nur noch für die Kolleginnen die es nicht wissen komische Ausreden für meine ständigen freien Tage (mitten in der Woche).
Es meiner Familie zu erzählen, hat uns alle näher zusammengebracht. Ich konnte jahrelang nicht über unseren KIWU reden und es war ein großer Schritt für mich (in die richtige Richtung).

Einen Rat will ich nicht geben, aber mir hilft
- Es Menschen zu erzählen, denen man vertraut
- zu wissen, dass es auch nach einem negativen Ausgang wieder besser wird
- es mir gut gehen zu lassen (Akupunktmassage, ein schönes Buch lesen, meinen Bauch mit einem gut riechenden Öl einreiben...)
- einen tollen Mann an meiner Seite zu haben
- zu hören, dass es bei anderen auf diese Weise geklappt hat
- hier alles erzählen zu können....

Oh je, ist überhaupt jemand bis hier mitgekommen?
Das wurde länger als geplant.

Liebe Grüsse von der hormonisierten Heulsuse Inken
(ich weine zur Zeit wegen allem: Michael Jackson, Film: Benjamin Button von Anfang bis zum Schluss, schönen Liedern :smilewinkgrin:)

DagmarJ
08.07.2009, 20:32
Liebe Inken,

danke für Deinen Beitrag mitten aus der 2. ICSI heraus.
Das hat dem Tread für mich gerade noch einmal richtig viel Nähe gebracht.
Und für die Erinnerung an unsere "Hormonie".

ich wünsche Euch ganz viel Glück und einen Hubschrauberlandeplatz :-)
Denk daran, über der KiWu-Praxis ist immer viel Flugverkehr.....

Herzliche Grüße
Dagmar

connyM
11.07.2009, 15:17
Liebe Biggi,
dieses Thema ist gerade wie ein Gottesgeschenk für mich- nirgendswo habe ich bisher in so geballter Ladung soviele Erfahrungen "einsaugen" können.
Ich gehöre zu der Minderheit von Frauen, die je eine Eileiterschwangerschaft pro Eileiter ( die letzte war vor sechs Wochen)hatten und diese auch notfallmässig (mit sichtbar schlagendem Herzchen) operativ entfernen lassen mussten. Zwischen den Eileiterschwangerschaften lagen drei Jahre (wovon wir aber nur ein Jahr in der Bastelphase steckten) und die zusätzliche Diagnose eines Pco- Syndroms...unter diesen Vorraussetzungen bin ich wohl immer noch relativ schnell schwanger geworden...aber der natürliche Weg ist uns jetzt leider endgültig verbaut- es gibt nur noch den Weg der IVF!
Ich bin seit Januar in Betreuung bei einer Ärztin, die sich auf IVF und Endokrinologie speziallisiert hat- alle zwei Monate hat sie einen einwöchigen Transferzyklus in einem Spital, wo sie Belegbetten hat.
Wir stehen ersteinmal für Mitte November auf der Liste ,)
Im Vorfeld wird mein Zyklus noch mit TCM und Akupunktur in Schwung gebracht und mit der Fruchtbarkeits- bzw. der Mayamassage der Unterleib verwöhnt.
Mein Mann war bisher bei allen Gesprächen dabei und wird auch beim Transfer meine Hand halten...ist ja auch seine Familie!
Während des Transfers werden wir ein kleines "romantisches" Kerzchen anmachen und "unser" Lied per iPod laufen lassen...je nach Zustand werden wir dann Abends gemütlich irgendwo etwas Essen gehen.
Meine Frauenärztin schreibt mich um den Transfer drei Tage krank, mein Team im Spital weiss bescheid, haben ja schon bei den Eileiterschwangerschaften mitgetrauert und müssen evtl. Stimmungsschwankungen einordnen können- ich werde im Oktober und November keinen Nachtdienst und ansonsten vorallem geregelten Frühdienst machen dürfen. Zwei Wochen nach dem Transfer haben wir fünf Wochen Ferien und werden endweder schwanger oder nichtschwanger in die Sonne fliegen...dann haben wir hoffentlich emotional genug Abstand, um der Aussenwelt mitzuteilen, dass es evtl. noch nicht geklappt hat.
Die IvF werden wir in der Schweiz machen- dort leben wir aktuell. Die Krankenkasse übernimmt nichts. Insgesamt wird uns die Stimulation, engmaschige Kontrollen, Entnahme, Aufbereitung,Transfer etc. um die 9000CHF kosten- das sind etwa 6500 Euro.
Soweit der Plan- achja, im August haben wir noch einen Termin bei einer Psychologin, die auf Paare mit Kinderwunsch speziallisiert ist und die IVF- Paare im Unispital betreut- sie soll uns auch noch etwas Unterstützen.

meni3
11.07.2009, 23:17
Hallo Biggi

ich hatte im letzten Frühjahr meine 1. ICSI mit 2 Blastozyten.
Heute bin ich glückliche Drillings-Mutter und schreibe hier mein persönliches Glücks-Rezept..
-Seit Vorzyklus Einnahme von Ortomol Natal für mich und Ortomol Fertil für meinen Mann.
-Einnahme von Kräuterblut
-Zur Eizellreifung habe ich viele Kürbis-Sonnenblumkerne und Cashews gegessen.
-mind. 2l Wasser am Tag getrunken
-Bin viel Spazieren gegangen
-Ich habe ständig "Gelassen durch die Kinderwunschzeit" gelesen..Lieder für meine Kinder gesummt und an der Silberschnur gezogen :smile5:
-Habe ab Tag vor Punktion, bis über Transfer hinaus Arnica Potenz C6 genommen (fördert Wundheilung)
-Gleich nach dem Transfer hab´ich mich von meinem Mann richtig zum Lachen bringen lassen :smile5: (hatte kurz vorher über eine Studie mit Clowns-Ärzten gelesen)
-habe am Transfertag erst nach Transfer Utrogest eingeführt
-zum Transfer hatte ich gefüllte Blase
-Lag im Fertility-Center noch 15 min vor Heimfahrt
-Habe nach Transfer 3 Tage die Beine hochgelegt und zwischendurch leicht an den Beckenknochen massiert (Akkupressur)

Ich würde mich freuen, wenn einer der Punkte jemandem etwas Glück schenken könnte.

Liebe Grüsse

Inken
13.07.2009, 11:58
Liebe Meni,

zu deinen Tipps habe ich noch ein paar Fragen...
- wozu die volle Blase beim Transfer? Was bringt das für Vorteile?
- wo sind die Akupressur Punkte am Becken, kann man da was falsch machen?
- wozu Kräuterblut?

- wie schafft man das mit Drillingen???? Davor habe ich echt ein bisschen Angst, dass es 3 Kinder werden könnten!

viele liebe Grüsse und Danke für die Tipps
Inken

meni3
13.07.2009, 14:30
Hallo

Kräuterblut habe ich genommen, weil meine Eisenwerte öfter ´mal im Keller waren und das sehr leicht bekömmlich ist.
Das mit der vollen Blase ist nicht unbedingt notwendig, aber der behandelnde Arzt fand´s für seine Transfer-Arbeit praktischer.
Ich bin selbst kein Akkupressur-Experte, Du kannst das bei Interesse ein fach einen Profi machen lassen.

Für mich sind meine Drillinge das tollste auf der Welt und die Arbeit ist absolut zu schaffen!

Ich wünsche Dir alles alles Gute

Meni

Sandra_
14.07.2009, 07:59
Liebe Meni,

danke dafür, dass du sagst, dass es wunderschön ist mit Drillingen. Ich bin nämlich gerade in der "Zweifelphase", ob ich wirklich mit Zwillingen oder gar Drillingen zurecht käme. Danke danke danke, das macht echt Mut!!!!

Liebe Grüße
Sandra

connyM
18.07.2009, 18:35
Hallo Ihr Lieben,
hatte am Donnerstag meinen ersten Termin bei einer TCM- Ärztin und auch gleich meine erste Akupunktur- hat jemand von Euch Erfahrung mit TCM (Traditioneller Chinesischer Medizin) als Vorbereitung und Begleitung bei einer IVF?

Cordula
30.07.2009, 17:04
Hallo Ihr Lieben,

ich habe einer KiWu-Ärztin zwei mir wichtige und für Forumsexterne verständliche Postings von Biggi (IVF und Bergsteiger) mitgebracht und kann das weiter empfehlen. Da sieht man mal, wie offen sich Halbgöttin oder -gott in weiß so präsentiert und inwieweit sie oder er dazu bereit ist, dazu zu lernen und individuell auf die Kundschaft einzugehen.

Meine Ärztin war überrascht und fand es aber gut, auch nach dem Lesen noch. Biggis Ärztebild hat ihr nicht gefallen, der beschreibene Weg zum Kind aber sehr.

Mit diesem Tipp schubse ich das Posting wieder hoch.

Liebe Grüße und alles Gute, Cordula

Elke_S
18.08.2009, 22:58
Hallo ihr Lieben,

beim Stöbern im Internet bin ich auf den Eiertanz-blog gestoßen.
http://eiertanz.blogspot.com/

Da schreibt eine Frau von ihrem IVF-Weg. Zwischendurch war es ein Schwangerschaftsblock, aber leider jetzt nicht mehr.

Ich lese den Blog sehr gerne. Ich finde sie kann richtig gut schreiben. Und für die, die nach Erfahrungen für die IVF suchen ist das vielleicht auch ganz ergiebig. Es geht dort auch um den Kunderwunsch an sich.
Ich finde er ist eine Bereicherung und dachte, ich teile den Link mal mit Euch - vermute dabei stark, dass so einige unter euch den Blog schon längst kennen...?
:D

vera5
19.08.2009, 10:02
Ich wollte hier ja auch schon länger schreiben, bin aber dank dem Kleinen Muck nicht dazu gekommen, ich hoffe, dieses Mal reicht es für ein langes Posting :wink5:.

Also unser Weg durch und in die Repro-Praxen hatte eine längere Anfangszeit, dann aber eine doch recht kurze Verweildauer. Das lag daran, dass wir uns insgesamt 4 Praxen angesehen hatten und erst in der 4ten Praxis in Behandlung gingen. Die erste Praxis, eine Klinik in der Schweiz, war zwar von der Atmosphäre und dem Arzt her angenehm, aber irgendwie spürten mein Mann und ich, dass jetzt nicht der richtige Zeitpunkt ist um mit Behandlungen zu starten. Wir hatten noch einen ganz tollen Andrologen in der Schweiz der meinte, mit dem SG meines Mannes sei eine ganz normale Befruchtung möglich, wenn wir "anschubbsen" wollten, wären IUIs der richtige Weg. Das war ein richtiger "Mutmach-Männerarzt".

Nach unserem Umzug waren wir dann in der ersten deutschen Praxis in Offenbach. Der Arzt dort (darf ich die Namen der Praxis eigentlich schreiben, falls nein, bitte löschen...) war mir mega-unsympathisch. Wir sind uns gleich in die Haare gekommen. Er wollte bei mir sofort bauchspiegeln und vorher nix machen. Wir wollten ja IUIs, da meinte er, ja, das könne man machen, ging dann aber in seinem Gespräch sofort weiter über zu IVFs/ICSIs. Es war klar, dass er von den IUIs nichts hält. Der hat mich zweimal gesehen, einmal und nie wieder.

In der zweiten Praxis in Darmstadt kam es noch dicker, das Wartezimmer war schick, die Ärztin hat uns dann aber erzählt, dass mein Mann mit seinem Spermiogramm gar nicht zeugen könnte. Selbst eine IVF sei nicht möglich weil die Spermien nicht in der Lage seien, die Eizelle "zu knacken". Das war ihre Beurteilung das schweizer SGs, von dem uns ja die Klinik dort wie auch der Androloge, sagten, dass IUIs geeignet wären. In der Praxis wurde mir auch sofort Blut abgenommen und wir hätten wohl direkt mit einer ICSI starten könnnen. Nach dem Besuch mussten wir uns erst mal sortieren. Mein Mann war total unglücklich, ich glaubte der Ärztin zwar nicht, war aber auch verunsichert. Wir hatten dann wieder Kontakt mit dem Schweizer Andrologen der uns den Irrtum der Ärztin bestätigte.

Dann gingen wir in die dritte deutsche Praxis, langsam wurde es anstrengend mit immer neuen Erstterminen. Aber dort wurde ich dann angenehm überrascht. Die Ärztin hat alles so eingeschätzt wie wir das vorher bei den Untersuchungen in der Schweiz auch schon bestätigt bekommen haben. Wir haben dann mit IUIs gestartet die komplett ohne jede Medikamente waren, es wurde noch nicht mal der ES ausgelöst, ich war halt oft in der Praxis zum Schallen oder zum Blut testen. Bei der zweiten IUI wurde ich dann schwanger. Ich bin mir 100% sicher, dass es nicht hauptsächlich an der IUI lag, *winknachTremmen*, aber sagen wir mal, wir waren ganz ungeduldig und wollten noch ein bisschen anschubbsen...

Was ich jedenfalls allgemein als guten Rat für die Praxen, gerade in Deutschland, geben würde, ist, sich Zweitmeinungen anzuhören, auf das Bauchgefühl zu achten, und auch "einfacheren" Methoden wie der IUI eine Chance zu geben. Es gab mal eine ganz große niederländische Studie zum Thema, im Wuki-Blog war sie mit "Schwanger wird, wer durchhält" überschrieben. Ich hatte in der SChweiz den Eindruck, viel mehr Frauen machen viel mehr IUIs und wurden in dieser IUI-Reihe schwanger. In D läuft es oft unter "Naja, wir können das mal versuchen, wenn sie unbedingt wollen, aber mehr als 3 machen keinen Sinn...". In der Schweiz müssen IVFs/ICSIs komplett eigenfinanziert werden, sprich, viele Paare können sich weitergehende Behandlungsschritte gar nicht leisten. 3 IUIs bekommt man hingegen von der Kasse komplett bezahlt und darüber hinaus gehende Versuche sind eben noch finanzierbar. So kenne ich einige Frauen, die bei der 4ten, 5ten, 7ten IUI schwanger wurden. In D scheint mit in den oft privat geführten Repro-Praxen die Gewinnspanne bei den IUIs zu gering als dass sich die meisten Ärzte länger damit beschäftigen wollen. Bin ein bisschen vom Thema abgeschweift...

Ach ja, der Link zu der Studie:
http://www.wunschkinder.net/aktuell/wissenschaft/insemination/insemination-schwanger-wird-wer-durchhaelt-173/

vera5
19.08.2009, 10:12
Ach ja, Biggi fragte ja auch noch, ob versucht worden sei, suboptimale Spermiogramme zu unterstützen...

Da wurde uns in der Schweiz sofort ein Mittel verschrieben, was durchblutungsfördernd ist. Trental. Das sollte mein Mann in genügendem Anlauf vor den IUIs nehmen. In D bekam er es nicht verschrieben, wir waren auch hier beim Andrologen. Auf NAchfragen hin kam die Antwort, dass dieses Mittel bei Subfertilität im Off-Label-Use sei und er es nicht von der Kasse erstattet bekäme. Deswegen wird es nicht verschrieben. Ein Privatrezept könne er uns jedoch gerne ausstellen.

Aus der Schweiz kenne ich es eben auch, dass bei Spermiogrammen seitens der dortigen Ärzte viel mehr versucht wird. Meine Bekannten haben immer von verschiedenen Mitteln erzählt, teils auch Hormone, die dort verschrieben werden. In D ist scheinbar der Ratschlag dann gleich zur ICSI hingehend, am besten mit Supermikroskop, kostet extra und füllt die Kassen, um "die guten ins Töpfchen die schlechten ins Kröpfchen" zu sortieren, anstatt zu versuchen, die Qualität generell zu verbessern.

vera5
10.09.2009, 18:13
*schubsfürTania*

Biggi
14.09.2009, 19:21
Meine Lieben,

es ist so schade, dass dieses Posting herunter rutscht.

Ich habe im Archiv einen Bereich eingerichtet, in dem kann man über eine Kommentarfunktion seine Berichte selbst ins Archiv stellen.


http://www.tremmener-archiv.de/textarchiv/erfahrungen-in-der-kinderwunschzeit/erfahrungen-mit-kuenstlicher-befruchtung.html

Ich möchte alle bitten, die so schönen Beitrage hier,
dort einzutragen.
Dann wird in Zukunft nicht jede Frau ewig und drei tage lang das Forum durchsuchen müssen, sondern alles schön beieinander haben.

Der Eintrag ist anonym, auch die Emailadresse ist später nicht einlesbar.

Ich freue mich , wenn ihr das Projekt unterstützt.

LIeber Gruss

Biggi

meindlm
07.10.2009, 22:43
Hallo Biggi,

Du schlägst ja ganz neue Wege ein :-)
Meine Erfahrung in der künstlichen Befruchtung sind blond und haben braune Augen und ist jetzt fast zwei Jahre alt.

Heute wurde der erste Transfer für ein hoffentlich baldiges weiteres Glück gestartet. Wer es ganz genau wissen will kann sich ja auch mein Profil ansehen. Wir sind an der UNI-Klinik.

Zum Thema Ausland kann ich nicht viel beitragen. In Österreich sollen wohl die Zellen länger im Reagenzglas reifen und danach auch eine Auswahl von mehreren Zellhaufen möglich sein. In Tschechien ist auch eine Eizellspende möglich dies ist in Deutschland verboten.

Also laut Wikipedia ist ein Blastozyste nach drei bis vier Tagen vorhanden.
Bei mir wurden 2007 zwei Zellen (6 und 8 Zeller) nach dem dritten Tag und
2009 zwei Zellen (6 und 6 Zeller) nach dem vierten Tag eingesetzt.
Danach müsste 2009 auf jeden Fall das Blastozystenstadium erreicht worden sein.

Wie kann man ein wenig Feierlichkeit für sich selbst in die ganze Prozedur
bringen?

Ich habe mir 2007 zwei Massagen gegönnt zwischen Punktion und nach dem Transfer.
Damals stand ich ziemlich unter Strom in der Arbeit. Meinem Chef musste ich es sagen.
Ansonsten wäre das ständige zu spät kommen und kurzfristige umplanen nicht mehr erklärbar gewesen. Am Transfertag habe ich eine Kerze aufgestellt, damit die Seele besser zu uns findet. Die Seele kam dann auch am nächsten Tag angeflogen und hat mir ihren Namen verraten.

Insgesamt ist man zwischen zwei und drei Wochen ständig auf dem Sprung.
Aber jetzt mal von Anfang an!

Was kommt bei einer ICSI auf einen zu?
Wir sind gesetzlich versichert und mussten 50% selbst bezahlen. 2007 haben wir 1115EUR für Medikamente und 717EUR für die Klinik gezahlt. Kryokonservierung kostet 250EUR pro Jahr

1) Termin; Anfangsgespräch mit anschließenden Blutuntersuchung (Schilddrüse, Hormonstatus, HIV, Hepatitis A und C, Krebsabstrich) bei der Frau; vom Mann wollten sie auch HIV, Hepatitis A, C und Spermiogramm; das Ergebnis des Hormonstatus dauerte 6 Wochen

Antrag für die Kostenübernahme an die Krankenkasse und Kryokonservierung (Lagerung von Eizellen im Vorkernstadium)erhalten. Diese müssen unterschrieben beim nächsten Termin vorliegen.


2) Termin vor dem 20. Zyklustag; (Medikamentenverschreibung Decapeptyl, Menagon. Brevactid 5000) Anfang der Downregulierung am 20. Zyklustag
Jetzt muss man sich jeden Tag eine Spritze selbst in die Bauchfalte geben

3) Termin 1. ? 3. Zyklustag
Ab jetzt zu jedem Decapeptyl auch noch eine Spritze mit Menagon zur Stimmulierung der Eierstöcke setzen, am Anfang vier Ampullen danach drei Ampullen

4) Untersuchungstermin; Überprüfung der Eizellreifung und Hormonstatus (Blutabgabe)
gegebenenfalls neue Medikamente und weiterspritzen; der Bauch wird da schon ein wenig mit Blutergüssen übersäht
Vorstellung beim Anästesisten, wegen Narkose
Zwischen 13:30 -14Uhr Anruf bei der Telefonsprechstunde wegen Weiterbehandlung


5) Termin; Überprüfung der Eizellreifung und Hormonstatus (Blutabgabe)
gegebenenfalls neue Medikamente verschreiben und weiterspritzen;
Zwischen 13:30 -14Uhr Anruf bei der Nachmittagssprechstunde wegen Weiterbehandlung -Festlegung des Punktionstermins

6) Punktion; 6:30Uhr nüchtern im Krankenhaus erscheinen; Punktion so um 8 Uhr;Narkose ca. 1 Stunde; nach zwei bis drei Stunden Nachbesprechung und Terminvereinbarung für Telefonsprechstunde
Der Mann muss sich um 8 Uhr melden und Spermien abgeben.
(Also beide am besten den ganzen Tag Urlaub nehmen, da man nach der Narkose nicht Autofahren darf) Im Krankenhaus schreiben Sie einen nur einen Tag krank. Ansonsten muss man zum Haus- bzw. Frauenarzt; Der Bauch tut einem schon ganz schön weh!

Zwei Tage später Anruf beim Dr. wegen Terminvereinbarung des Transfers

7) Transfer; es werden die Eizellen eingeführt; geht relativ schnell; beim ersten Mal durfte ich mir die Zellen ansehen, beim letzten Mal nicht; wobei ich aber auch nicht gefragt habe:
Medikamentenverschreibung (Fragmin P 20 Spritzen ; Brevactid 2 Spritzen; ASS; Utrogest täglich 2-2-2)
Da ist man ganz schön beschäftigt mit den ganzen Medikamenten

8) Termin; zwei Wochen später zum Schwangerschaftstest (Bluttest); Ergebnis bekommt man über Telefonsprechstunde am Nachmittag

Alles in allem muss man zwischen 1. und 20. Zyklustag sehr flexibel sein. Die Termine werden von einem Tag zum anderen festgelegt. Die Sprechstunde ist von 7:30 - 9:30 Uhr, wobei man aber nach Anmeldungdrankommt. Da können schon mal vier vor einem dran sein.
Die Medikamenten besorgen ist auch zeitaufwendig; will man dann noch eine Reimport oder im Ausland bestellen, um Kosten zu sparen, wird´s richtig anstrengend!
Beim ersten Mal habe ich 10 Tage Urlaub genommen, sonst wäre mir das ganze zu viel gewesen!

Mein Mann war bei beiden Transfers aus beruflichen Gründen nicht dabei !

Die Begleitung durch die Ärztinnen ist eher termingetrieben und nüchtern. Nur die Arzthelferinnen haben manchmal ein paar nette Worte für einen übrig.
Im Internet kommen die anderen erlanger Praxen in besser weg.
Bei uns hat´s ja nach 7 IUI gleich bei der 1. ICSI funktioniert. Deshalb würde ich Sie auf jeden Fall weiter empfehlen. Sie haben auch von ganz vorne angefangen und nicht auf IVF oder ICSI gedrängt.
Bei anderen Beträgen von Patienten aus anderen Praxen habe ich oft das Gefühlt, da geht´s nur ums schnelle Geld.
Ich habe mir viel Hilfe aus diesem und den unten angegebenen Foren und einer Freundin die 7-Mal ICSI machen musste geholt.

Das Forum www.klein-putz.net kann ich bei einer geplanten künstlichen Befruchtung empfehlen. Dort wird so über alles diskutiert, was so anfällt. Auch über Kosten und Ausland.

Für fachliche Fragen kann ich auch http://www.9monate.de/wartezimmer_kinderwunsch.html empfehlen.
Die Antworten sind manchmal ein wenig kurz, aber einfach nochmal fragen, wenn man was nicht verstanden hat.

Gruß und viel Erfolg wünscht Euch
meindlm

Livi
08.10.2009, 10:01
Liebe meindlm ,

vielen Dank für diese genaue Schilderung, sehr hilfreich!

Ich halte Euch ganz fest die Daumen!

Liebe Grüße,
Liv

Mona30
18.12.2009, 13:57
Hallo....

ich möchte auch meine Erfahrungen meiner Icsi-Behandlung mit Euch teilen....

Im August 2009 fand das erste Gespräch in der KiWu Klinik statt... Hier war alles super nett und man ist auf jede unserer Fragen eingegangen....

Es folgte dann ein sogenannter Kontrollzyklus, wo Hormone, Spermien und HIV, Hepatitis und Röteln kontrolliert wurden.... Jede Woche einmal zur Blutabnahme, 3 x Ultraschall...

Dann erfolgte nochmal ein Gespräch. Diesmal ein anderer Arzt, der war mir gleich schon mal nicht mehr so sympatisch wie der erste. Die Spermien waren nach der Refertilisierung meines Mannes nicht so wirklich die schnellsten und aufgrund dessen dass einer meiner Eileiter verschlossen ist und es ungewiß wäre wie es jetzt nach einem Jahr bei dem anderen Eileiter aussähe käme für uns nur eine Icsi in Betracht. Mein Mann fragte ob man nicht vielleicht ein Mittel hätte um die Spermien etwas schneller zu machen. Der Arzt hat nur den Kopf geschüttelt, Zeit hatte er offensichtlich auch nicht sonderlich viel und so wurden wir nach Hause geschickt um es uns zu überlegen. Wegen der Refi sind wir ja Selbstzahler. Wir bekamen eine Preisliste und sind nach Hause gegangen....

Ach, da hätte ich schon abbrechen sollen, ich fühlte mich gar nicht so wohl. Aber ich will doch unbedingt ein BABY !!! Also haben wir uns darauf eingelassen.... einen Monat die PIlle, danach fingen die Spritzen an. Schon am 3. Abend merkte ich dass sich in meinen Eierstöcken mächtig was tut.... es zwickte überall, tat aber nicht weh.... lediglich beim Ultraschall zwickte es ein bisschen.... sah alles toll aus, nach 7 Tagen Spritzen von Gonal F setzte ich mir Montagsabends eine Auslösespritze und Mittwochs war der Tag der PUnktion.

Das war für mich der schrecklichste Tag der ganzen Behandlung.

Ich kam dort morgens um 8 Uhr nüchtern und total aufgeregt an. Nach einem kurzen Gespräch mit einer sehr netten Helferin musste mein Mann dann gehen und ich kam auf ein Zimmer wo noch eine andere Frau lag die auch ihre PUnktion hatte. Das Zimmer war nicht wirklich abgeteilt so dass man genau hören konnte was die Arzthelferinnen miteinander sprachen. Ich sollte mich umziehen, ein Nachthemd das ich mitgebracht hatte. Dann wurde die andere Frau abgeholt, in der Hand der Arzthelferin sah ich eine riesengroße eingepackte Nadel.

Ab da lief alles wie in Trance. Ich lag in meinem Bett und fasste mir an meinen Bauch und hatte ein richtig schlechtes Gewissen. Am liebsten wäre ich aufgestanden und heim gegangen, aber das ging ja nicht, ich hatte einen ganz dichen Bauch und mindestens 12 Eizellen... die mussten jetzt raus ... ich war kurz vorm verzweifeln, da kam die andere Frau auch schon wieder zurück. Mit einer Rollliege wurde sie an ihr Bett gebracht. Ich sollte dann aufstehen und mitkommen. Bin dann noch kurz auf Toilette und dann erwarteten sie mich im OP-Raum... ich saß mich dort auf den Stuhl und dann kam auch schon die Narkoseärztin mit der Nadel.... gleichzeitig wurde eine Scheidenspülung gemacht und ich bekam richtig Angst.... im Hinterkopf immer diese Nadel.... dann war ich auch schon eingeschlafen....

Wach bin ich im Bett geworden und schlafen konnte ich dann auch nicht mehr, denn plötzlich fingen die beiden Arzthelferinnen an sich lautstark über ihr nicht so gutes Betriebsklima zu unterhalten.... Toll dachte ich, was wenn die jetzt aus Wut einen Fehler machen? Dann kam der Arzt und sagte mir es wäre alles super gelaufen, 9 Eizellen... 4 ließen sich befruchten. 2 wurden verworfen und 2 weiterkultiviert.... das war eine sehr schwere Entscheidung, aber 2 einzufrieren würde sich nicht lohnen und 3 zurück würde der Arzt nicht machen aufgrund der Tatsache dass es die 1. Icsi wäre und ich erst 35 Jahre alt bin.

Dann kam endlich mein Mann und wir fuhren nach Hause.... 2 Tage echt unangenehme Bauchschmerzen..... Samstags war dann Transfer und es wurden mir 2 Zwölfzeller eingesetzt....Der Transfer war etwas sehr schönes, alles schön ruhig und entspannend.... Ich bekam noch ein Bild gezeigt von den beiden Zellen.

Mein Mann konnte leider beim Transfer nicht dabei sein. Deshalb fragte ich nach einer Kopie des Bildes. Aber die bekam ich nicht. Das würden sie generell nicht machen.

Bin dann mit meiner Mutter nach Hause gefahren und hab mich den ganzen Tag geschont. Erst hatte ich ein super schönes Gefühl. Es war irgendwie warm in meiner Gebärmutter. Ich habe die Hand auf meinen Bauch gelegt und versucht eine Verbindung zu meinen beiden Krümeln herzustellen... Aber irgendwie ging es nicht...

2 Tage später lag ich auf der Couch, die Hand auf meinem Bauch und hab versucht wieder einen Kontakt herzustellen. Diesmal geling es mir auch, aber die beiden Kinder die ich gesehen habe standen mit dem Rücken zu mir und ließen sich nicht halten....

In der folgenden Nacht hatte ich starke Schweißausbrüche und bin ständig aufgewacht. Ich hab sofort in der Klinik angerufen, weil ich gar kein gutes Gefühl hatte.... Aber irgendwie meinten sie nur ich solle mich nicht so verrückt machen.... viele Frauen würden sich in den zwei Wochen Wartezeit verrückt machen.

Ich bin mir sicher dass das der Tag war an dem die beiden wieder weggegangen sind...

Die Warteschleife war schrecklich, jedoch hatte ich auch eine gute Erfahrung gemacht... Zum ersten Mal seit Jahren hatte ich kein PMS... hab geschlafen wie ein Baby und keinerlei depressive Verstimmungen gehabt... ich denke dies war vom Utrogest....

Leider hab ich 2 tage vorm BLuttest dann schon Schmierblutungen bekommen und am Tag des Bluttest meine Tage. Der Test war dann auch negativ... Morgens um 9 Blutabnahme, dann sollte ich um 3 Uhr anrufen wegen dem Ergebnis. Der Telefonanruf verlief dann aber sehr ruhig und mitfühlend.

Untersucht wurde ich aber nicht mehr obwohl ich nach der Punktion leicht überstimuliert war... ob meine Eierstöcke wieder ihre normale Größe haben oder nicht weiß ich nicht.

Fazit für mich ist einfach dass das nicht jedermanns Sache ist, meine auf jedenfall nicht. Ich fühlte mich wie in einer "Kindermachfabrik" und hatte auch die ganze Zeit das Gefühl es geht hier nur ums Geld....

Bestimmt hilft diese Behandlung vielen Paaren und bestimmt kommen viele gut damit klar. Ich möchte es auch nicht schlecht heissen.

Das hier sind einfach meine Gefühle und Empfindungen.... Vielleicht ist es einfach besser wenn man nicht 100 % dahinter steht es einfach sein zu lassen....

LG Mona

Nicola.83
15.01.2010, 11:54
Hallo,

ich habe Endo III und wurde daher von meiner FÄ bereits nach sechs ÜZ in die Kiwu-Praxis überwiesen. Dort erfuhren wir nach einigen Spermiogrammen, dass wir ICSI-Kandidaten sind.
Mein Mann hat zwar eine gute Anzahl an Spermien, aber zu wenige bewegen sich schnell, sehen normal aus und nach vier Stunden war nichts mehr vorhanden, was sich auch nur auf der Stelle bewegt hat.

Also bekam ich zwei Bauchspiegelung, anschließend drei Monate Wechseljahrtherapie und habe aus den Wechseljahren heraus -ohne eine Blutung vorher zu bekommen -mit der Stimu begonnen.
Die ICSI hat leider nicht geklappt.

Einige Monate später wurde mir auch klar, warum: Die Wechseljahre waren sehr anstrengend für mich (Hitzewallungen, Schlafstörungen); drei Wochen nach dem Transfer hatte ich die Abschlussprüfung von meinem Studien-Schwerpunkt und einige andere aufregende Dinge standen auf dem Terminplan. Ach ja, und ich bekam eine Wurzelentzündung. Keine Ahnung woher, da ich an der Stelle nicht mal Karies oder was anderes hatte, aber ich bekam eine ordentliche Wurzelbehandlung, während ich bereits stimuliert hatte. Ich hoffe, es war keine Reaktion auf die Hormone, denn das habe ich schon öfter gelesen, dass Frauen Zahnprobleme bekommen haben. Bei der nächsten Stimulierung werde ich berichten, ob die Zähne dieses Mal heil geblieben sind.

Jedenfalls haben wir uns nach dem gescheiterten Versuch für ein Jahr Pause entschieden. Dieses Jahr tat uns sooo gut! Zwar gab es einige schwere Momente (gerade wenn im Freundeskreis Schwangerschaften angekündigt wurden oder Kinder zur Welt kamen), aber ich fühle mich jetzt, kurz vor dem zweiten Versuch, psychisch viel entspannter.

Auch wegen der Kostenfrage tat uns die Pause ganz gut ;o)

Viel Kraft hat mir auch ein ausführliches Gespräch mit meiner Tante gebracht: Sie hat nach drei gescheiterten IVF-Versuchen ein Kind aus Haiti adoptiert. Einen solchen "Plan B" haben wir inzwischen auch getroffen und damit gehe ich wesentlich entspannter in die weiteren Behandlungen.

Mara_
17.01.2010, 20:17
Für Ruth

Liebe Grüße
Mara

DagmarJ
29.03.2010, 21:44
Für Mira,

Lieben Gruss
Dagmar

mira30
30.03.2010, 10:27
Vielen lieben Dank Dagmar!

Ich werde mich hier mal schlau machen und dann vov meinen Erfahrungen berichten können!

Haben diese Woche unseren 1 Termin in einer KIWUKlinik. In 2 Wochen werden wir uns dann noch mal eine andere ansehen. MAl schauen!

Ganz liebe GRüße

Mira

bata
21.04.2011, 09:42
Hallo ihr,
ich schubs das mal hoch.
liebe Grüße, bata

Hannerl
21.04.2011, 10:24
Wow, was ein Schatz! Ich werde meien Erfahrungen später auch noch dazu schreiben.

Viele Grüße Hannerl

Mechthild
21.04.2011, 11:31
Liebe Bata,

danke für's Schubsen! Gestern Abend hatte ich auch überlegt, ob ich das mache, aber dann konnte ich mich nicht dazu druchringen ;).

Mechthild

Sabrina träumt
24.10.2011, 11:39
Für Sandra

*hochschubs*

Tessie
03.04.2012, 19:01
Hallo!

Bislang habe ich hier nicht viel geschrieben, aber ich verfolge die Themen hier schon eine Weile und war bislang eine, wenn auch meistens stille, so doch mitfühlende Leserin. Bei meinen Recherchen bin ich kürzlich auf diesen Thread gestoßen, der für mich sehr viel Wissenswertes enthält. Vielleicht hat ja die ein oder andere Mitleserin noch etwas hinzuzufügen? Mich treibt zum Beispiel gerade vor allem die Frage um, wie ich entscheiden soll, wann der richtige Zeitpunkt ist für eine ICSI.

Da dieser Thread mehr eine Sammlung von Informationen ist, will ich meine persönliche Geschichte (an dieser Stelle) gar nicht so stark einbringen. Deshalb nur kurz: Irgendwie trau ich mich nicht loszulegen und frag mich warum. Nicht, dass ich Angst vor der Behandlung hätte, auf die freue ich mich eigentlich eher (endlich passiert mal was!), es ist mehr so ein Gefühl, dass die Bedingungen für das Gelingen einer ICSI noch nicht stimmen. Kennt eine von Euch das? Ich würde mich sehr über eure Gedanken und Erfahrungen freuen.

Herzliche Grüße
Tessie

Ennie
29.09.2013, 14:02
Bin gerade beim Stöbern hierauf gestoßen und schubs das mal nach oben.

-Svea-
07.07.2014, 07:30
Hoch damit :yesnod: