garnet
30.06.2005, 14:31
Hallo,
lange habe ich hier nicht mehr im Forum gelesen und noch viel länger habe ich nichts mehr geschrieben, aber nun endlich möchte ich meine Geschichte zu Ende berichten, um Hoffnung zu geben.
Im Februar 2004 haben wir nach einer sehr schwierigen Entscheidungsphase unsere Tochetr Fenna zu den Sternen gehen lassen (in meinem "alten" Profil steht mehr dazu, ich weiss nur nicht, wie man da jetzt noch herankommt?). Wir waren so verzweifelt, so unglaublich traurig und hoffnungslos. Es ging uns sehr sehr schlecht! Dieses Forum hat gerade mir sehr geholfen, mir das Gefühl zu geben, verstanden zu werden, nicht allein zu sein mit meiner Trauer. Wir haben eine sehr gute Trauerbewältigung gemacht (ich habe mich homöophatisch und körpertherapeutisch und mein Mann sich therapeutisch begleiten lassen) und irgendwann drang der Wunsch, es noch einmal mit einem Baby zu versuchen, wieder durch. Die Angst war riesig, aber Fenna war in unserem Herzen immer bei uns und hat uns irgendwann die Angst ein bisschen genommen. Dann, kurz nach Fennas eigentlichen Geburtstermin, war es soweit: ich war wieder schwanger. Und das schöne: Ich hatte kurz vorher Fenna mit einem kleinen Wesen im Sternenhimmel in meinem Traum gesehen, sie stellte es mir als den „Zwerg“ vor. Und so wurde das neue Leben in mir unser kleiner „Zwerg“. Natürlich war die Angst ein ständiger Begleiter, aber wir hatten uns ganz fest vorgenommen, den Zwerg nicht mit unserer Angst zu erdrücken, sondern wir wollten diese Schwangerschaft geniessen, von Anfang an glücklich sein und uns riesig freuen. Wir wollten nicht wieder dieses ängstliche Abwarten der ersten 3 Monate, dann das nächste Abwarten auf das Ergebnis der Fruchtwasseranalyse usw. Nein, wir haben den Zwerg von Anfang freudig begrüßt, waren glücklich und haben versucht, die Ängste von uns zu schieben. Der Tag der Fruchtwasseranalyse war sehr hart, natürlich kamen alle Ängste wieder hoch. Aber irgendwie waren wir stark und als wir am nächsten Tag die tolle Nachricht erhielten, es sei alles ok, waren wir erst recht überglücklich. Tja und dann am 7.4.2005 wurde sie dann geboren, Fennas kleine Schwester Melina mit 3360 g und 50 cm, top fit und kerngesund. Wir waren so glücklich!!!! Aber auch hier sollte es anders kommen, als wir es uns vorgestellt haben: 4 Stunden nach der Geburt stellten die Ärzte bei Melina eine Infektion fest. Neugeborenintensivstation, Beatmung, diverse Zugänge, für uns brach beinahe eine Welt zusammen. Das war es wieder, das „WARUM???“ Aber ich habe durch Fenna gelernt, dass Leben lebt. Ich kann es nicht beeinflussen, ich muss es leider so nehmen, wie es sich für mich seinen Weg „überlegt“ hat. Und ich konnte nicht traurig und verzweifelt sein, ich musste stark für meine kleine Melina sein, die so einen Start ins Leben mitmachen musste. Und so habe ich meine Kräfte mobilisiert und mich im KH durchgesetzt, dass ich sie voll stillen will und dass wir so schnell wie möglich ein Zimmer zusammen bekommen sollen. Und so haben wir gemeinsam 2 ½ Wochen auf der Intensivstation mit Antibiotikatherapie verbracht. Melina ging es von Tag zu Tag besser, der Papa konnte zwar nur zu Besuch kommen, aber irgendwie haben wir das alles gut geschafft. Und heute leben glücklich zu dritt und mit Fenna für immer im Herzen zu Hause und geniessen unseren kleinen Zwerg.
Viele von euch denken bestimmt, warum schreibt sie das, wir sind so wahnsinnig traurig und verzweifelt und sie gibt mir überhaupt keine Hoffnung mit so einem Bericht. Das habe ich damals kurz nach Fennas Tod auch gedacht, wenn ich solche Berichte gelesen habe. Ich kann nie wieder glücklich sein und ich habe jeglichen Mut und jede Hoffnung verloren. Aber das stimmte nicht. Mit der Zeit kehrte beides wieder zurück und ich habe solche Berichte gerne gelesen und habe dadurch für mich wieder Hoffnung schöpfen könne.
Und vielleicht kann ich das manch einer von euch wiedergeben!
Ich wünsche euch von Herzen alles, alles Gute.
Liebe Grüße
Garnet, mit *Fenna* für immer im Herzen und Melina im Arm
lange habe ich hier nicht mehr im Forum gelesen und noch viel länger habe ich nichts mehr geschrieben, aber nun endlich möchte ich meine Geschichte zu Ende berichten, um Hoffnung zu geben.
Im Februar 2004 haben wir nach einer sehr schwierigen Entscheidungsphase unsere Tochetr Fenna zu den Sternen gehen lassen (in meinem "alten" Profil steht mehr dazu, ich weiss nur nicht, wie man da jetzt noch herankommt?). Wir waren so verzweifelt, so unglaublich traurig und hoffnungslos. Es ging uns sehr sehr schlecht! Dieses Forum hat gerade mir sehr geholfen, mir das Gefühl zu geben, verstanden zu werden, nicht allein zu sein mit meiner Trauer. Wir haben eine sehr gute Trauerbewältigung gemacht (ich habe mich homöophatisch und körpertherapeutisch und mein Mann sich therapeutisch begleiten lassen) und irgendwann drang der Wunsch, es noch einmal mit einem Baby zu versuchen, wieder durch. Die Angst war riesig, aber Fenna war in unserem Herzen immer bei uns und hat uns irgendwann die Angst ein bisschen genommen. Dann, kurz nach Fennas eigentlichen Geburtstermin, war es soweit: ich war wieder schwanger. Und das schöne: Ich hatte kurz vorher Fenna mit einem kleinen Wesen im Sternenhimmel in meinem Traum gesehen, sie stellte es mir als den „Zwerg“ vor. Und so wurde das neue Leben in mir unser kleiner „Zwerg“. Natürlich war die Angst ein ständiger Begleiter, aber wir hatten uns ganz fest vorgenommen, den Zwerg nicht mit unserer Angst zu erdrücken, sondern wir wollten diese Schwangerschaft geniessen, von Anfang an glücklich sein und uns riesig freuen. Wir wollten nicht wieder dieses ängstliche Abwarten der ersten 3 Monate, dann das nächste Abwarten auf das Ergebnis der Fruchtwasseranalyse usw. Nein, wir haben den Zwerg von Anfang freudig begrüßt, waren glücklich und haben versucht, die Ängste von uns zu schieben. Der Tag der Fruchtwasseranalyse war sehr hart, natürlich kamen alle Ängste wieder hoch. Aber irgendwie waren wir stark und als wir am nächsten Tag die tolle Nachricht erhielten, es sei alles ok, waren wir erst recht überglücklich. Tja und dann am 7.4.2005 wurde sie dann geboren, Fennas kleine Schwester Melina mit 3360 g und 50 cm, top fit und kerngesund. Wir waren so glücklich!!!! Aber auch hier sollte es anders kommen, als wir es uns vorgestellt haben: 4 Stunden nach der Geburt stellten die Ärzte bei Melina eine Infektion fest. Neugeborenintensivstation, Beatmung, diverse Zugänge, für uns brach beinahe eine Welt zusammen. Das war es wieder, das „WARUM???“ Aber ich habe durch Fenna gelernt, dass Leben lebt. Ich kann es nicht beeinflussen, ich muss es leider so nehmen, wie es sich für mich seinen Weg „überlegt“ hat. Und ich konnte nicht traurig und verzweifelt sein, ich musste stark für meine kleine Melina sein, die so einen Start ins Leben mitmachen musste. Und so habe ich meine Kräfte mobilisiert und mich im KH durchgesetzt, dass ich sie voll stillen will und dass wir so schnell wie möglich ein Zimmer zusammen bekommen sollen. Und so haben wir gemeinsam 2 ½ Wochen auf der Intensivstation mit Antibiotikatherapie verbracht. Melina ging es von Tag zu Tag besser, der Papa konnte zwar nur zu Besuch kommen, aber irgendwie haben wir das alles gut geschafft. Und heute leben glücklich zu dritt und mit Fenna für immer im Herzen zu Hause und geniessen unseren kleinen Zwerg.
Viele von euch denken bestimmt, warum schreibt sie das, wir sind so wahnsinnig traurig und verzweifelt und sie gibt mir überhaupt keine Hoffnung mit so einem Bericht. Das habe ich damals kurz nach Fennas Tod auch gedacht, wenn ich solche Berichte gelesen habe. Ich kann nie wieder glücklich sein und ich habe jeglichen Mut und jede Hoffnung verloren. Aber das stimmte nicht. Mit der Zeit kehrte beides wieder zurück und ich habe solche Berichte gerne gelesen und habe dadurch für mich wieder Hoffnung schöpfen könne.
Und vielleicht kann ich das manch einer von euch wiedergeben!
Ich wünsche euch von Herzen alles, alles Gute.
Liebe Grüße
Garnet, mit *Fenna* für immer im Herzen und Melina im Arm